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Eidechse

Lebensraum

Eidechsen sind kleine Reptilien, die sonnige und trockene Lebensräume mit genügend Steinen und Felsen bevorzugen, welche sie als Unterschlupf oder Sonnenbank nutzen können – ganz im Gegenteil zum Salamander, denn der liebt es feucht, kühl und dunkel. Während es die Eidechse also warm und trocken wie die Kröte mag, bevorzugt es der Salamander nass und dunkel wie ein Frosch. So lässt sich feststellen, dass sich Eidechse und Salamander in etwas ähnlich unterscheiden wie Kröte und Frosch und daher auch nicht so leicht zu verwechseln sind. Die Eidechse ist mit vielen verschiedenen Arten in ganz Europa, Afrika und Asien vertreten. Das heißt sie fehlen beispielsweise in Nordamerika, Südamerika und Australien. Hinzu kommt, dass Eidechsen in der Regel einen viel schmaleren und trockeneren (sprich: den typisch echsenartigen) Körper besitzen, der sie vor dem Austrocknen schützt und sie gegen Steine und rauhen Sand nahezu unempfindlich macht. Eidechsen bevorzugen zum Leben meist offene Landschaften und karge Randgebiete wie etwa Steinbrüche, Kiesgruben, Bahndämme, Wildgärten und steinreichen Waldränder. Das Besonders an Eidechsen ist übrigens, dass sie in der Lage sind bei Gefahr ihren Schwanz als Köder abzuwerfen und später neu wachsen zu lassen – wie bei der Blindschleiche (die ebenfalls eine Echsenart und keine Schlange ist, wie oft fälschlicherweise angenommen).

Krafttier Eidechse

Mythologie

In den indianischen Kulturen gilt die Eidechse als Lichtbringer und Bote von Vater Sonne. Sie wacht über die Kraft der Träume und verheißt Glück und Segen. Auf schamanischen Reisen begeleitet die Eidechse Schamanen als Wächter auf allen Seelenwanderungen, um über das Lebenslicht des Schamanen zu wachen.

Im heimischen Volksglauben wird erzählt, dass sich alte erblindete Tiere mit dem Gesicht der aufgehenden Sonne zuwenden, um ihre Sehkraft wiederzuerlangen. Passend dazu gibt es auch einen alten Segenswunsch aus Irland, der besagt, dass man sein Gesicht der Sonne zuwenden soll, damit die Schatten nach hinten fallen. Im übertragenen, christlichen Sinne ist damit die Hinwendung zu Gott und Jesus, sowie sein göttliches Licht gemeint Da sich die Eidechse aber auch gerne in dunklen Nischen versteckt und auf Grabstätten aufhält, wurde sie hin und wieder auch mit Satan, dem Fürst der Finsternis und dem Tod assoziert. In einer spanischen Überlieferung heißt es, dass Gott die Eidechse erschuf, woraufhin sich der Teufel provoziert fühlte und die Schlange hevorbrachte. Seitdem sollen beide miteinander verfeindet sein und sieht man die Eidechse als lichtvollen Boten Gottes, welches die Menschen vor der Schlange beschützen soll und die Schlange als dunkles Teufelstier, das die Menschen beißt und in Versuchung führt.

In Afrika spielt eine echsenartige Maske namen “Kanaga” bei Initiations- und Begräbnisriten eine große Rolle, die als Symbol der Wiedergeburt gilt. Es ist anzunehmen, dass die Symbolik der Wiedergeburt auf das Nachwachsen des verlorenen Schwanzgliedes zurückzuführen ist, weshalb die Eidechse auch auch als Träger verstorbener Seelen gesehen wird. Während die Schlange eher als männliches Symbol gesehen wird, sieht man in der Eidechse das UrWeibliche. Es verwundert daher nicht, dass Eidechse und Schlange als archaische Sakraltiere seit jeher als zeitlose Motive für männlichen und weiblichen Schmuck gelten.

In China haben Echsen eine ähnlich positive Bedeutung wie Drachen. So lehrt die Eidechse, wie man Geborgenheit, Glück, Segen und Wärme dauerhaft ins Leben holen kann.

Bei den Maori – den Ureinwohnern Neuseelands – gibt es in der Mythologie eine Kreatur namens “Manaia”, die als Mischwesen aus einem Seepferdchen und einer Eidechse besteht. Dieses Mischwesen gilt seit jeher als Vermittler zwischen den Menschen und den Geistern, sowie auch als Wächter gegen das Böse.

Die Aborigines verehren Manga-Kunger-Kunja als Eidechsen-Vorfahren, welcher die Menschen aus der Erde formte und den Aborigines die wichtigsten Werkzeuge zum Überleben schenkte (Bumerang, Schild, Speer und Messer). Als Totemtier gilt die Eidechse für viele Stämme als unverzichtbare Begeleiterin der eigenen Träume und Führerin zum lebenspendenen Wasser.

Eidechsen – Medizin

Kommt die Eidechse als Krafttier in Ihr Leben, schenkt Sie Ihnen eine Einladung zum Träumen. Denn nur die Eidechse hat die Fähigkeit die Wirklichkeit aus den Träumen heraus zu schaffen. Ist die Eidechse Ihr Krafttier wird es Zeit Ihre Wünsche zu realisieren und Ihre Träume als Werkzeug dafür zu nutzen. Denn Träume zeigen uns oft nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dahin. Machen Sie es der Eidechse nach und ruhen Sie in sich selbst. Ziehen Sie sich vom Alltagstrott zurück und legen Sie sich in die Sonne, um Wärme und Licht zu tanken. Ruhen Sie in sich, aber bleiben Sie wachsam, damit Sie jederzeit aus der Ruhe blitzschnell handeln können. So schenkt Ihnen das Krafttier Eidechse die Kraft der Erde und des Feuers und führt Sie durch die eigene Traumwelt. Sie allein kennt die Traumzeit und kann uns auf den Traumpfaden zu anderen Welten und Dimensionen führen, in der Zeit und Raum keine Role spielen.

Das Krafttier Eidechse zeigt Ihnen, wie Sie sich häuten und dadurch von Grund auf regenerieren können. Von der Eidechse können Sie lernen, wie auch Sie die Schwerkraft und die Angst vor Hindernissen hinter sich lassen und steile Wände hinaufklettern können. Fühlen Sie sich bedroht, dann werfen Sie einfach einen Köder für Ihre Feinde aus, um unbemerkt zu fliehen – so wie auch die Eidechse bei Gefahr ihren Schwanz abwirft. Die Eidechse als Krafttier kommt meistens dann in unser Leben, wenn wir das Träumen verlernt oder unsere Visionen für die Zukunft aus den Augen verloren haben. Es gilt jetzt auf die Träume zu achten, durch welche das Krafttier Eidechse nun zu Ihnen spricht. Die Vorliebe der Eidechse zur Sonne macht wie wahrhaftig nicht nur zum Traumboten, sondern auch zum Hüter des Lichts. Werden auch Sie zum Hüter des Lichts, indem Sie Ihr eigenes Feuer entfachen und als ihr eigenes Licht erkennen, das Ihnen den Weg weist.

Als flinkes Reptil, das sich gerne in Ecken versteckt zeigt Ihnen die Eidechse als Krafttier aber auch, wie Sie schnell und unkopliziert eine Nische für sich entdecken und diese zu Ihrem Vorteil nutzen können. Doch achten Sie darauf, dass sich die Krafttiermedizin der Eidechse nicht ins gGegenteil verkehrt und Sie scheu, faul, träge werden oder ziellos umherirren, weil sie vergessen haben wer sie sind und welche Träume und Visionen Sie einst hatten.

Traumdeutung

Taucht die Eidechse im Traum auf verheißt Sie Erfolg, Glück und Heilung. Alle Zeichen stehen nun günstig für Ihre Vorhaben und Ihre Träume und Lebenskräfte kehren zu Ihnen zurück.

Sonstiges

Nichts bekannt.

Orca

Lebensraum

Orcas – auch Große Schwertwale genannt – sind im Wasser lebende Säugetiere, die kalte Meere wie etwa den Nordpazifik, Nordatlantik und die Polarmeere bevorzugen. So findet man Orcas nicht nur an der Küste Kanadas und Grönlads, sondern auch an den Küsten vor Neuseeland, Japan und Hawaii. Das heißt der Lebensraum der Orcas erstreckt sich von Kanada über Nordamerika bis nach Europa (Grönland), Asien und Australien.

Mythologie

Orcas genießen bei vielen indigenen Völkern Nordamerikas und Kanadas ein hohes Ansehen – so auch bei den Makah, einem Indianerstamm des Nordwestlichen Plateaue. Einer Legende zu Folge gehört der Orca gemeinsam mit dem Donnervogel und dem Wolf zu den drei wichtigsten Tieren.

„Die drei mächtigsten Tiere unserer Mythologie sind Donnervogel, Wolf und Wal. Die Orcas sind die Wölfe der Meere und deren Ruf ist das Echo der Rufe der Wölfe. Donnervogel war der erste Walfänger. Er war ein riesiger Vogel, so groß, dass sein Flügelschlag Donner und Sturm hervorbrachte und mit dem Schließen und Öffnen seiner Augen machte er Blitze. Eines Tages tauchte ein Orca, ein Killerwal, auf und brachte den Menschen viel Leid. Da verließ der Donnervogel seine Höhle und packte den Orca, als dieser an die Wasseroberfläche kam um zu atmen, und trug ihn fort. Sie kämpften dreimal, dreimal bebte die Erde. Aber der Vogel besiegte das Raubtier des Meeres.“

Aus diesem Grund wird der Orca bei vielen indigenen Völkern auch “Seewolf” genannt und als Hüter des kosmischen Wissens verehrt. Die Maori – ein indigenes Volk Neuseelands – glauben, dass das erste Stammesmitglied vor über 1000 Jahren auf dem Rücken eines Wals nach Neuseeland geritten sein soll. Dieser Mann gilt seitdem als UrVater aller nachfolgenden Generationen der Maori. Die Kwakiutl – ein Indianerstamm im Norden Kanadas, sahen in Orcas mächtige, übernatürliche Wesen, weil sie die Menschen mit Allem versorgten was sie benötigten (Fleisch, Fett, Öl, Knochen) und ihnen durch ihr Fernbleiben damit auch alles nehmen konnten. Andere indianische Stämme glauben, dass verstorbene Häuptlinge und eherenvolle Krieger als Orca wiedergeboren werden. Wenn sie rufen, dann gilt ihr Ruf meist den Hinterbliebenden oder den Verwandten – einfach um zu sagen “Ich bin hier bei Dir, wenn auch nicht als Mensch”.

Auf Grund seiner überwiegend schwarzen Farbe und weil der Orca an der Spitze der Nahrungskette im Meer steht, wurde der Orca schon in der Antike mit der Unterwelt und dem Totenreich in Verbindung gebracht. Sein wissenschaftlicher Name “Orcinus orca” bezeichnet ursprünglich den römischen Gott der Unterwelt “Orkus”, der auch als Pluto und in Griechenland als Hades bekannt ist. Man sagte, dass er die Toten foltere, schrieb ihm aber auch gleichzeitig die Eigenschaften eines Psychompom zu, als welcher er Seelen von Verstorbenen sicher in die Unterwelt geleitet. Der Orca gilt daher laut Auffassung der spätgriechischen Mythologie als der Wächter des Tores zum Reich der Toten. Aus diesem Grund sah man im Orca aber auch einen Führer, Begleiter und Beschützer der Toten, welche die Seelen jener sicher ins Jenseit führt (ähnlich den Walküren).

Die deutsche Sprache gebraucht das Wort “Orkus” in der Regel für den Abgrund, das Totenreich oder die Unterwelt. Die bekannte Redewendung “Orkus des Vergessens” beschreibt daher den Verfall des Erinnerns (ergo  das Vergessen). Im Übrigen leitet sich daher auch die Bezeichnung “Ork” für die nichtmenschlichen und bösartigen Wesen aus Mordor vom dunklen Herrscher Sauron ab, mit denen J.R.R. Tolkien in seiner Trilogie eine Kreuzung aus Mensch, Elb und Zwerg beschreibt. Die altenglische Bezeichnung für “orc” lautet nämlich “Dämon”. Auf Grund seines räuberischen Jagdverhaltens, dass allerings in seiner Natur liegt, und seiner wissenschaftlichen Bezeichnung, die auf einem Gott der Unterwelt basiert, verwundert es nicht, dass der Orca auch heute leider noch als mörderisches und gefährliches Tier angesehen wird (Nomen es Omen), weshalb ihn die Menschen auch “Killerwal” nennen. Dass der Große Schwertwal einfach nur seinem Instinkt folgt und sich – wie jeder andere Tier auch – einfach nur seine Nahrung beschafft, daran denken wohl die wenigstens Menschen. Tiere können nicht einfach in den Supermarkt gehen oder schwimmen, sondern müssen sich ihr Fressen hart erarbeiten und erjagen. Das einzige was Orcas aggressiv macht sind Becken und Vorführshows. Aber würden wir anders reagieren, wenn man uns der Freiheit beraubt und zur Schau stellt? Der Orca ist daher nicht gefährlicher als andere Tiere, deren Privatsphäre und Lebensraum man nicht respektiert. Und sie sind auch nicht aggressiver als andere Wildtiere, denn Wildtiere sind niemals zahm und zutraulich und Raubtiere sind und bleiben nunmal Raubtiere, die andere Tiere jagen und töten, um zu überleben – das ist der natürliche Kreislauf des Lebens.

Orca – Medizin

Schwimmt oder taucht der Orca als Krafttier in Ihr Leben dann bricht eine Zeit der Fürsorge und Gemeinschaft an. Es gibt Dinge, die kann man nicht alleine schaffen und wenn man es zulässt, dann wird man in diesen Dingen nun liebevoll von der Familie, Bekannten, dem Partner oder Freundeskreis unterstützt. Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Orcas, die nicht nur hochsensibel, sondern auch sozial vorbildlich organisiert sind. Sie schwimmen nie alleine, sondern nur in Familienverbänden. Verlangt es die Zeit oder eine bestimmte Situation bilden sie mit anderen Familien – die sie eigentlich gar nicht kennen – kurfristig sogar richtige Herden. In dieser Herde geht jedes Mitglied respektvoll und fürsorglich mit dem anderen um, bis sich die die Familien wieder trennen und ihre eigenen Wege schwimmen. In der gemeinsamen Zeit schwimmen, atmen und tauchen sie sogar synchron. Sie nehmen rasch Stimmungen und Gefühle der anderen Herdenmitglieder wahr und beruhigen sich gegenseitig durch ihre Gesänge und liebevollen Berührungen. Lernen Sie vom Orca, wie schön, angenehm und befreiend es sein kann gemeinsam mit der Familie oder Freunden den Alltag zu Erleben, Hindernisse zu meistern oder Probleme zu lösen. Sie werden ganz schnell verstehen, wieso geteiltes Leid halbes Leid ist und dass jedes Team seine Ziele erreichen kann und keiner “auf der Strecke bleibt”, wenn alle Teams zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen. Denken Sie immer daran, dass Sie nie alleine auf dem weiten Meer des Lebens sind, auch wenn es Ihnen manchmal so vorkommt und dass es da draußen auf dem großen offenen Meer noch mehr von Ihrer Sorte gibt, die Sie gerne treffen würden. Begegnen Sie Ihren Mitmenschen stets so, wie diese auch Ihnen begegnen sollen und das Gesetz der Anziehung wird solche Menschen umgehend in Ihr Leben ziehen und Ihr Leben mit wunderbaren Menschen und Freundschaften bereichern.

Der Orca als Krafttier lehrt Sie aber nicht nicht die Kraft des Atems und der Kreativität, sondern bringt auch die Medizin der Klänge in Ihr Leben. Alles, was in Bewegung ist schwingt und erzeugt einen Klang. Jeder Klang ist Energie, die sich unendlich fortsetzt und nicht verloren geht. Das Beste Beispiel hierfür sind die Walgesänge unter Wasser, mit denen sich Familien und Herden über tausende Kilometer verständigen können. Versuchen Sie zu verstehen, weshalb die Zeit unter Wasser langsamer geht und warum Töne, die weit zu hören sein sollen in Ruhe entstehen müssen und ihre Zeit benötigen, bis sie von anderen wahrgenommen werden. Üben Sie sich in Klangschalenmeditation um das Wesen der Orcas und die Medizin der Klänge zu verstehen. Fühlen Sie wie der hörbare Klang zu spürbare Energie wird, sich diese unsichtbare Kraft fortsetzt und durch ihre Schwingung Körper, Geist und Seele berührt. Veilleicht rufen die UrGesänge ja sogar unbewusst Erinnerungen an Ihre Herkunft oder Ihr spirituelles Erbe wach. Lassen Sie sich vom Krafttier Orca in das Geheimnis der Gesänge einweihen und finden Sie in der Tiefe Ihres Seins eigene Liebeslieder und Seelenmelodien. Schwimmen Sie mit dem Orca in Ihre Freiheit! Kämpfen Sie stets für Dinge, die Ihnen wichtig sind und stehen Sie immer für die Menschen ein, die Ihnen am Herzen liegen. Auch dem Orca ist die Familie das Heiligste!

Traumdeutung

Taucht, springt oder schwimmt ein Orca durch Ihre Träume macht er auf unterdrückte Emotionen aufmerksam, die sich wie eine Welle aufbäumen und schon bald über den Träumenden hereinbrechen könnten. Andereseits verheißt ein Orca im Traum eine große Überraschnung und Freude, mit der man nicht mehr gerechnet hat. Etwas im Träumenden erwacht und versucht sich an seine spirituelle Herkunft zu erinnern.

Gürteltier

Lebensraum

Das Gürteltier ist ein hauptsächlich nachtaktives Säugetier, welches auf dem amerikanischen Doppelkontinent beheimatet ist und daher ausschließlich in Nord- und Südamerika (sehr häufig z.B. in Argentinien und Brasilien) vorkommt. Es bevorzugt trockenes und warmes Klima, weshalb es zum Leben nicht nur Steppen und Savannen, sondern auch Halbwüsten benötigt. Ein paar Arten und Exemplare bewohnen den Regenwald, wenige Arten leben sogar in den Hochlagen der Anden. Als Nahrung bevorzugen Gürteltiere zwar Pflanzen und Insekten, verschmähen aber auch kleinere Wirbeltiere und Aas nicht. Gürteltiere sind eine sehr alte und die einzige heute noch lebende Ordnung der Nebengelenktiere, die mit dem Faultier und dem Ameisenbär verwandt sind. Ursprünglich waren sie einmal kleine pflanzenfressende “Dinosaurier” mit eine Gewicht von bis zu 2 Tonnen. Das auffälligste Erkennungsmerkmal des Gürteltieres ist zweifellos ihr  Körperpanzer aus Knochen und Horn, der bis auf den Schwanz den gesamten Köper (d.h. Kopf, Rücken und Beine) bedeckt. Ebenfalls typisch für das Gürteltier ist das Zusammenrollen bei Gefahr, was wir sonst nur vom Igel kennen. Beim Anlegen ihres Erdbaus oder während der Nahrungssuche wühlen Gürteltiere nur all zu gerne in der Erde herum und graben diese auch gerne mal abschnittsweise komplett um. Bei allem, was Sie tun, verlassen sich Gürteltiere stets auf ihre Nase und ihren außergewöhnlich guten Geruchssinn, mit dem sie Beute aufspüren und Gefahren rechtzeitig wittern können. Auf Grund dieser Eigenschaften und Vorlieben könnte man fast meinen, dass das Gürteltier eine Mischung aus Igel, Schildkröte und Wildschwein ist.

Krafttier Gürteltier

Mythologie

Bei den Guarani, einem indigenen Volk aus Südamerika (deren Siedlungsgebiete sich von Paraguy und Bolivien über Agentinien, Brasilien und Uruguay erstrecken), gilt das Gürteltier “Tatu” als Heiliges Wesen und Hüter der Erde. Die Erdgötting Núnkui soll das Gürteltier angeblich aus Ton erschaffen haben. Im Sternenbild der Nördlichen Krone,  das laut keltischer Mythologie “Corona Borealis” genannt wurde und als das Rad oder das Schloss von Arianrhod bekannt ist, sehen Indianer im Flußgebiet des Rio Negro in Nordbrasilien stattdessen ein “Gürteltier”, da die halbkreisförmige Anordnung der Sterne in diesen Gebiet nach unten offen erscheint. Andere Mythologien der Ureinwohner Südamerikas bezeichnen das Gürteltier deshalb als Botschafter zwischen Himmel und Erde und als Mittler zwischen Göttern und Menschen.

Gürteltier- Medizin

Trippelt das Gürteltier als Krafttier in Ihr Leben, will es Sie auf Themen wie Schutz, Abgrenzung und Erdverbundenheit aufmerksam machen. Mit Hilfe des Gürteltiers als Krafttier lernen Sie sich abzugrenzen und sich einen selbst definierten Raum zu schaffen. Dieser abgegrenzte Raum schützt sie zugleich vor Fremdeinflüssen, negativen und ungebetenen Gästen, die sich aufdrängen wollen. Jeder braucht seinen Freiraum zum Nachdenken, als auch zum Erholen und Schützen seines Inneren. Kommt das Gürteltier also als Krafttier zu uns, dann schenkt es uns eine Schutzpanzerung, die uns vor Angriffen schützt und uns ermöglicht, Herz und Seele zu öffnen. Dieser Schutz ermöglicht uns eine freie und ungestörte Entwicklung, sowie die Konzentration auf das Wesentliche. Im Schutz und der Geborgenheit des Panzers können alte Wunden geheilt werden und lernen wir uns so zu akzeptieren, wie wir sind – mit allen Erfahrungen und Einzigartigkeiten, welche dazugehören und uns zu einem Individuum machen. Das Gürteltier als Krafttier sagt uns, wass wir unsere innere Welt nicht länger von der Außenwelt manipulieren lassen und uns niemals von den Meinungen andere abhängig oder uns sogar dadurch definieren dürfen. Je konzentrierter wir innen werden, desto stärker werden wir auch im Außen.

Das Krafttier Gürteltier hilft uns aber nicht nur Grenzen zu stecken, sondern auch die eigenen Grenzen zu erkennen. Niemand kann alles und das muss auch keiner. Wenn wir begreifen, dass es nicht die Quantität ist die unsere Arbeit gut macht, sondern die Qualität, dann müssen wir uns auch nicht selbst übermäßig unter Druck setzen. Wenn jeder das macht, was er kann funktioniert die Teamarbeit am Besten und tun wir auch mehr für die Gemeinschaft, als wenn wir uns bei mehreren Aufgaben verzetteln und nur mit halben Herzen dabei sein.

Das Krafttier Gürteltier lädt uns aber auch dazu ein, den Panzer nicht zu missbrauchen und stets zu überprüfen wann und warum man sich darin zurückziehen möchte. Oftmals wollen wir uns schon bei der kleinsten Brise, die uns um die Nase weht, verstecken. Dadurch bauen wir uns selbst zusätzliche Panzer, wodurch unsere Herz sich unnötig verhärtet – weil es nicht genutzt und deshalb “steif” wird! Deshalb hilft uns das Gürteltier als Krafttier auch Illusionen und Trugbilder zu erkennnen und den Schleier zu lüften, der auf unseren Augen liegt, damit wir die Realität erkennen. Nur wenn wir bereit sind mehr wahrnehmen zu wollen und unser Herz auch benutzen, vergrößern sich auch unsere Wahrnehmung und unser Bewusstsein.

Traumdeutung

Ein Gürteltier im Traum weist auf den Wunsch nach Abgrenzung und Schutz hin. Möglicherweise wünschen Sie sich Grenzen oder Freiraum gegenüber bestimmten Personen oder Situationen, den Ihre Seele auch dringend benötigt. Ziehen Sie Grenzen und lassen Sie sich ein “dickes Fell” wachsen, damit Probleme Sie nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen und Ihr Inneres verletzen können.

Sonstiges

Nichts bekannt.

Stier

Lebensraum

Unter einem Stier versteht man für gewöhnlich ein geschlechtsreifes männliches Haus- oder Wildrind, das mitunter auch als Bulle bekannt ist. Die Kuh ist damit das weibliche Gegenstück zum Stier. Sein Körperbau ist meist von kräftiger Statur und beeindruckender Größe, seine Hörner sind lang und kräftig und je nach Rinderart entweder gerade oder geschwungen. Durch dieses Markenzeichen hat der Stier weltweite Bekanntheit erlangt, obwohl es sich beim Stier um keine eigene Tierart, sondern lediglich um einen Begriff aus dem Volksmund für ein männliches Rind handelt. So ist der “Stier” im Prinzip vielmehr ein Symbolbild, das aus der abendländischen Astrologie abgeleitet wurde und sich an der besagten Tierart anlehnt. Der Lebensraum der Wildrinder erstreckte sich ursprünglich von Europa über Asien bis hin nach Afrika. Durch Domestizierung sind viele ursprügliche Wildrinder heute als Hausrinder weltweit anzutreffen und werden in Massen zur Fleischerzeugung gehalten – wobei Indien das Land mit dem größten Hausrind Vorkommen ist. Stiere und Bullen, die auch Rinder genannt werden, leben im Gruppenverband und bevorzugen offene Landschaften wie etwa Wiesen mit nur wenig Baumbestand. Sie ernähren sich hauptsächlich von Gräsern und Kräutern und mitunter auch von Beeren und Samen.

Krafttier Stier

Mythologie

In vielen Kulturen steht der Stier als Männlichkeitssymbol für Zeugungskraft und Fruchtbarkeit. Höhlenmalereien aus alter Zeit beweisen, dass der Stier schon sehr früh eine ganz besondere Rolle für die Menschen spielte. In heimischen Breiten dichtete man dem Stier eine Verbindung zum Mond an, da seine geschwungenen Hörner wie Mondsicheln des zu oder abnehmenden Mondes aussahen und der Zwischenraum zwischen seinen Hörnern auch als Vollmond angesehen wurde, indem die Hörner den Rand symbolisierten. Aus dem selben Grund assozierten ihn aber viele Völker auch mit der Sonne, indem seine Hörner die Strahlen der Sonne repräsentierten und weil die Sonne, wie auch der Stier, Fruchtbarkeit und Leben bedeutet. So wie es ohne Sonne kein Leben gibt, konnten sich auch die Menschen ein Leben ohne Stier nicht vorstellen. Wenn er für diese nämlich nicht gerade Fleischlieferant war, nahm er den Menschen eine Menge Arbeit ab, indem er vor einen Karren gespannt wurde und große Lasten trug und schwere Erntewagen zog. So galt der Stier als großes Geschenk, dass die Lebensqualität deutlich verbesserte. Seine Hörner werden seit jeher aber auch mit einem erregten männlichen Geschlechtsteil verglichen, woher auch die Symbolik der Virilität und Männlichkeit kommt.

Im sumerischen Weltbild existierte einst sogar eine Stiergottheit als oberste Gottheit, die das das gesamte Universum regierte und dehalsb auch mit Herrschaft und Macht in Verbindung gebracht wurde. Eine griechische Metamorphose vom Dichter Ovid erzählt unter anderem wie sich Zeus einst in einen wilden Stier verwandelt haben soll, um die schöne Europa zu entführen. Ein weiterer griechischer Mythos berichtet von einem großen Wesen, das wie ein Stier aussieht und wie ein Mensch nur auf zwei Beinen gehen und sogar auch aufrecht steheh kann. Es wird oft auch als Mischwesen mit einem menschliche Körper und einem Stierkopf dargestellt. Als Sohn des Zeus soll es seit langer Zeit auf der Insel Kreta in einem Labyrinth sein Unwesen treiben.

Auf Grund seiner Hörner gilt der Stier als Tier des Gottes Pan, wodurch der Stier auch heute noch leider oft dämonisiert und mit dem Teufel in Verbindung gebracht wird. Der Missbrauch des Stiers zum spanischen Stierkampf trägt auch nicht gerade dazu bei, das wahre Wesen des Stiers, das eigentlich sanft, gutmütig und geduldig ist, zum Vorschein zu bringen. Vielmehr vermitteln uns diese Stierkämpfe ein völlig falsches Bild, das geprägt ist von Gewalt, Aggressivität und Tod. Im Christenum steht der Stier als Symbol für die vier Evangelisten für den Opfertod und der Kamp mit einem Stier für den Kampf zwischen Gut und Böse. Bei vielen NatUrVölkern hingegen steht der Kampf mit dem Stier für den Kampf mit ungebändigten inneren Trieben und wilden NatUrKräften – in Ritualen bedeutet ein solcher Kampf den Übergang vom Jungen zum Mann, vom Kind zum Erwachsen.

Im Horoskop ist der Stier den Monaten April und Mai, als auch dem Element Erde zugeordnet. Auf Grund seiner Kraft, seiner Geduld und seiner Ausdauer gilt er als Sinnbild für Arbeit, Fleiß und Gesundheit.

Stier – Medizin

Schreitet oder stürmt der Stier als Krafttier in Ihr Leben fordert er Sie zu mehr Ruhe, Geduld und Gelassenheit auf, denn die Fehler liegen nun in der Eile. Es gilt jetzt, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und seine Kraft nicht unnötig zu verschwenden. Das Krafttier Stier weiß, dass ein Kampf nicht mit dem Körper, sondern mit dem Geist gewonnen wird. Er vermeidet Kämpfe wo er nur kann, stellt sich aber auch jedem Kampf, dem er nicht entgehen kann – meistens erfolgreich. Mit Hilfe des Krafttieres Stier lernen wir die Bedeutung von Gelassenheit, denn Gelassenheit bedeutet nicht, dass einem alles egal ist, sondern nur, dass man sich nicht von unwesentlichen Dinge aus der Ruhe bringen lässt. Und damit wiederum schärft Gelassenheit unseren Blick für das Wesentliche, denn in der Stille liegt die Offenbahrung. Das Krafttier Stier hat eine enorme Kraft und wehe dem der sich dieser entgegen stellt. Bis es aber soweit kommt muss schon Einiges passieren. So rät Ihnen das Krafttier Stier sich zu schonen und sich nicht reizen zu lassen. Sticheleien dienen nur dazu, sie aus der Fassung zu bringen und Sie zu schwächen, also gehen Sie einfach nicht darauf ein.

Als Krafttier bringt der Stier aber nicht nur Ruhe und Gelassenheit in Ihr Leben, sondern auch Ausdruckskraft, Gesundheit, Fülle und Schutz. Werden Sie sich bewusst, dass Sie der alleinige Schöpfer Ihres Lebens sind und dieses jederzeit nach Belieben gestalten können. Wenn Sie kreativ oder handwerklich begabt sind, dass erschaffen Sie doch einfach mal etwas Kunstvolles! Wenn Sie privat oder beruflich Probleme haben, dass lassen Sie sich vom Stier zeigen, wie man allein durch Präsenz, Beharrlichkeit und ohne Kampf seinen Standpunkt definieren kann. Ziehen Sie Grenzen, wo sie gebraucht werden und verteidigen Sie diese wenn nötig. Als Lastenträger macht Sie das Krafttier Stier aber auch darauf aufmerksam, dass man nicht allen Lasten entgehen kann. Jeder hat seine Lasten und Laster zu tragen, die Frage ist nur, wie Sie damit umgehen. So zeigt Ihnen der Stier als Krafttier, dass Sie Lasten durchaus mit Würde, aber nicht mit Stolz, tragen können.

Ist der Stier Ihr Krafttier, dann werden Ihnen damit auch innere Stärke, Lebenskraft und Erdverbundenheit zu Teil. Mit dem Stier als Krafttier lernen Sie, sich mehr in sich selbst zu verankern und nur aus der Ruhe und dem inneren Frieden heraus zu agieren, nicht aus Zorn, Wut oder Hass. Bedenken Sie stets, dass aus großer Kraft auch eine ebenso große Verantwortung wächst.

Traumdeutung

Wenn ein Stier durch Ihre Träume stürmt, fordert er Sie zu mehr Tatendrang, Dursetzungsvermögen und Beharrlichkeit im Alltag auf. Wenn Sie etwas erreichen wollen müssen Sie zum richtigen Zeitpunkt aktiv werden und zur rechten Zeit still sein können. Gleichzeitig warnt das Auftauchen eines Stieres im Traum auch vor Hartnäckigkeit und Sturheit. Auch wen beide Eigenschaften zum gegebenen Zeitpunkt durchaus hilfreich sein können, sollten Sie sich im Moment eher davor in acht nehmen. Es gibt etwas in ihrem Leben, das Sie nicht loslässt und bei dem Sie sich auf Teufel komm raus durchsetzen möchten. Vergessen Sie dabei bitte nicht, dass der Zweck nicht die Mittel heiligt. Als Fruchtbarkeitsymbol kündigt ein Stier im Traum aber auch eine Zeit der Fülle, der Kraft,  Gesundheit und Heilung an. Nehmen Sie sich Zeit für Ihren Weg und üben Sie Gelassenheit, denn es macht keinen Unterschied wie schnell Sie diesen gehen – er wird immer derseble bleiben und Sie erhalten auch keine Auszeichnung für die kürzeste Zeit.

Sonstiges

Nichts bekannt.