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Waschbär

Lebensraum

Der Waschbär ist ein dämmerungs- und nachtaktives Säugetier, der hauptsächlich in Nord- und Mittelamerika beheimatet ist. Als Neozoon (eine Tierart, die sich durch den Menschen in Europa angesiedelt hat) ist der Waschbär mittlerweile auch in Deutschland anzutreffen. Seine Verwandtschaft mit den Kleinbären ist dem putzigen und cleveren Tierchen zwar kaum anzusehen, doch bei genauerer Betrachtung erkennt man die vielen Merkmale und Gemeinsamkeiten, welche die Familie der Kleinbären ausmachen. Der Waschbär ist ein anpassungsfähiger Allesfresser, der gewässerreiche Laub- und Mischwäldern bevorzugt und mitunter sogar auch in Bergwäldern, Salzwiesen und auch der Stadt anzutreffen ist. In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere hunderttausend Waschbären, die in in unseren Laub- und Mischwäldern leben und jagen – und ihre Population wächst stetig.

Krafttier Waschbär

Mythologie

In der germanischen, als auch in der keltischen Mythologie wird der Waschbär nicht erwähnt, da er sich erst im 19. und 20. Jahrhundert in Europa mit Hilfe der Menschen angesiedelt hat. In der Mythologie einiger Indianerstämme Nordamerikas wird der Waschbär hingegen oft erwähnt und nimmt dort auch eine wichtige Rolle ein. Als Symbol für Dualität und die Verbindung zwischen den Welten, erinnert er immer an die zwei Seiten einer Medaillie. Sein schwarz-weißes Fellkleid steht für Licht und Dunkelheit, das Männliche und das Weibliche, aber auch für die irdische Welt und die nicht sichtbare Anderswelt. Zur Erinnerung an dieses Dualitätsprinzip trugen manche Indianer während einer Zeremonie eine schwarz-weiße Gesichtsbemalung – jedoch um den Geist des Waschbären zu ehren, mit ihm Eins zu werden und seine Fähigkeiten zu erlangen.

Einigen indianischen Legenden zu Folge, soll der Waschbär sogar in der Lage sein, den Wolf und den Koyoten als „Trickster“ zu überbieten. Der Waschbär ist also durchaus in der Lage, den Wolf und den Koyoten auszutricksen und hat deshalb wohl den größten Ruf eines tierischen Gauners, den man nur haben kann.

Sein Name geht auf ein Wort aus der Algonkin-Sprache und der Legende von Pocahontas zurück. Der Häuptling Powhatan und seine Tochter Pocahontas sollen dem Waschbären bei ihrer ersten Begegnung ein indianisches Synonym gegeben haben, das in unserer Sprache „der mit seinen Händen reibt, schrubbt und kratzt“ bedeutet. Die Azteken gaben ihm die Bezeichnung „Mapachitel“, was soviel wie „der alles in die Hände nimmt“ bedeutet und bei den Dakota und Sioux Indianern war der Waschbär als „weeka tegelega“, der „Magier mit dem bemalten Gesicht“ bekannt.

Waschbär – Medizin

Auf Grund seines bestens ausgeprägten Tastsinnes schreibt man dem Waschbären als Krafttier die Fähigkeit des Hell- und Klarfühlens zu. Er weiß um so manche Dinge, ohne sie zu sehen und ist deshalb in keinster Weise benachteiligt. Der Waschbär als Krafttier zeigt, wie man Vertrauen fassen kann, ohne zu sehen und wie man Glauben kann ohne zu wissen. Das Krafttier Waschbär möchte uns also sagen, dass wir nicht immer alles sehen müssen, um es zu verstehen, und das wir mit was wir bereits in den Händen halten, zufrieden sein sollen. Als flinker und geschickter Jäger erbeutet und stiehlt er so Manches, das man ihm nicht zutraut. Wenn also ein Waschbär in Ihr Leben huscht, dann möchte er Ihnen einige Tricks und Tips zeigen, wie sie doch an Ziele kommen, die Sie wahrscheinlich schon aufgegeben hatten. Sind Sie in einer verzwickten Situation, dann ist der Waschbär neben dem Wiesel wohl der Beste Helfer in der Not, denn er findet durch List und Geschick fast immer einen Weg aus aussichtslos erscheinenden Situationen.

Traumdeutung

Wenn Sie von einem Waschbär geträumt haben, dann möchte der Waschbär als Traumsymbol vor falschen Freunden warnen, die den Träumer hinters Licht führen wollen. Begegnen Sie im Traum einem freundlichen Waschbären, der etwas in seinen Pfoten hält, so kann dies ein Hinweis darauf sein, dass Sie bald ein Geschenk erhalten werden.

Sonstiges

Im Medizinrad und Indianischen Horoskop gibt es den Seelenpfad der Reinigung, dem der Waschbär als Hüter und Lehrer zugeordnet ist. [Weiterlesen…]

© Wiebke Haarkemper | 26. Januar, 2013, 13:00 Uhr

Otter

Lebensraum

Otter sind mit dem marderartige Säugetiere, die sich an ein amphibisches Leben im Wasser und an Land angepasst haben. Ihre Verbreitung beschränkt sich auf keinen bestimmten Kontinent – vielmehr sind sie weltweit verbreitet und fehlen lediglich auf entlegenen Inseln (darunter auch die größte Insel der Welt, die zugleich auch ein Kontinent ist: Australien). Zum Leben bevorzugen sie unterschiedliche Süßwassergewässer, in deren unmittelbarer Nähe Sie genug Steine, Büsche und hohes Gras vorfinden.

Mythologie

Kelten: In der Legende von Cerridwen und Gwion verwandelt sich Gwion in einen Fisch, um Cerridwen zu entfliehen, während sich diese in einen Otter verwandelt, um ihn zu jagen. Am Ende der Legende siegt Cerridwen, nimmt ihn in sich auf, gebärt ihn und wirft das Kind nach der Geburt in’s Wasser. Aus diesem Kind etwickelte sich dann Taliesin, der wahrscheinlich größte walisische Barde.

Germanen: Der Nibelungensage nach verwandelte sich Ottr, Sohn des Riesen Hreidmar, oft in einen Otter, um auf Fischfang zu gehen. Als er einmal einen großen Lachs gefangen hatte, warf ihn Loki kurz darauf mit einem Stein zu Tode. Seitdem müssen die Asen Odin, Loki und Hönir Bußgeld in Form des Nibelungenhortes an seinen Vater zahlen.

Otter – Medizin

Wenn der Otter in Ihrem Leben auftaucht, dann hilft er Ihnen, sich im Fluss des Lebens zurechtzufinden und sich selbst mehr zu vertrauen. Der Otter ist mit den Elementen Wasser und Erde verbunden und hilft Ihnen deshalb nicht nur, über Ihre Gefühle klar zu werden, sondern auch, sie richtig und angemessen auszudrücken.

Der Otter nimmt sich selbst nicht zu ernst und vermittelt Ihnen daher Leichtigkeit im Leben und Dinge nicht all zu verbissen zu nehmen. Vertrauen Sie sich dem Otter an, wenn Sie wieder Freude am Leben haben wollen oder wissen möchten, wie Sie sich geschickt in Ihre Arbeit einbringen können. Der Otter gibt Ihnen Mut, zu sich selbst zu stehen und ruft Sie auf erfinderisch zu sein. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten ein Ziel zu erreichen – lassen Sie Nichts unversucht und seien Sie kreativ. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Traumdeutung

Das Auftauchen eines Otters in einem positiven Traumgeschehen weist auf nahendes Glück in der Liebe und im Spiel hin. Wird man stattdessen von einem Otter gebissen, bedeutet es das Ende einer Glücksträhne oder Freundschaft.

Sonstiges

Im Medizinrad und indianischen Horoskop ist der Otter der „Zeit der Rast und Reinigung“ (20.01. bis 18.02.) zugeordnet. Otter-Menschen sind kreativ, verspielt und neugierig. Sie nehmen das Leben nicht besonders schwer und gestaltet es sehr kreativ, weshalb man in Otter Menschen oftmals Lebenskünstler oder Dichter findet. Auf Grund Ihres ausgeprägten Bewegungsdranges haben sie es aber auch oft schwer, ruhig oder länger mit Partnern zusammen zu bleiben. [Weiterlesen…]

Der Otter wird der Rune Hagalaz zugeordnet, welche Gegensätze vereinigt und Neuanfänge begünstigt. Mit Hilfe von Hagalaz und dem Otter können Sie deshalb für Veränderung und mehr Leichtigkeit in Ihrem Leben sorgen.

© Wiebke Haarkemper | 12. März, 2012, 14:00 Uhr