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Eichhörnchen

Lebensraum

Das Eichhörnchen ist ein Nagetier, das in in Teilen Asiens und dem mittleren Europa beheimatet ist. Das Eichhörnchen fühlt sich überall dort auf der Nordhalbkugel zu Hause, wo es ein gemäßigtes Klima, ausreichend Laub- und Nadelwälder mit reichlich Unterholz vorfindet. Als Kulturfolger bewohnt das Eichhörnchen mittlerweile auch städtische Gärten, Parks und Friedhöfe.

Krafttier Eichhörnchen

Mythologie

Das Eichhörnchen war im christlichen Glauben auf Grund seiner Färbung und seiner Vorliebe für Friedhöfe ein Symbol des Teufels. Es soll die Menschen angeblich so sehr ablenken, dass diese den Gottesdienst versäumen, weil sie sich vor der Messe so sehr am Anblick des Eichhörnchens erfreuen.

Germanen: In der Mythologie ist von einem roten Eichhörnchen namens Ratatösk die Rede. Wie alle roten Tiere, so war auch Ratatösk dem Feuergott Thor geweiht. Es lebt der Edda nach in den Zweigen den Weltenbaumes und springt ständig zwischen den verschiedenen Welten hin- und her. Deshalb steht auch heute noch das Eichhörnchen gleichzeitig mit den Elementen Erde und Luft in enger Verbindung. Des Weiteren soll das Eichhörnchen Ratatösk den Streit zwischen dem Adler Orn, der auf den Zweigen des Weltenbaumes sitzt und dem Drachen Niddhöggr, welcher an den Wurzeln wohnt, immer wieder neu entfachen. Grund sei ungenaues Weitertragen von Streitworten des Adlers zum Drachen und umgekehrt. Daher symbolisiert das Eichhörnchen für die Germanen eine Art Schelm, der Andere gerne auf den Arm nimmt.

Kelten: Auf Grund seiner rötlichen Färbung ist das Eichhörnchen der keltischen Erd- Und Fruchtbarkeitsgöttin Mebd zugeordnet. Seine rötliche Farbe symbolisiert dabei die Verbindung der Elemente Erde und Feuer und somit auch Erdverbundenheit, Fruchtbarkeit und Liebe zugleich.

Eichhörnchen – Medizin

Eine Begegnung mit dem scheuen Eichhörnchen warnt nicht nur vor Streit, sondern auch davor, Problemen und Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen. Es ist Zeit, den Dingen auf den Grund zu gehen und “die Nuss zu knacken”. Und somit symbolisiert es auch in der Tiefenpsychologie den inneren Konflikt zwischen dem Intellekt (Ego) und der Weisheit (Intelligenz). Das heißt, dass Sie das Eichhörnchen als Krafttier darauf aufmerksam machen möchte beide Seiten unter ein Dach zu bringen und bei Problemen das richtige Maß vom Zusammenspiel zwischen dem, was dem Selbst (Ego) gut tut und das, was sie wirklich benötigen (Seele), zu finden.

Wenn das Eichhörnchen als Krafttier in Ihr Leben tritt, möchte es aber mehr als nur Vermitteln. Es möchte Ihnen zu neuer Leichtigkeit und Lebensfreude verhelfen. Sie haben schon viel zu lange in der Ecke gesessen und Vergangenem hinterhergetrauert. Jetzt ist die Zeit, loszulassen und mit einem großen Satz wieder in das Leben zu springen. Das Eichhörnchen hilft Ihnen jetzt Wünsche, Ideen und Pläne in die Tat umzusetzen und ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen, damit Sie ihn leben können.

Traumdeutung

Je nach dem, wie Ihnen das Eichhörnchen im Traum erscheint, so kann es ein gutes, aber auch schlechtes Omen sein. Grundsätzlich verkörpert es Listigkeit, Unschuld und Schmeichelei. Es kann also sein, dass sich eine Person Ihr Vertrauen erschleichen möchte und nicht so unschuldig ist, wie er oder sie aussieht. Sehen Sie das Eichhörnchen im Traum fressen, so verheißt es Frieden und ein harmonischen Familienleben. Sammelt das Eichhörnchen in ihren Träume Vorräte, dann sollten auch Sie sich warm anziehen und rechtzeitig für schlechte Zeiten vorsorgen. Es macht Sie zugleich auf übereifrige Sammelleidenschaft aufmerksam und rät Ihnen, dass oftmals Weniger mehr ist und Sie viele der gesammelten Dinge eigentlich gar nicht wirklich brauchen. Dabei muss es sich übrigend nicht nur um materielle Güter handeln.

Sonstiges

Das Eichhörnchen ist mit der Rune Raidho verbunden, welche das Reisen durch andere Welten symbolisiert. Mit dem Eichhörnchen als Krafttier und Raidho können auch Sie die Welten Yggdrasils bereisen und haben im Eichhörnchen einen guten Reiseführer.

Der Name Ratatösk des Eichhörnchens von Yggdrasil bedeutet soviel wie “Bohrerzahn, Nagerzahn”.

© Wiebke Haarkemper | 4. Juli, 2011, 16:00 Uhr

Amsel

Lebensraum

Die Amsel ist ein Singvogel und nahezu flächendeckend in ganz Europa verbreitet und kommt teilweise sogar in Nordafrika und Asien vor, wobei Nordafrika eher ein Winterquartier ist, wenn es bei uns zu kalt ist. Ursprünglich war die Amsel ein Waldvogel, der den Menschen im Laufe der Zeit über die ländlichen Felder in die städtischen Gärten und Parks gefolgt ist. In unseren Breiten ist die Amsel also fast überall anzutreffen, auch in Siedlungen, solange sie dort einen kleinen Baumbestand zum Nisten und genug Grünfläche zum Jagen von Insekten und Regenwürmern vorfindet.

Mythologie

Dem Volksglauben nach zieht die Amsel Glück magisch an und wehrt überall Krankheiten und Blitzeinschläge ab, wo sie nistet. Deshalb war und ist sie auch heute noch ein beliebter Untermieter. Die Amsel wird seit jeher mit Zauberei in Verbindung gebracht und galt im Mittelalter sogar als Begleiter und Hausgeist von Hexen. Bei den Franzosen gilt sie jedoch als gutes Omen, wenn sie einem über den Weg fliegt.

Kelten: Sie gehört mit Adler, Eule, Hirsch und Lachs zu den fünf am längsten auf der Erde lebenden Tieren. Gemeinsam mit Diesen soll sie auch Mabon, den Sohn der Schutzherrin der Anderswelt, aus einer Gefangenschaft befreit haben. Ihr Gesang während der Morgen- und Abenddämmerung soll Zuhörer anlocken und in tiefe Trance versetzen. Dadurch sollen die Hörer willenlos gemacht und in’s Jenseits verführt werden. Auf Grund Ihrer Färbung wurde sie auch als “Druid Dhub” (Schwarzer Druide) bezeichnet. Da die Amsel unheimlich gerne die Beeren der Eberesche isst und dieser Baum bei den Druiden ein heiliger Baum ist, gilt die Amsel als Torhüterin. Sie bewacht den Eingang zur persönlichen Anderswelt und den heiligen Baum selbst.

Amsel – Medizin

Wenn die Amsel in ihr Leben fliegt, dann apelliert sie an Ihr Selbtbewusstsein. Lebensmut und Freude sind die Themen, die Ihnen die Amsel als Krafttier näher und begreiflich machen will. Den Namen Schwarzdrossel bekam sie auf Grund ihrer pechschwarzen Farbe. Aus demselben Grund schrieb man sie auch, wie die Rabenvögel, der Unterwelt und dem Totenreich zu. Deshalb ist die Amsel auch ein Sybmol für den Kontakt zu den Ahnen, Magie und alten Bräuchen.

Haben Sie die Amsel als Begleiter, dann wird sie Sie über kurz oder lang auffordern, mehr Licht in ihr Leben zu bringen und mit der Schattenarbeit anzufangen. Ihre Schatten und Ängste wollen erlöst und transfomiert werden. Achten Sie auf die Balance in Ihrem Leben, damit Sie nicht den Boden unter den Füßen oder sich selbst in den Welten verlieren, weil Sie sich zu viel mit Magie oder Spiritualität beschäftigt und zu wenig geerdet haben. In der keltischen Mythologie gehört die Amsel gemeinsam mit Adler, Hirsch, Eule und Lachs zu den ersten auf der Erde lebenden Tieren. Deshalb symbolisiert sie ebenfalls ein langes Leben und die Vermittlung zwischen den Welten.

Traumdeutung

Erscheint eine Amsel im Traum, so verheißt sie gute Nachrichten und die Lösung eines Problems. Mitunter kann das Auftauchen der Amsel in Ihren Träumen auch auf Unzufriedenheit hindeuten. Möglicherweise bekommen Sie nicht das, was Sie gerne haben möchten oder Sie würden einfach gerne ein anderer Mensch sein, um sich selbst oder Anderen mehr zu gefallen und mehr Erfolg im Leben zu haben. Die Amsel hilft Ihnen dabei, Ihre Schwächen in Stärken umzuwandeln und sich nicht immer als schwarzes Schaf oder Pechvogel fühlen. So kommen Sie mit sich selbst in’s Reine und werden zum Glücksmagnet.

Sonstiges

Die Amsel ist mit der Rune Raidho verbunden, welche das Reisen durch andere Welten symbolisiert. Mit der Amsel als Krafttier hilft Raidho, andere Welten zu bereisen und das Gefühl für die Rhythmen des Lebens zu stärken.

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 15:00 Uhr

Fuchs

Lebensraum

Füchse sind in vielen Regionen der Welt anzutreffen und haben sich an die jeweils dort vorherrschenden klimatischen Bedingungen angepasst. So ist der Fuchs nicht nur in den gemäßigten Klimazonen Asiens und Europas beheimatet, sondern auch in polaren Regionen (wie z.B. der Polarfuchs).

Mythologie

Germanen: Alle rothaarigen Tiere waren Thor, dem germanischen Wettergott, auf Grund Ihrer Färbung heilig, denn sie trugen die rote Farbe seines Blitzes. Ebenfalls heißt es im deutschen Volksmund, dass der Fuchs hin und wieder verirrte Wanderer und Reisende wieder auf den rechten Weg zurück oder sicher ans Ziel führt.

Kelten: Bei den Kelten verkörperte der Fuchs Wildheit und Klugheit. Druiden wussten ihn deshalb in schwierigen Situationen als Diplomaten besonders zu schätzen.

Christentum: Wegen seines rötlichen Fells wurde der Fuchs schon früh von den Christen dämonisiert und als Tier angesehen, das eng mit dem Teufel in Verbindung steht. Daher – und auch weil er Tollwut überträgt – kommt auch die Bezeichnung “fuchsteufelswild”.

Finnland: Das Nordlicht wird auf Grund seiner Farben in Finnland “Feuer des Fuchses” genannt. In einer Legende heißt es nämlich, dass einst der Fuchs (repo) das himmlische Feuer (tuli) gestohlen hat und seitdem mit einem brennendem Fuchsschwanz über das Firmament läuft.

Japan: Im japanischen Volksglauben gelten Füchse (Kitsune) als Verwandlungskünstler und besitzen magische Zauberkräfte, welche mit den Jahren zu nehmen. Mit zunehmendem Alter eines Fuchses wächst aber nicht nur seine Macht, sondern auch die Anzahl seiner Schweife. Auf der höchsten zu erreichenden Magiestufe stehen neunschwänzige Füchse. Diese werden als unsterblich und nahezu unbesiegbar angesehen. Füchse können sich aber auch in Menschen verwandeln oder Besitz von deren Geist ergreifen. Sie werden deshalb auch mit Exorzismus und Besessenheit in Verbindung gebracht. Frauen sollen besonders anfällig für die Zauber der Füchse sein, sowie sich diese auch in schöne Frauen verwandeln können, um wohlhabende Männer zu verführen und sie um den Verstand zu bringen.

Korea: In jenen Breitengraden kommt der Fuchs leider wenig gut weg und wird als ein dämonisches und durch und durch böses Wesen bezeichnet. Kumiho, der neunschwänzige Fuchs Koreas, verführt Menschen, nutzt sie schamlos aus und saugt ihnen ihre ganze Energie ab. Abschließend tötet er sein Opfer und genießt den Tötungsakt in ekstaseähnlichen Zustand.

Fuchs – Medizin

Wenn der Fuchs in Ihr Leben schleicht, dann hilft er Ihnen anstehende Probleme mit Schläue und Geschick zu lösen. Der Fuchs gilt als listig, schlau, intelligent und scharfsinnig. Es gilt jetzt unser Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten und für alle möglichen und unmöglichen Lösungswege offen zu sein. Alles kann, nichts muss heißt hier die Devise. Wenn es nicht so geht, dann geht es anders. Der Fuchs findet immer seinen Weg. Er vermeidet den Kampf wenn er kann, doch hat er keine Wahl weil er mit dem Rücken zur Wand steht, wird er mit Hilfe des Kriegsgottes Tyr seinen Gegner schmerzhaft in die Schranken weisen. Das Krafttier Fuchs warnt uns davor den falschen Menschen zu vertrauen und genau zu prüfen, wem wir unser Vertrauen schenken. Haben wir uns im übertragenen Sinne verlaufen und unser (Lebens-) Ziel aus den Augen verloren kommt der Fuchs als Krafttier jetzt zu uns, um uns wieder auf den rechten Weg zurückzuführen. Und er hilft uns dabei uns auf unseren Jagden lautlos anzuschleichen und wenn nötig perfekt zu tarnen trotz des scheinbar recht auffälligen roten Fells.

Der Fuchs ist aber auch recht verspielt und neckt sehr gerne. Er ist ein Trickster wie der Kojote und damit quasi der europäische geistige Verwandte des neckischen Kojoten. Jetzt ist es Zeit Probleme spielerisch anzugehen, damit sie uns nicht zu last werden und und die Lösungen leicht fallen. Lassen Sie sich vom Krafttier Fuchs begleiten, führen und neue Energie schenken, er  kennt alle Tricks, die Quelle der Kraft und lehrt die Kunst des lautlosen Kampfes.

Traumdeutung

Wenn der Fuchs in Ihren Träumen erscheint, sollten man sich Gedanken über die gesetzten Ziele machen. Fragen Sie sich, ob das anvisiertes Ziel noch den eigenen Vorstellungen entspricht und ob der Weg dahin derselbe bleiben soll. Schlagen Sie den Weg nur ein, wenn Sie ihn aus ganzem Herzen bejahen und auch verantworten können. Der Fuchs hilft Ihnen den richtigen Mittelweg zu finden, wenn man nicht mehr weiter weiß. Siegt man im Traum gegen einen Fuchs, dann ist man mit sich im Reinen und kann Angriffen gut standhalten. Allerdings warnt Sie der Fuchs im Traum auch vor Falschheit und Täuschung in Ihrem unmittelbarem Umfeld. Möglicherweise werden Sie gerade hintergangen. Seien misstrauisch und vorsichtig, wenn die Sache, um die es geht, zu riskant ist, um entdeckt zu werden.

Sonstiges

Der Fuchs ist mit der Rune Dagaz verbunden, welche für die unterschiedlichen Tageszeiten und Polaritäten steht. Mit dem Fuchs als Krafttier hilft sie, das Denken in Einklang mit dem Handeln zu bringen und auf natürliche Wechselwirkungen und Widersprüche aufmerksam zu machen.

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 14:00 Uhr