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Fliege

Lebensraum

Fliegen sind kleine bis mittelgroße, weltweit vorkommende Insekten (mit Ausnahme der Artkis und Antarktis) und daher nicht nur Asien und Europa, sondern auch in Nordamerika, Südamerika, Afrika und Australien anzutreffen. Die bekanntesten und auch gemeinsamen Merkmale der Fliegen sind ihre sechs Beine, ihre zwei Flügel und  ihre schwarz-braune oder grünliche glänzende Färbung. Sie haben die Fähigkeit an Decken zu laufen und haben mit ihren „Mosaik-Augen“ durch einen sehr großen Sichtradius fast alles im Blick – und das gleichzeitig. Fliegen sind in der Regel Aasfresser, weshalb sie sich in der Regel an toten Tieren oder Exkrementen von Mensch und Tier zu schaffen machen. Darüber hinaus ernähren sich Fliegen auch von Pilzen, Flechten und anderem pflanzlichem Material. In unserem Breiten trifft man Fliegen am Häufigsten auf Bauernhöfen, Feld und Flur auf dem land oder in der Nähe von Gastronomien und öffentlichen Toiletten. Als Kulturfolger sind Fliegen (insb. Stubenfliegen und Schmeißfliegen) deshalb nicht nur in ländlichen Regionen, sondern mittlerweile auch zahlreich in der Stadt vertreten, wo sie meistens vom Schweiß- oder Essensgeruch angelockt werden. Andere Fliegen wiederum wie z.B. die Schwebfliege ernähren sich überwiegend von pflanzlichem Material wie Knopsen, Blüten und Gräsern und werden vom Duft der Blumen angelockt – aber auch kleinere Insekten und deren Larven werden nicht verschmäht. Hier soll es jedoch nur um die Stuben- und Schmeißfliege als Krafttier gehen.

Krafttier FliegeMythologie

Loki, Blutsbruder von Odin und der germanische Gott des Feuers, der Verwandlung und der List erscheint meistens in  der Gestalt von einem Lachs oder einer Fliege, um seine Opfer auszuhorchen, zu ärgern und auszutricksen. Generell war Loki – und damit auch die Fliege – für die Germanen das, was der Kojote für die Indianer Nordamerikas ist: Ein Trickster, der es liebt Schabernack zu treiben und Andere zu veräppeln.

Im Märchen „Das tapfere Schneiderlein“ von den Gebrüdern Grimm erschlägt ein Schneider sieben Fliegen auf einen Streich und schneidert sich voller Stolz einen Gürtel mit der Aufschrift „7 auf einen Streich“, den er auch fortan trug. Im heutigen Sprachgebrauch haben sich die „7 auf einen Streich“ als Redewendung etabliert, bei der man mit nur einer Handlung  mehrere Dinge gleichzeitig bewältigt. Heute ist diese Redewendung auch besser bekannt als „2 Fliegen mit einer Klappe schlagen“.

Das in der christlichen Mythologie erwähnte Synonm „Beelzebul“, „Baal-Zebub“ oder „Beelzebub“ für den Teufel bedeutet übersetzt nichts anders als „Herr der Fliegen“. Man geht davon aus, dass der Beiname „Beelzebub“ hearblassender Natur ist und ursprünglich von „Baal Zebul“ (einer Gottheit der Philister und Kanaaniter) abstammt, der wiederum eine Fliegengottheit ist. So gelang es den Christen sich auf indirekte Weise bis heute über heidnische Götter – insb. Baal, der viele Namesnformen besitzt (darunter auch Baal Zebul) – und den Götzendienst lustig zu machen. Baal-Zebub galt aber auch als Herr der Fliegen, der angerufen wurden um Fliegen abzuwehren oder die Pest zu vertreiben. Man sagt, dass die Namensform Baal-Zebub Name daher kommt, weil der Altar von Baal häufig von zahllosen Fliegen umschwirrt wurde. So verwundert es nicht, dass der Teufel „Fliegen frisst“ (und damit sein eigenes Gefolge vernichtet), wenn er selbst in Not ist. Bis heute kennen wir die Redewendung „in der Not frisst der Teufel Fliegen“, die mehr als doppeldeutig ist. zum Einen bedeutet sie, dass man in ausweglos erscheinenden Situationen oder Lebenslagen nicht wählerisch sein und sich mit allem zufrieden geben sollte, was man bekommt, zum Anderen bedeutet diese Redewendung aber auch, dass man aus Not Dinge tut, die man sonst nicht tun würde und die vorher undenkbar erschienen. Diese Redewendung, die zugleich eine Weisheit ist, spiegelt ein tatsächliches psychologisches Phänomen wider: In Zeiten der Not ist sich meist jeder selbst der Nächste und macht man keinen Unterschied zwischen Freund und Feind – aus reinem Überlebensinstinkt heraus. Gleichermaßen kann man in unzähligen Filmen, Märchen und Romanen beobachten, wie sich die Bösewichte am Ende oftmals selbst vernichten, weil sie sich gegenseitig misstrauen und töten. Somit gesehen bedeutet dieses Redewendung metaphorisch aber auch: Der Satan lebt von den Seelen, die er sich einverleiben kann.

Und so macht auch die Redewendung „den Teufel mit dem Beelzebub“ austreiben Sinn, denn wie soll man den Teufel mit dem Teufel selbst austreiben (da Beelzebub ja nur ein anderer Name für den Teufe ist) – geschweige denn Fliegen mit Fliegen (da der Teufel ja der Herr der Fliegen ist und Beelzebub nur eine anderere Namensform für den Fliegengott ist)?

So ist es nicht verwunderlich, dass die Fliege im christlichen Glauben bis heute noch mit dem Teufel und Dämonen assoziiert wird. Womöglich wird sie aber auch deshalb mit dem Tod und der Unterwelt assoziiert, weil sich der weltliche Vertreter der Fliege gerne an toten Tieren  und Menschen (und deren Exkremente) zu schaffen macht.

Der Ekel vor der sonderbaren Lebensweise der Fliege und die enorme Lästigkeit dieses Insektes brachte ihr nicht gerade einen guten Ruf ein. Um so erstaunlicher ist ein Glaube aus der östlichen Mythologie, der besagt, dass es sich bei den Fliegen um umherirrende, rastlose und nicht inkarnierte Seelen von Verstorbenen handelt. Dem zu Folge könnte man sich auch die bei uns etablierte Redewendung „wie die Fliegen“ betrachtet. Wenn wir sagen, „sie kommen wie die Fliegen“, meinen wir, dass eine große Menschenmasse auf etwas „fliegt“ und sie von irgendetwas „magisch angezogen“ wird. Dabei kann es sich um eine Attraktion oder ein Ereignis handeln, aber auch um einen spirituellen Menschen, der eine „magische“ oder lichtvolle Ausstrahlung hat, sodass die Seelen von Verstorbenen in Form der Fliegen meinen, sie würden ins Licht fliegen. Sagen wir „lästig wie die Fliegen“, meinen wir damit Menschen, die uns einfach nicht in Ruhe lassen wollen und uns auf die Nerven gehen. Wo auch immer wir hinsehen, ist die Fliege präsent und wird genauso geliebt, wie sie gehasst wird.

Im Zeichentrickfilm “Biene Maja” begegnet die neugierige und abenteuerlustige Biene namens “Maja” der frechen Stubenfliege namens „Puck“. Diese Stubenfliege präsentiert der Maja stolz seine Welt und dass er sich keine Sorgen ums Essen machen muss, weil ihm alles von den Menschen serviert wird. So richtig gefallen tut das der Maja aber nicht und schließlich müssen beide vor der Fliegeklatsche fliehen, mit der sie gejagt werden. So muss Maja am Ende feststellen: so richtig heil und schön ist diese Welt nicht, in der man alles serviert bekommt und dass alles zwei Seiten hat.

Fliegen – Medizin

Wenn die Fliege als Krafttier in Ihr Leben brummt oder krabbelt, dann wird es Zeit für die Krafttiermedizin der Fliege. Diese beinhaltet nicht nur Ruhe und Gelassenheit, sondern birgt auch die Chance, über seinen Schatten zu springen und Dinge zu tun, die man sich bisher nicht getraut hat.Das Krafttier Fliege fodert aber auch dazu auf, anstehende Dinge nicht länger aufzuschieben, sondern sofort zu erledigen. Gleichermaßen lehrt Sie die Fliege Beharrlichkeit, Nervenstärke, Ausdauer und Geduld, denn all dies sind die Fähigkeit, die Sie sich aneignen müssen, um Ihre aktuellen Lebensphase zu meistern. So wie auch die weltlichen Verwandten der Fliege äußerst lästig sein könnnen, so weist auch das Krafttier Fliege darauf hin, dass es in Ihrem Leben etwas oder jemanden gibt, das oder der Sie belästigt und Ihre Nerven raubt. Sie haben zwei Möglichkeit der Sache entgegen zu treten: Entweder Sie finden die Störquelle und schalten sie ab oder aber Sie trainieren sich Gelassenheit und Nerven aus Stahl an, damit nichts und niemand Sie mehr ablenken und nerven kann. So testet eine Fliege als Krafttier meistens Ihre Geduld und Ihre Grenzen – wie lange lassen Sie sich etwas gefallen, bis Sie zurückschlagen und wenn Sie zurückschlagen, kenn Sie dann das richtige Maß von Unrercht und Vergeltung oder schießen Sie mit Kanonen auf Spatzen? Stellen Sie sich diesen Fragen, denn die Antworten werden Sie zur Krafttiermedizin der Fliege führen.

Doch eine Fliege als Krafttier macht auch auf die untere Welt und Botschaften von Verstorbenen aufmerksam. Das Krafttier Fliege will, dass Sie Ihren Ekel und Ihre Vorurteile überwinden und sich gemeinsam mit ihr auf die Reise in Ihre untere Welt begeben, damit Sie sich selbst stellen. Sie zeigt Ihnen ob und welche „Leichen“ Sie im Keller haben. Vielleicht erkennen Sie daran, dass so Manches, was Ihnen widerfährt, Sie selbst auch an Andere austeilen und dass es vielleicht gar nicht die Anderen sind, die nerven, sondern Sie selbst. Vielleicht erkennen Sie aber auch, dass Sie momentan nicht sehr geduldig sind und Sie aus Streßgründen ziemlich genervt oder mit sich selbst beschäftigt sind, dass Ihnen jedes Entgegenkommen von Außen als lästig erscheint. Die Lästigkeit der Fliege kann aber auch auf Einmischung von Außen, ungebetene Gäste oder ungefragte Hilfe von Jemandem aufmerksam machen. Was auch immer jetzt der Fall ist ist, so gilt es es jetzt Ruhe und Gelassenheit zu entwickeln. Wenn Sie nervös werden, können Sie sich nicht auf Ihre Aufgaben konzentrieren und machen vielleicht Fehler. Versuchen Sie am besten einfach „nichts ins Schwitzen“ zu kommen, denn das lockt nur noch mehr Fliegen in Form von ungebetenen Gästen an. Die Beharrlichkeit und der Mut einer Fliege, trotz aller Hindernisse immer und immer wieder zu einem Ort zurückzukehren, den sie gut findet lehrt Sie, dass man sich nicht gleich verscheuchen lassen darf. Lernen Sie von der Fliege, wie man sich nicht vertreiben lässt, aber seien Sie dabei nicht naiv und erkennen Sie die Gefahr, wenn sie da ist und fliegen Sie rasch davon, denn dann bringt auch alle Beharrlichkeit nichts.

Gleichermaßen bedeutet diese beständige Rückkehr zum selben Ort aber auch, dass Sie vielleicht nicht loslassen können. Fragen Sie sich deshalb, welche Gedanken Sie qäulen und wo Sie sich in Ihrem Leben im Kreis drehen. Alles was nervt, blockiert Sie und was Sie blockiert, kann Sie im (Energie-)Fluss des Lebens nicht weitertragen. Finden Sie heraus, ob Sie sich durch Selbsttäuschung selbst blockieren oder Ihnen einfach „der Nerv“ für die Konfrontation mit dem Hindernis oder der Blockade fehlt. Gleichermaßen macht das Krafttier Fliege auf Unkonzenttrierheit und Unruhe in den Gedanken hin. Möglicherweise sind Sie gerade dabei, sihc zu verzetteln, weil Sie viele Dinge zu tun haben, aber nich wissen wo Sie anfangen und in welcher Reihenfolge Sie die Dinge abarbeiten sollen. So wie auch die Fliegen manchmal ziellos umherzuschwirren scheinen, so ergeht es im Moment auch Ihnen – ohne Ziel und ohne Rast. Lernen Sie von der Fliege als Krafttier Ausdauer und Willenskraft, damit Sie sich nicht mehr so leicht vom Ziel abbringen lassen und (innere) Ruhe und Ihren (inneren) Frieden finden.

Traumdeutung

Lästige Fliegen im Traum warnen vor Streit und Ärger in der Familie oder der Beziehung hin. Möglicherweise spielen Sie mit dem Gedanken alles hinzuschmeißen und aufzugaben, doch die Fliege im Traum will Ihnen sagen, dass Sie innehalten und nicht voreilige Schlüsse ziehen sollten. Möglicherweise werden Sie zur Zeit auch von anderen belästigt oder es „nervt“ Sie ein bestimmtest Thema. Widmen Sie sich dem oder derjenigen, der oder die an Ihren Nerven nagt und klären Sie das mit ihm oder ihr. Umherschwirrende Fliegen im Traum machen aber auch auf ein Durcheinander und Unruhe in Ihren Gedanken aufmerksam. Sie sollten Ihren Geist zur Ruhe bringen, damit Sie klare Gedanken fassen können.

Sonstiges

Nichts bekannt.

Der Satan lebt von den Seelen, die er sich einverleiben kann.

© Wiebke Haarkemper | 2. August, 2013, 09:55 Uhr

Maikäfer

Lebensraum

Maikäfer sind große und bekannte Käfer, mit einem breiten, braunen Rücken und den typischen fächerartigen Fühlern, wobei das Männchen in der Regel mehr Fühlerplättchen als das Weibchen besitzt und daduch gut von ihm zu unterscheiden ist. Darüber hinaus kann man bei den drei in Mitteleuropa vorkommenden Arten ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ausmachen: Den Hinterleib. Dieser ist bei den weibchen entweder abgerundet und breiter und bei den Männchen deutlich schmaler und spitz zulaufend. Maikäfer entwickeln sich aus Larven und benötigen etwa 3 bis 4 Jahre, bis sie die Metamorphose zum Maikäfer vollständig abgeschlossen haben. Seinem Namen entsprechend krabbelt der Maikäfer nach der Metamorhose in den Monaten April und Mai aus dem Erdboden hervor und fliegen dann gezielt auf Laubbäume um sich dort von deren Blättern zu ernähren. Im schlimmsten Fall können Sie wahrlich zur Plage werden und ganze Wälder, Gemüse- und Getreidefelder kahl fressen. Auf Grund von Pestiziden und der modernen Landwirtschaft mit schweren Maschinen hat sich der Bestand des Maikäfers jedoch wieder derart verringert, dass er nur noch vereinzelt in Mitteleuropa anzutreffen ist. In unseren Breiten scheint sich sein Verbreitungsgebiet daher inzwischen auf Südwestdeutschland beschränkt zu haben. Insgesamt beschränkt sich das Verbreitungsgebiet des Maikäfers auf die gemäßigten Zonen von Europa und Asien.

Krafttier MaikäferMythologie

Im Volksglauben gilt der Maikäfer als Frühlingsbote, in der Volksmedizin sollen Salben, die aus den Larven bzw. Engerlingen gefertigt wurden, rheumatische Beschwerden lindern. Ebenfalls ist der Volksmedizin ein nervenstärkendes Arzeineimittel bekannt, das aus verarbeiteten Maikäfern besteht. Im bekannten Märchen und Zeichentrickfilm Peterchens Mondfahrt nach  Gerdt von Bassewitz werden zwei Kinder von einem musikalischen Maikäfer namens Herr Sumsemann auf einer abenteurlichen Reise zum Mondmann begleitet, die ihm dabei helfen sollen, sein sechstes Beinchen wiederzufinden. In einem weiteren Märchen von Wilhelm Busch über Max und Moritz namens „Onkel Fritz und die Maikäfer“ spielen Maikäfer eine zentrale Rolle. In jenem Märchen, das auch besser bekannt ist als der 5. Streich verstecken Max und Moritz unter der Bettdecke von Onkel Fritz eine Papiertüte mit Maikäfern.

Maikäfer – Medizin

Fliegt oder krabbelt der Maikäfer auf ungewöhnliche Weise in Ihre Lebenkreise, dann fordert er Sie auf, sich mehr mit den kleinen Dingen des Lebens zu beschäftigen und auf die Details zu achten. Das was Sie suchen, ist nicht der Ferne zu finden, also lassen Sie Ihren Blick nicht all zu sehr in die Ferne schweifen. Das Gute liegt oftmals näher als man denkt und deshalb erinnert das Krafttier Maikäfer daran, bescheiden zu bleiben und sich an kleinen Dingen zu erfreuen. Das Krafttier Maikäfer kommt aber nun auch zu Ihnen, damit Sie wieder auf den Boden zurückommen und sich erden. Möglicherweise waren Sie in letzter Zeit mit Ihren Gedanken überall – nur nicht bei sich selbst. Zentrieren Sie sich, damit Sie wieder zu sich selbst finden – und fliegen Sie vor allem nicht immer von einem Ereignis zum Nächsten, sonst verpassen Sie Ihr Leben. Das Erscheinen des Maikäfer als Krafttier macht jedoch auch auf angestaute Gefühle aufmerksam, die auszubrechen drohen. Gefühle wie Angst, Wut oder Traurigkeit wollen sich ausdrücken und wurden zu lagen unterdrückt. Sorgen Sie also dafür, dass Sie ein geeignetes Ventil finden und Ihre Gefühlsausbrüche nicht an Andere auslassen. Singen oder Tanzen Sie sich von den Gefühlen frei, die losgelassen werden wollen und fühlen Sie, wie die schweren Steine von Ihrem Herzen fallen und Sie immer leichter und leichter werden. Das Krafttier Maikäfer hilft Ihnen sich von Ballast zu befreien und schenkt Ihnen neue Leichtigkeit, damit Sie mit ihm gemeinsam durch die Lüfte fliegen und die Natur und Ihr Leben wieder in vollem Umfang genießen können.

Traumdeutung

Sehen Sie in Ihrem Traum einen Maikäfer so deutet das Auf Ärger, Probleme oder andere Widerstände hin, die nur mühsam zu beseitigen sind. kleine Erfolge, Glück in der Liebe, als auch einen glücklichen Wandel an. Im Hinblick auf die Arbeit oder den Beruf kündigen Maikäfer im Traum Verluste und unerwerwarte Ausgaben an. Fängt man im Traum hingegen einen Maikäfer kann man die Angelegenheiten und Probleme zum Guten wenden und Widerstände umgehen oder beseitigen.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 16. Mai, 2013, 12:40 Uhr

Kamel

Lebensraum

Kamele sind  mit dem Lama als auch dem Alpaka verwandt und hauptsächlich in Asien beheimatet, aber auch in den Wüsten im Norden von Afrika anzutreffen. Es bevorzugt warme Temperaturen, trockenes Klima und karge Landschaften – was das Kamel natürlich zu einem idealen Wüstenbewohner macht.

Mythologie

In vielen arabischen Kulturen genießt das Kamel ein hohes Ansehen und symbolisiert Ausdauer, Gelassenheit und Ruhe. Auf Grund seiner besonderen Fähigkeit, eine große Menge Wasser (bis zu 100 Liter) auf einmal trinken und lange Zeit in seinen Höckern speichern zu können, ist das Kamel ein ideales Lastentier, wenn es Wüsten zu durchqueren oder lange Strecken zurückzulegen gilt. Die zusätzliche Eigenschaft des Kamels, darüber hinaus große Lasten aufzunehmen und über weite Entfernungen oder  unwegsames Geläde tragen zu können, verschaffte ihm den Namen „Wüstenschiff“. Kaum ein anderes Tier ist unter solch harten Bedingungen derart belastbar, bescheiden und ausdauernd. Kamele waren deshalb besonders in der Vergangenheit sehr wertvoll und ein Symbol der Anerkennung und Macht, weshalb man sie an große Herrscher, die man vereehrte, verschenkte. In der Bibel heißt es, dass der Pharao Abraham ein Kamel geschenkt haben, Joseph auf einem Kamel mit einer Karawane nach Ägpyten gereist und die drei Weisen aus dem Morgenland ebenfalls auf Kamelen geritten sein sollen.

Kamel – Medizin

Schreitet das Kamel gemächlich und gelassen durch Ihre Lebenskreise, dann will es Sie auf Ausdauer, Beharrlichkeit und Belastbarkeit aufmerksam machen. Möglicherweise sind Sie bei Etwas kurz davor aufzugeben oder umzukehren. Das Krafttier Kamel kommt jetzt deshalb zu Ihnen, um Ihnen Mut zuzusprechen und neue Kraft zu schenken, damit Sie auch den Rest des Weges schaffen. Ihre momentane Situation erscheint Ihnen womöglich wie eine irrsinnig lange Durstrecke, an deren Anfang Sie sich nicht mehr erinner können, weil er schon so lange her ist, und deren Ende Sie nicht sehen können, weil das Ziel so weit entfernt ist. Das Kamel als Krafttier schenkt Ihnen neue Kraft, füllt Ihren Energiespeicher wieder vollständig auf und begleitet Sie bis zum Ende des Durststrecke. Falls Sie sich schon zu sehr verausgabt haben, nimmt Ihnen das Kamel auch gerne Lasten ab oder trägt Sie ein Stück des Weges, denn es will, dass Sie Ihr Ziel unter allen Umständen erreichen. Mit dem Krafttier Kamel an Ihrer Seite wird die zu überwindende Durststrecke zwar nicht kürzer, aber erträglicher, weil Sie nicht mehr allein seinind, sondern einen Coach an ihrer Seite haben, der Sie immer wieder aufbaut. Das Kamel als Krafttier schenkt Ihnen die nötige Gelassenheit und Ruhe, damit Sie sich nicht von Ihrem Weg abbringen lassen und es schenkt Ihnen Durchhaltevermögen und Ausdauer, damit Sie all Ihre Ziele erreichen – egal wie lange oder beschwerlich der Weg bis dahin ist. Schreitet das Kamel als Krafttier in Ihr Leben, will es Sie also auf Ihrem Weg bestärken, auch wenn Sie das Gefühl haben, das sich gerade alles gegen Sie zu richten scheint. Mit Hilfe des Kamels als Krafttier lassen Sie sich auch nicht von Trugbildern, Täuschungen oder Fata Morganas beirren und können sämtliche Täuschungen als Solche entlarven. Als Lastentier zeigt Ihnen das Kamel aber auch, dass man sich nicht überladen darf und gut vorbereitet sollte, wenn man eine lange Wegstrecke ohne Zwischenstops vor sich hat. Man unterschätzt die Länge des Weges schnell, wenn man ihn anfangs euphorisch, forsch und siegessicher beschreitet. Lassen Sie es also von Anfang bis Ende lieber ruhig angehen und teilen Sie sich Ihre Kraft gut ein, dann kommen Sie auch ohne größere Probleme sicher ans Ziel.

Traumdeutung

Das Erscheinen eines Kamels im Traum macht auf die aktuelle Lebenssituation des Träumenden aufmerksam, die wahrscheinlich sehr von Bescheidenheit und Durchhaltevermögen geprägt ist. Der Träumende befindet sich wahrscheinlich nicht nur emotional, sondern auch materiell auf einer langen Durststrecke und hat das Gefühl nur langsam voranzukommen. Ein Kamel im Traum macht aber auch auf psychische oder physische Belastungen aufmerksam, die nicht alleine getragen werden sollten. Gleichermaßen bedeutet ein Kamel im Traum, dass man nach harter Arbeit und einer  langen Durststrecke belohnt werden wird und der Lohn die ganzen Anstrengungen wett macht.

© Wiebke Haarkemper | 30. April, 2013, 11:35 Uhr

Kuckuck

Lebensraum

Der Kuckuck ist ein Zugvogel, der hauptsächlich in der westlichen Paläarktis verbreitet ist. Im Frühling kommt er nach Südeuropa zurück nach Nordeuropa kommt er allerdings erst im Sommmer – ansonsten wohnt er in Südafrika, Indien und Japan. Zum Leben bevorzugt er nicht nur lichte Laub- und Nadelwälder, sondern auch Hochmoore und Steppen. Sogar Biotope oberhalb der Baumgrenze und Dünen der Meeresküsten werden vom Kuckuck besiedelt. Allerdings findet man den Kuckuck nicht in der arktischen Tundra und in ausgedehnten dichten Wäldern.

Kuckuck

Mythologie

Griechenland: Zeus, der mächtigste Gott aller Menschen und Götter, soll sich in einen Kuckuck verwandelt haben, um bei Sturm Schutz bei der von ihm angebeteten Hera, der Göttin der Ehe (die auch zugleich seine Schwester ist), zu finden. Sein Ziel war es, als zerzauster und durchnässter Vogel Mitleid bei Hera zu erregen, damit sie sich in ihn verliebt und er ihre Nähe spüren darf – was er nur kurze Zeit später auch erreichte. Seitdem sind Zeus und Hera miteinander vermählt.

Sonstiges: Im deutschen Volksglauben gilt der Kuckuck, wie auch die schwarze Katze, als Omen zur Weissagung. Vernimmt man im Frühling den Ruf des Kuckucks von rechts, so sei dies ein gutes Omen. Hört man allerdings den Kuckuck von links rufen, gilt dies als schlechtes Zeichen, das Sorgen und Probleme ankündigt. In manchen Regionen glaubte man sogar daran, dass der Kuckuck Wünsche erfüllen könne, weshalb sich derjenige, der den Ruf des Kuckucks als Erster vernommen hatte, etwas wünschen durfte.

Die zwiespältige Bedeutung des Kuckucks ist auch heute noch in einigen Sprichwörten zu erkennen. Auf Grund seines parasitären Brutverhaltens assoziierte man den Kuckuck mit dem Teufel, weshalb der Kuckuck in so manchen Sprichwörtern als Ersatzwort stellvertretend für das Wort „Teufel“ steht, wie z.B. der Ausruf „zum Kuckuck“, der auch bekannt ist als „zum Teufel nochmal“. Dasselbe gilt für den Ausruf „scher Dich zum Kuckuck“, das auch als „scher Dich zum Teufel“ bekannt ist und „Der Kuckuck ruft seinen eigenen Namen“. Mancherorts soll der Ruf des Kuckucks den Tod eines Verwandten ankündigen.

Kuckuck – Medizin

Aufgrund der mythologischen Bedeutung des Kuckucks als Gestaltenwandler und dem Volksglauben, der sich aus dem parasitären Brutverhalten ableitet, kommt dem Kuckuck als Krafttier eine zwiespältige Rolle zu. Zum Einen er hat die Eigenart, seine Eier in fremde Nester abzulegen und Anderen die Aufzucht seiner Jungen zu überlassen, zum Anderen kann er sehr hartnäckig und beharrlich sein, wenn er seinen eigenen Namen ruft oder ein geeignetes Fremdennest für seinen Nachwuchs sucht. Die Eigenart des Kuckucks aus Spaß Dinge zu verstecken, anderen unterzujubeln oder an anderen Orten wieder auftauchen zu lassen, erinnert stark an die Eigenschaft von Kobolden, weshalb man den Kuckuck als Krafttier auch durchaus einen geflügelten Kobold nennen kann. Denn sobald das Krafttier Kuckuck im eigenen Leben auftaucht, gilt es Beziehungen, Finanzen und Freundschaften zu überprüfen. Es ist stark davon auszugehen, dass sich irgendwo ein Problem eingeschlichen hat, das nicht dazugehört und von einem Fremden verursacht wurde.

Andererseits zeigt der Kuckuck als Krafttier aber auch, wie man in Zeiten der Not über die Runden kommt – auch wenn man dafür den Anderen temporär erstmal die eigenen Lasten aufdrücken muss. Die Krafttiermedizin des Kuckucks liegt in seiner Naivität und zugleich Berechenbarkeit, die es schwer macht, Vertrauen zu fassen. Das Krafttier Kuckuck bestärkt Sie darin, Ihren eingeschlagenen Weg weiterzugehen und durch Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit (nicht zu verwechseln mit Sturheit!) Ziele zu erreichen, die bisher unerreichbar schienen. Doch geben Sie acht, dass Sie Ihre Kuckuckseier geschickt ablegen und nicht dabei erwischt werden – falls doch, könnte das unangenehme Konsequenzen für Sie haben und Sie auf Ihrem Weg um Meilen zurückwerfen.

Traumdeutung

Fliegt der Kuckuck in Ihre Träume, so warnt er vor Nachlässigkeit, Oberflächigkeit und mangelndem Verantwortungsbewusstsein. Jedoch symbolisiert das Auftauchen eines Kuckucks im Traum ebenso das heimliche Auftauchen oder Einmischen fremder Personen in Ihrem Leben. Möglicherweise wird Ihnen auch etwas untergeschoben, das Jemand Anderes nicht mehr haben will oder um das er sich aus Faulheit und Bequemlichkeit einfach nicht kümmern will. Geben Sie Acht, dass man Ihnen kein Kuckucksei ins Nest legt und dass Sie sich nicht ausnutzen lassen.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 27. März, 2013, 12:00 Uhr