Archiv für den Monat: Juli 2011

Hirsch

Lebensraum

Hirsche sind mittelgroße Säugetiere und Geweihträger, die ursprünglich in Asien und Europa beheimatet und dort auch am ehesten anzutreffen sind. Mit der Zeit wurden Hirsche vom Menschen auch in weitere von ihrem Herkunftsland sehr weit entlegene Regionen eingeführt – darunter befindet sich z.B. Afrika, Neuseeland und ein paar Karibische Inseln. Zum Leben bevorzugen Hirsche viele unterschiedliche Lebensräume und kommen vereinzelt in Nordafrika sogar in Wüsten vor, allgemein bevorzugen sie jedoch großflächige Wald- und Sumpfgebiete mit viel Grasland.

Mythologie

Gemeinsam mit Adler, Amsel, Eule und Lachs gehört der Hirsch zu den fünf am längsten auf der Erde lebenden Tieren. In der keltischen Mythologie wurde der Hirsch außerdem als eine Gottheit (Cernunnos) verehrt und als Symbol für Männlichkeit und Lebensenergie angesehen. In unseren Breitengraden hingegen gilt der edle Hirsch als König des Waldes und repräsentiert Respekt, Verantwortung und Weisheit.

Hirsch – Medizin

Wenn der Hirsch in Ihr Leben stolziert, dann möchte er Sie an Ihren Platz im Leben erinnern, aber auch daran Verantwortung zu übernehmen. Weiterhin verhilft er Ihnen zu inner Ruhe und Ausgeglichenheit, damit sie Problemen oder Hindernissen gelassener gegenüber stehen können.

Der Hirsch als Krafttier ist aber auch ein Symbol für Männlichkeit und Kampfeslust, weshalb er Sie mitunter auch dazu auffordert, sich mehr mit Ihrer männlichen Seite auseinanderzusetzen und abzuwägen, wann es tatsächlich zu kämpfen gilt. Wenn die Hirschkuh als Symbol für Sanftheit und Fruchtbarkeit Ihr Leben betritt, möchte sie Sie daran erinnern, dass weniger manchmal mehr ist und ein lautes Auftreten in Ihrer aktuellen Lebensphase nicht von Nöten ist. Die Hirschkuh symbolisiert weiterhin Liebe und Fülle – wenn Sie bescheiden sind und ehrlichen Herzens bitten oder beten, wird das große Füllhorn in Kürze über sie ausgeschüttet.

 

Traumdeutung

Im Traum ist das Auftauchen eines Rothirsches ein äußerst positives Zeichen und deutet Erfolg und Reichtum an. Das Erscheinen mehrerer Hirsche kündigt eine neue Freundschaft oder eine neue Beziehung an. Findet sich ein toter Hirsch in Ihren Träumen an, so warnt dieser vor falschen Freunden oder anstehenden Konflikten in der Partnerschaft/Ehe.

Sonstiges

Der Hirsch ist mit der Rune Algiz verbunden, welche eine ausgezeichnete Schutz- und Verteidigungsrune ist. In Verbindung mit dem Hirsch als Krafttier eignet sich diese Rune hervorragend als Schutzamulett und Talisman. Nebenbei fördet sie noch den Kontakt zu Naturgeistern und anderen nicht sichtbaren Wesen.

Im Medizinrad und Indianischen Horoskop ist der Hirsch dem “Mond der Maisaussaat” (21.05. bis 20.06.) zugeordnet. [Weiterlesen…]

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 15:00 Uhr

Buchfink

Lebensraum

Buchfinken sind hauptsächlich in Europa und Westasien verbreitet und sogar auch in Teilen Nordafrikas. Der Buchfink bevorzugt ein gemäßigtes Klima, kleine Wälder und Wiesen mit genügend Hecken und Dickkicht. Als Kulturfolger trifft man Buchfinken mittlerweile auch in Städten, Parks und Gärten an.


Mythologie

In der Mythologie wird dem Buchfink die Fähigkeit der Weissagung zugeschrieben und bei den Bauern galt er wahrlich als Wettervogel. In einer Bauerregel kündigen Finken Regen an, wenn sie früh auf dem Dach sitzen und obwohl ihn der Volksmund auch als Dreck- oder Schmutzfink bezeichnet, so bedeutet er im Schamanismus genau das Gegenteil.

Buchfink – Medizin

Wenn der Buchfink in Ihr Leben fliegt, möchte er Sie daran erinnern, das Leben nicht zu schwer zu nehmen und mit mehr Fröhlichkeit entgegen zu treten. Eine indianische Weisheit bringt es auf den Punkt: Jeder Tag ist gut, weil Du am Leben bist! In diesem Sinne hilft Ihnen der Buchfink dabei, den Blickwinkel zu ändern und mehr Struktur in Ihr Leben zu bringen.

Sicherlich hat sich schon wieder Einiges in ihrem Keller oder Ihrer Seele angesammelt, das nicht dahin gehört. Räumen Sie auf und schaffen Sie unnötigen Ballast fort! Manchmal redet der Buchfink sogar noch weiter ins Gewissen und fordert seinen Schützling dazu auf für Frieden und Wohlergehen in Ihrem nähren Umfeld zu sorgen. Das kann ein schon längst überfälliges Gespräch mit dem Ehemann, den Kindern, einem Kollegen oder Freund sein oder auch ein aufgeschobener Arztbesuch.

Traumdeutung

Wenn der Buchfink in Ihren Träumen erscheint, so bringt er frischen Wind in ihre Projekte/Vorhaben und erinnert Sie daran, niemals die Freiheit um der Sicherheit willen aufzugeben.

Sonstiges

In Bearbeitung.

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 15:00 Uhr

Bär

Lebensraum

Bären kommen in vielen Regionen auf der Nordhalbhkugel vor, wo sie genug unberührte Natur und ein gemäßigtes Klima vorfinden. So trifft man den Bär nicht nur in Europa und Nordamerika, sondern auch in Asien (z.B. Russland) an. Die bekanntesten Arten sind der Kodiakbär, der Grizzlybär und der Braunbär (siehe Abb. unten), der einst auch in unseren Breiten  anzutreffen war.

Mythologie

Der Große Bär (Ursa maior) ist ein bekanntest Sternenbild, das in Richtung Nordosten zeigt und ein wichtiger Orientierungpunkt für Seefahrer ist. Auch in vielen Namen spiegelt sich das hohe Ansehen des Bären wieder, wie z.B. in Ursula, Björn und Bernhard. In Nordamerika gilt Großvater Bär als Beschützer, Kräuterkundiger, mächtiger Krieger und Heiler, der hoch in Ehren galt. Eine Weisheit aus dem Yukon besagt, der Mensch solle sein Sozialverhalten vom Wolf und sein Ernährungsverhalten vom Bär lernen, da er nicht nur Fleisch, sondern auch Beeren und Kräuter frisst. Weil der Bär durch seine ausgewogene Ernährung ein großes Heilpflanzenwissen besitzt, heißt es, dass man vom Bären zum Kräuterkundigen berufen wird, wenn er einem erscheint.

Bär – Medizin

In vielen indianischen Kulturen gilt der Bär als Beschützer, König der Tiere und wird als weiser Lehrer und Schutzpatron verehrt. Wenn der Bär in Ihr Leben schreitet, fordert er sie dazu auf, aus dem Winterschlaf zu erwachen und mit neuer Kraft dem Leben entegegen zu treten. Er gibt Ihnen Ruhe, um in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, aber auch und Mut, Neues zu schaffen und sich mit aller Kraft zu verteidigen, wenn es darauf ankommt.

Der Bär wird von vielen Schamanen und Medizinmenschen auf der ganzen Welt in Visionssuchen und Heilungszeremonien angerufen. Sein Fell schützt vor Angriffen aller Art und verleiht Stärke, die Bärenklaue überträgt die Heilkraft des Bären auf den Träger und seine Zähne schützen vor Dämonen. Der Bär als Krafttier verleiht Ihnen aber auch das Gefühl für den richtigen Zeitpunkt und hilft Ihnen, sich mit Mutter Erde und der Natur zu verbinden: Erde der Körper, Wasser das Blut, Luft der Atem und Feuer der Geist. Die Zeit ist gekommen, um Ihre Kraft zu leben.

Stellen Sie ihr Licht nicht länger unter den Scheffel und trauen Sie sich mehr zu – Sie haben die Kraft, nutzen Sie sie! Entdecken Sie den inneren Heiler und leben Sie im Einklang mit der Natur. Das ist die einzige spirituelle Medizin, die sie jetzt benötigen. Achten Sie darauf, nicht gemein oder rücksichtlos zu werden, wenn Sie Ihre Vorhaben durchsetzen wollen. Keine Sache ist es Wert, über Leichen zu gehen. Es gibt immer mehrere Wege ein Ziel zu erreichen und der Bär hilft Ihnen dabei, alle Möglichkeiten auszuschöpfen und den für Sie richtigen Weg zu wählen.

Traumdeutung

Erscheint ein Bär in einem positiven Traumzusammenhang, so macht er auf den Kontakt zu Mutter Erde und den Wesen der Natur aufmerksam. Ebenso möchte ein Bär im Traum jedoch auch sagen: Beschäftigen Sie sich mit den Themen Natur, Tiere und Naturheilkunde. Wenn der Bär im Traum bedrohlich erscheint, so bedeutet das erdrückende und belastende Liebe oder Mütterlichkeit, die Sie selbst entweder auf Andere ausüben oder aber selbst erleben. Versuchen Sie, Ihre geistigen und körperlichen Kräfte in Einklang zu bringen, damit Sie wieder ins Gleichgewicht mit sich selbst und ihrer Umwelt kommen.

Sonstiges

Im Medizinrad und Indianischen Horoskop ist der Bär dem “Mond der Ernte” (23.08. bis 22.09.) zugeordnet. Braunbär-Menschen sind großherzige und praktisch veranlagte Menschen. Sie haben Geduld, ein dickes Fell und ein warmes Herz und können jede noch so schwierige Situation meistern. Braunbär-Menschen sind keine Theoretiker, sondern Praktiker. Was sie machen, das hat Bestand und was sie sagen, das hat Kraft. Braunbär-Menschen können aber auch träge und faul, skeptisch und teilweise auch unbelehrbar sein. [Weiterlesen…]

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 15:00 Uhr

Wolf

Lebensraum

Der Wolf ist ein äußerst anpassungsfähiges Raubtier, das unterschiedliche Lebensräume auf der Nordhalbkugel bevölkert, aus den meisten Ländern und Regionen jedoch durch den Menschen vertrieben oder ausgerottet wurde. Sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt in Asien, (Ost-)Europa und Nordamerika. Durch menschliche Hilfe siedeln sich langsam auch wieder Wölfe in Deutschland an – wenn bisher auch nur in einem begrenzten Gebiet.

Mythologie

In vielen Kulturen gilt der Wolf als besonders mächtiges Schamanentier und kommt in fast allen Legenden vor.

Germanen: Wölfe wurden von Odin und den Riesinnen als Reittiere genutzt und ihr Heulen sagte den Sieg in einem Kampf vorraus. Odin selbst hatte sogar Wölfe namens Geri und Freki, welche denselben Gaumenschmaus zu essen bekamen, wie der Göttervater selbst. Im Kampf standen sie Odin stets treu und tapfer zur Seite machten sich am Ende über die gefallenen Leichen her. Deshalb wird Odin bis heute oftmals durch einen Wolfskopf dargestellt. Odin selbst zog sogar einst einen Wolf auf, der sich gut mit seinem Sohn Tyr verstand. In der Edda ist dieser Wolf auch als Fenris bekannt und für das Ragnarök (Weltenende) und den Untergang der Götterwelt verantwortlich.

Kelten: Druiden verehrten den Wolf wegen seines stark ausgeprägten Familiensinns als Totem für die Gemeinschaft. Er soll diese beschützen und in schwierigen Zeiten führen. Die Monate Januar und Februar nannte man Wolfszeit, weil es die Zeit war, in denen die Druiden ihre Reise in die Anderswelt unternahmen, um der Gemeinschaft neue Ziele und Hoffnung zu geben. Die Kelten schätzten seine magische Kraft und enge Verbindung zum Mond sehr. Sie wussten, dass der Wolf nie die Orientierung verliert und immer zum Wohle aller handelt – in guten, wie in schlechten Zeiten.

Eskimos: In einer Legende der Inuit gibt es einen riesigen Wolf namens Amarok. Dieser jagt und frisst Jeden, welcher nachts alleine wandert oder auf die Jagd geht. Im Gegensatz zu normalen Wölfen zieht es Amarok vor, alleine zu jagen.

Schoschonen: Eine Weisheit aus dem Yukon besagt, der Mensch solle sein Sozialverhalten vom Wolf und sein Ernährungsverhalten vom Bär lernen. Die Schoschonen sahen im Wolf den Schöpfer und Weisen und im Koyoten vielmehr einen Schelm und Gauner, der nur Unsinn im Kopf hatte. In einer ihrer Legenden haben der Wolf und der Koyote eine Auseinandersetung, in welcher Sie darüber diskutieren, was mit den verstorbenen Menschen nach dem Tod geschehen soll. Letztendlich entscheiden sie einstimmig, verstorbene Menschen nicht ins Leben zurückzuholen, damit es nicht zu viele Menschen auf der Erde gibt.

Wolf – Medizin

Wenn der Wolf Ihr Revier erreicht oder Sie sein Rufen wahrnehmen, fordert er Sie auf, ihm auf dem Mondpfad zu folgen. Er zeigt Ihnen, wie Sie sich den Umständen anpassen und gleichzeitig Ihre Vision leben können. Der Wolf ist aber auch ein Freiheit liebendes und kommunikatives Tier. Er warnt Sie als Krafttier deshalb auch davor, Ihr Denken und Handeln all zu sehr einzuschränken. Sie brauchen Freiheit, also sperren Sie Ihre Gefühle und Instinkte nicht ein. Schützen Sie sich auch vor sogenannten Freunden, die Sie nur ausnützen und Ihre Energie aufsaugen wollen – seien Sie nicht zu großzügig und gutmütig, seien Sie ein Wolf.

Traumdeutung

Der Wolf im Traum weist auf innere Konflikte hin. Möglicherweise kämpft der Träumende mit seinen Ängsten, Trieben und Wünschen und weiß nicht, wie er sie in Einklang bringen soll. Andererseits will der Wolf auch vor der Verfolgung Anderer oder schlechter Gesellschaft warnen.

Sonstiges

Totem: WolfIm Medizinrad und Indianischen Horoskop ist der Wolf gemeinsam mit dem Puma der “Zeit der großen Winde” (19.02. bis 20.03.) zugeordnet. Wolf-Menschen gelten als intuitiv, vertrauensvoll, sensibel und leidenschaftlich, sind aber auch ausgesprochen anspassungsfähig und unberechenbar. Sie handeln oftmals spontan aus dem Bauch heraus, können Kritik aber nicht kommentarlos annehmen.  [Weiterlesen…]

Rune Tiwaz Der Wolf wird der Rune Tiwaz zugeordnet, welche mit dem germanischen Gott Tyr verbunden ist und für Zielstrebigkeit, Krieg und Gerechtigkeit steht. Mit dem Wolf als Krafttier hilft Tiwaz sich durchzusetzen und seine Ziele zu erreichen. Ebenfalls fördert Tiwaz mit dem Wolf als Krafttier das Gerechtigkeitsempfinden und Urteilsvermögen.

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 15:00 Uhr