Schlagwort-Archive: Erdverbundenheit

Gürteltier

Lebensraum

Das Gürteltier ist ein hauptsächlich nachtaktives Säugetier, welches auf dem amerikanischen Doppelkontinent beheimatet ist und daher ausschließlich in Nord- und Südamerika (sehr häufig z.B. in Argentinien und Brasilien) vorkommt. Es bevorzugt trockenes und warmes Klima, weshalb es zum Leben nicht nur Steppen und Savannen, sondern auch Halbwüsten benötigt. Ein paar Arten und Exemplare bewohnen den Regenwald, wenige Arten leben sogar in den Hochlagen der Anden. Als Nahrung bevorzugen Gürteltiere zwar Pflanzen und Insekten, verschmähen aber auch kleinere Wirbeltiere und Aas nicht. Gürteltiere sind eine sehr alte und die einzige heute noch lebende Ordnung der Nebengelenktiere, die mit dem Faultier und dem Ameisenbär verwandt sind. Ursprünglich waren sie einmal kleine pflanzenfressende „Dinosaurier“ mit eine Gewicht von bis zu 2 Tonnen. Das auffälligste Erkennungsmerkmal des Gürteltieres ist zweifellos ihr  Körperpanzer aus Knochen und Horn, der bis auf den Schwanz den gesamten Köper (d.h. Kopf, Rücken und Beine) bedeckt. Ebenfalls typisch für das Gürteltier ist das Zusammenrollen bei Gefahr, was wir sonst nur vom Igel kennen. Beim Anlegen ihres Erdbaus oder während der Nahrungssuche wühlen Gürteltiere nur all zu gerne in der Erde herum und graben diese auch gerne mal abschnittsweise komplett um. Bei allem, was Sie tun, verlassen sich Gürteltiere stets auf ihre Nase und ihren außergewöhnlich guten Geruchssinn, mit dem sie Beute aufspüren und Gefahren rechtzeitig wittern können. Auf Grund dieser Eigenschaften und Vorlieben könnte man fast meinen, dass das Gürteltier eine Mischung aus Igel, Schildkröte und Wildschwein ist.

Krafttier Gürteltier

Mythologie

Bei den Guarani, einem indigenen Volk aus Südamerika (deren Siedlungsgebiete sich von Paraguy und Bolivien über Agentinien, Brasilien und Uruguay erstrecken), gilt das Gürteltier „Tatu“ als Heiliges Wesen und Hüter der Erde. Die Erdgötting Núnkui soll das Gürteltier angeblich aus Ton erschaffen haben. Im Sternenbild der Nördlichen Krone,  das laut keltischer Mythologie „Corona Borealis“ genannt wurde und als das Rad oder das Schloss von Arianrhod bekannt ist, sehen Indianer im Flußgebiet des Rio Negro in Nordbrasilien stattdessen ein „Gürteltier“, da die halbkreisförmige Anordnung der Sterne in diesen Gebiet nach unten offen erscheint. Andere Mythologien der Ureinwohner Südamerikas bezeichnen das Gürteltier deshalb als Botschafter zwischen Himmel und Erde und als Mittler zwischen Göttern und Menschen.

Gürteltier- Medizin

Trippelt das Gürteltier als Krafttier in Ihr Leben, will es Sie auf Themen wie Schutz, Abgrenzung und Erdverbundenheit aufmerksam machen. Mit Hilfe des Gürteltiers als Krafttier lernen Sie sich abzugrenzen und sich einen selbst definierten Raum zu schaffen. Dieser abgegrenzte Raum schützt sie zugleich vor Fremdeinflüssen, negativen und ungebetenen Gästen, die sich aufdrängen wollen. Jeder braucht seinen Freiraum zum Nachdenken, als auch zum Erholen und Schützen seines Inneren. Kommt das Gürteltier also als Krafttier zu uns, dann schenkt es uns eine Schutzpanzerung, die uns vor Angriffen schützt und uns ermöglicht, Herz und Seele zu öffnen. Dieser Schutz ermöglicht uns eine freie und ungestörte Entwicklung, sowie die Konzentration auf das Wesentliche. Im Schutz und der Geborgenheit des Panzers können alte Wunden geheilt werden und lernen wir uns so zu akzeptieren, wie wir sind – mit allen Erfahrungen und Einzigartigkeiten, welche dazugehören und uns zu einem Individuum machen. Das Gürteltier als Krafttier sagt uns, wass wir unsere innere Welt nicht länger von der Außenwelt manipulieren lassen und uns niemals von den Meinungen andere abhängig oder uns sogar dadurch definieren dürfen. Je konzentrierter wir innen werden, desto stärker werden wir auch im Außen.

Das Krafttier Gürteltier hilft uns aber nicht nur Grenzen zu stecken, sondern auch die eigenen Grenzen zu erkennen. Niemand kann alles und das muss auch keiner. Wenn wir begreifen, dass es nicht die Quantität ist die unsere Arbeit gut macht, sondern die Qualität, dann müssen wir uns auch nicht selbst übermäßig unter Druck setzen. Wenn jeder das macht, was er kann funktioniert die Teamarbeit am Besten und tun wir auch mehr für die Gemeinschaft, als wenn wir uns bei mehreren Aufgaben verzetteln und nur mit halben Herzen dabei sein.

Das Krafttier Gürteltier lädt uns aber auch dazu ein, den Panzer nicht zu missbrauchen und stets zu überprüfen wann und warum man sich darin zurückziehen möchte. Oftmals wollen wir uns schon bei der kleinsten Brise, die uns um die Nase weht, verstecken. Dadurch bauen wir uns selbst zusätzliche Panzer, wodurch unsere Herz sich unnötig verhärtet – weil es nicht genutzt und deshalb „steif“ wird! Deshalb hilft uns das Gürteltier als Krafttier auch Illusionen und Trugbilder zu erkennnen und den Schleier zu lüften, der auf unseren Augen liegt, damit wir die Realität erkennen. Nur wenn wir bereit sind mehr wahrnehmen zu wollen und unser Herz auch benutzen, vergrößern sich auch unsere Wahrnehmung und unser Bewusstsein.

Traumdeutung

Ein Gürteltier im Traum weist auf den Wunsch nach Abgrenzung und Schutz hin. Möglicherweise wünschen Sie sich Grenzen oder Freiraum gegenüber bestimmten Personen oder Situationen, den Ihre Seele auch dringend benötigt. Ziehen Sie Grenzen und lassen Sie sich ein „dickes Fell“ wachsen, damit Probleme Sie nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen und Ihr Inneres verletzen können.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 7. Juni, 2014, 18:50 Uhr

Dachs

Lebensraum

Der Dachs ist ein marderartiger Waldbewohner, der in Asien und Europa beheimatet ist. Er fühlt sich fast überall dort zu Hause, wo er ein gemäßigtes Klima, genug Erdboden und reichlich Unterholz zum Höhlenbau und Verstecken vorfindet.

Mythologie

Kelten: Der Dachs hat sich auf Grund seines Mutes und seiner Hartnäckigkeit äußerst bliebt gemacht. Im Volksglauben nimmt er einen großen Platz als unnachgiebiges und dickköpfiges Tier ein. Man glaubte deshalb, dass die Haut seines Kopf besonders dick und widerstandsfähig sei. Möglicherweise wurden deshalb von den Bewohnern des schottischen Hochlandes aus seinem Kopf tradionelle Geldbeutel gefertigt und sollte das Geld darin besonders sicher sein.

Schoschonen: In einer Legende taucht er auf um Flüchtenden zu helfen. Zuerst grub er ein Loch für die Flüchtenden, damit diese sich verstecken konnten. Danach lockte er die Verfolger gemeinsam mit seinen Artgenossen in ein anderes, präpariertes Loch. Kurz nachdem die Verfolger in diese Falle tappten, verschlossen die Dachse das Loch wieder und retteten damit den Flüchtenden das Leben. Seitdem gilt er als Retter in der Not.

Hopi: Vom Dachs-Clan stammt eine Geschichte, in welcher ein Dachs seine Heilerfähigkeiten unter Beweis stellt. Nachdem einmal ein Kind des Stammes schwer krank war, ging ein Ältester in den Wald, um eine Medizin zu finden. Dabei entdeckte er eine unbekannte Spur, folgte ihr und gelangte zu einem Dachsbau. Da trat dieser aus seiner Höhle hervor, grub ein Kraut aus und überreichte es dem Ältesten. Dieser wiederum behandelte damit das kranke Kind, woraufhin es gesundete. Seitdem symbolisiert der Dachs bei den Hopis den Heiler und Kräuterkundigen.

Dachs – Medizin

Wenn der Dachs in Ihrem Leben Spuren hinterlässt, dann möchte er Ihnen Etwas zeigen. Haben Sie keine Angst und folgen Sie ihm – bis in seine Höhle hinein! Die Zeit, um sich mit den eigenen Schatten auseinanderzusetzen, ist gekommen. Versuchen Sie nicht, in der Dunkelheit nach dem Licht zu suchen, sondern selbst das Licht zu sein. Vieles, was wir im Außen suchen, schlummert bereits in uns selbst. Der Dachs hilft Ihnen, Verborgenes zu erwecken.

Der Dachs ist ein weises Krafttier, welches Sie darauf aufmerksam machen möchte, dass das Meiste, was Sie wirklich in Ihrem Leben brauchen, nur in der Natur oder in sich selbst finden. Menschen mit dem Dachs als Krafttier in ihrem Leben haben oft eine harte Schale und einen weichen Kern (ähnlich Meister Grimbart). Entgegen dem Verständnis vieler Menschen, ziehen Sie Kinder und Tiere magisch an. Das liegt daran, dass Kinder und Tiere unvoreingenommen sind und den wahren Kern des Menschen erkennen – unabhängig von seinem äußeren Auftritt oder Erscheinen. Seien Sie ein wenig freundlicher zu Ihrem Nachbarn, Ihren Kollegen oder Freunden – Sie brechen sich dadurch keinen Zacken aus der Krone und verlieren auch nicht Ihr Gesicht. Lachen ist nicht kindisch und bedeutet nicht zwangsläufig, dass man unreif ist. Es zeigt, dass man sich entspannen und Dinge gelassen nehmen kann. Beim Dachs erfahren Sie nicht nur Wärme und Geborgenheit, sondern auch Gelassenheit, Heilung und Frieden.

Traumdeutung

Tappt der Dachs in Ihre Träume hinein, dann möchte er Ihre Selbstheilungskräfte wecken und Ihren Blick auf das Wesentliche richten. Achten Sie darauf, welchen Menschen sie mit Griesgrämigkeiten begegnen, obwohl Sie für diese sonst großes Herz haben. Der Dachs möchte, dass Sie sich fragen, weshalb Sie sich eine derart harte Schale zugelegt haben und wann sie anfangen wollen, an sich selbst zu arbeiten. In unseren Breiten kündigt der Dachs im Traum aber auch Gesundheit, Wohlergehen und Glück an.

Sonstiges

Der Dachs ist eng mit der Rune Naudhiz verbunden, weil er das Geheimnis vom Zusammenhang zwischen Schicksal und Zufall lüftet und Sie das Muster des eigenen, selbst gewebten Weges erkennen lässt.

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 15:00 Uhr