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Rabe

Lebensraum

Der hier vorgestellte und hauptsächlich auf der Nordhalbkugel beheimatete Kolkrabe gehört gemeinsam mit Dohlen, Elstern, Eichelhähern und Krähen zur Familie der Rabenvögel, die sich von den Tropenwäldern Südostasiens über die ganze Welt ausgebreitet haben. So besiedeln Kolkraben mittlerweile nicht nur Europa und Sibirien, sondern auch Nordamerika, Alaska und sogar Teile des Polarkreises.

Mythologie

Der Rabe genießt in vielen Kulturen ein hohes Maß an Bewunderung auf Grund seiner überragenden Intelligenz, seiner magischen Ausstrahlung und seines pechschwarzen und gleichzeitig leicht bläulich schimmernden Gefieders.

Germanen: Das Rabenpärchen Hugin und Munin fliegt täglich Botengänge für den Göttervater Odin. Sie fliegen bei Sonnenaufgang fort, kehren bei Sonnenuntergang wieder und setzen sich auf Odins Schulter, um ihm die Neuigkeiten zuzuflüstern. Hugin bedeutet “der Gedanke”, Munin “das Gedächtnis”. Aus kulturanthropologischer Sicht geht man davon aus, dass das Rabenpärchen Hugin und Munin das fehlende linke Auge von Odin ersetzen sollen, das Odin einst geopfert hatte, um Weisheit zu erlangen.

Kelten: Morrigan, die Göttin des Todes, soll die Seelen von in der Schlacht gefallenen Kriegern in der Gestalt eines Raben holen und nach Walhalla fliegen. Walhalla ist die sog. Ruhmes- und Ehrenhalle in der Anderswelt, in welcher die Seelen verstorbenener Soldaten gebracht werden. Man nennt Walhalla auch “Halle der Gefallenen”.

Raben – Medizin

Rabe und Krähe als Krafttier haben eine ähnlich starke Medizin. Schamanen mit diesem Krafttier werden gefürchtet und verehrt. Der Rabe kann ins Jenseits und wieder zurück fliegen. Wenn Sie den Raben als Krafttier haben, steckt starke Magie in Ihnen. Er erinnert Sie daran, dass Sie hellseherische und heilende Kräfte in sich tragen. Wenn Sie diese noch nicht entdeckt haben, haben Sie womöglich die Vergangenheit noch nicht losgelassen und können deshalb die Gegenwart nicht sehen. Die Zukunft spielt eine zu große Rolle. Nutzen Sie mehr das Hier und Jetzt. Versuchen Sie die Kräfte der Dunkelheit zu gewinnen, haben Sie keine Angst vor der schwarzen Leere. In ihr liegt ein sehr starker Heilzauber, der auch auf große Entfernungen wirkt. Wenn Sie diese Energie aber missbrauchen, kann sie sich gegen Sie kehren und Ihnen schaden. Der Rabe ist der Beschützer aller geheimen Dinge, plaudern Sie diese also nicht aus. Wissen, wagen, wollen und schweigen ist angebracht! Bringen Sie dieser Art von Magie den nötigen Respekt entgegen, denn die Rabenkraft kann sich sonst sehr schnell gegen Ihre Person richten. Ziehen Sie keinen materiellen Nutzen dieser Kraft und bedanke Sie sich regelmäßig beim Raben für seine Unterstützung.

Traumdeutung

Wenn Raben in Ihren Träumen erscheinen, kündigen sie meist Unglück und Misserfolg an oder warnen vor Gefahr. Hört man den Ruf eines Raben, so will er damit auf schlechten Nachrichten, einen bevorstehenden Todesfall oder drohendes Unheil im unmittelbarem Umfeld hinweisen. Taucht der Rabe jedoch in einem positiven Zusammenhang auf, kann er nicht nur als Krafttier auf sich aufmerksam machen, sondern auch als verstorbener Verwandter, der in Gestalt des Raben den Kontakt zum Träumenden sucht.

Sonstiges

Totemtier: KräheIm Medizinrad und indianischen Horoskop ist der Rabe gemeinsam mit der Krähe der “Zeit der fallenden Blätter” (23.09. bis 23.10.) zugeordnet. Raben-Menschen gelten als klug, wissbegierig und spirituell, können aber auch nachtragend, konfliktscheu und naiv sein. Sie sind äußerst gesellige Wesen, die es sehr schätzen mit anderen zusammenzuarbeiten und Schwierigkeiten haben allein zu sein. [Weiterlesen…]

Rune: Algiz Der Rabe ist eng mir der Rune Algiz verbunden, welche nicht nur ein Geweih, sondern auch einen Rabenfuss symbolisiert. Gemeinsam mit dem Raben als Krafttier schützt Algiz vor schädlichen Einflüssen und hilft Geheimnisse gut aufzubewahren. Des Weiteren fördert sie die aktive Verteidigung und zieht Glück magisch an.

© Wiebke Haarkemper | 4. Oktober, 2012, 14:00 Uhr

Lachs

Lebensraum

Lachse laichen in Flüssen, schwimmen über diese ins Meer und kehren nach der dortigen Wachstumsphase zum Laichen und Sterben wieder in die Flüsse zurück. Während die Lachse im Meer leben, bevorzugen sie küstennahe Gewässer in gemäßigten und teils auch arktischen Klimazonen. So trifft man Lachse nicht nur in der Ostsee an den Küsten Norddeutschlands und im Nordpolarmeer um Island, Großbritannien und Grönlands an, sondern auch im Atlantik an der Küste von Quebec in Kanada und an den Küsten des amerikanischen Bundesstaates Connecticut.

Krafttier Lachs

Mythologie

Kelten: Gemeinsam mit Adler, Amsel, Eule und Hirsch gehört der Lachs zu den fünf am längsten auf der Erde lebenden Tieren. Dem irischen Volksglauben zu Folge lebte einst ein Lachs im Fluß Boyne, dem nachgesagt wurde, dass er sehr weise sei. Diese Weisheit ging auf Jeden über, der von seinem Fleisch aß. So kam es eines Tages, dass ein Barde namens Finnegas den großen, weisen Lachs aus dem Fluß Boyne angelte und ihn seinem Novizen Fionn Mac Cumhal zum Kochen gab. Nach dem der Fisch zubereitet war und Fion Mac Cumhal ein Stückchen gekostet hatte, erlangte er magische Kräfte. Seitdem gelten alle Lachse bei den Kelten als Träger der Weisheit.

Lachs – Medizin

Der Lachs ist der einzigste Fisch, der stromaufwärts schwimmen und auch springen kann – manchmal sogar bis zu 2m hoch. Für die Bedeutung des Lachses als Krafttier bedeutet das, dass Menschen mit dem Lachs als Krafttier einen starken Verbündeten zur Seite bekommen, mit dem sie bisher Unmögliches erreichen können. Mit dem Lachs an ihrer Seite schaffen es solche Menschen ebenfalls gegen den Strom zu schwimmen, Zeichen zu setzen und sich erfolgreich gegen eine Übermacht zu wehren. Menschen mit dem Lachs als Krafttier wird nicht nur Weisheit, sondern auch die Fähigkeit des Einzelkämpfers verliehen. Der Lachs als Krafttier zeigt uns, wie wir uns auch mit Widerständen und Hindernissen durchs Leben bewegen können und an das gewünschte Ziel kommen. Der Lachs zeigt uns als Krafttier aber auch, wie wir wieder zurück zu unserer eigenen und zur Quelle des Lebens gelangen, wenn wir genug Mut haben, gemeinsam mit ihm gegen den Strom zu schwimmen – die nötige Kraft dafür erhalten wir vom Lachs.

Traumdeutung

Das Erscheinen eines Lachses im Traum ist seit jeher eher ein gutes, als ein schlechtes Omen. Es kündigt Glück und Gewinn an, wenn man im Traum einen Lachs fängt. Isst man hingegen einen Lachs, so weist das auf wachsende Weisheit hin, wohingegen ein verdorbener oder toter Lachs eher Verlust und Streit bedeutet.

Sonstiges

Totem: LachsIm Medizinrad und Indianischen Horoskop ist der Lachs dem “Mond der Reifenden Beeren” (23.07. – 22.08.) zugeordnet. Lachs-Menschen sind selbstbewusste und zugleich sehr sensible Menschen. Sie vereinen in sich die Kraft des Feuers, die Liebe, Wärme und Geborgenheit beinhaltet, mit der Kraft des Wassers, die Einfühlsamkeit, aber auch überschwängliche Gefühle beinhaltet. [Weiterlesen…]

Der Lachs wird, wie auch der Aal, der Rune Laguz zugeordnet, welche für Gefühle, Leben und Sehnsucht steht. Mit dem Lachs als Krafttier hilft Laguz die eigenen Schwächen in Stärken zu verwandeln die eigenen Gefühle zu ordnen und von Fremden zu trennen. Ebenfalls kann mit der Rune Laguz Albträumen entgegen gewirkt und das Traumgeschehen beeinflusst werden.

© Wiebke Haarkemper | 8. August, 2012, 16:00 Uhr

Otter

Lebensraum

Otter sind mit dem marderartige Säugetiere, die sich an ein amphibisches Leben im Wasser und an Land angepasst haben. Ihre Verbreitung beschränkt sich auf keinen bestimmten Kontinent – vielmehr sind sie weltweit verbreitet und fehlen lediglich auf entlegenen Inseln (darunter auch die größte Insel der Welt, die zugleich auch ein Kontinent ist: Australien). Zum Leben bevorzugen sie unterschiedliche Süßwassergewässer, in deren unmittelbarer Nähe Sie genug Steine, Büsche und hohes Gras vorfinden.

Mythologie

Kelten: In der Legende von Cerridwen und Gwion verwandelt sich Gwion in einen Fisch, um Cerridwen zu entfliehen, während sich diese in einen Otter verwandelt, um ihn zu jagen. Am Ende der Legende siegt Cerridwen, nimmt ihn in sich auf, gebärt ihn und wirft das Kind nach der Geburt in’s Wasser. Aus diesem Kind etwickelte sich dann Taliesin, der wahrscheinlich größte walisische Barde.

Germanen: Der Nibelungensage nach verwandelte sich Ottr, Sohn des Riesen Hreidmar, oft in einen Otter, um auf Fischfang zu gehen. Als er einmal einen großen Lachs gefangen hatte, warf ihn Loki kurz darauf mit einem Stein zu Tode. Seitdem müssen die Asen Odin, Loki und Hönir Bußgeld in Form des Nibelungenhortes an seinen Vater zahlen.

Otter – Medizin

Wenn der Otter in Ihrem Leben auftaucht, dann hilft er Ihnen, sich im Fluss des Lebens zurechtzufinden und sich selbst mehr zu vertrauen. Der Otter ist mit den Elementen Wasser und Erde verbunden und hilft Ihnen deshalb nicht nur, über Ihre Gefühle klar zu werden, sondern auch, sie richtig und angemessen auszudrücken.

Der Otter nimmt sich selbst nicht zu ernst und vermittelt Ihnen daher Leichtigkeit im Leben und Dinge nicht all zu verbissen zu nehmen. Vertrauen Sie sich dem Otter an, wenn Sie wieder Freude am Leben haben wollen oder wissen möchten, wie Sie sich geschickt in Ihre Arbeit einbringen können. Der Otter gibt Ihnen Mut, zu sich selbst zu stehen und ruft Sie auf erfinderisch zu sein. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten ein Ziel zu erreichen – lassen Sie Nichts unversucht und seien Sie kreativ. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Traumdeutung

Das Auftauchen eines Otters in einem positiven Traumgeschehen weist auf nahendes Glück in der Liebe und im Spiel hin. Wird man stattdessen von einem Otter gebissen, bedeutet es das Ende einer Glücksträhne oder Freundschaft.

Sonstiges

Im Medizinrad und indianischen Horoskop ist der Otter der “Zeit der Rast und Reinigung” (20.01. bis 18.02.) zugeordnet. Otter-Menschen sind kreativ, verspielt und neugierig. Sie nehmen das Leben nicht besonders schwer und gestaltet es sehr kreativ, weshalb man in Otter Menschen oftmals Lebenskünstler oder Dichter findet. Auf Grund Ihres ausgeprägten Bewegungsdranges haben sie es aber auch oft schwer, ruhig oder länger mit Partnern zusammen zu bleiben. [Weiterlesen…]

Der Otter wird der Rune Hagalaz zugeordnet, welche Gegensätze vereinigt und Neuanfänge begünstigt. Mit Hilfe von Hagalaz und dem Otter können Sie deshalb für Veränderung und mehr Leichtigkeit in Ihrem Leben sorgen.

© Wiebke Haarkemper | 12. März, 2012, 14:00 Uhr

Buchfink

Lebensraum

Buchfinken sind hauptsächlich in Europa und Westasien verbreitet und sogar auch in Teilen Nordafrikas. Der Buchfink bevorzugt ein gemäßigtes Klima, kleine Wälder und Wiesen mit genügend Hecken und Dickkicht. Als Kulturfolger trifft man Buchfinken mittlerweile auch in Städten, Parks und Gärten an.


Mythologie

In der Mythologie wird dem Buchfink die Fähigkeit der Weissagung zugeschrieben und bei den Bauern galt er wahrlich als Wettervogel. In einer Bauerregel kündigen Finken Regen an, wenn sie früh auf dem Dach sitzen und obwohl ihn der Volksmund auch als Dreck- oder Schmutzfink bezeichnet, so bedeutet er im Schamanismus genau das Gegenteil.

Buchfink – Medizin

Wenn der Buchfink in Ihr Leben fliegt, möchte er Sie daran erinnern, das Leben nicht zu schwer zu nehmen und mit mehr Fröhlichkeit entgegen zu treten. Eine indianische Weisheit bringt es auf den Punkt: Jeder Tag ist gut, weil Du am Leben bist! In diesem Sinne hilft Ihnen der Buchfink dabei, den Blickwinkel zu ändern und mehr Struktur in Ihr Leben zu bringen.

Sicherlich hat sich schon wieder Einiges in ihrem Keller oder Ihrer Seele angesammelt, das nicht dahin gehört. Räumen Sie auf und schaffen Sie unnötigen Ballast fort! Manchmal redet der Buchfink sogar noch weiter ins Gewissen und fordert seinen Schützling dazu auf für Frieden und Wohlergehen in Ihrem nähren Umfeld zu sorgen. Das kann ein schon längst überfälliges Gespräch mit dem Ehemann, den Kindern, einem Kollegen oder Freund sein oder auch ein aufgeschobener Arztbesuch.

Traumdeutung

Wenn der Buchfink in Ihren Träumen erscheint, so bringt er frischen Wind in ihre Projekte/Vorhaben und erinnert Sie daran, niemals die Freiheit um der Sicherheit willen aufzugeben.

Sonstiges

In Bearbeitung.

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 15:00 Uhr