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Elster

Lebensraum

Die Elster ist nicht nur in Europa, sondern auch in Teilen Asiens und Nordafrikas beheimatet. In unseren Breiten ist die Elster meist überall dort anzutreffen, wo auch auch Menschen wohnen – sei es in der Stadt oder auf dem Land. So ist es nicht verwunderlich, dass Elstern mittlerweile viele Kleingärten und Parkanlagen innerhalb der Stadt besiedeln und ebenso in unberührter Natur auf dem Land zu finden sind, wenn sie dort Felder, Büsche und hohe Bäume vorfinden.

Mythologie

Germanen: In der nordischen Mytholigie ist die Elster der Vogel der Todesgöttin Hel, die über die Untere Welt herrscht.

Kelten: In vielen verschiedenen Dichtungen kommt soll die Elster Prophet und Bote der Göttin des “Lebens im Tode” sein.

Sonstiges: In unserem heimischen Volksglauben galten Elstern, wie auch die Raben und Katzen, lange Zeit als Teufelstier oder verwandelte Hexen. Auch heute noch schreibt man der Elster eine zwielichtige Rolle zu. So gilt die Elster in unseren Breiten beispielsweise als Dieb und Pechvogel, weil sie ein Faible für glitzernde Dinge wie Schmuck hat und diese in ihrem Nest sammelt. Deshalb sich womöglich auch die Ausdrücke “diebische Elster” und “diebisch wie eine Elster” etabliert.

Elster – Medizin

Die Elster ist ein äußerst intelligenter und anpassungsfähiger Vogel und trotz ihres Rufes als Dieb durchaus sozial organisiert. Wenn die Elster in Ihr Leben fliegt, dann heißt das, dass Sie etwas genügsamer und weniger anspruchsvoll sein sollten, wenn Sie Ihre aktuelle Lebensphase meistern wollen. Das Krafttier Elster sagt Ihnen, dass Sie nicht wählerisch sein dürfen, das nehmen sollten, was sich Ihnen anbietet und das nutzen sollten, was Ihnen bereits zur Verfügung steht. So wie sich auch die Elster von Aas ernährt so müssen auch Sie in Ihrer aktuellen Lebensphase sich von all dem ernähren, was sie vorfinden. Ihr schwarzweißes Gefieder symbolisiert nicht nur das Prinzip der Dualität, sondern auch die irdische und die spirituelle Anderswelt, zwischen denen Sie sich momentan hin- und hergezogen fühlen. Möglicherweise haben Sie das manchmal das Gefühl völlig neben sich zu stehen oder von unsichtabren Wesen und Geistern gerufen zu werden. Die Elster als Krafttier kommt dann zu Ihnen, um beide Welten ins Gleichgewicht zu bringen und Sie in Ihre Welt zurückzuholen, falls Sie zu sehr in die Anderswelt abgedriftet sein sollten. Das Krafttier Elster gilt aber auch als Symbol von Klugheit und List und verleiht Ihnen diese Fähigkeiten, wenn Sie anders nicht mehr weiterkommen oder einfach nicht mehr weiterwissen. Krafttier vor Täuschungen und Diebstahl. Möglicherweise möchte man uns etwas weiß machen, dass sich in Wahrheit ganz anders verhält, möglicherweise vergreift sich sogar Jemand an Ihrem materiellen oder geistigen Eigentum. Die diebische Elster weist auch darauf hin, dass wir mit ihrer Hilfe rasch falsche Freunde, Lügen und Geschwätz erkennen können, die uns schaden. Als Krafttier ruft uns die Elster allerdings auch selbst dazu auf, mehr Ehrlichkeit an den Tag zu legen, auf die Wortwahl zu achten und abzuwägen, wann es an der Zeit ist, seinen Mund zu halten und zu schweigen.

Traumdeutung

Eine Elster im Traum warnt vor Dieben und Betrügern – möglicherweise wird man ausgenutzt oder hintergangen. Als Traumsymbol weist eine Elster im Traum jedoch ebenso auf auf zu viel Neugierde, Klatsch und üble Nachrede im unmittelbaren Umfeld hin.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 5. Februar, 2013, 13:00 Uhr

Luchs

Lebensraum

Der Luchs ist fast überall dort in Europa und Asien anzutreffen, wo er Felsen, Wälder und Büsche vorfindet. In unseren breiten ist nach erfolgreichen Ansiedlungsveruschen auch wieder in den Alpen, dem Jura-Gebirge, den Vogesen, dem Harz, dem Fichtelgebirge, dem Bayerische Wald, dem Böhmerwald und der Spessart anzutreffen. Nach dem Bären und dem Wolf ist diese Katze das größte Raubtier, das in Europa heimisch ist.

Mythologie

Obwohl der Luchs in Europa einst stark vertreten war, so taucht er jedoch kaum in der Mythologie auf – ganz im Gegenteil zu seinen Konkurrenten wie dem Fuchs oder dem Wolf. Bis auf ein paar Sprichwörter, die auf seine Eigenschaften zurückzuführen sind, ist kaum etwas über die mythologische Bedeutung des Luchses bekannt. Es heißt im Volksmund, dass man Augen und Ohren wie ein Luchs habe, wenn man ein gutes Seh- und Hörvermögen hat. Wer Jemandem etwas abluchst, der hat es mit einer Lust geschafft, Jemanden davon zu überzeugen, etas wegzugeben. Ein solches Sprichwort erinnert sehr an die Verhaltensweise des Luchses, der nicht nur ein schlauer und flinker Jäger ist, der jede Gelegenheit nutzt. Man sagt dem Luchs nach, dass er auf Grund seines gut ausgeprägten Seh- und Hörvermögens ein guter Wächter sein, weshalb wohl auch das Sprichwort “aufpassen wie ein Luchs” zu Stande kam.

Luchs – Medizin

Wenn ein Luchs in Ihrem Leben auftaucht, dann sagt er Ihnen, dass Sie ihm leise folgen und nach etwas Verborgenem suchen sollen. Laut einiger Überlieferungen, hat der Luchs auch ein übernatürliches Sehvermögen, das ihn dazu befähigt, hinter die Kulissen zu schauen und die Welt mit anderen Augen zu sehen. So kann Ihnen der Luchs als Krafttier dabei helfen, Irrtümer, Täuschungen und Lügen zu erkennen, Geheimnisse zu lüften und unsichtbare Wesen zu sehen. Das Krafttier Luchs lehrt seinem Schützling also eine außergewöhnliche Hellsichtigkeit, mit der Verborgenes sichtbar gemacht werden kann. Der Luchs ist von Natur aus eher ein Einzelgänger und möchte deshalb auch Ihre Qualitäten als Eremit prüfen. Er vertraut seinen Sinnen vollkommen und weiß immer, wohin er geht – sogar in völliger Dunkelheit. Mit seiner Hilfe schaffen auch Sie es, Ihren Weg endlich alleine und ohne Hilfe zu gehen. Verlassen Sie sich einfach auf Ihre Sinne und lassen Sie sich von Ihrer Seele führen – sie kennt den richtigen Weg, der zur Quelle führt.

Traumdeutung

Wenn ein Luchs im Traum erscheint, weist er meist auf das Bedürfnis das Freiheit, Unabhängigkeit und Einsamkeit hin. Begegnet man hingegen einem aggressiven Luchs, so kann dies auf unterdrückte Wut und versteckte Aggressionen hinweisen, die ausgelebt werden wollen. Ein Luchs, der misstrauisch aus seinem Versteck hervorschaut macht auf innere Unsicherheit, Angst und Schuldgefühle des Träumenden aufmerksam. Ein misstrauischer Luchs im Traum symbolisiert aber auch Schläue und Hinterlist, vor der man auf der Hut sein sollte.

Sonstiges

Der Luchs wird der Rune Naudhiz zugeordnet. Diese wiederum steht für das Schicksal und die eigene Bestimmung. Gemeinsam mit derm Luchs als Krafttier und der Rune Naudhiz erlangen wir einen Einblick in das Schicksalsgewebe der Nornen und können durch unsere Taten das Muster des gewebten Weges ändern.

© Wiebke Haarkemper | 24. Januar, 2013, 14:00 Uhr

Rabe

Lebensraum

Der hier vorgestellte und hauptsächlich auf der Nordhalbkugel beheimatete Kolkrabe gehört gemeinsam mit Dohlen, Elstern, Eichelhähern und Krähen zur Familie der Rabenvögel, die sich von den Tropenwäldern Südostasiens über die ganze Welt ausgebreitet haben. So besiedeln Kolkraben mittlerweile nicht nur Europa und Sibirien, sondern auch Nordamerika, Alaska und sogar Teile des Polarkreises.

Mythologie

Der Rabe genießt in vielen Kulturen ein hohes Maß an Bewunderung auf Grund seiner überragenden Intelligenz, seiner magischen Ausstrahlung und seines pechschwarzen und gleichzeitig leicht bläulich schimmernden Gefieders.

Germanen: Das Rabenpärchen Hugin und Munin fliegt täglich Botengänge für den Göttervater Odin. Sie fliegen bei Sonnenaufgang fort, kehren bei Sonnenuntergang wieder und setzen sich auf Odins Schulter, um ihm die Neuigkeiten zuzuflüstern. Hugin bedeutet “der Gedanke”, Munin “das Gedächtnis”. Aus kulturanthropologischer Sicht geht man davon aus, dass das Rabenpärchen Hugin und Munin das fehlende linke Auge von Odin ersetzen sollen, das Odin einst geopfert hatte, um Weisheit zu erlangen.

Kelten: Morrigan, die Göttin des Todes, soll die Seelen von in der Schlacht gefallenen Kriegern in der Gestalt eines Raben holen und nach Walhalla fliegen. Walhalla ist die sog. Ruhmes- und Ehrenhalle in der Anderswelt, in welcher die Seelen verstorbenener Soldaten gebracht werden. Man nennt Walhalla auch “Halle der Gefallenen”.

Raben – Medizin

Rabe und Krähe als Krafttier haben eine ähnlich starke Medizin. Schamanen mit diesem Krafttier werden gefürchtet und verehrt. Der Rabe kann ins Jenseits und wieder zurück fliegen. Wenn Sie den Raben als Krafttier haben, steckt starke Magie in Ihnen. Er erinnert Sie daran, dass Sie hellseherische und heilende Kräfte in sich tragen. Wenn Sie diese noch nicht entdeckt haben, haben Sie womöglich die Vergangenheit noch nicht losgelassen und können deshalb die Gegenwart nicht sehen. Die Zukunft spielt eine zu große Rolle. Nutzen Sie mehr das Hier und Jetzt. Versuchen Sie die Kräfte der Dunkelheit zu gewinnen, haben Sie keine Angst vor der schwarzen Leere. In ihr liegt ein sehr starker Heilzauber, der auch auf große Entfernungen wirkt. Wenn Sie diese Energie aber missbrauchen, kann sie sich gegen Sie kehren und Ihnen schaden. Der Rabe ist der Beschützer aller geheimen Dinge, plaudern Sie diese also nicht aus. Wissen, wagen, wollen und schweigen ist angebracht! Bringen Sie dieser Art von Magie den nötigen Respekt entgegen, denn die Rabenkraft kann sich sonst sehr schnell gegen Ihre Person richten. Ziehen Sie keinen materiellen Nutzen dieser Kraft und bedanke Sie sich regelmäßig beim Raben für seine Unterstützung.

Traumdeutung

Wenn Raben in Ihren Träumen erscheinen, kündigen sie meist Unglück und Misserfolg an oder warnen vor Gefahr. Hört man den Ruf eines Raben, so will er damit auf schlechten Nachrichten, einen bevorstehenden Todesfall oder drohendes Unheil im unmittelbarem Umfeld hinweisen. Taucht der Rabe jedoch in einem positiven Zusammenhang auf, kann er nicht nur als Krafttier auf sich aufmerksam machen, sondern auch als verstorbener Verwandter, der in Gestalt des Raben den Kontakt zum Träumenden sucht.

Sonstiges

Totemtier: KräheIm Medizinrad und indianischen Horoskop ist der Rabe gemeinsam mit der Krähe der “Zeit der fallenden Blätter” (23.09. bis 23.10.) zugeordnet. Raben-Menschen gelten als klug, wissbegierig und spirituell, können aber auch nachtragend, konfliktscheu und naiv sein. Sie sind äußerst gesellige Wesen, die es sehr schätzen mit anderen zusammenzuarbeiten und Schwierigkeiten haben allein zu sein. [Weiterlesen…]

Rune: Algiz Der Rabe ist eng mir der Rune Algiz verbunden, welche nicht nur ein Geweih, sondern auch einen Rabenfuss symbolisiert. Gemeinsam mit dem Raben als Krafttier schützt Algiz vor schädlichen Einflüssen und hilft Geheimnisse gut aufzubewahren. Des Weiteren fördert sie die aktive Verteidigung und zieht Glück magisch an.

© Wiebke Haarkemper | 4. Oktober, 2012, 14:00 Uhr

Krähe

Lebensraum

Krähen sind hauptsächlich auf der Nordhalbkugel beheimatet und fühlen sich in gemäßigten Klimazonen zu Hause. Deshalb tritt man Krähen auch am ehesten in Europa, Asien und Nordamerika an, wobei die bekannten Saat- und Nebelkrähen auch bei uns heimisch sind.

Mythologie

Germanen: Hin und wieder sitzen Krähen am Wegesrand oder Kreuzungen, um die Kräfte von Helden zu prüfen. Es heißt aber auch, dass sie mit den Nornen die Schicksalsfäden weben und Ereignisse voraussagen.

Kelten: Feen verwandeln sich manchmal in Krähen, um Botschaften aus der Anderswelt zu überbringen. Morrigan, die Kriegsgöttin und Göttin der Unterwelt, tauchte oft in Schlachten in der Gestalt einer Krähe auf, um nach dem Kampf die verstorbenen Seelen zu sich zu holen. Manchen hauchte sie wieder Leben ein und schickte die leblosen Körper wieder auf das Schlachtfeld. So soll sie einige Untote in den Kampf geschickt haben, um das Kriegsgeschehen nach ihren Wünschen zu beeinflussen.

Krähen – Medizin

Um kaum ein anderes Krafttier ranken sich weltweit so viele Legenden. Seit Jahunderten wird sie mit Okkultismus in Verbindung gebracht und auch heute noch spielt sie eine zentrale Rolle in der Magie. Während der Rabe Geheimnisse hütet und nicht gerne preisgibt, so liegt das genaue Gegenteil im Interesse der Krähe: sie lüftet Geheimnisse und durchschaut Geheimniskrämerei. Konkret unterstützt Sie die Krähe als Krafttier dabei, die Wahrheit aufzudecken, Lügner zu enttarnen und die eigenen Schattenseiten zu erforschen – ohne sich dafür in die Welt der Toten begeben zu müssen. Ebenfalls gilt die Krähe als Hüterin der heiligen Gesetze. Viele heilige Schriften und Rituale indigener Völker stehen unter ihrem Schutz. Wann immer Sie also Einblick in die heiligen Gesetze und Texte brauchen, sollten Sie die Krähe um Einsicht bitten. Allerdings sollten Sie dafür auch einen triftigen Grund und eine ehrliche Absicht haben, damit Ihnen die Krähe die gewollte Einsicht in die großen Geheimnisse auch gestattet.

Traumdeutung

Das Auftauchen mehrerer Krähen im Traum deutet auf einen Gewinn oder Erfolg hin. Sitzen sie in den Bäumen so steht eine Zusammenkunft von Verwandten bevor. Eine allein fliegende Krähe hingegen kündigt im entsprechenden Traumgeschehen oftmals einen Verlust an – z.B. einen Todesfall oder das Ende einer Beziehung/Freundschaft. Hört man ihren Ruf, so soll man sich auf schlechten Nachrichten vorbereiten. Wenn die Krähe als Beschützer oder Führer auftaucht, dann möchte Ihnen die Krähe helfen, sich in Ihrer persönlichen Unterwelt zurechtzufinden und rät Ihnen, diese auch einmal zu bereisen.

Sonstiges

In den nordwestlichen Plains gibt es einen Indianerstamm namens Absarokee. Das bedeutet in etwa “Kinder des langschnabeligen Vogels”. Veraltet sind diese Indianer auch als Crow-Indianer (Krähen-Indianer) bekannt und waren im 19. Jahrhundert neben den Lakota und den Blackfoot eine der bedeutendsten Stämme der nordwestlichen Plains.

KraeheIm Medizinrad und indianischen Horoskop ist die Krähe gemeinsam mit der Schlange der “Zeit der fallenden Blätter” (23.09. bis 23.10.) zugeordnet. Krähen-Menschen gelten als erfinderisch, spontan und kraftvoll, sind aber auch ausdauernd und unentschlossen. Es fällt ihnen oft schwer, Niederlagen und Fehler einzugestehen und einen anderen Weg einzuschlagen, wenn sie den Falschen gegangen sind. [Weiterlesen…]

Rune: Algiz Die Krähe ist eng mir der Rune Algiz verbunden, welche nicht nur ein Geweih, sondern auch einen Krähenfuss symbolisiert. Gemeinsam mit der Krähe als Krafttier schützt Algiz vor schädlichen Einflüssen und hilft Geheimnisse gut aufzubewahren. Des Weiteren fördert sie die aktive Verteidigung und zieht Glück magisch an.

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 15:00 Uhr