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Jaguar

Lebensraum

Der Jaguar ist die größte wild lebende Katzenart in Mittel- und Südamerika. Während der Leopard ausschließlich in den Steppen und Dschungeln von Afrika und Asien zu Hause ist, bewohnt der Jaguar nur den amerikanischen Doppelkontinent – obwohl er mit dem Leopard verwandt ist. Als Lebensraum bevorzugt der Jaguar hauptsächlich tropischen Regenwald und die Nähe von Seen und Flüssen wie z.B. dem Amazonas. Aber auch Savannen, Halbwüsten und Sumfgebiete hat sich der Jaguar zu Eigen gemacht, weil er sehr anpassungsfähig ist, solange er ein warmes Klima vorfindet. Der Jaguar hat häufig ein großes Jagdgebiet von bis zu 100km², in dem er die verschiedensten Tiere erbeutet – wie z.B. den Hirsch, das Tapir und das Gürteltier.

Mythologie

Bei vielen indigenen Völkern genießt der Jaguar ein hohes Ansehen, ganz besonders bei den Azteken, Mayas und Tolteken aus Mittelamerika. Man sagt, dass er das alte Wissen hütet und die Energien des Mayakalenders bewacht. Während im nordamerikanischen Medizinrad der Bär dem Westen zugeordnet ist, so ist im südamerikanischen Medizinrad der Jaguar dem Westen zugeordenet. Dort verkörpert er die erneuernde Kraft und bewacht die vier Pfade der Welt. Die Maya verehrten den Jaguar als Gottheit, welcher der Herrscher über die Unterwelt ist. So wie in Afrika beim Leoparden dessen Felle als Symbol für Macht und Einfluss standen, so wurden auch Jaguarfelle meist nur von Personen mit hohem Ansehen getragen – wie z.B. von den Königen der Maya, den Adelsfamilien oder von den sog. Jaguarkriegern (obersten Kriegerkaste der Azteken). Viele Skulpturen, Steinfiguren und Zeichnungen wurden vom Jaguar angefertigt und wurden in Höhlen, Tempeln und an Heiligen Kraftorten gefunden. Auch heute noch erkennt man in Mittleramerika die einst hohe Verehrung des Jaguars – wie z.B. in Guyana, wo der Jaguar das Wappentier ist. Auf derer brasilianischen Banknote 50 Reais ist ein Jaguar zu sehen und 1968 war der Jaguar in Mexiko offiziell das Maskottchen für die Olympischen Sommerspiele. Nach dem Jaguar wurde sogar eine bekannte Autormarke bennant, welche nicht nur den Namen, sondern auch den Jaguar selbst als Kühlerfigur vorne auf der Motorhaube benutzt.

Jaguar – Medizin

Wenn das Kraftier Jaguar in Ihr Leben tritt, dann will es Sie sicher durch den Dschungel des Lebens und die Traumwelt führen. Sehen Sie dem Jaguar tief in die Augen, sowie auch der Jaguar Sie mit seinem Blick durchdringt, dann werden Sie seine wohlwollenden Absichten und seine reine Seele erkennen. Die Augen des Jaguar führen in andere Welten, das wussten auch schon die indigenen Völker Mittel- und Südamerikas. Folgen Sie der Spur des Jaguars und folgen Sie ihm zu mystischen Kraftorten, Heiligen Quellen und magischen Tempeln, die tief im Dschungel verborgen liegen und die Sie ohne die Hilfe des Jaguar niemals gefunden hätten. Erweisen Sie dem Krafttier Jaguar Respekt und zollen Sie ihm Anerkennung dafür, dass er Sie an geheime und heilige Orte führt und Sie an dem alten Wissen teilhaben lässt. Der Jaguar als Krafttier erscheint nicht Jedem, denn er sucht sich seine Schützlinge und Lehrlinge sorgfältig aus. Nur wer seiner Meinung nach der alten Medizin und des alten Wissens würdig ist, begegnet dem Jaguar als Krafttier. Kommt das Krafttier Jaguar also zu Ihnen, dann überlegen Sie nicht lange, sondern folgen Sie ihm, ja springen Sie wenn nötig gemeinsam mit ihm in die verschiedenen Traumwelten, wenn er Ihnen vorausspringt. Der Pfad des Jaguars ist ein magischer Weg der Einweihung, der Sie in die Priesterschaft der Maya und gleichzeitig in die Kriegskunst der Azteken einführt. Mit Hilfe des Jaguars als Krafttier lernen Sie stark im Herzen und rein in der Seele zu dienen und zu kämpfen. Unterschätzen Sie nicht Ihre Herzenskraft und die Macht einer reinen Seele, denn wenn es einmal zum Kampf kommt, werden nur diese beiden Dinge entscheidend sein. Achten Sie auf ihre Träume und beobachten Sie, auf welche Traumpfade Sie das Krafttier Jaguar führt. Führt er Sie eher in die inneren oder eher in die äußeren Traumwelten und erweckt er eher das innere Wissen in Ihnen oder lässt er Sie eher am kosmischen Sternenwissen teilhaben? Als mächtiges Schamanentier und Meister der Rätsel gibt Ihnen der Jaguar als Krafttier Einblick in das Geheimnis von Leben und Tod, als auch einen Einblick in Ihre eigenen Lebensgeheimnisse. So erlangen Sie mehr Verständnis für die Dinge, die Ihnen wiederfahren sind, deren Gründe Sie bisher aber nie verstanden haben. Insofern steht das krafttier Jaguar auch für Klarheit, Wissen und Weisheit, die Ihnen zu Teil werden, wenn Sie sich der Krafttiermedizin des Jaguars anvertrauen und Ihren Träumen folgen.

Traumdeutung

Wenn ein Jaguar durch Ihre Träume schleicht, dann kündigt er Einweihung und den Aufbruch zu neuen Ufern an. Er macht Mut, den Sprung in ein neues Leben zu wagen, warnt aber auch vor Überheblichkeit und Rücksichtlosigkeit. Als Traumsymbol und Wildtier verkörpert der Jaguar ebenso exotische Schönheit, Wildheit und Eigensinnigkeit.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 26. Juni, 2013, 09:55 Uhr

Spinne

Lebensraum

Mit Ausnahme der Arktis und Antarktis kommen Spinnen in nahezu allen Regionen und Klimazonen der Welt vor. Hauptsächlich bevorzugen sie Wälder, Felder und die Nähe von Gewässern zum Leben, weil sie dort am ehesten Insekten vorfinden, welche ihre Nahrung darstellen – aber auch in den Bergen und Wüsten haben sich Spinnentiere angesiedelt. Sogar in den Wohnbereichen der Menschen sind sie zu finden, wenn sie dort dunkle Ecken vorfinden, in denen sie ungestört hausen können oder offene Fenster vorfinden, vor die sie ihre Netze spinnen können, um Insekten einzufangen.

Krafttier SpinneMythologie

In vielen Kulturen gilt die Spinne als Schicksalgöttin, welche die Fäden des Lebens eines Jeden wortwörtlich in ihren Händen – oder besser gesagt: Beinen – hält und mit der Kunst der Weberei assoziiert wird.

Germanen: Bei unseren Vorfahren kommt der Spinne genau eine solche Rolle zu, denn dort wurde sie mit den Nornen (=Schicksalsweberinnen) in Verbindung gebracht. Die Spinne soll ein Symbol für die Macht aller drei Nornen sein und auch ihre Kräfte vereinen. So schrieb man der Spinne ebenfalls die Fähigkeit zu, Einfluss auf das Schicksal zu haben und das Leben der Menschen mit Anderen zu verknüpfen. So gilt sie bei den Germanen wie auch die Nornen als Schicksalweberin, welche nicht nur Lebensnetze miteinander verbindet, sondern auch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Griechenland: Arachne ist eine verwandelte Frau, die einen menschlichen Oberkörper, jedoch die Beine einer Spinne besitzt. Sie war eine begnadete Künstlerin und Weberin, was Athene, der Göttin des Kampfes und der Weisheit, ein Dorn im Auge war. Einer Legende nach, soll sich Arachne mit Athene einen Wettstreit geliefert haben, in welchem sich beide in der Webkunst gegenseitig übertreffen wollten. Arachne gewann schließlich den Wettstreit und aus Wut, Neid und Eifersucht zerriss Athene den Wandteppich von Arachne und schlug mit ihren Wandschiffchen auf Arachne ein. Aus Angst vor Athenes Zorn und Rache erhängte sich Arachne. Athene jedoch ließ ihre Konkurrentin nicht einfach sterben, sondern löste den Strick etwas und sprühte Arachne mit dem gifitgen Eisenhut an, woraufhin sich der Strick in ein Spinnennetz und Arachne sich in eine Spinne verwandelte. Darüber hinaus verdammte Athene Arachne und ihre Nachkommen dazu, in alle Ewigkeit Netze zu weben und an den Fäden zu hängen. Auch heute noch spiegelt sich dieser Mythos in der griechischen Sprache wieder, denn Arachne ist das griechische Wort für „Spinne“.

Kelten: Wie auch bei den Germanen, so galt das Netz als Symbolbild für das alles Leben, das miteinander verbunden ist. unsere Vorfahren wussten also damals schon, woran wir uns heute erst wider erinnern: zwischen allem was ist, besteht eine Verbindung, der man sich bewusst sein muss.

Nordamerika: Bei den Hopi ist die Spinne Kokyang Wuuti die Urgroßmutter aller Wesen und nimmt in der Schöpfungsgeschichte eine zentrale Rolle ein. Der Usprung des Traumfängers geht auf die Spinne Iktumi zurück, welche einem Lakota-Ältesten auf einem Hügel in einer Vision erschien. Dort erklärte sie ihm die Verbundheit allen Lebens und zeigte ihm ihr Netz als Symboldbild zum besseren Verständnis. Sie betonte, dass das Netz im Grunde ein vollkommener Kreis ist, aber ein Loch im Zentrum hat. Das Netz soll alle guten Ideen, Gedanken, Vorhaben und Träume einfangen und festhalten. Alles Schädliche hingegen wird durch Loch verschwinden. Seitdem nutzen die Lakota-Indianer den Traumfänger als religiöses Objekt um ihre Träume zu sieben und große Visionen einzufangen. Die Navajos sagen hingegen, dass Ihnen eine Spinnenfrau und ein Spinnenmann das Weben beigebracht haben soll.

Sonstiges: Eine ähnliche Bedeutung der Spinne als Lehrerin für die Webkunst findet sich auch in asiatischen Kulturen. Überhaupt geht man davon aus, dass die Menschen das Spinnen und Weben von der Spinne abgeschaut haben sollen und die Webkunst in Asien perfektioniert wurde, weshalb auch heute noch Teppiche und Wandteppiche aus Asien in aller Welt hoch geschätzt und teuer gehandelt werden.

Spinnen – Medizin

Krabbelt die Spinne lautlos als Krafttier in Ihr Leben, so macht sie auf schicksalshafte Verbindungen und dunkle Ecken der Seele aufmerksam. Sie steht aber auch für die Verbindung zu den Ahnen, Verstorbenen und Wesen aus anderen Leben. Das Krafttier Spinne hilft ihnen, schicksalshafte Verbindungen zu erkennen und zu verstehen, dass es keinen Zufall gibt. Alles hat seinen Sinn, seinen Platz und seine Verbindung zu einem selbst. Nur wenn wir uns der Verbindung zu allen Wesen bewusst werden, können wir unseren eigenen Platz im Leben finden und verstehen. Mit dem Krafttier Spinne gelingt es Ihnen jedoch auch, sich aus unliebsamen Verstrickungen, Verbindungen oder Fallen zu lösen. So weiht Sie die Spinne als Krafttier in die Webkunst des Schicksals ein und zeigt Ihnen, wann es Fäden zu weben und wann es sie auszubessern oder zu zerschneiden gilt. Erkennen Sie, dass Sie Teil eines großen Ganzen sind und gemeinsam mit Anderen das Netz des Lebens weben und erhalten müssen. Haben Sie sich anderweitig in einem Netz verfangen, kommt die Spinne zu Ihnen, um Sie zu befreien und in die Freiheit zu führen – allerdings unter der Bedingung, dass Sie Mut beweisen und sich den einst gewebten Fäden der Vergangenheit stellen. Auf Grund der Kraft, auch unter widrigsten Bedingungen neue Netze zu weben, steht die Spinne als Krafttier in unmittelbarer Verbindung mit Weiblichkeit und Schöpferkraft, denn oftmals webt die Spinne im Verborgenen oder in der Dunkelheit – so wie auch das Leben im Verborgenen wächst und aus der Dunkelheit im Bauch von Mutter Erde geboren wird. Insofern ist das Krafttier Spinne eng mit den weiblichen Mysterien, der Illusion und den universellen Gesetzen verbunden. Wer also die Netze der Illusion zerreißen, die weibliche UrKraft oder den Kreislauf des Lebens verstehen will, sollte die Spinne aufsuchen. In vielen Kulturen gilt die Spinne nicht nur als begabte Weberin, sondern auch als Todesbote, weil die Weibchen bei manchen Spinnenarten die Männchen nach dem Akt töten und fressen. Die Kraft der Spinne ist also eine ähnliche UrKraft wie die des Drachen die erschaffen, aber auch zerstören kann.

Traumdeutung

Eine im Traum auftauchende Spinne weist auf lähmende Ängste oder Sorgen hin. Möglicherweise fühlt sich der Träumende in seiner aktuellen Lebenssituation wie ein kleines hilfloses Insekt, das im Netz der Spinne gefangen und ihr auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Eine Spinne im Traum kann aber auch auf die Vergangenheit oder Wesen aus der Anderswelt aufmerksam machen, welche die Gegenwart blockieren und den Träumenden daran hindern, seine volle Kraft und sein ganzes Potenzial zu entfalten.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 10. April, 2013, 14:00 Uhr

Rabe

Lebensraum

Der hier vorgestellte und hauptsächlich auf der Nordhalbkugel beheimatete Kolkrabe gehört gemeinsam mit Dohlen, Elstern, Eichelhähern und Krähen zur Familie der Rabenvögel, die sich von den Tropenwäldern Südostasiens über die ganze Welt ausgebreitet haben. So besiedeln Kolkraben mittlerweile nicht nur Europa und Sibirien, sondern auch Nordamerika, Alaska und sogar Teile des Polarkreises.

Mythologie

Der Rabe genießt in vielen Kulturen ein hohes Maß an Bewunderung auf Grund seiner überragenden Intelligenz, seiner magischen Ausstrahlung und seines pechschwarzen und gleichzeitig leicht bläulich schimmernden Gefieders.

Germanen: Das Rabenpärchen Hugin und Munin fliegt täglich Botengänge für den Göttervater Odin. Sie fliegen bei Sonnenaufgang fort, kehren bei Sonnenuntergang wieder und setzen sich auf Odins Schulter, um ihm die Neuigkeiten zuzuflüstern. Hugin bedeutet „der Gedanke“, Munin „das Gedächtnis“. Aus kulturanthropologischer Sicht geht man davon aus, dass das Rabenpärchen Hugin und Munin das fehlende linke Auge von Odin ersetzen sollen, das Odin einst geopfert hatte, um Weisheit zu erlangen.

Kelten: Morrigan, die Göttin des Todes, soll die Seelen von in der Schlacht gefallenen Kriegern in der Gestalt eines Raben holen und nach Walhalla fliegen. Walhalla ist die sog. Ruhmes- und Ehrenhalle in der Anderswelt, in welcher die Seelen verstorbenener Soldaten gebracht werden. Man nennt Walhalla auch „Halle der Gefallenen“.

Raben – Medizin

Rabe und Krähe als Krafttier haben eine ähnlich starke Medizin. Schamanen mit diesem Krafttier werden gefürchtet und verehrt. Der Rabe kann ins Jenseits und wieder zurück fliegen. Wenn Sie den Raben als Krafttier haben, steckt starke Magie in Ihnen. Er erinnert Sie daran, dass Sie hellseherische und heilende Kräfte in sich tragen. Wenn Sie diese noch nicht entdeckt haben, haben Sie womöglich die Vergangenheit noch nicht losgelassen und können deshalb die Gegenwart nicht sehen. Die Zukunft spielt eine zu große Rolle. Nutzen Sie mehr das Hier und Jetzt. Versuchen Sie die Kräfte der Dunkelheit zu gewinnen, haben Sie keine Angst vor der schwarzen Leere. In ihr liegt ein sehr starker Heilzauber, der auch auf große Entfernungen wirkt. Wenn Sie diese Energie aber missbrauchen, kann sie sich gegen Sie kehren und Ihnen schaden. Der Rabe ist der Beschützer aller geheimen Dinge, plaudern Sie diese also nicht aus. Wissen, wagen, wollen und schweigen ist angebracht! Bringen Sie dieser Art von Magie den nötigen Respekt entgegen, denn die Rabenkraft kann sich sonst sehr schnell gegen Ihre Person richten. Ziehen Sie keinen materiellen Nutzen dieser Kraft und bedanke Sie sich regelmäßig beim Raben für seine Unterstützung.

Traumdeutung

Wenn Raben in Ihren Träumen erscheinen, kündigen sie meist Unglück und Misserfolg an oder warnen vor Gefahr. Hört man den Ruf eines Raben, so will er damit auf schlechten Nachrichten, einen bevorstehenden Todesfall oder drohendes Unheil im unmittelbarem Umfeld hinweisen. Taucht der Rabe jedoch in einem positiven Zusammenhang auf, kann er nicht nur als Krafttier auf sich aufmerksam machen, sondern auch als verstorbener Verwandter, der in Gestalt des Raben den Kontakt zum Träumenden sucht.

Sonstiges

Totemtier: KräheIm Medizinrad und indianischen Horoskop ist der Rabe gemeinsam mit der Krähe der „Zeit der fallenden Blätter“ (23.09. bis 23.10.) zugeordnet. Raben-Menschen gelten als klug, wissbegierig und spirituell, können aber auch nachtragend, konfliktscheu und naiv sein. Sie sind äußerst gesellige Wesen, die es sehr schätzen mit anderen zusammenzuarbeiten und Schwierigkeiten haben allein zu sein. [Weiterlesen…]

Rune: Algiz Der Rabe ist eng mir der Rune Algiz verbunden, welche nicht nur ein Geweih, sondern auch einen Rabenfuss symbolisiert. Gemeinsam mit dem Raben als Krafttier schützt Algiz vor schädlichen Einflüssen und hilft Geheimnisse gut aufzubewahren. Des Weiteren fördert sie die aktive Verteidigung und zieht Glück magisch an.

© Wiebke Haarkemper | 4. Oktober, 2012, 14:00 Uhr

Storch

Lebensraum

Störche sind in vielen Teilen Afrikas, Asiens und Europas beheimatet, aber auch in Australien und Südamerika verbreitet. In Nordamerika hingegen bewohnen sie ausschließlich den äußeren Süden. Interessant ist, dass nur die wenigsten Arten in den gemäßigten Zonen leben (genaugenommen sind es nur drei) und die meisten Arten in den Tropen zu Hause sind.

Krafttier StorchMythologie

Wegen seines schwarz-weißen Federkleides gilt der Storch als Symbol für die Verbindung der Gegensätze von Männlichkeit und Weiblichkeit, Gut und Böse und Licht und Dunkelheit. Im Volksglauben heißt es, dass das Haus bald brennen würde, wenn sich der Storch nicht wieder in sein Nest niederließe. Man glaubte aber auch, dass es einen nassen Sommer geben würde, wenn der Storch im Frühjahr mit einem auffallend schmutzigen Fellkleid zurückkehre.

Da er sich hauptsächlich von Kriechtieren und anderen auf dem Boden lebenden Tieren ernährt, entstand im Mittelalter der Glaube, dass seine Beute verlorene oder verstorbene Seelen repräsentiere, welche er aufnimmt und weiterträgt. Seitdem nennt man ihn auch „Seelenträger“ und weiß seine Kraft in schamanischer Praxis bei Seelenrückholungen besonders zu schätzen.

Storch – Medizin

Wenn der Storch in Ihr Leben fliegt, kündigt er Zuwachs und Glück an. Das kann Nachwuchs sein oder eine neue Liebe. Aber es kann auch heißen, dass eine neue Freundschaft oder eine neue Geldquelle auf Sie wartet. Vielleicht denken Sie aber auch darüber nach, sich ein Haustier anzuschaffen. Jetzt wäre der optimale Zeitpunkt für die Erfüllung eines Wunsches, der Storch als Krafttier hilft Ihnen dabei. Andererseits warnt der Storch auch vor Überheblichkeit oder Unfruchtbarkeit in Folge einer seelischen Verletzung oder zu viel Druck bzw. Stress.

Traumdeutung

Wenn Ihnen der Storch im Traum erscheint verkündet er neue Ideen und Gefühle, für die Sie sich öffnen sollten. Des Weiteren symbolisiert er seelische Ausgeglichenheit und Zufriedenheit.

Sonstiges

Der Storch wird der Rune Othala zugeordnet, welche für Verwurzelung und familiären Zusammenhalt steht. Sie hilft, das eigene spirtuelle Erbe aufzuspüren und zu leben, schützt gleichzeitig aber auch die Privatsphäre und den Grundbesitz. Mit dem Storch als Krafttier löst sie Familenprobleme und fördert den Kontakt zu den Ahnen.

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 15:00 Uhr