Schlagwort-Archive: Wachsamkeit

Kranich

Lebensraum

Der Kranich ist in den nördlichen Regionen Europas und Asien beheimatet, in Deutschland ist er jedoch nicht sehr verbreitet und meist nur in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern anzutreffen. Zum Leben bevorzugt er Feuchtgebiete wie Moore, Sümpfe, Seeufer und Bruchwälder.

Mythologie

Kelten: Es heißt, dass die Kraniche das Geheimnis um das Ogham (das Keltische Baumalphabet) hüten und der keltische Gott Ogma die Oghamschrift erfunden haben soll, nachdem er den Flug der Kraniche beobachtet hatte.

Schweden: Der Kranich wird auch als „Vogel des Glücks“ bezeichnet. Diese Bezeichnung kommt allerdings nicht von ungefähr, sondern aus Schweden, weil dort der Kranich als Frühlingsbote gilt. Seine Ankunft ist ein gutes Vorzeichen, dass der Winter bald vorübergeht, der Frühling übers Land zieht, Wärme, Licht und Nahrungsfülle mitbringt.

Kranich – Medizin

Fliegt der Kranich in Ihr Leben, so läutet er eine Wende ein. Es ist Zeit, dass Sie den Winter ihrer Lebensphase hinter sich lassen und sich einem neuen Frühling zuwenden. Der Kranich als Krafttier kündigt daher einen Neubeginn und eine Überraschung für Sie an. Etwas Schönes, womit Sie nicht gerechnet haben, wird Ihnen plötzlich und völlig unerwartet zu Teil werden. Das Krafttier Kranich möchte Sie aus Ihrem Winterschlaf holen, Sie zu mehr Wachsamkeit ermahnen und Ihnen zeigen, wie sie gleichzeitig wachen und schlafen können. So wie auch der Kranich oft stundenlang bewegungslos auf einem Bein im Wasser steht, sich ausruht und dennoch wachsam und konzentriert sein Umfeld im Blick hat, so können auch Sie mit Hilfer der Kranich-Medizin tiefenentspannt und hochkonzentriert zugleich sein. Das Krafttier Kranich ist ein Meister der Meditation und Kontemplation und zeigt Ihnen, wie Sie durch Meditation inneres Wissen und Weisheit erlangen. Da er jedoch auch gut balancieren kann, hilft Ihnen der Kranich als Krafttier auch das Gleichgewicht in Ihrem Leben wiederzufinden und vor allem auch das Gleichgewicht zwischen den Welten, dass womöglich ins Ungleichgewicht geraten ist, weil Sie sich zu sehr oder zu wenig mit Spiritualität beschäftigt haben.

Traumdeutung

Taucht der Kranich in Ihren Träumen fliegend oder landend auf, so verkündet er eine bevorstehende, wichtige Botschaft eines Reisenden. Wenn der Kranich zum Flug abhebt, dann bedeutet das einen sanften Abschied.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 12. Februar, 2013, 14:00 Uhr

Habicht

Lebensraum

Habichte sind mittelgroße Greifvögel, die in arktischen bis subtropischen Zonen der Holarktis leben. Man trifft sie daher nicht nur in Europa, Nordamerika, Kanada, Alaska und Russland an, sondern auch in Finnland, Skandinavien, Nordafrika, Spanien und Griechenland. Sie bevorzugen Wälder der gemäßigten und der mediterranen Zonen und sind daher auch in Nadelwäldern der Taiga und des Gebirges vorzufinden. In Deutschland ist der Habicht überall anzutreffen, wo er geschlossene Waldgebiete und offene Kulturlandschaften zum Jagen vorfindet. Das wohl markantestes Merkmale der Habichte ist ihre auffällige, gebänderte Zeichnung auf der Brust, deren Farbe und Kontrast je nach Alter varriert.

Krafttier Habicht

Mythologie

Germanen: Es heißt, dass ein Habicht, dessen Name Vedrfölnir ist, auf dem Kopf des Adlers Orn sitzt. Abbildungen zeigen, dass er genau zwischen den Augen des Adlers sitzt und damit das dritten Auge des Adlers symbolisiert. Gemeinsam beobachten Sie das Weltgeschehen, wobei dem Habicht die Rolle eines eines wachsamen Boten und Wetterpropheten zukommt.

Habicht – Medizin

Hans Edmund Wolters sagte einst: „Der Habicht hat Federn wie Seide, Krallen wie Stahl und Augen wie Feuer. Diese Weisheit beschreibt die Botschaft des Habichts als Krafttier wohl am Besten, denn als Bote des germanischen Lichtgottes Baldr steht er in direkter Verbindung mit der Sonne, dem Licht und damit auch dem Element Feuer. Wenn also der Habicht als Krafttiere seine Kreise über Ihrem Leben zieht, möchte er Sie zu mehr Wachsamkeit ermahnen und Ihnen zu mehr Durchblick verhelfen. Machen Sie es wie der Habicht und bleiben Sie geschmeidig, bei all Ihren Vorhaben – jedoch ohne sich dauerhaft zu verbiegen. Wenn sich Ihnen eine günstige Gelegenheit bietet, dann warten Sie nicht zu lange und denken Sie nicht all zu lange nach, sonst könnte Ihnen die Beute entwischen. Das Krafttier Habicht rät Ihnen jedoch ebenso etwas Wichtiges in Ihrem Leben nicht loszulassen, bevor es nicht im sicheren Nest ist. So wie der Habicht eine monogame Ehe führt, so sagt Ihnen der Habicht auch als Krafttier, dass Sie mehr Treue und Verbundenheit Ihrem Partner gegenüber entwickeln sollten, wenn Sie ihn nicht verlierne möchten. Als flinger Jäger schenkt Ihnen der Habicht als Krafttier die Fähigkeit, Kräfte schnell zu mobilisieren, überraschend und unerwartet zu reagieren.

Zu viel Habicht-Energie kann jedoch auch dazu führen, dass Sie unrhuig, ungeduldig und kopflastig werden. Dann besteht die Gefahr, dass Sie mehr mit dem Kopf, als mit dem Herzen denken und sich in eine Sache verbeißen. Der Habicht als Krafttier zeigt Ihnen, wie Sie ihr hitziges Temperament zügeln und ihre aufgewühlte Gefühlswelt besänftigen können. Bitten Sie dazu einfach den Habicht um seine Medizin und fliegen Sie mit ihm lautlos durch die Lüfte. Mit seiner Hilfe lernen Sie auch mal stillzuhalten, auch wenn sie noch so neugierig, nervös oder wütend sind. Das krafttier Habicht zeigt Ihnen mit Freude, wie Sie diese Gefühle ansammeln, bündeln und zum richtigen Zeitpunkt einsetzen. Nur auf diesem Weg verdoppelt sich ihre Kraft, die Sie für ihre Ziele und Vorhaben einsetzen können, um erfolgreich zu sein.

Traumdeutung

Ein Habicht im Traum warnt meist vor Gefahren und kündigt mitunter auch Untreue an. Wenn Sie einen Habicht jagen sehen, kann das ein Hinweis auf einen unvorhergesehenen und plötzlichen Verlust hinweisen, wenn Sie im Traum sehen, wie der Habicht seine erlegte Beute frisst bedeutet das, dass Feinde darauf warten, dass Sie einen Fehler machen, um dann kurzer Hand über sie herzufallen oder Sie womöglich zu bestehlen. Taucht ein Habicht in einem positiven Traumzusammenhang auf, so verkündet er beruflichen Erfolg.

Sonstiges

Im Medizinrad und Indianischen Horoskop ist der Habicht gemeinsam mit dem Falken und Bussard dem “Mond der knospenden Bäume” (20.03. bis 19.04.) zugeordnet. [Weiterlesen…]

© Wiebke Haarkemper | 30. Januar, 2013, 13:00 Uhr

Luchs

Lebensraum

Der Luchs ist fast überall dort in Europa und Asien anzutreffen, wo er Felsen, Wälder und Büsche vorfindet. In unseren breiten ist nach erfolgreichen Ansiedlungsveruschen auch wieder in den Alpen, dem Jura-Gebirge, den Vogesen, dem Harz, dem Fichtelgebirge, dem Bayerische Wald, dem Böhmerwald und der Spessart anzutreffen. Nach dem Bären und dem Wolf ist diese Katze das größte Raubtier, das in Europa heimisch ist.

Mythologie

Obwohl der Luchs in Europa einst stark vertreten war, so taucht er jedoch kaum in der Mythologie auf – ganz im Gegenteil zu seinen Konkurrenten wie dem Fuchs oder dem Wolf. Bis auf ein paar Sprichwörter, die auf seine Eigenschaften zurückzuführen sind, ist kaum etwas über die mythologische Bedeutung des Luchses bekannt. Es heißt im Volksmund, dass man Augen und Ohren wie ein Luchs habe, wenn man ein gutes Seh- und Hörvermögen hat. Wer Jemandem etwas abluchst, der hat es mit einer Lust geschafft, Jemanden davon zu überzeugen, etas wegzugeben. Ein solches Sprichwort erinnert sehr an die Verhaltensweise des Luchses, der nicht nur ein schlauer und flinker Jäger ist, der jede Gelegenheit nutzt. Man sagt dem Luchs nach, dass er auf Grund seines gut ausgeprägten Seh- und Hörvermögens ein guter Wächter sein, weshalb wohl auch das Sprichwort „aufpassen wie ein Luchs“ zu Stande kam.

Luchs – Medizin

Wenn ein Luchs in Ihrem Leben auftaucht, dann sagt er Ihnen, dass Sie ihm leise folgen und nach etwas Verborgenem suchen sollen. Laut einiger Überlieferungen, hat der Luchs auch ein übernatürliches Sehvermögen, das ihn dazu befähigt, hinter die Kulissen zu schauen und die Welt mit anderen Augen zu sehen. So kann Ihnen der Luchs als Krafttier dabei helfen, Irrtümer, Täuschungen und Lügen zu erkennen, Geheimnisse zu lüften und unsichtbare Wesen zu sehen. Das Krafttier Luchs lehrt seinem Schützling also eine außergewöhnliche Hellsichtigkeit, mit der Verborgenes sichtbar gemacht werden kann. Der Luchs ist von Natur aus eher ein Einzelgänger und möchte deshalb auch Ihre Qualitäten als Eremit prüfen. Er vertraut seinen Sinnen vollkommen und weiß immer, wohin er geht – sogar in völliger Dunkelheit. Mit seiner Hilfe schaffen auch Sie es, Ihren Weg endlich alleine und ohne Hilfe zu gehen. Verlassen Sie sich einfach auf Ihre Sinne und lassen Sie sich von Ihrer Seele führen – sie kennt den richtigen Weg, der zur Quelle führt.

Traumdeutung

Wenn ein Luchs im Traum erscheint, weist er meist auf das Bedürfnis das Freiheit, Unabhängigkeit und Einsamkeit hin. Begegnet man hingegen einem aggressiven Luchs, so kann dies auf unterdrückte Wut und versteckte Aggressionen hinweisen, die ausgelebt werden wollen. Ein Luchs, der misstrauisch aus seinem Versteck hervorschaut macht auf innere Unsicherheit, Angst und Schuldgefühle des Träumenden aufmerksam. Ein misstrauischer Luchs im Traum symbolisiert aber auch Schläue und Hinterlist, vor der man auf der Hut sein sollte.

Sonstiges

Der Luchs wird der Rune Naudhiz zugeordnet. Diese wiederum steht für das Schicksal und die eigene Bestimmung. Gemeinsam mit derm Luchs als Krafttier und der Rune Naudhiz erlangen wir einen Einblick in das Schicksalsgewebe der Nornen und können durch unsere Taten das Muster des gewebten Weges ändern.

© Wiebke Haarkemper | 24. Januar, 2013, 14:00 Uhr

Puma

Lebensraum

Der Puma ist eine Katzenart aus Nord- und Südamerika die auch als Silberlöwe, Berglöwe oder Kuguar bezeichnet wird. Der Name des Pumas ist der Sprache Quechua entlehnt, welche die Sprache der Menschen in der Andenregion Südamerikas darstellt. Sein Lebensraum umfasste ursprüglich ganz Nord-, Mittel- und Südamerika, doch sein Bestand hat durch ausgedehnte Jagden in kürzester Zeit enorm verringert. Heutzutage bleiben ihm nur wenige Rückzugsorte in der Nähe schwach besiedelter Gebiete, Naturschutzparks, den Rocky Mountains oder den Everglade-Sümpfen in Florida. Dabei bevorzugt er Wälder und große Grasflächen, ist aber auch in der Wüste, der Prärie und im Hochgebirge anzutreffen.

Mythologie

Südamerika: Die Inka glauben, dass das Leben aus drei Stadien und die Welt aus drei weiteren Welten besteht und haben symbolisch dafür das dreistufige Inka-Kreuz namens Chakana entworfen. In diesem Kreuz repräsentieren die Schlange, der Kondor und der Puma jeweils eines dieser Stadien oder eine der Welten, wobei der Puma für die Mittelwelt – die Erde – und die damit verbundenen Prinzipien „ich arbeite“ und „ich stehle nicht“ steht.

Puma – Medizin

Als starker Einzelkämpfer und geduldiger Einzelgänger macht er darauf aufmerksam, sich mehr vom Weltgeschehen zurückzuziehen, ohne es dabei ganz aus den Augen zu verlieren. Der Puma ist vielmehr der stille Beobachter, der auf den richtigen Zeitpunkt wartet und dann mit voller Kraft zuschlägt, wenn es keiner erwartet. So warnt der Puma als Krafttier jedoch ebenso davor, durch zu viel Abgrenzung zum Außenseiter zu werden oder sich bewusst zum Außenseite zu machen, um den weltlichen Pflichten zu entfliehen. Das Krafttier Puma weist Sie darauf hin, Ihr Herz nicht vollständig vor Allem und Jedem zu verschließen, sondern „Eingangskontrollen“ einzuführen, um zu prüfen, wer Ihnen zu Nahe kommen und ein Platz in Ihrem Herzen haben darf und wer nicht. Da sein Fell oftmals rötlich oder silbergrau schillert, wird er auch mit den Mondkräften in Verbindung gebracht und steht daher auch mit der Traumwelt, der Intuition, der Seele und der Anderswelt in enger Verbindung. Es heißt, dass er ein guter Seelenführer sei, der nicht nur geheime Wege kennt, sondern auch weiß, wie man sichere Umwege findet, falls ein unüberwindbares Hindernis auftauchen sollte. Der Puma als Krafttier macht jedoch ebenso auf Ausdauer und Geschicklichkeit, als auch auf Schnelligkeit, Sanftmut und Weisheit aufmerksam – und wie man alles in Einklang bringt und richtig für seine Vorhaben nutzen kann.

Traumdeutung

Wenn ein Puma in Ihre Träume springt, dann macht der auf den inneren Jäger und Kämpfer aufmerksam. Er symbolisiert Wildheit und Eigenheit und kommt zu Ihnen, wenn es Ihr Revier abzustecken und gegen unerwünschte Eindringlinge zu verteidigen gilt.

Sonstiges

Im Medizinrad und Indianischen Horoskop ist der Puma gemeinsam mit dem Wolf der „Zeit der großen Winde“ (19.02. bis 20.03.) zugeordnet. Puma-Menschen gelten als sensibel, aufmerksam, klug und intuitiv, sind mitunter jedoch auch launisch, aggressiv und misstrauisch. Sie haben oftmals eine geschärfte Sinneswahrnehmung (besonders der Seh-, und Geruchssinn) und bekommen mehr mit, als sie durchblicken lassen. Das führt oftmals dazu, dass sich Andere in ihrer Nähe ständig beobachtet, kontrolliert oder belehrt fühlen. [Weiterlesen…]

© Wiebke Haarkemper | 10. Dezember, 2012, 14:00 Uhr