Fantasiereise zum Fuchs am Waldrand

Fantasiereise zum Fuchs am Waldrand

Mach es Dir bequem. Du kannst diese Reise lesen und zwischendurch Pausen machen oder sie Dir langsam vorlesen lassen. Du musst nichts leisten und kein bestimmtes Bild sehen. Es genügt, wenn Du einzelne Eindrücke entstehen lässt.

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Schließe die Augen, wenn es sich sicher und angenehm anfühlt. Spüre den Untergrund unter Dir. Nimm Deinen Atem wahr. Mit jedem Ausatmen darf der Tag ein wenig weiter in den Hintergrund treten.

Stell Dir vor, Du stehst an einem Waldrand. Vor Dir liegt eine Wiese, hinter Dir beginnt der Wald. Das Licht ist mild. Vielleicht ist früher Morgen, vielleicht später Nachmittag. Du musst die Tageszeit nicht festlegen.

Unter Deinen Füßen ist die Erde fest und zugleich weich. Du bemerkst Gräser, kleine Steine und den Duft von Laub. In der Ferne bewegt sich etwas zwischen den Halmen. Ein Fuchs tritt hervor.

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Er kommt nicht auf Dich zu. Er bleibt in seinem Abstand und schaut kurz in Deine Richtung. Sein Körper ist aufmerksam, aber nicht angespannt. Nach einem Moment wendet er den Kopf und lauscht in die Landschaft.

Du musst ihm nicht folgen. Du kannst einfach beobachten, wie er sich bewegt: vorsichtig, geschmeidig und mit kleinen Pausen. Vielleicht entdeckt er eine Stelle am Waldrand, die Dir bisher nicht aufgefallen ist. Einen umgefallenen Ast. Eine Spur im Boden. Einen hellen Stein.

Der Fuchs geht ein paar Schritte und bleibt wieder stehen. In dieser Reise gibt es keinen Zeitdruck. Du darfst dieselbe Ruhe ausprobieren. Was verändert sich, wenn Du nicht sofort weitergehst? Was nimmst Du wahr, wenn Du wartest?

Vor Dir öffnet sich nun ein schmaler Pfad. Er führt nicht tief in den Wald, sondern nur ein kleines Stück am Rand entlang. Der Fuchs blickt zurück. Vielleicht ist das eine Einladung, vielleicht nur ein zufälliger Moment. Du entscheidest selbst, ob Du ein paar Schritte gehst.

Mit jedem Schritt findest Du etwas, das vorher verborgen war: eine Linie im Sand, einen Vogelruf, eine Lücke zwischen den Zweigen. Du musst nichts deuten. Lass die Eindrücke einfach da sein.

Schließlich bleibt der Fuchs stehen und verschwindet zwischen den Sträuchern. Der Waldrand bleibt. Auch Du bleibst. Vielleicht nimmst Du ein kleines Bild mit: den ruhigen Blick, die wachen Ohren oder die Fähigkeit, einen Schritt erst dann zu tun, wenn er sich richtig anfühlt.

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Zur Rückkehr

Spüre wieder den Untergrund. Atme etwas tiefer ein und aus. Bewege Deine Finger und Zehen. Wenn Du bereit bist, öffne die Augen. Notiere anschließend ein Wort oder einen Satz, der von der Reise geblieben ist.

Fantasiereisen sind persönliche innere Bilder. Sie haben keine festgelegte Bedeutung. Wenn Du Dich unwohl fühlst, beende die Übung jederzeit und richte Deine Aufmerksamkeit auf den Raum um Dich.

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