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Marder

Lebensraum

Der Marder ist ein Raubtier aus der Familie der hundeartigen, das nahezu weltweit verbreitet ist – u.a. auch Nordamerika, Südamerika und Afrika. Am häufigsten ist der Marder jedoch in Asien und Europa anzutreffen, wo er ein gemäßigtes und teilweise arktisches Klima bevorzugt. Als hauptsächlich nachtaktiver Einzelgänger besitzt der Marder einen ausgeprägten Geruchs- und Gehörsinn, die ihm sowohl bei derJagd, als auch bei der Kommunikation mit Artgenossen eine große Hilfe sind. Eine Behausung suchen Marder meist  in der Nähe von Wäldern und Tundren, entsprechende Arten leben sogar in Ufernähe von Seen, Flüssen und Meeren. – wie z.B. der Otter, der ebenso ein direkter Verwandter des Marders ist, wie der Dachs und das Wiesel.

Mythologie

Im Volksglauben genießt der Marder lein kein hohes Ansehen, da er sich auf Grund seiner Raubzüge in Hühnerställen einen schlechten Ruf geschaffen hat. Das ist womöglich auch die Ursache dafür, dass es nur wenige Geschichten gibt, in denen der Marder vorkommt und er in den Geschichten, die es über ihn gibt, nur schlecht wegkommt. Eine Ausnahme bildet da allerindings eine Überlieferung aus dem 18. Jahrhundert, in welcher ein arroganter und selbstverliebter Pfau seine eigene Schönheit bewundert und anpreist und sogar den Regenbogen verspottet. Einige andere gut aussehnde Tiere wie z.B. der Buntspecht stimmen ihm zu, nur der Marder nicht, denn er hält ihm im übertragenen Sinne den Spiegel vor und lässt ihn erkennen, was bleibt, wenn die Schönheit vergangen ist, da elle Schönheit vergänglich ist. Somit lehrte der Marder dem Pfau die Vergänglichkeit der Schönheit und dass falscher Stolz und falsche Eitelkeit nicht die Vergänglichkeit jener Schönheit verhindern.

Marder – Medizin

Huscht der Marder als Krafttier in Dein Leben, gilt es Hindernisse und Probleme durch Geschick und List zu überwinden. In freier Natur ist der Marder ein geschickter Kletterer, lautloser Jäger und kühner Räuber, Als Krafttier macht Sie das Krafttier auf genau diese Qualitäten aufmerksam. So können Sie vom Krafttier Marder lernen, wie man große Hindernisse auch als kleines Wesen überwinden kann, indem man nicht vor ihnen flieht, sondern sie frontal in Angriff nimmt. Im Falle des Marders müssen Sie einfach nur Ihren Mut zusammen nehmen und darüber klettern. Der Weg findet sich, wenn Sie ihn gehen wollen, also haben Sie das Vertrauen, dass sich Ihnen ein Weg oder eine Möglichkeit eröffnen wird. So gilt es Vertrauen zu entwickeln, Mut zu beweisen und Geschlichkeit zu prüfen, wenn der Marder als Krafttier Ihre Lebenskreise betritt. Als kühner Räuber auf leisen Sohlen können Sie vom Krafttier Marder lernen, wie Sie sich richtig und vor allem möglichst unbemerkt an ihr Ziel heranpirschen, um im letzten Monat dann blitzschnell zuzuschlagen.

Was die Beute angeht, so ist bekannt, dass der Marder nicht sehr wählerisch ist und sich mitunter auch an Autokabeln vergreift und keine scheu hat in fremden Behausungen zu übernachten. Auch diese Eigenart ist ein Teil der Krafttiermedizin des Marders. Mit der Hilfe des Marders als Krafttier lernen Sie mit dem zufrieden zu sein, was sie bekommen oder haben. Haben Sie keine scheu, ihre Zelte abzubrechen und an einem neuen Ort wieder neu aufzustellen – sie sind frei, wild und anpassungsfähig wie eine Marder. In einem anderen Licht betrachtet bedeutet die Verbissenheit des Marders aber auch, dass man womöglich zu oft die Zähne fletscht – besonders denen gegenüber, die es eigentlich gut mit einem meinen. Seien Sie selbst nicht all zu verbissen, dann beißen die anderen auch nicht so sehr. Das Krafttier Marder warnt aber auch vor Neid, Eifersucht und Energieraub. Irgendetwas oder Irgendjemand stiehlt Ihre Nerven oder Ihre Lebensenergie. Es wäre nicht falsch, sich von solchen Abhängigkeiten, Personen oder Dingen loszubeißen, um die eigene Lebenskraft zurückzubekommen. Der Marder als Krafttier wird Ihnen zeigen, wann es wild und aggressiv und wann es zahm und zärtlich zu gilt, vertrauen Sie ihm einfach – auch wenn man beim Marder oft das Gefühl hat, nicht zu wissen, woran man ist.

Kurzum: Mit dem Marder als Krafttier lernen Sie geschickt zu klettern und zu jagen, um Hindernisse zu überwinden und sich das zu holen, was Ihnen zusteht.

Traumdeutung

Das Erscheinen eines Marders im Traum warnt vor Raubzügen Dritter. Sie sollten sich vor Diebstahl, Rufmord, Betrug und Energieverlust in acht nehmen. Möglicherweise spielen Si sogar selbst mit dem Gedanken auf Raubzug zu gehen, weshalb Sie gerade jetzt bedenken sollten, nicht rücksichtlos oder hinterhältig zu werden nicht oder in einen regelrechten Blutrausch zu verfallen, wenn Sie einmal Blut geleckt haben.

Sonstiges

Der Marder ist der Rune Eihwaz zugeordnet, welche bei Reisen durch die Anderswelt behilflich ist, die eigenen Schattenseiten aufdeckt und an das Licht bringt. In Verbindung mit dem Wiesel als Krafttier werden Sie in das Große Geheimnis von Leben und Tod eingeweiht und bekommen neue Wege aufgezeigt.

© Wiebke Haarkemper | 3. September, 2013, 08:55 Uhr

Krokodil

Lebensraum

Krokodile sind, wie auch manche Vögel, echte Nachkommen der Archosaurius-Gruppe, deren Verwandschaft mit den bereits ausgestorbenen Dinosauriern nicht all zu fern ist. In gewisser Weise sind Krokodile also nicht nur mit den Vögeln verwandt, sondern wie auch Leguane und Warane quasi auch die letzten überlebenden Dinsosaurier. Auf Grund ihrer dicken Haut und der starken Ähnlichkeit zu den Echsen (wie z.B. dem Leguan oder dem Gecko) werden Sie im Volksmund auch als „Panzerechsen“ gennant. Streng genommen sind Krokodile amphibische Reptilien, die sich viele unterschiedliche Lebensräume zu eigen gemacht haben – darunter z.B. die Tropen und Subtropen in Südamerika, Afrika, Australien und im südlichen Asien. Krokodile bewohnen sowohl Salz-, als auch Süßwassergewässer, weshalb Krokodile nicht nur in Flüssen, Seen und Sümpfen, sondern auch in offenen Gewässern wie dem Meer vorkommen, wo sie sich hauptsächlich an Küstenregionen aufhalten. Als Fleischfresser und Räuber ernähren sich Krokodile deshalb nicht nur von Insekten, sondern vor allem auch von Fröschen, Fischen und kleineren Säugetieren, die zum Trinken ans Wasser kommen und nicht vorsichtig genug sind oder zu schwach und damit zu langsam zum Fliehen sind.

Krafttier KrokodilMythologie

Bei vielen Naturvölkern und Kulturen auf der Südhalbkugel nimmt das Krokodil seit jeher eine zentrale Rolle ein. In Ägypten wurde dem Krokodilgott Sobek ein Tempel geweiht, in welchem ein Novize lernt, seine Ängste zu überwinden, die Vergangenheit zu bewältigen, sich seiner ganzen Kraft bewusst zu werden und Heilung zuzulassen – auch wenn diese manchmal schmerzhaft sein kann. Der ägyptische Krokodilgott Sobek, – der mitunter auch als Suchos bekann ist, – gilt in Ägypten als Gott der Fruchtbarkeit und Gott des Wassers, der sich in ein Krokodil verwandeln kann. Wann auch immer der Nil über die Ufer tritt und die Ernte vernichtet, als auch wenn sich der Nil sanft über die Felder legt, um diese fruchtbar zu machen oder sich ein Regen darüber ergießt, ist Sobek im Spiel. Er besitzt die Kraft der Schöpfung, als auch die Macht der Zerstörung und ist besonders launisch – schnell kann sich seine einst lebensbejahende Energie in ein wildes und unkontrollierbares Chaos entwickeln, weshalb man immer viel Respekt vor Sobek hatte. In der Mythologie der Maya soll ein Krokodil names Imix die Welt auf seinem Rücken tragen – ähnlich wie die Schildkröte bei den nordamerikanischen Indianern – und im Urmeer schwimmen, das den Weltenbaum umgibt. Insofern repräsentiert das Krokodil bei vielen Naturvölkern eine Art Mutter und Erdgöttin, welche die Gefühlswelt in Form des Elementes Wasser mit dem Materiellen in Form des Elementes Erde verbindet und damit auch die Möglichkeit besitzt Gefühle zu materialisieren. Erst die Verbindung von Wasser und Erde macht die Erde fruchtbar und lässt das Wasser zur Ruhe kommen und sich an einem Ort aufhalten – ohne in jegliche Richtungen zu fließen. In anderen südamerikanischen Naturvölkern gilt das Krokodil allerdings nicht nur als Lebensspender, sondern auch Reisefüher in die Unterwelt und Begleiter für die letzte Reise ins Reich der Toten. So zeigt beispielsweise ein Sarkophag in Mexiko, wie ein Herrscher von einem Krokodil verschlungen wird und durch das Krokodil in die Erde gelangt – und damit stirbt. So bedeutet das Krokodil in der Mythologie nicht nur Leben und Tod, Schöpfung und Zerstörung, sondern auch Wiedergeburt, Heilung, Transformation und steht mit der Welt der Toten und dem reich Ahnen in Verbindung.

Krokodil – Medizin

Schwimmt das Krokodil als Krafttier in Ihr Leben, gilt es alte Wunden zu heilen und Mißbrauch in Ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten. Möglicherweise wurden Sie häufig benutzt, hintergangen oder auf andere Weise physisch oder psychisch schwer und tief verletzt. Wann auch immer diese Dinge geschehen sind, ob in diesem oder in früheren Leben, so kommt das Krafttier Krokodil nun zu Ihnen um die Schmerzen zuzulassen und zu transfomieren, damit die alten Wunden endlich verheilen können – wenn auch nicht unbedingt narbenfrei. Dafür jedoch können diese Wunden nicht mehr aufreißen, wenn das Krokodil als Krafttier sie geheilt und versiegelt hat. Das Krokodil als Krafttier macht aber auch auf das Ahnenreich und die Totenwelt aufmerksam – möglicherweise erhalten Sie aus einem dieser beiden Reiche Unterstützung oder Botschaften für die aktuelle Lebensphase. Hören Sie genau hin und achten Sie auf Zeichen, es kann gut sein, dass sich jetzt seltsame, aber sinnvolle Zu-Fälle ereignen. Als flinker Schwimmer zeigt Ihnen das Krafttier Krokodil, wie Sie sich mit Leichtigkeit durch die Gefühlswelt bewegen anstatt das Schwimmen zu vergessen und durch Trauer in Depression, Selbstmitleid oder Hoffnungslosigkeit zu versinken und in einem Teufelskreis zu landen. Gleichermaßen ist das Krokodil aber auch in der Lage an Land schnell und erbarmungslos zuzuschlagen, wenn dies von Nöten ist. Das Krafttier Krokodil verkörpert deshalb auch einen starken Schutzgeist an Ihrer Seite, der Sie vor neuen seelischen Verletzungen beschützt und rechtzeitig vor heimtückischen Angriffen aus Ihrem Umfeld warnt. Mit dem Krokodil als Krafttier haben Sie also einen starken Krieger an Ihrer Seite, mit dem Ihnen Niemand so schnell etwas anhaben kann. Die Krokodilmedizin ist eine starke Medizin, die auch Willenskraft und innere Stärke voraussetzt. Ohne diese beiden Voraussetzungen erscheint Ihnen das Krokodil erst gar nicht. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass das Krokodil auch nur dann zu Ihnen kommt, wenn sie emotional wirklich bereit sind. Vertrauen Sie dem Krokodil, auch wenn es auf den ersten Blick unberechenbar und bedrohlich erscheinen mag, denn dann hilft es Ihnen Ihre tiefsitzenden Ängste aufzulösen und sich von Gefühlen wie Rache, Schuld und Zerstörungswut zu befreien. Weinen Sie ruhig „Krokodilstränen“ wenn dies von Nöten ist – Hauptsache, Sie lassen den Schmerz zu und Heilung geschehen.

Traumdeutung

Das Erscheinens eines Krokodils im Traum warnt vor einer Übermacht an Feinden und bevorstehenden Schwierigkeiten, denen man nur mit viel Geschick und Klugheit begengne kann. Werden Sie im Traum von einem Krokodil gebissen, deutet das daraufhin hin, dass Sie sich in einer gefährlichen Situation befinden und Ihnen eine Solche kurz bevorsteht. Kämpfen Sie im Traum mit einem Krokodil und töten es, bedeutet dass, dass Sie schon bal mit einem starken Gegener zu kämpfen haben werden, der Kampf nicht leicht werden, Sie ihn aber gewinnen werden.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 13. Juni, 2013, 09:55 Uhr

Wiesel

Lebensraum

Das Wiesel ist ein marderartiges Raubtier, welches gemäßigtes und teilweise arktisches Klima bevorzugt und deshalb ausschließlich auf der Nordhalbkugel verbreitet ist.

Mythologie

Eine Geschichte besagt, dass das Wiesel lieber sterbe, als sich schmutzig zu machen. Deshalb versinnbildlicht es für Christen wohl am Besten Reinheit und Keuscheit. Ein anderes Mythos besagt, dass das Wiesel sogar in der Lage sei, die eigenen toten Junge wieder zurück ins Leben zu holen. Im Aberglauben gilt es allerdings wie schwarze Katzen als schlechtes Omen und Unglücksbote.

Wiesel – Medizin

Das Wiesel ist damals wie heute ein beliebter Untermieter, weil es Schlangen und Ratten erjagt. Wenn das Wiesel auf besondere Weise Ihre Kreise betritt, dann lehrt es Sie das richtige Maß von Unrecht und Vergeltung, Fehler und Vergebung. Es zeigt Ihnen, dass jede Handlung, ja sogar jeder Gedanke eine Resonanz erzeugt, der Sie sich bewusst sein müssen. Aber es hält Ihnen auch den Spiegel vor und konfrontiert Sie mit den eigenen Schattenseiten – seien es Wesenzüge, Eigenheiten oder unangenehme Wahrheiten. Weiterhin lehrt Sie das Wiesel als Krafttier Schnelligkeit und Entschlossenheit. Im Schamanismus ist das Wiesel ein beliebtes Krafttier, um Seelenrückholungen durchzuführen. Es spürt die Seelenanteile gut auf, jagt sie, wenn nötig, und bringt sie schnell und sicher wieder zurück. Wiesel sind von Natur aus schnell und clever. Als Krafttier macht Sie das Wiesel genau auf diese Eigenschaften aufmerksam. Möglicherweise gibt es ein Problem, das sich nur durch mehrere kleine Lösungen vollständig auflösen lässt. Das Wiesel als Krafttier hilft Ihnen, sich die Arbeit aufzuteilen und notfalls Ihr Ziel auch über eine Hintertür zu erreichen. Wenn es eine beengende Situation in Ihrem Leben gibt, dann hilft Ihnen das Wiesel, sich mit Geschick und Eleganz daraus zu befreien – ohne, dass es Jemand bemerkt.

Traumdeutung

Wenn das Wiesel im Traum auftaucht kündigt es meist Glück und Reichtum an, es warnt mitunter aber auch vor krimineller Energie (Diebstahl, Betrug) und falschen Freunden. Seien Sie ehrlich mit sich selbst und geben Sie nicht die Verantwortung ab.

Sonstiges

Das Wiesel ist der Rune Eihwaz zugeordnet, welche bei Reisen durch die Anderswelt behilflich ist, die eigenen Schattenseiten aufdeckt und an das Licht bringt. In Verbindung mit dem Wiesel als Krafttier werden Sie in das Große Geheimnis von Leben und Tod eingeweiht und bekommen neue Wege aufgezeigt.

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 15:00 Uhr

Fuchs

Lebensraum

Füchse sind in vielen Regionen der Welt anzutreffen und haben sich an die jeweils dort vorherrschenden klimatischen Bedingungen angepasst. So ist der Fuchs nicht nur in den gemäßigten Klimazonen Asiens und Europas beheimatet, sondern auch in polaren Regionen (wie z.B. der Polarfuchs).

Mythologie

Germanen: Alle rothaarigen Tiere waren Thor, dem germanischen Wettergott, auf Grund Ihrer Färbung heilig, denn sie trugen die rote Farbe seines Blitzes. Ebenfalls heißt es im deutschen Volksmund, dass der Fuchs hin und wieder verirrte Wanderer und Reisende wieder auf den rechten Weg zurück oder sicher ans Ziel führt.

Kelten: Bei den Kelten verkörperte der Fuchs Wildheit und Klugheit. Druiden wussten ihn deshalb in schwierigen Situationen als Diplomaten besonders zu schätzen.

Christentum: Wegen seines rötlichen Fells wurde der Fuchs schon früh von den Christen dämonisiert und als Tier angesehen, das eng mit dem Teufel in Verbindung steht. Daher – und auch weil er Tollwut überträgt – kommt auch die Bezeichnung „fuchsteufelswild“.

Finnland: Das Nordlicht wird auf Grund seiner Farben in Finnland „Feuer des Fuchses“ genannt. In einer Legende heißt es nämlich, dass einst der Fuchs (repo) das himmlische Feuer (tuli) gestohlen hat und seitdem mit einem brennendem Fuchsschwanz über das Firmament läuft.

Japan: Im japanischen Volksglauben gelten Füchse (Kitsune) als Verwandlungskünstler und besitzen magische Zauberkräfte, welche mit den Jahren zu nehmen. Mit zunehmendem Alter eines Fuchses wächst aber nicht nur seine Macht, sondern auch die Anzahl seiner Schweife. Auf der höchsten zu erreichenden Magiestufe stehen neunschwänzige Füchse. Diese werden als unsterblich und nahezu unbesiegbar angesehen. Füchse können sich aber auch in Menschen verwandeln oder Besitz von deren Geist ergreifen. Sie werden deshalb auch mit Exorzismus und Besessenheit in Verbindung gebracht. Frauen sollen besonders anfällig für die Zauber der Füchse sein, sowie sich diese auch in schöne Frauen verwandeln können, um wohlhabende Männer zu verführen und sie um den Verstand zu bringen.

Korea: In jenen Breitengraden kommt der Fuchs leider wenig gut weg und wird als ein dämonisches und durch und durch böses Wesen bezeichnet. Kumiho, der neunschwänzige Fuchs Koreas, verführt Menschen, nutzt sie schamlos aus und saugt ihnen ihre ganze Energie ab. Abschließend tötet er sein Opfer und genießt den Tötungsakt in ekstaseähnlichen Zustand.

Fuchs – Medizin

Wenn der Fuchs in Ihr Leben schleicht, dann hilft er Ihnen anstehende Probleme mit Schläue und Geschick zu lösen. Der Fuchs gilt als listig, schlau, intelligent und scharfsinnig. Es gilt jetzt unser Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten und für alle möglichen und unmöglichen Lösungswege offen zu sein. Alles kann, nichts muss heißt hier die Devise. Wenn es nicht so geht, dann geht es anders. Der Fuchs findet immer seinen Weg. Er vermeidet den Kampf wenn er kann, doch hat er keine Wahl weil er mit dem Rücken zur Wand steht, wird er mit Hilfe des Kriegsgottes Tyr seinen Gegner schmerzhaft in die Schranken weisen. Das Krafttier Fuchs warnt uns davor den falschen Menschen zu vertrauen und genau zu prüfen, wem wir unser Vertrauen schenken. Haben wir uns im übertragenen Sinne verlaufen und unser (Lebens-) Ziel aus den Augen verloren kommt der Fuchs als Krafttier jetzt zu uns, um uns wieder auf den rechten Weg zurückzuführen. Und er hilft uns dabei uns auf unseren Jagden lautlos anzuschleichen und wenn nötig perfekt zu tarnen trotz des scheinbar recht auffälligen roten Fells.

Der Fuchs ist aber auch recht verspielt und neckt sehr gerne. Er ist ein Trickster wie der Kojote und damit quasi der europäische geistige Verwandte des neckischen Kojoten. Jetzt ist es Zeit Probleme spielerisch anzugehen, damit sie uns nicht zu last werden und und die Lösungen leicht fallen. Lassen Sie sich vom Krafttier Fuchs begleiten, führen und neue Energie schenken, er  kennt alle Tricks, die Quelle der Kraft und lehrt die Kunst des lautlosen Kampfes.

Traumdeutung

Wenn der Fuchs in Ihren Träumen erscheint, sollten man sich Gedanken über die gesetzten Ziele machen. Fragen Sie sich, ob das anvisiertes Ziel noch den eigenen Vorstellungen entspricht und ob der Weg dahin derselbe bleiben soll. Schlagen Sie den Weg nur ein, wenn Sie ihn aus ganzem Herzen bejahen und auch verantworten können. Der Fuchs hilft Ihnen den richtigen Mittelweg zu finden, wenn man nicht mehr weiter weiß. Siegt man im Traum gegen einen Fuchs, dann ist man mit sich im Reinen und kann Angriffen gut standhalten. Allerdings warnt Sie der Fuchs im Traum auch vor Falschheit und Täuschung in Ihrem unmittelbarem Umfeld. Möglicherweise werden Sie gerade hintergangen. Seien misstrauisch und vorsichtig, wenn die Sache, um die es geht, zu riskant ist, um entdeckt zu werden.

Sonstiges

Der Fuchs ist mit der Rune Dagaz verbunden, welche für die unterschiedlichen Tageszeiten und Polaritäten steht. Mit dem Fuchs als Krafttier hilft sie, das Denken in Einklang mit dem Handeln zu bringen und auf natürliche Wechselwirkungen und Widersprüche aufmerksam zu machen.

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 14:00 Uhr