Schlagwort-Archive: Hektik

Wespe

Lebensraum

Wespen sind ursprünglich auf der Nordhalbkugel in Europa, Asien und Nordamerika beheimatet, besiedeln aber Dank menschlicher Hilfe mittlerweile auch Südamerika und Australien. Die bei uns heimische und wohl auch bekannteste Art ist die Gemeine Wespe, die sich hauptsächlich von Nektar und Pflanzensäften ernährt.

Krafttier WespeMythologie

In der griechischen Mythologie soll eine Wespe den auf Grund seiner Siege arrogant und hochmütig gewordenen Königssohn Bellerophon wieder zu Vernunft gebracht haben. Dies tat sie, indem sie das Pferd stach, auf dem Bellerophon saß, woraufhin das Pferd aufbäumte und seinen Reiter zu Boden warf. Bei dem Pferd handelte es sich um Pegasus, das seitdem auch als Sternenbild im Andromedanebel zu finden war.

Wespen – Medizin

Fliegt oder summt die Wespe als Krafttier in Ihr Leben, so macht sie auf Themen wie Selbstbewusstsein, Egozentrik, Agressivität, Opposition, Rebellion und Willenskraft aufmerksam. Das Krafttier Wespe macht aber auch deutlich, dass Ihr Leben momentan viel zu sehr von Hektik und Streß bestimmt ist und Sie sher gereizt sind. Es genügt der kleinste Anlass, damit Sie emotional explodieren, aus der Haut fahren und den Stachel ausfahren. Das Krafttier Wespe kommt zu Ihnen, um Sie darauf aufmerksam zu machen, dass es den Stachel sinnvoll zu nutzen gilt. Entgegen der weitläufigen Meinung stirbt eine Wespe nicht, sobald sie zugestochen kann, denn sie kann mehrfach zustechen – ganz im Gegensatz zur Biene, die nach dem Stechen stirbt, weil sie mit dem mit Widerhaken besetzten Stachel auch sich selbst innerlich auseinanderreißt. Das ist auch der Grund weshalb Bienenstiche oftmals mehr wehtun, als Wespenstiche. Insofern macht die Wespe als Krafttier auf unterdrückte Aggressionen und nicht kontollierbare Wutausbrüche hin, denen Sie sich widmen sollten. Nehmen Sie sich ein Beispiel an der Wespe und stechen Sie nicht prophylaktisch zu, sondern wirklich nur, wenn Sie angegriffen werden und sich in unmittelbarer Gefahr befinden.

Die wenigsten Wespen sind von Natur aus aggressiv und haben es auf den Menschen abgesehen. Es ist vielmehr so, dass die Menschen durch ihr hektisches herumfuchteln der Wespe den Krieg erklären, woraufhin diese sich natürlich zu verteidigen weiß. Das Bild der Wespe als aggressives Insekt, das gerne angreift entspricht also nicht den Tatsachen. Gleichermaßen macht Sie die Wespe so aber auf die Themen Hektik und Streß aufmerksam. Sie will, dass Sie sich fragen, warum Sie sich selbst überhaupt so einen Streß machen und ob man ein paar Dinge nicht tatsächlich ruhiger und entspannter angehen könnte. Die Fähigkeit der Wespe im Ernstfall zuzustechen sagt Ihnen, dass Sie keine Angst haben brauchen, weil Sie sich im Ernstfall durchaus zu verteidigen wissen und alles andere als unbewaffnet und hilflos sind. Durch diese Überlegenheit macht das Krafttier Wespe aber auch auf Egoismus, Arroganz und Machtmissbrauch aufmerksam. Möglicherweise sind Sie momentan zu selbstbezogen und genießen es, Macht über Andere zu haben. Die Wespe als Krafttier kommt dann zu Ihnen, um Sie das richtige Verhältnis von Macht und Demut, Herrschaft und Unterordnung zu lehren. Auch eine Wespe ist ein Teil eines großen Ganzen und dient zusammen mit anderen der Königin und erhält so den Staat aufrecht.

Traumdeutung

Träumen Sie von einer Wespe, dann bedeutet das, dass Ihr Leben von zu viel Hektik und Streß geprägt ist. Erscheinen Ihnen im Traum stechende Wespen oder werden Sie sogar von einer Wespe gestochen, dann bedeutet das aus tiefenpsychologischer Sicht, dass Sie – bewusst oder unbewusst – momentan zu aggressiv, neidisch oder egozentrisch sind und sich so die meisten Probleme selbst schaffen.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 28. April, 2013, 13:05 Uhr

Eichhörnchen

Lebensraum

Das Eichhörnchen ist ein Nagetier, das in in Teilen Asiens und dem mittleren Europa beheimatet ist. Das Eichhörnchen fühlt sich überall dort auf der Nordhalbkugel zu Hause, wo es ein gemäßigtes Klima, ausreichend Laub- und Nadelwälder mit reichlich Unterholz vorfindet. Als Kulturfolger bewohnt das Eichhörnchen mittlerweile auch städtische Gärten, Parks und Friedhöfe.

Krafttier Eichhörnchen

Mythologie

Das Eichhörnchen war im christlichen Glauben auf Grund seiner Färbung und seiner Vorliebe für Friedhöfe ein Symbol des Teufels. Es soll die Menschen angeblich so sehr ablenken, dass diese den Gottesdienst versäumen, weil sie sich vor der Messe so sehr am Anblick des Eichhörnchens erfreuen.

Germanen: In der Mythologie ist von einem roten Eichhörnchen namens Ratatösk die Rede. Wie alle roten Tiere, so war auch Ratatösk dem Feuergott Thor geweiht. Es lebt der Edda nach in den Zweigen den Weltenbaumes und springt ständig zwischen den verschiedenen Welten hin- und her. Deshalb steht auch heute noch das Eichhörnchen gleichzeitig mit den Elementen Erde und Luft in enger Verbindung. Des Weiteren soll das Eichhörnchen Ratatösk den Streit zwischen dem Adler Orn, der auf den Zweigen des Weltenbaumes sitzt und dem Drachen Niddhöggr, welcher an den Wurzeln wohnt, immer wieder neu entfachen. Grund sei ungenaues Weitertragen von Streitworten des Adlers zum Drachen und umgekehrt. Daher symbolisiert das Eichhörnchen für die Germanen eine Art Schelm, der Andere gerne auf den Arm nimmt.

Kelten: Auf Grund seiner rötlichen Färbung ist das Eichhörnchen der keltischen Erd- Und Fruchtbarkeitsgöttin Mebd zugeordnet. Seine rötliche Farbe symbolisiert dabei die Verbindung der Elemente Erde und Feuer und somit auch Erdverbundenheit, Fruchtbarkeit und Liebe zugleich.

Eichhörnchen – Medizin

Eine Begegnung mit dem scheuen Eichhörnchen warnt nicht nur vor Streit, sondern auch davor, Problemen und Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen. Es ist Zeit, den Dingen auf den Grund zu gehen und „die Nuss zu knacken“. Und somit symbolisiert es auch in der Tiefenpsychologie den inneren Konflikt zwischen dem Intellekt (Ego) und der Weisheit (Intelligenz). Das heißt, dass Sie das Eichhörnchen als Krafttier darauf aufmerksam machen möchte beide Seiten unter ein Dach zu bringen und bei Problemen das richtige Maß vom Zusammenspiel zwischen dem, was dem Selbst (Ego) gut tut und das, was sie wirklich benötigen (Seele), zu finden.

Wenn das Eichhörnchen als Krafttier in Ihr Leben tritt, möchte es aber mehr als nur Vermitteln. Es möchte Ihnen zu neuer Leichtigkeit und Lebensfreude verhelfen. Sie haben schon viel zu lange in der Ecke gesessen und Vergangenem hinterhergetrauert. Jetzt ist die Zeit, loszulassen und mit einem großen Satz wieder in das Leben zu springen. Das Eichhörnchen hilft Ihnen jetzt Wünsche, Ideen und Pläne in die Tat umzusetzen und ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen, damit Sie ihn leben können.

Traumdeutung

Je nach dem, wie Ihnen das Eichhörnchen im Traum erscheint, so kann es ein gutes, aber auch schlechtes Omen sein. Grundsätzlich verkörpert es Listigkeit, Unschuld und Schmeichelei. Es kann also sein, dass sich eine Person Ihr Vertrauen erschleichen möchte und nicht so unschuldig ist, wie er oder sie aussieht. Sehen Sie das Eichhörnchen im Traum fressen, so verheißt es Frieden und ein harmonischen Familienleben. Sammelt das Eichhörnchen in ihren Träume Vorräte, dann sollten auch Sie sich warm anziehen und rechtzeitig für schlechte Zeiten vorsorgen. Es macht Sie zugleich auf übereifrige Sammelleidenschaft aufmerksam und rät Ihnen, dass oftmals Weniger mehr ist und Sie viele der gesammelten Dinge eigentlich gar nicht wirklich brauchen. Dabei muss es sich übrigend nicht nur um materielle Güter handeln.

Sonstiges

Das Eichhörnchen ist mit der Rune Raidho verbunden, welche das Reisen durch andere Welten symbolisiert. Mit dem Eichhörnchen als Krafttier und Raidho können auch Sie die Welten Yggdrasils bereisen und haben im Eichhörnchen einen guten Reiseführer.

Der Name Ratatösk des Eichhörnchens von Yggdrasil bedeutet soviel wie „Bohrerzahn, Nagerzahn“.

© Wiebke Haarkemper | 4. Juli, 2011, 16:00 Uhr