Achtsamkeit mit dem Wolf: Zwischen Nähe und Freiheit

Achtsamkeit mit dem Wolf: Zwischen Nähe und Freiheit

Der Wolf wird in unterschiedlichen Kulturen und modernen spirituellen Deutungen sehr verschieden verstanden. Für diese Übung betrachten wir ihn nicht als festes Symbol, sondern als ein Bild, das verschiedene Fragen öffnen kann: Wie nehme ich meine Umgebung wahr? Wo fühle ich mich zugehörig? Und wann brauche ich Abstand?

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Ankommen

Suche Dir einen ruhigen Platz. Du kannst sitzen oder stehen. Wenn es angenehm ist, schließe die Augen. Ansonsten senke den Blick und lass ihn weich werden. Spüre zunächst die Stellen, an denen Dein Körper den Boden oder den Stuhl berührt.

Atme nicht absichtlich besonders tief. Lass den Atem so kommen, wie er gerade kommt. Beim Einatmen nimm wahr, dass Du Raum empfängst. Beim Ausatmen darf etwas von der Anspannung nachlassen.

Die Sinne öffnen

Stell Dir vor, Du würdest eine Waldlandschaft nicht mit den Augen, sondern mit Deiner gesamten Aufmerksamkeit wahrnehmen. Welche Geräusche sind nah? Welche liegen weiter entfernt? Gibt es ein gleichmäßiges Geräusch, etwa Wind, Verkehr oder ein Gerät im Raum?

Lass uns die Geister befragen

Mit der Weisheit des Orakels und der schamanischen Gabe wirft unsere Schamanin einen Blick auf Deine aktuellen Fragen und zeigt Dir Kraftquellen für Deinen Weg.

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  • Nenne innerlich drei Dinge, die Du hörst.
  • Nimm zwei Körperempfindungen wahr, ohne sie zu bewerten.
  • Finde einen Geruch oder Geschmack, der gerade vorhanden ist.
  • Spüre anschließend wieder den Boden unter Deinen Füßen.

Nähe und Abstand

Wölfe leben in sozialen Verbänden, brauchen aber ebenso Raum für Bewegung und Rückzug. Ob und wie stark dieses Bild auf Dich passt, entscheidest allein Du. Frage Dich nun: Bei welchen Menschen kann ich mich zeigen, ohne mich zu verstellen? Und wo merke ich, dass ich eine Pause oder eine klare Grenze brauche?

Lege, wenn Du möchtest, eine Hand auf die Brust oder den Bauch. Sprich innerlich einen einfachen Satz: Ich darf verbunden sein und trotzdem ich selbst bleiben. Wiederhole ihn nur, wenn er sich stimmig anfühlt. Andernfalls finde Deine eigenen Worte.

Abschluss

Öffne langsam die Augen. Schau Dich im Raum um und benenne drei Farben. Bewege Hände und Füße. Vielleicht möchtest Du einen Satz notieren: „Heute habe ich bemerkt, dass …“

Diese Übung ist eine Einladung zur Selbstwahrnehmung und ersetzt keine medizinische oder psychologische Beratung. Wenn eine Übung unangenehme Gefühle verstärkt, beende sie und wende Dich bei Bedarf an eine fachkundige Person.

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