Archiv der Kategorie: Arktis

Hier finden Sie alle in der Arktis und den zirkumpolaren Regionen der Nordhalbkugel heimischen Krafttiere.

Orca

Lebensraum

Orcas – auch Große Schwertwale genannt – sind im Wasser lebende Säugetiere, die kalte Meere wie etwa den Nordpazifik, Nordatlantik und die Polarmeere bevorzugen. So findet man Orcas nicht nur an der Küste Kanadas und Grönlads, sondern auch an den Küsten vor Neuseeland, Japan und Hawaii. Das heißt der Lebensraum der Orcas erstreckt sich von Kanada über Nordamerika bis nach Europa (Grönland), Asien und Australien.

Mythologie

Orcas genießen bei vielen indigenen Völkern Nordamerikas und Kanadas ein hohes Ansehen – so auch bei den Makah, einem Indianerstamm des Nordwestlichen Plateaue. Einer Legende zu Folge gehört der Orca gemeinsam mit dem Donnervogel und dem Wolf zu den drei wichtigsten Tieren.

„Die drei mächtigsten Tiere unserer Mythologie sind Donnervogel, Wolf und Wal. Die Orcas sind die Wölfe der Meere und deren Ruf ist das Echo der Rufe der Wölfe. Donnervogel war der erste Walfänger. Er war ein riesiger Vogel, so groß, dass sein Flügelschlag Donner und Sturm hervorbrachte und mit dem Schließen und Öffnen seiner Augen machte er Blitze. Eines Tages tauchte ein Orca, ein Killerwal, auf und brachte den Menschen viel Leid. Da verließ der Donnervogel seine Höhle und packte den Orca, als dieser an die Wasseroberfläche kam um zu atmen, und trug ihn fort. Sie kämpften dreimal, dreimal bebte die Erde. Aber der Vogel besiegte das Raubtier des Meeres.“

Aus diesem Grund wird der Orca bei vielen indigenen Völkern auch „Seewolf“ genannt und als Hüter des kosmischen Wissens verehrt. Die Maori – ein indigenes Volk Neuseelands – glauben, dass das erste Stammesmitglied vor über 1000 Jahren auf dem Rücken eines Wals nach Neuseeland geritten sein soll. Dieser Mann gilt seitdem als UrVater aller nachfolgenden Generationen der Maori. Die Kwakiutl – ein Indianerstamm im Norden Kanadas, sahen in Orcas mächtige, übernatürliche Wesen, weil sie die Menschen mit Allem versorgten was sie benötigten (Fleisch, Fett, Öl, Knochen) und ihnen durch ihr Fernbleiben damit auch alles nehmen konnten. Andere indianische Stämme glauben, dass verstorbene Häuptlinge und eherenvolle Krieger als Orca wiedergeboren werden. Wenn sie rufen, dann gilt ihr Ruf meist den Hinterbliebenden oder den Verwandten – einfach um zu sagen „Ich bin hier bei Dir, wenn auch nicht als Mensch“.

Auf Grund seiner überwiegend schwarzen Farbe und weil der Orca an der Spitze der Nahrungskette im Meer steht, wurde der Orca schon in der Antike mit der Unterwelt und dem Totenreich in Verbindung gebracht. Sein wissenschaftlicher Name „Orcinus orca“ bezeichnet ursprünglich den römischen Gott der Unterwelt „Orkus“, der auch als Pluto und in Griechenland als Hades bekannt ist. Man sagte, dass er die Toten foltere, schrieb ihm aber auch gleichzeitig die Eigenschaften eines Psychompom zu, als welcher er Seelen von Verstorbenen sicher in die Unterwelt geleitet. Der Orca gilt daher laut Auffassung der spätgriechischen Mythologie als der Wächter des Tores zum Reich der Toten. Aus diesem Grund sah man im Orca aber auch einen Führer, Begleiter und Beschützer der Toten, welche die Seelen jener sicher ins Jenseit führt (ähnlich den Walküren).

Die deutsche Sprache gebraucht das Wort „Orkus“ in der Regel für den Abgrund, das Totenreich oder die Unterwelt. Die bekannte Redewendung „Orkus des Vergessens“ beschreibt daher den Verfall des Erinnerns (ergo  das Vergessen). Im Übrigen leitet sich daher auch die Bezeichnung „Ork“ für die nichtmenschlichen und bösartigen Wesen aus Mordor vom dunklen Herrscher Sauron ab, mit denen J.R.R. Tolkien in seiner Trilogie eine Kreuzung aus Mensch, Elb und Zwerg beschreibt. Die altenglische Bezeichnung für „orc“ lautet nämlich „Dämon“. Auf Grund seines räuberischen Jagdverhaltens, dass allerings in seiner Natur liegt, und seiner wissenschaftlichen Bezeichnung, die auf einem Gott der Unterwelt basiert, verwundert es nicht, dass der Orca auch heute leider noch als mörderisches und gefährliches Tier angesehen wird (Nomen es Omen), weshalb ihn die Menschen auch „Killerwal“ nennen. Dass der Große Schwertwal einfach nur seinem Instinkt folgt und sich – wie jeder andere Tier auch – einfach nur seine Nahrung beschafft, daran denken wohl die wenigstens Menschen. Tiere können nicht einfach in den Supermarkt gehen oder schwimmen, sondern müssen sich ihr Fressen hart erarbeiten und erjagen. Das einzige was Orcas aggressiv macht sind Becken und Vorführshows. Aber würden wir anders reagieren, wenn man uns der Freiheit beraubt und zur Schau stellt? Der Orca ist daher nicht gefährlicher als andere Tiere, deren Privatsphäre und Lebensraum man nicht respektiert. Und sie sind auch nicht aggressiver als andere Wildtiere, denn Wildtiere sind niemals zahm und zutraulich und Raubtiere sind und bleiben nunmal Raubtiere, die andere Tiere jagen und töten, um zu überleben – das ist der natürliche Kreislauf des Lebens.

Orca – Medizin

Schwimmt oder taucht der Orca als Krafttier in Ihr Leben dann bricht eine Zeit der Fürsorge und Gemeinschaft an. Es gibt Dinge, die kann man nicht alleine schaffen und wenn man es zulässt, dann wird man in diesen Dingen nun liebevoll von der Familie, Bekannten, dem Partner oder Freundeskreis unterstützt. Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Orcas, die nicht nur hochsensibel, sondern auch sozial vorbildlich organisiert sind. Sie schwimmen nie alleine, sondern nur in Familienverbänden. Verlangt es die Zeit oder eine bestimmte Situation bilden sie mit anderen Familien – die sie eigentlich gar nicht kennen – kurfristig sogar richtige Herden. In dieser Herde geht jedes Mitglied respektvoll und fürsorglich mit dem anderen um, bis sich die die Familien wieder trennen und ihre eigenen Wege schwimmen. In der gemeinsamen Zeit schwimmen, atmen und tauchen sie sogar synchron. Sie nehmen rasch Stimmungen und Gefühle der anderen Herdenmitglieder wahr und beruhigen sich gegenseitig durch ihre Gesänge und liebevollen Berührungen. Lernen Sie vom Orca, wie schön, angenehm und befreiend es sein kann gemeinsam mit der Familie oder Freunden den Alltag zu Erleben, Hindernisse zu meistern oder Probleme zu lösen. Sie werden ganz schnell verstehen, wieso geteiltes Leid halbes Leid ist und dass jedes Team seine Ziele erreichen kann und keiner „auf der Strecke bleibt“, wenn alle Teams zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen. Denken Sie immer daran, dass Sie nie alleine auf dem weiten Meer des Lebens sind, auch wenn es Ihnen manchmal so vorkommt und dass es da draußen auf dem großen offenen Meer noch mehr von Ihrer Sorte gibt, die Sie gerne treffen würden. Begegnen Sie Ihren Mitmenschen stets so, wie diese auch Ihnen begegnen sollen und das Gesetz der Anziehung wird solche Menschen umgehend in Ihr Leben ziehen und Ihr Leben mit wunderbaren Menschen und Freundschaften bereichern.

Der Orca als Krafttier lehrt Sie aber nicht nicht die Kraft des Atems und der Kreativität, sondern bringt auch die Medizin der Klänge in Ihr Leben. Alles, was in Bewegung ist schwingt und erzeugt einen Klang. Jeder Klang ist Energie, die sich unendlich fortsetzt und nicht verloren geht. Das Beste Beispiel hierfür sind die Walgesänge unter Wasser, mit denen sich Familien und Herden über tausende Kilometer verständigen können. Versuchen Sie zu verstehen, weshalb die Zeit unter Wasser langsamer geht und warum Töne, die weit zu hören sein sollen in Ruhe entstehen müssen und ihre Zeit benötigen, bis sie von anderen wahrgenommen werden. Üben Sie sich in Klangschalenmeditation um das Wesen der Orcas und die Medizin der Klänge zu verstehen. Fühlen Sie wie der hörbare Klang zu spürbare Energie wird, sich diese unsichtbare Kraft fortsetzt und durch ihre Schwingung Körper, Geist und Seele berührt. Veilleicht rufen die UrGesänge ja sogar unbewusst Erinnerungen an Ihre Herkunft oder Ihr spirituelles Erbe wach. Lassen Sie sich vom Krafttier Orca in das Geheimnis der Gesänge einweihen und finden Sie in der Tiefe Ihres Seins eigene Liebeslieder und Seelenmelodien. Schwimmen Sie mit dem Orca in Ihre Freiheit! Kämpfen Sie stets für Dinge, die Ihnen wichtig sind und stehen Sie immer für die Menschen ein, die Ihnen am Herzen liegen. Auch dem Orca ist die Familie das Heiligste!

Traumdeutung

Taucht, springt oder schwimmt ein Orca durch Ihre Träume macht er auf unterdrückte Emotionen aufmerksam, die sich wie eine Welle aufbäumen und schon bald über den Träumenden hereinbrechen könnten. Andereseits verheißt ein Orca im Traum eine große Überraschnung und Freude, mit der man nicht mehr gerechnet hat. Etwas im Träumenden erwacht und versucht sich an seine spirituelle Herkunft zu erinnern.

Marder

Lebensraum

Der Marder ist ein Raubtier aus der Familie der hundeartigen, das nahezu weltweit verbreitet ist – u.a. auch Nordamerika, Südamerika und Afrika. Am häufigsten ist der Marder jedoch in Asien und Europa anzutreffen, wo er ein gemäßigtes und teilweise arktisches Klima bevorzugt. Als hauptsächlich nachtaktiver Einzelgänger besitzt der Marder einen ausgeprägten Geruchs- und Gehörsinn, die ihm sowohl bei derJagd, als auch bei der Kommunikation mit Artgenossen eine große Hilfe sind. Eine Behausung suchen Marder meist  in der Nähe von Wäldern und Tundren, entsprechende Arten leben sogar in Ufernähe von Seen, Flüssen und Meeren. – wie z.B. der Otter, der ebenso ein direkter Verwandter des Marders ist, wie der Dachs und das Wiesel.

Mythologie

Im Volksglauben genießt der Marder lein kein hohes Ansehen, da er sich auf Grund seiner Raubzüge in Hühnerställen einen schlechten Ruf geschaffen hat. Das ist womöglich auch die Ursache dafür, dass es nur wenige Geschichten gibt, in denen der Marder vorkommt und er in den Geschichten, die es über ihn gibt, nur schlecht wegkommt. Eine Ausnahme bildet da allerindings eine Überlieferung aus dem 18. Jahrhundert, in welcher ein arroganter und selbstverliebter Pfau seine eigene Schönheit bewundert und anpreist und sogar den Regenbogen verspottet. Einige andere gut aussehnde Tiere wie z.B. der Buntspecht stimmen ihm zu, nur der Marder nicht, denn er hält ihm im übertragenen Sinne den Spiegel vor und lässt ihn erkennen, was bleibt, wenn die Schönheit vergangen ist, da elle Schönheit vergänglich ist. Somit lehrte der Marder dem Pfau die Vergänglichkeit der Schönheit und dass falscher Stolz und falsche Eitelkeit nicht die Vergänglichkeit jener Schönheit verhindern.

Marder – Medizin

Huscht der Marder als Krafttier in Dein Leben, gilt es Hindernisse und Probleme durch Geschick und List zu überwinden. In freier Natur ist der Marder ein geschickter Kletterer, lautloser Jäger und kühner Räuber, Als Krafttier macht Sie das Krafttier auf genau diese Qualitäten aufmerksam. So können Sie vom Krafttier Marder lernen, wie man große Hindernisse auch als kleines Wesen überwinden kann, indem man nicht vor ihnen flieht, sondern sie frontal in Angriff nimmt. Im Falle des Marders müssen Sie einfach nur Ihren Mut zusammen nehmen und darüber klettern. Der Weg findet sich, wenn Sie ihn gehen wollen, also haben Sie das Vertrauen, dass sich Ihnen ein Weg oder eine Möglichkeit eröffnen wird. So gilt es Vertrauen zu entwickeln, Mut zu beweisen und Geschlichkeit zu prüfen, wenn der Marder als Krafttier Ihre Lebenskreise betritt. Als kühner Räuber auf leisen Sohlen können Sie vom Krafttier Marder lernen, wie Sie sich richtig und vor allem möglichst unbemerkt an ihr Ziel heranpirschen, um im letzten Monat dann blitzschnell zuzuschlagen.

Was die Beute angeht, so ist bekannt, dass der Marder nicht sehr wählerisch ist und sich mitunter auch an Autokabeln vergreift und keine scheu hat in fremden Behausungen zu übernachten. Auch diese Eigenart ist ein Teil der Krafttiermedizin des Marders. Mit der Hilfe des Marders als Krafttier lernen Sie mit dem zufrieden zu sein, was sie bekommen oder haben. Haben Sie keine scheu, ihre Zelte abzubrechen und an einem neuen Ort wieder neu aufzustellen – sie sind frei, wild und anpassungsfähig wie eine Marder. In einem anderen Licht betrachtet bedeutet die Verbissenheit des Marders aber auch, dass man womöglich zu oft die Zähne fletscht – besonders denen gegenüber, die es eigentlich gut mit einem meinen. Seien Sie selbst nicht all zu verbissen, dann beißen die anderen auch nicht so sehr. Das Krafttier Marder warnt aber auch vor Neid, Eifersucht und Energieraub. Irgendetwas oder Irgendjemand stiehlt Ihre Nerven oder Ihre Lebensenergie. Es wäre nicht falsch, sich von solchen Abhängigkeiten, Personen oder Dingen loszubeißen, um die eigene Lebenskraft zurückzubekommen. Der Marder als Krafttier wird Ihnen zeigen, wann es wild und aggressiv und wann es zahm und zärtlich zu gilt, vertrauen Sie ihm einfach – auch wenn man beim Marder oft das Gefühl hat, nicht zu wissen, woran man ist.

Kurzum: Mit dem Marder als Krafttier lernen Sie geschickt zu klettern und zu jagen, um Hindernisse zu überwinden und sich das zu holen, was Ihnen zusteht.

Traumdeutung

Das Erscheinen eines Marders im Traum warnt vor Raubzügen Dritter. Sie sollten sich vor Diebstahl, Rufmord, Betrug und Energieverlust in acht nehmen. Möglicherweise spielen Si sogar selbst mit dem Gedanken auf Raubzug zu gehen, weshalb Sie gerade jetzt bedenken sollten, nicht rücksichtlos oder hinterhältig zu werden nicht oder in einen regelrechten Blutrausch zu verfallen, wenn Sie einmal Blut geleckt haben.

Sonstiges

Der Marder ist der Rune Eihwaz zugeordnet, welche bei Reisen durch die Anderswelt behilflich ist, die eigenen Schattenseiten aufdeckt und an das Licht bringt. In Verbindung mit dem Wiesel als Krafttier werden Sie in das Große Geheimnis von Leben und Tod eingeweiht und bekommen neue Wege aufgezeigt.

Hai

Lebensraum

Haie sind große und kräftige Fische, die gemeinsam mit dem Rochen zur Klasse der Knorpelfische gehören. Sie können bis zu 50 Jahre alt und 80km/h schnell werden. Der Lebensraum der Haie erstreckt sich über nahezu alle wärmeren Weltmeere, vor allem in Küstennähe mit flachem Gewässer, wo sie reichlich Nahrung in Form von kleineren Fischen vorfinden – ob im pazifischen Ozean (und damit auch in der Arktis, Nordamerika, Südamerika), indischen Ozean (und damit auch in Afrika, Asien, Australien und Teilen der Antarktis) oder dem antlantischen Ozean (und damit auch in Europa, Afrika und Teilen der Arktis). Nicht alle Haie sind Räuber und Fleischfresser, denn einige, wenn auch wenige, Haiarten besitzen Barten und ernähren sich von Plankton (wie z.B. der Walhai), indem sie dieses filtrieren bzw. sieben – andere Haiarten wiederum ernähren sich von kleinen Fischen, Krustentieren oder Tintenfischen. Aber auch die Robbe, der Seelöwe und See-Elefant gehören bei einien Haiarten zum Speiseplan. Man kann also sagen, dass es ähnlich wie beim Wal zwei verschiedene Arten gibt, die sich in der Ernährung unterscheiden. Beim Wal unterscheidet man in der Biologie deshalb auch zwischen Bartenwalen und Zahnwalen – Änliches könnte man in etwa auch auf die Haie beziehen. Die bekanntesten Vertreter aus der Haifamilie sind wahrscheinlich der Weiße Hai, der Hammerhai, der Tigerhai und der Walhai.

Krafttier HaiMythologie

Bei vielen Naturvölkern und Kulturen auf der Südhalbkugel, die an der Küste leben, nimmt der Hai seit jeher eine zentrale Rolle ein. Besonders in der hawaiianischen Kultur werden Haie seit jeher als heilig verehrt und respektiert. Man sah in ihm nicht nur einen wertvollen Lieferanten für Fleisch und Werkzeuge, sondern auch einen Boten von den Geistern der Toten und auch die Wiedergeburt eventuell verstorbener Familienmitglieder oder Klanangehöriger. Aus diesem Grund sahen einige Küstenbewohner im Hai auch eine Art Familiengott, der Familien zusammenführen kann. Schließlich brachte sein Fleisch als Nahrung auch alle gemeinsam an einen Tisch. Haifischzähne galten bei vielen Küstenbewohnern als traditionelles Kultobjekt und Symbol für Macht und Kraft. Auch heute noch tragen einige Schwimmer, Taucher und Surfer Haiknochen- oder Haifischzahnketten um den Hals, was sich in der Szene mittlerweile als Erkennungsmerkmal durchgesetzt hat. Doch Haifischzähne wurden auch zur Herstellung von Waffen, Keulen und Messern verwendet. Häuptlinge und Könige, welche die Augen der „Niuhi“ aßen, sollten sich laut Mythologie damit auch deren Fähigkeiten wie Weitblick, Hellsehen und Hellhörigkeit durch diese Einverleibung angeeignet haben, um ihren Stamm oder ihr Reich besser zu führen und Gefahren rechtzeitig zu erkennen. „Niuhi“ bedeutet soviel wie „Menschen fressender Hai“ und wurde sowohl für den Weißen Hai, als auch für den Tigerhai verwendet.

Ein leider immer noch lebendiger Mythos stellt den Hai als menschenfressendes Monster dar, das – wie der Wolf – nur Unglück und Verderben bringt. Die Wahrheit ist aber, dass von den über 500 Haiarten nur eine handvoll Allesfresser sind, die sogar als „Müllfresser“ bezeichnet werden, weil sie sogar Autoreifen und Plastikmüll fressen – was ihnen natürlichen nicht bekommt. Die häufigsten Ursachen für Haiangriffen sind Unwissenheit oder Provokation seitens der Menschen. Zum Einen vergessen die Meisten, dass Haie wilde Raubtiere und keine putzigen Fische sind – so wie auch der Löwe und der Bär in der freien Wildbahn keine zahmen Haus- oder Kuscheltiere sind – und zum Anderen provozieren und locken manchen Menschen die Haie regelrecht an. Man hört immer wieder von Mutproben diverser Jugendlicher, die einen Hai unbedingt mal anfassen, mit ihm schwimmen oder sich mit ihm fotografieren lassen wollen, um die Anderen zu beeindrucken. Darüber hinaus ist es völlig normal, das Raubtiere wie auch der Hai von frischem Blut offener Wunden angelockt werden, denn es ist ihr Instinkt. Bei den Angriffen auf Surfer hat man sogar herausgefunden, dass die Surfbretter ein Geräusch unter Wasser verursachen, was manche Haie zu einem „Probebiss“ animiert. Weiterhin hat man festegestelle, dass manche Haiarten auch einfach nur neugierig sind und eigentlich nicht richtig zubeißen, sondern vielmehr nur festhalten oder zugreifen. Auf Grund der enormen Bisskraft ihres Kiefers, der großen und messerscharfen Zähne kommt den Menschen der leichte Biss dann größer vor, wie er eigentlich gemeint war.

Fakt ist somit, dass nicht die Haie eine Bedrohung für die Menschen sind, sondern die Menschen eine Bedrohung für die Haie. Nach wie vor ist Jagd nach Haien einen ein beliebter Sport, der mit Trophäen und ausgestopften Haiköpfen belohnt wird und werden viele Millionen Tonnen jährlich an Haien für die Nahrungsmittelindustrie gefangen, wodurch sich der Bestand einiger Haiarten sogar schon gefährlich dezimiert hat. Als Speisefisch ist der Hai besonders in Grönland und China beliebt, wobei die größte Gefahr für den Hai vom übertriebenen Fischfang der Chinesen ausgeht, wie auch der rücksichtlose Walfang der Japaner.

Hai – Medizin

Schwimmt der Hai als Krafttier in Ihr Leben, gilt es Ihre wahre Stärke und Ihre wahren Fähigkeiten zu entdecken. Der Hai ist nicht nur ein flinker Schwimmer, sondern auch ein cleverer Räuber, von dem Sie lernen können, wie Sie mit Geduld und der richtigen Strategie auch an große Ziele gelangen. So wie Sie auch mit dem Wal die Tiefen des Meeres erkunden und Dingen auf den Grund gehen können, führt Sie auch das Krafttier Hai zum Meeresgrund und den Grund aller Dinge. Vor allem aber zeigt Ihnen der Hai, woher Ihre Aggressionen kommen und gegen wen sich diese eigentlich richten. Zügeln Sie Ihren Zorn und Ihre Wut, denn diese haben andere Ursachen, wie Sie im Moment denken. Haie sind aber nicht nur gut Schwimmer und Jäger, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes hellhörig und hellseherisch veranlagt. Im Gegenteil zu vielen anderen Tieren können Haia Farben erkennen, feinste Schwingungen unter Wasser registrieren, im Dunkeln ihre Beute erkennen und mit ihren ausgeprägten Geruchssinn potenzielle Gefahren oder Opfer kilometerweit wahrnemen. Der Hai ist also ein richtiger Wahrnehmungskünstler, weshalb auch sein spiritueller Vertreter, das Krafttier Hai, Ihnen Fähigkeiten wie Hellsehen, Hellhörigkeit und Hellfühligkeit zu Teil werden lässt, damit Sie Ihre Umgebung und Ihr Leben aus einer anderen Persepektive wahrnehmen können. Das hilft Ihnen zu erkennen, dass die besagte spirituelle Welt nicht irgenwo im Weltall ist, sondern direkt um uns herum und vor allem auch parallel existiert. Mit Hilfe des Hais als Krafttier gelingen auch Ihnen Blitzangriffe, wenn sie von Nöten sind und eine starke Verteidigung aufzubauen, wenn Sie angegriffen werden.

So führt Sie nicht nur der Wal, sondern auch der Hai als Krafttier durch das UrMeer des eigenen Lebens oder der eigenen Gefühlswelt. Das Krafttier Hai verleiht Ihnen seine Flossen, damit auch Sie flink und elegant in den Strömen des Lebens schwimmen können und schneller ans Ziel kommen. Der Hai als Krafttier sagt Ihnen, dass Sie auch mal zum Räuber werden sollten, um sich zu nehmen was Ihnen zusteht. Wer ständig um des lieben Friedens willen nachgibt, wird irgendwann das große Nachsehen haben – oder anders ausgedrückt: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Mit Hilfe des Hais als Krafttier nehmen Sie Witterung auf und erhalten einen überdurchschnittlichen Orietierungssinn, damit Sie in der Eile nicht den Überblick verlieren oder sich verirren. Die enorme Bisskraft und die starken Zähne des weltlichen Verwandten vom Krafttier Hai weisen metaphorisch gesehen auf Willensstärke, Lebenskraft und körperliche Gesundheit hin. Das sind jetzt die zentralen Themen, um die es sich bei Ihnen dreht und welche die Krafttiermedizin des Hais beherbergt. Achten Sie allerdings darauf, es mit Ihrer Willensstärke nicht zu übertreiben und brutal, rücksichtslos und gewissenlos zu werden – denn auch das liegt in der Krafttiermedizin des Hais. Lassen Sie sich weder Zeit, noch Energie berauben und versuchen Sie Ihre gewonnene Kraft und Stärke zum Guten einzusetzen. Zielgerichtetes Handeln und eine ausgeklügelte Taktik sind von jetzt Nöten.

Traumdeutung

Das Erscheinens eines Hais im Traum weist auf Energieraub und unterdrückte Aggressionen hin. Möglicherweise steht ein Gefühlsausbruch kurz bevor, der es in sich hat und Sie auf andere gewissenlos wirken lässt.

Sonstiges

Nichts bekannt.

Wal

Lebensraum

Wale sind die größten und ältesten lebenden Säugetiere, die in allen Meeren der Welt anzutreffen sind – ob im pazifischen Ozean (und damit auch in der Arktis, Nordamerika, Südamerika), indischen Ozean (und damit auch in Afrika, Asien, Australien und Teilen der Antarktis) oder dem antlantischen Ozean (und damit auch in Europa, Afrika und Teilen der Arktis). Die bekanntesten Vertreter aus der Walfamilie sind wahrscheinlich der Buckelwal, der Pottwal, der Orcawal, der Schwertwal und der Blauwal. Einige Walarten besitzen Barten und ernähren sich von Plankton, indem sie dieses filtrieren bzw. sieben – andere Walarten wiederum ernähren sich von kleinen Fischen, Krustentieren oder Tintenfischen. Deshalb unterscheidet man in der Biologie auch zwischen Bartenwalen und Zahnwalen.

Mythologie

Seit jeher nimmt der Wal bei an der Küste oder auf Inseln lebenden Menschen eine besondere und vor allem eine zentrale Rolle ein. So gilt er vielerorts als „Weltenfisch“ und „Stützpfeiler des Unviersums“, der unmittelbar an der Schöpfung der Welt beteiligt ist – entweder weil er durch seine Größe eine Insel symbolisiert oder weil aus seinem Maul die Kontinente herauskamen. Es heißt sogar, dass es tatsächlich Seefahrer gegeben haben soll, die einen ruhenden Wal an der Oberfläche für ein Stück Land gehalten haben und dort versucht haben anzulegen. Walgesänge sollen laut Mythologie von den Sirenen (Fabelwesen aus der griechischen Mythologie) kommen, weshalb später auch die Annahme entstand, dass im Wal eine wunderschöne Frau wohnen soll, welche diese Töne erzeugt und das alte Wissen behütet. Diese Frau soll Legenden zu Folge die Seele des Wals sein. Viele Geschichten von Seefahrern und Indianern erzählen davon, wie Menschen verschluckt und geläutert wieder ausgespuckt werden (sogar die biblische Geschichte von Jonas und dem Wal). Jene, die sich auf Grund einer Visionssuche auf oder in das Meer begeben haben, sollen ebenfalls von einem Wal verschlungen worden und im Inneren des Wals zur Erkenntnis gekommen sein. Angeblich waren ihnen das Innere des Wals, die Stille und seine Gesänge eine gute Hilfe zum Rückzug und zur eigenen Besinnung. Womöglich sagt man ihm deshalb eine Verbindung zu versunkenen Kontinenten und Städten wie Atlantis und Lemuria nacht. Sein Erinnerungsvermögen und seine Erfahrung sollen einigen Mythologien zu Folge das aller Lebewesen übetreffen, weshalb die spirituelle Welt auch ihn dazu auserwählt haben soll, altes Wissen und alte Wege zu bewahren. Es heißt, dass der Wal die scheinbar verschwundenen Wege zu den versunkenen Kontinenten kennt und diese streng bewacht. Auf Grund der Tatsache, dass Wale die ältesten Tiere der Welt sind ( bis zu 50 Millionen Jahre), sollen sie das Wissen um die gesamte Weltgeschichte besitzen und unvorstellbar weise sein.

In dem fantastischen Tierfilm „Das Geheimnis der Wale” (Universum Film, 2009) mit Veronica Ferres heißt es am Ende: “Wale sind das Gedächtnis der Welt und die Hüter der Zeit.” Und es gibt nichts was man dem hinzufügen könnte.

Wal – Medizin

Taucht der Wal aus den Tiefen Ihres Ozeans zu Ihnen herauf oder nehmen Sie seinen Gesang wahr, so wird es Zeit in die Tiefen des Meeres abzutauchen und auf die Erfahrung und die Stärke des Wals zu vertrauen. Erreicht also der Wal als Krafttier Ihr Leben, wird es Zeit sich der heilenden und reinigenden Kraft des Wassers hinzugeben und Dingen auf den Grund zu gehen, anstatt immer nur auf deren Oberfläche zu blicken. Das Krafttier Wal nimmt Sie mit in die Tiefen des Seins, auf eine Reise durch die Weltgeschichte und Ihr eigenes Leben. Er führt Sie auf direktem Weg zum alten Wissen, das in Ihnen schlummert und für die aktuelle Lebensaufgabe dringend benötigt wird. Mit seiner Hilfe erlangen Sie das alte Wissen zurück und gelangen gleichzeitig zu neuer Weisheit. Folgen Sie dem Wal, erkunden Sie mit Ihm die Weiten des Meeres und lassen Sie sich den Ursprung allen Lebens zeigen, damit Sie das Leben verstehen und schätzen lernen. Kommt also der Wal als Krafttier in Ihr Leben sorgt er durch die Freigabe des alten Wissens und das Zeigen geheimer Wege für spirituelle und emotionale Entwicklung. Mit seiner Hilfe erlangen Sie das Urvertrauen zurück und können innere Verletzungen heilen. Möglicherweise wartet Ihr inneres Kind oder ein Seelenanteil von Ihnen schon lange darauf gesund und wieder integriert zu werden. Der Wal ist ein kraftvoller und zugleich sanftmütiger Seelenführer, der Sie durch die Weiten des Meeres am Ende zurück zu sich selbst führt. Darüber hinaus prüft er Ihre Intuition und inwieweit Sie dieser vertrauen. Wie steht es mit Ihrem Gemeinschaftssinn, Ihrer Teamfähigkeit und Hilfsbereitschaft? Sind Sie nur bereit zu geben wenn Sie etwas bekommen? All dies sind Fragen, mit denen Sie das Krafttier Wal konfrontieren möchte. Nehmen Sie sich die Zeit zur inneren Einkehr und lauschen Sie den Walgesängen. Wenden Sie sich der Musik und der Klangheilung zu, denn dort werden Sie weitere Impulse oder sogar Schlüssel zum Lösen der aktuellen Lebensaufgabe und Öffnen bisher verschlossener Türen finden.

Traumdeutung

Das Auftauen oder Blasen eines Wals im Traum weist auf eine Auseinandersetzung mit der eigenen Gefühlswelt hin. Sehen Sie im Traum hingenen einen Wal hinabtauchen, so will dieser, dass Sie ihm folgen, damit er Ihnen in der Tiefe die Antworten auf Ihre Fragen geben kann. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass der Wal sein altes Wissen mit Ihnen teilen und Sie an seiner Weisheit teilhaben lassen möchte. Wenn Sie dem Wal im Traum folgen gelangen Sie womöglich an geheime Orte und erlangen verborgenes Wissen – also lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen, wenn Sie vom Wal eingeladen werden.

Sonstiges

Nichts bekannt.