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Möwe

Lebensraum

Möwen sind mittelgroße bis große Vögel mit spitz zulaufenden Flügeln und einem schlanken Schnabel, die in sog. Kolonien leben und brüten. Mit Ausnahme einiger tropischen Regionen in Südamerika, Afrika und im südöstlichen Asien sind Möwen im Grunde weltweit verbreitet. Sie bevorzugen jedoch gemäßigte und kalte Klimazonen auf der Nord- und Sühalbkugel wie in Europa, Nordamerika und Asien, wo sie sich meistens an Küsten oder größeren Binnengewässern aufhalten. Von den über 100 Möwenarten sind die Lachmöwe und die Silbermöwe wohl die bekannten Vertreter in unseren Breiten. Die meisten Möwen sind Allesfresser und nicht besonders wählerisch. So kommt es, dass Möwen sich nicht nur ausschließlich von Fischen, Krebs- und Weichtieren, sondern auch von Insekten, Würmern, Abfällen und Aas ernähren. Raubmöwen sind wiederum dafür bekannt, dass sie Jagd auf andere Möwen und Seeschwalben machen, deren Eier und Jungvögel erbeuten.

Mythologie

Laut einer Sage von Homer, einem bekannten griechischen Dichter, sollen sich ein Herrscher namens Keyx und seine Ehegattin namens Alkyone angemaßt haben, sich als das göttliche Paar in Form von Zeus und Hera auszugeben. Zur Strafe ließ der wahre Zeus den Herrscher im Meer ertrinken. Daraufhin stürzte sich die Gemahlin des Herrschers ins Meer um ihren Gatten zu retten – doch es war zu spät. Beide wurden vom Meer genommen, verwandelten sich und tauchten als Vögel wieder aus dem Wasser hervor. So wurde Keyx nach seinem Tod zu einer Möwe und Alkyone zu einem Eisvogel. Es verwundert daher nicht, dass die Möwe in der griechischen Mythologie der Meeres- und Liebesgöttin Aphrodite geweiht ist.

Viele Legenden und Seefahrergeschichten ranken sich um die Möwe, in denen sie entweder als Wegweiser, Lebensretter oder Seelenführer der Toten in Erscheinung tritt. So sollen in der Luft kreisende Möwen den Fischern oft geholfen haben Fischschwärme zu finden und den Seefahrern einen Hafen zum Anlegen gezeigt haben. Verirrten und im Sterben liegenden Seemännern soll sich die Möwe als Hoffnungsträger in engelsähnlicher Gestalt mit weißen Flügeln gezeigt haben. So kam es auch dazu, dass laut Volksglauben Viele in den Möwen umherirrende Seelen verstorberner Seemänner sahen, die auf ihrer letzten Reise ins Jenseits waren.

Möwen – Medizin

Fliegt die Möwe als Krafttier in Ihr Leben oder ruft die Möwe gezielt nach ihnen, wird es Zeit sich auf Ihre Intuition zu verlassen. Die Möwe steht mit den weiblichen UrEnergien, der Kraft des Mondes und den Gezeiten in Verbindung. Als Krafttier will Ihnen die Möwe den Rhyhtmus des Lebens zeigen. Alles hat Gezeiten – so wie auch die Nordsee, wo sich die Ebbe und die Flut ständig abwechseln. Sie sie sind Kinder des Mondes und Schwestern, die einander sehr zugewandt sind. Das Krafttier Möwe macht also auf den Rhythmus jeden Lebens aufmerksam und nimmt Sie auf eine Reise mit, bei der Sie Ihre Gefühle und die Gezeiten von oben betrachten können. Erscheint die Möwe als Krafttier macht Sie jedoch nicht nur auf Themen wie Intuition, Weiblichkeit, Inspiration, Geselligkeit und Orientierung, sondern auch auf Erholung und Einmischung aufmerksam. So wie auch die Möwe sich nur in der Anwesenheit Ihrer Argenossen in einer größeren Gruppe wohlfühlt, so ergeht es auch Ihnen, wenn Sie mitten unter Menschen sind. Wenn die Möwe als Krafttier zu Ihnen kommt, ist die Zeit des Eremitendaseins vorbei und die Zeit der Gemeinschaft gekommen. Darüber hinaus gilt es sich jetzt den Mondkräften zuzuwenden, denn dort werden Sie einige Antworten auf Ihre Fragen finden. Die Möwe als Krafttier verbindet die Elemente Luft und Wasser, was darauf hinweist, dass sie Ideen und Visionen von den Geistern der Luft und Botschaften aus der Gefühlswelt in Form von Träumen von den Geistern des Wassers überbringt. Das Krafttier Möwe ist ein guter Seelenführer durch die Zeiten und vor allem auch durch die eigenen Gezeiten. Sie führt Ihnen vor Augen, was sie oftmals schon intuitiv gespürt haben, aber selten fassen oder begreifen konnten. Möwen können aber auch aggressiv und hinterlistig sein, weshalb die Möwe als Krafttier auch vor Neid, unangebrachter Neugierde und Streit warnt. Wenn es um ihre Jungen oder einen Lieblingsplatz von ihr geht, versteht die Möwe keinen Spaß und zettelt wenn nötig auch einen Streit an. So unscheinbar, wie die Möwe in einem Moment friedlich ihre Kreise am Himmel zieht, so unscheinbar kann sie im anderen Moment von jetzt auf gleich einen Streit vom Zaun brechen und ihre Gegener hartnäckig und heimtückisch angreifen – bis diese aufgeben und verschwinden. Achten Sie also darauf, es irgendwann nach einer Auseiandersetzung auch mal gut sein zu lassen und Ihren Gegner ziehen zu lassen, wenn er aufgibt – ohne ihn zu verfolgen oder derart zu bearbeiten und auseinanderzunehmen, bis er wirklich am Ende ist.

Traumdeutung

Fliegen Möwen durch Ihre Träume, deutet das meist auf den inneren Wunsch nach mehr Freiheit und Erholung hin. Eine Möwe im Traum fordert mitunter aber auch dazu auf, in einer bestimmen Sache einfach mal unkonventionelle Wege zu gehen. Tote oder kranke Möwen kündigen oft einen heftigen Streit, Zank und Entzweiung zwischen dem Träumenden und einem nahestehenen guten Freund an.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 19. Juni, 2013, 09:55 Uhr

Kuckuck

Lebensraum

Der Kuckuck ist ein Zugvogel, der hauptsächlich in der westlichen Paläarktis verbreitet ist. Im Frühling kommt er nach Südeuropa zurück nach Nordeuropa kommt er allerdings erst im Sommmer – ansonsten wohnt er in Südafrika, Indien und Japan. Zum Leben bevorzugt er nicht nur lichte Laub- und Nadelwälder, sondern auch Hochmoore und Steppen. Sogar Biotope oberhalb der Baumgrenze und Dünen der Meeresküsten werden vom Kuckuck besiedelt. Allerdings findet man den Kuckuck nicht in der arktischen Tundra und in ausgedehnten dichten Wäldern.

Kuckuck

Mythologie

Griechenland: Zeus, der mächtigste Gott aller Menschen und Götter, soll sich in einen Kuckuck verwandelt haben, um bei Sturm Schutz bei der von ihm angebeteten Hera, der Göttin der Ehe (die auch zugleich seine Schwester ist), zu finden. Sein Ziel war es, als zerzauster und durchnässter Vogel Mitleid bei Hera zu erregen, damit sie sich in ihn verliebt und er ihre Nähe spüren darf – was er nur kurze Zeit später auch erreichte. Seitdem sind Zeus und Hera miteinander vermählt.

Sonstiges: Im deutschen Volksglauben gilt der Kuckuck, wie auch die schwarze Katze, als Omen zur Weissagung. Vernimmt man im Frühling den Ruf des Kuckucks von rechts, so sei dies ein gutes Omen. Hört man allerdings den Kuckuck von links rufen, gilt dies als schlechtes Zeichen, das Sorgen und Probleme ankündigt. In manchen Regionen glaubte man sogar daran, dass der Kuckuck Wünsche erfüllen könne, weshalb sich derjenige, der den Ruf des Kuckucks als Erster vernommen hatte, etwas wünschen durfte.

Die zwiespältige Bedeutung des Kuckucks ist auch heute noch in einigen Sprichwörten zu erkennen. Auf Grund seines parasitären Brutverhaltens assoziierte man den Kuckuck mit dem Teufel, weshalb der Kuckuck in so manchen Sprichwörtern als Ersatzwort stellvertretend für das Wort „Teufel“ steht, wie z.B. der Ausruf „zum Kuckuck“, der auch bekannt ist als „zum Teufel nochmal“. Dasselbe gilt für den Ausruf „scher Dich zum Kuckuck“, das auch als „scher Dich zum Teufel“ bekannt ist und „Der Kuckuck ruft seinen eigenen Namen“. Mancherorts soll der Ruf des Kuckucks den Tod eines Verwandten ankündigen.

Kuckuck – Medizin

Aufgrund der mythologischen Bedeutung des Kuckucks als Gestaltenwandler und dem Volksglauben, der sich aus dem parasitären Brutverhalten ableitet, kommt dem Kuckuck als Krafttier eine zwiespältige Rolle zu. Zum Einen er hat die Eigenart, seine Eier in fremde Nester abzulegen und Anderen die Aufzucht seiner Jungen zu überlassen, zum Anderen kann er sehr hartnäckig und beharrlich sein, wenn er seinen eigenen Namen ruft oder ein geeignetes Fremdennest für seinen Nachwuchs sucht. Die Eigenart des Kuckucks aus Spaß Dinge zu verstecken, anderen unterzujubeln oder an anderen Orten wieder auftauchen zu lassen, erinnert stark an die Eigenschaft von Kobolden, weshalb man den Kuckuck als Krafttier auch durchaus einen geflügelten Kobold nennen kann. Denn sobald das Krafttier Kuckuck im eigenen Leben auftaucht, gilt es Beziehungen, Finanzen und Freundschaften zu überprüfen. Es ist stark davon auszugehen, dass sich irgendwo ein Problem eingeschlichen hat, das nicht dazugehört und von einem Fremden verursacht wurde.

Andererseits zeigt der Kuckuck als Krafttier aber auch, wie man in Zeiten der Not über die Runden kommt – auch wenn man dafür den Anderen temporär erstmal die eigenen Lasten aufdrücken muss. Die Krafttiermedizin des Kuckucks liegt in seiner Naivität und zugleich Berechenbarkeit, die es schwer macht, Vertrauen zu fassen. Das Krafttier Kuckuck bestärkt Sie darin, Ihren eingeschlagenen Weg weiterzugehen und durch Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit (nicht zu verwechseln mit Sturheit!) Ziele zu erreichen, die bisher unerreichbar schienen. Doch geben Sie acht, dass Sie Ihre Kuckuckseier geschickt ablegen und nicht dabei erwischt werden – falls doch, könnte das unangenehme Konsequenzen für Sie haben und Sie auf Ihrem Weg um Meilen zurückwerfen.

Traumdeutung

Fliegt der Kuckuck in Ihre Träume, so warnt er vor Nachlässigkeit, Oberflächigkeit und mangelndem Verantwortungsbewusstsein. Jedoch symbolisiert das Auftauchen eines Kuckucks im Traum ebenso das heimliche Auftauchen oder Einmischen fremder Personen in Ihrem Leben. Möglicherweise wird Ihnen auch etwas untergeschoben, das Jemand Anderes nicht mehr haben will oder um das er sich aus Faulheit und Bequemlichkeit einfach nicht kümmern will. Geben Sie Acht, dass man Ihnen kein Kuckucksei ins Nest legt und dass Sie sich nicht ausnutzen lassen.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 27. März, 2013, 12:00 Uhr