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Eichelhäher

Lebensraum

Der Eichelhäher ist ein Singvogel aus der Familie der Rabenvögel und daher auch mit der Krähe, dem Raben und der Amsel verwandt. Entgegen der weitläufigen Meinung ist der Eichlhäher aber kein Nesträuber. Ihr Bauch ist meist beige und weiß, ihr Rücken und ihr Gefieder sind ebenfalls hauptächlich in einem teilweise mit grau gemischten Beige gehalten. Während ihr Schwanz eher rotbraun ist, sind ihre zarten Beine eher gelbrosa. Ursprünglich ist der Eichhäher in Europa heimisch, hat sich über Asien aber auch bis in den Norden von Afrika verbreitet. Im Sommer stehen hauptsächlich Insekten (wie z.B. die Fliege), Würmer (wie z.B. der Regenwurm) und Spinnentiere (wie z.B. die Spinne) auf dem Speiseplan. Im Winter begnügt sich der Eichelhäher auch mit pflanzlicher Nahrung wie z.B. mit Nüssen (wie etwa Eicheln), Beeren und anderen Früchten. In Europa bevorzugt der Eichelhäher grundsätzlich alle Arten von lichten Wäldern, in unseren Breiten fühlt sich der Eichelhäher jedoch in Misch- und Laubwäldern am Wohlsten.

Krafttier Eichelhäher

Mythologie

Der Name des Eichelhähers leitet sich von ” Eichel” und “Häher” ab. Beobachtungen haben gezeigt, dass der Eichelhäher eine Vorliebe für Eicheln hat und dass er oft in den Baumwipfeln von Eichen sitzt. Von seiner Lieblingsspeise kann der Eichelhäher übriges bis zu zehn im Kehlsack transportieren, um sie woanders einfach nur zu vergraben und einen Vorrat anzulegen (wie ein Eichhörnchen). Das Wort “Häher” stammt von “Heger” und “Hüter” ab und ist auf seine zweite Vorliebe das Stehlen, Sammeln und Hüten bzw. Horten des “Diebesgutes” zurückzuführen. In manchen Regionen ist der Eichelhäher deshalb auch als “Nussgackl” und “Marktwart” bekannt. Der berühmte Dichter Hermann Löns bezeichnet den Eichelhäher sogar als “Wächter des Waldes”. Dieser Beiname kommt natürlich nicht von ungefär, sondern von der besonderen Eigenschaft des Eichelhähers des Imitierens von Stimmen und Rufen anderer Tiere. Dadurch schreckt er diese oft ab oder warnt deren Beute vor ihrer Ankunft. So wacht er quasi über seine Waldstück, indem er seine Feinde mit ihren eigenen Waffen schlägt und deren potenzielle Beute vor dem nahenden Unheil warnt. Gleichzeitig spiegelt sich hier die bekannte Intelligenz der Rabenvögel wieder, denn der Eichelhäher kann nicht nur den Ruf einer Eule nachahmen, sondern auch das Miauen einer Katze, den Ruf eines Habichts, Laute eines Spechts und sogar Klingeltöne.

Der Volksmund nennt ihn “Gärtner des Waldes”. Womöglich ist dies auf die Vergesslichkeit des Eichelhähers bei Anlegen von Vorratskammern zurückzuführen, denn oftmals weiß der Eichelhäher nicht mehr, wo er die einst sorgfältig gesammelten und eingegrabenen Nüsse versteckt hat. Dadurch hilft er ungemein bei der Verbreitung von Bäumen. In der Vergangenheit soll der Eichelhäher gemeinsam mit dem Eichhörnchen dadurch besonders zur Entstehung und Ausbreitung von Eichenwäldern beigetragen haben. Auch heute noch unterstützt er die Verbreitung von Eichen, Buchen und Haseln – ganz besonders in monotonen Nadelwäldern (wie z.B. den Nutzwäldern in Bayern), wo sonst nur Fichten, Tannen und Kiefern wachsen. Jäger und Förster wissen seine Tat als sog. “Hähersaat” zu schätzen.

Laut einer christlichen Sage soll der Eichelhäher einst am ganzen Körper wunderschön blau gefärbt und gemustert gewesen sein. Weil er angeblich Jesus verraten haben soll, wurde ihm das bezaubernde Federkleid jedoch wieder genommen und als Erinnerung an dieses Vergehen und den unverzeihbaren Verrat zieren den Eichelhäher heute nur noch kleine Flecken an den Flügeln.

Wegen seiner lautstarken Äußerungen im Frühling wird der Eichelhäher im Volksmund auch “Polizist des Waldes” genannt, weil die Lautstärke an Trillerpfeifen von Verkehrspolizisten erinnert. Ebenso ist er aber auch als “Schreiwäkster” im Emsland, als “Magolwes” im Siegerland und als “Nußgratsche” im Stubaital bekannt. Sogar in seinem plattdeutschen Spitznamen “Holteekster” spiegelt sich seine Verwandtschaft zur Elster (“Heckster”, Platt = “Elster”) und seine Vorliebe zu Eicheln (“Eckel”, Platt = Eichel) und Eichbäumen (“Eekboom”, Platt = Eiche) wieder.

Eichelhäher- Medizin

Hüpft oder fliegt der Eichelhäher als Krafttier in Ihr Leben, dann gilt es wachsam zu bleiben und Veränderungen kritisch zu betrachten. Nicht alles was neu ist ist gut und nicht alles was alt ist ist alter Tobak. Es sind oft das alte Wissen und die Erfahrungen der Vergangenheit, die uns überhaupt eine friedliche und harmonische Gegenwart und eine bessere Zukunft ermöglichen. Als Wächter des Waldes macht das Krafttier Eichehäher aber auch auf den Zustand des eigenen Waldes hin. Wie sieht es in Ihrem Wald aus? Ist es ein dunkler Wald mit fast ausschließlich Nadelbäumen oder lassen ein paar Laubbäume Licht ins Dunkel? Gibt es viel Gestrüpp, Dornen und Brennesseln oder zieren Lupinen, Taubnesseln und Bärlauch den Waldboden? Gibt es begehbare Wege oder sind es vielmehr verschlungene Pfade, durch die man sich durchkämpfen muss? Fragen und bitten Sie den Eichelhäher als Krafttier Ihnen zu zeigen, wie es in Ihnen selbst aussieht und wie Sie Ihren inneren Wald pflegen können.

Als Wächter des Waldes wacht das Krafttier Eichelhäher nämlich auch über den Wald Ihrer inneren Welt. Wollen Sie diesen Wald betreten, müssen Sie am Eichelhäher vorbei und ihn um Erlaubnis bitten, den Wad zu betreten. So wie der Eichelhäher gerne am Boden seine Nahrung versteckt, so gerne sitzt er auch in den Baumwipfel, um von dort oben das Geschehen zu beobachten. So steht das Krafttier Eichelhäher auch für die Verbindung von Himmel und Erde, Geist und Körper, Spiritueller Welt und Alltäglicher Wirklichkeit. Es geht darum Beide Dinge miteinander zu vereinen, Gedanken zu materalisieren und flexibel wie die Erde zu bleiben, die sich von Wasser und Wind an andere Orte tragen lässt. Sein lautstarkes Gekrächzte weist darauf hin, dass sie ein lauten Lebensstil verfolgen und gerne Krach und Rabatz machen – oftmals auch zum Nachsehen Ihrer Familie, Freunde, Bekannte oder Kollegen. Versuchen Sie nicht immer gleich einen Aufstand zu machen, denn die meisten  bedeutsamen Dinge werden im Stillen getan.

Die erstaunliche Fähigkeit des Eichelhähers, Stimen und Rufe nachzuahmen ermahnt auch Sie dazu, nicht alles nachzuplappern, was andere so von sich geben. Gleichzeitig warnt das Krafttier Eichelhäher vor Nachahmung und der Gefahr, dass Sie nicht achtsam genug mit sich selbst umgehen. So macht der Eichelhäher als Krafttier nicht nur auf Innenschau, sondern auch auf Leichtsinnigkeit, Wachsamkeit und Schutz aufmerksam. Ebenso ermuntern Sie das Krafttier Eichelhäher sie dazu, sich auch in der alltäglichen Wirklichkeit in den Wald zu begeben und Kontakt zu den Waldgeistern aufzunehmen – seien es Baumgeiste, Trolle, Wichtel oder Zwerge. Wenn Sie auf der Suche nach Ihren Wurzeln sind, begeben Sie sich in den Wald, um letzten Endes in sich selbst die Stabilität und Kraft zu finden, die Sie im Außen suchen.

Durch seine besondere Verbindung zur Eiche möchte Sie der Eichelhäher als Krafttier aber auch auf die schamanischen & spirituellen Qualitäten der Eiche aufmerksam machen. Möglicherweise ist die Eiche zur Zeit Ihr Kraftbaum. So wie auch der Eichelhäher einen Vorrat für den Winter anlegt, so möchte Sie auch das Krafttier Eichelhäher daran erinnern, immer gut vorbereitet zu sein und sich einen Vorrat an Kraft, Nerven oder finanziellen Mitteln für die Zukunft zurückzulegen, weil sie diese brauchen werden. Gleichzeitig weist er damit symbolisch auf das alte Wissen hin, das von unseren Vorfahren einst angelegt wurde und von uns nur wiedergefunden und freigelegt werden muss – wie die einst im Herbst vergrabenen Eicheln für den Winter. Seine positve Eigenschaft zur Verbreitung des Waldes beizutragen, erinnert an die geistige Entwicklung. So wie der Eichelhäher die Eicheln in seiner Kehle sammelt, gilt es für uns Wissen und Weisheit anzusammeln und zu hüten. Wenn der Eichelhäher die Eichel in die Erde legt, weist uns dieser Akt darauf hin, dass wir das Weisheit und Wissen nicht ewig behalten können und es teilen müssen. Wir müssen beides behutsam wie Samen in die Erde legen, damit neue Entwicklungen ihren Lauf nehmen und andere das Wissen und die Weisheit finden können. Gleichwohl steht dieses einpflanzen und Hüten des Samens auch für unseren eigenen Reifeprozess, bei dem unser Geist und unser Potenzial wachsen. Der Wächter des Waldes ist auch Ihr Wächter, wenn er Ihnen als Krafttier erscheint und er wird sein Wissen und seine Weisheit mit Ihnen teilen, wenn Sie diese anschließend auch wieder mit Jemandem teilen.

Traumdeutung

Als Traumsymbol warnt der Eichelhäher vor Nachahmung und das Leben nur durch Betrug und List zu meistern. Auf Dauer ist das keine Lösung, die glücklich macht. Ein fliegender und sich auf einem Baum niederlassender Eichelhäher weist auf die Überwindung großer Hindernisse und Schwierigkeiten hin, die zwar eine große Anstrengung erfordern, aber mit Erfolg und Bravur gemeistert werden können. Mehrere Eichelhäher im Traum kündigen Besuch von Freunden oder der Familie an, die eventuell interessanten Klatsch zu berichten haben. Ein toter Eichelhäher im Traumgeschehen warnt for häuslichem Streit, zwist und teils heftigen und lautstarken Auseinandersetzungen – so wie auch der Eichelhäher im Frühling ordentlich Rabatz macht

Sonstiges

Nichts bekannt.

Krebs

Lebensraum

Der Krebs ist ein Krustentier aus der Urzeit, dass schon seit Anbeginn der Zeit auf der Erde existiert. Als Gliederfüßer ist der Krebs mit dem Tausendfüßler, Skorpion und Schmetterling verwandt – ja sogar mit der Kellerassel, die, genau genommen, ebenfalls zur Ordnung der Krebstiere gehört. Sein Lebensraum sind verschiedenste Gewässer wie Seen, Flüsse, Bäche und Meere auf der ganzen Welt – ob Afrika, Asien, Australien, Europa, Nordamerika oder Südamerika. Die wohl deutlichsten Erkennungsmerkmale der Krebse sind ihr segmentartiger Körperbau, ihre harte Schale (umgangssprachlich auch als “Panzer” bezeichnet), die sechs Gliederfüße, ihre hervorstechenden stielartigen Augen und ein Paar Greifzangen oder Scheren, die je nach Art unterschiedlich lang und breit ausfallen.

Krafttier KrebsMythologie

Im Volksglauben gelten Einsiedlerkrebse als Symboltier für Abgeschiedenheit, Einsamkeit und Frömmigkeit. Man vergleicht dabei den Einsiedlerkrebs mit einem Mönch oder eine Nonne, die zurückgezogen ihren Glauben lebt. Daher kommt übrigens auch die umgangssprachliche Bezeichnung “Einsiedler”. Im Volksmund ist der Krebs etwas bekannter. So kennt man etwa die Aussprüche “Krebser” und “herumkrebsen”, die beide auf das Seitwärts- und Rückwärtsgehen des Krebses zurückzuführen sind. Jemand der “heumkrebst”, der weicht aus, kommt nicht wirklich voran mit sich selbst oder seinem Vorhaben und macht eher Rückschritte als Fortschritte. Es wird oft im Zusammenhang mit finanziellen oder gesundheitlichen Misslagen benutzt. Daher auch der Ausdruck “Jemand hat schwer zu krebsen”. Womöglich lässt sich darauf auch die umgangssprachliche Bezeichnung “Krebs” für bösartiger Tumore zurückführen.

Die Redensart “Lieber Hummer in der Tasche als Krebs im Sack” bezeichnet in etwa dasselbe wie “Ein Spatz in der Hand ist besser als eine Taube auf dem Dach”. Etwas positiver scheint die umgangssprachliche Bezeichnung “Krabbe” für Kleinkinder zu sein, die noch nicht gehen können und stattdessen auf allen vieren “herumkrabbeln”. Eine italienische Redensart besagt, dass man “den Krebs aus dem Loch” bekommt, wenn man Jemanden entlarvt oder aus seinem Versteck hervorholt – was sich in etwa mit dem deutschen Sprichwort “Die Kastanien aus dem Feuer holen” deckt.

Die Redewendungen “Rot wie ein Krebs” bezeichnet meist Menschen, die vor Scham erröten, “krebsrot” ist man umgangsprachlich dann, wenn man einen Sonnenbrand hat. Sogar das Sprichwort “In der Klemme stecken” ist auf den Krebs zurückzuführen – oder besser gesagt auf seine Scheren und Greifarme. Jemand der “in der Klemme” steckt, befindet sich in einer “verzwickten” Situation – wird also metaphorisch gesehen von den Greifarmen des Krebes festgehalten. Ähnliches gilt auch für die Mundarten, wenn etwas “zwickt” oder “klemmt”.

Griechenland:
Einer griechischen Sage nach soll die Hydra, ein schlangenähnliches Ungeheuer, von einem Riesenkrebs namens Karkinos bewacht worden sein. Niemand anderes als Hera selbst,  die Ehefrau des Göttervaters Zeus, hatte der Hydra diesen Beschützer geschickt. Dieser sollte die Wasserschlange vor feindlichen Göttern und Helden beschützen, welche der Hydra nach dem Leben trachteten. Der Held Herakles ließ sich jedoch nicht vom Riesenkrebs aufhalten und zerquetsche ihn mit seinem Fuß, nachdem er von diesem mit seinen Scheren am Fuß angegriffen wurde. Als Dank und letzte Ehre honorierte Hera die Leistungen des Riesenkrebes Karkinos, indem sie diesen als Sternbild in den Himmel setzte. Seitdem gibt es den Krebs als Sternenbild am Himmel und als Sternzeichen im abendländischen Horoskop.

Andere Erzählungen berichten davon, dass der Göttervater Zeus einen Krebs dazu verpflichtet haben soll, ihm beim Fangen einer Nymphe zu helfen, damit er sie in seinen Besitz bringen und mit ihr seine sexuelle Lust befriedigen kann.

Krebs – Medizin

Krabbelt der Krebs in Ihre Lebenskreise, dann gilt es sich der Traum- und Gefühlswelt zuzuwenden. In Ihren Träumen liegt der Schlüssel zu Ihrer Gefühlswelt verborgenen und in Ihrer Gefühlswelt finden die den Schlüssel zu Ihrem Selbst. Achten Sie jetzt besonders auf Ihre Träume und Ihren Gemütszustand – sie zeigen Ihnen, was geheilt, gereinigt und verstanden werden möchte. Lassen Sie sich vom Krebs zum Strand des Lebens führen und tauchen Sie ggf. mit ihm in das UrMeer ein. Beobachten Sie die Gezeiten, wie sie kommen und gehen und sich die Dinge jedesmal verändern, obwohl sie gleich zu bleiben scheinen. Kehren Sie in sich und seien Sie ehrlich zu sich selbst: Was hat Sie am meisten verletzt und was tut Ihnen immernoch weh? Was brennt Ihnen auf der Seele und was fühlen Sie wirklich? Entdecken Sie gemeinsam mit dem Krafttier Krebs als Führer Ihre Gefühlswelt und finden Sie heraus, ob sie wie ein Krebs eine harte Schale und einen weichen Kern besitzen oder ob durch schlechte Erfahrungen auch Ihr Kern verbittert, verhärtert und das Herz durch Wechselduschen in Sachen Liebe kalt geworden ist.

Nutzen Sie die reinigende Kraft des Salzwassers und lassen Sie das Krafttier Krebs Sie  auf die Dinge und Wunden aufmerksam machen, die geheilt werden müssen – auch wenn es wehtut. Die Eigenschaftet des Krebses seitlich oder gar rückwärts zu laufen können auch Sie sich zu Eigen machen, der der Krebs Ihr Krafttier ist. Dadurch können Sie sich rasant und geschickt brenzligen oder unangenehmen Siutationen entziehen. So verleiht Ihnen der Krebs als Krafttier durch sein Rückwärtsgehen auch die Fähigkeit in die Vergangenheit zu blicken und ggf. diese schamanisch zu bereisen, um Dinge aufzuarbeiten, die bearbeitet werden müssen, damit diese Dinge Sie in der Gegenwart nicht blockieren und die ihnen bestimmte Zukunft nicht verhindern. Durch das Seitwärtsgehen lernen Sie vom Krafttier Krebs auch mal unkonventionell zu sein und Dinge zu tun, die für andere unmöglich oder undenkbar scheinen.

Wenn der Krebs als Krafttier in Ihr Leben kommt, dann kommt er womöglich auch deshalb zu Ihnen, um Sie von Ihren Gefühlsschwankungen oder depressiven Verstimmungen zu heilen. Möglicherweise sind Sie zur Zeit übersensibel und leiht gereizt. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Gefühle Sie zu überfluten scheinen, dann wird es Zeit für die Krafttiermedizin des Krebses, welche überschwängliche Gefühle durch Innenschau, Reflexion und Intuition “abfließen” lässt, damit wieder der normale “Pegelstand” erreicht wird.

So lehrt das Krafttier Krebs, zuerst in sich selbst zu kehren, bevor man nach aussen geht und selbst die Veränderung zu sein, die man in der Welt sehen möchte. Seine Zangen helfen dabei, sich von unliebsamen oder nicht mehr benötigten Verstrickungen und Abhängingkeiten zu lösen und wortwörtlich Verbindungen durch einen sauberen Schnitt zu lösen. Der harte Panzer des Krebses, der zugleich auch sein Zuhause ist, gewährt Schutz und fördert Regeneration. So können Sie sich überall wo Sie sind zu Hause fühlen und ist Zuhause immer dort, wo Sie sind. Das Krafttier Krebs schützt Sie mit seinem Panzer vor aufdringlichen Gästen und verteibt Angreifer mit seinen “zwickenden” Scherenarmen.

Traumdeutung

Eine Krebs im Traum erinnert den Träumenden daran, sich mit seiner Gefühlswelt auseinanderzusetzen und anchzuschauen wo es “zwickt” und “klemmt”. Die Verbundenheit des Krebses mit dem Element Wasser macht den Krebs aber nicht nur zum Botschafter der Gefühle, sondern auch zum Symbol für Lebensenergie. Ein im Traum auftauchender Krebs möchte auf Ihre Lebensenergie aufmerksam machen, ein zwickender Krebs möchte, dass Sie aufhören zu Träumen und in der Wirklichkeit ankommen. Gleichermaßen sagt Ihnen damit der Krebs im Traum, dass Sie aufhören sollen Ihr Leben zu träumen und stattdessen Ihren Traum Leben sollen. Das Erscheinen eines Krebses im Traum kann mitunter aber auch ein Symbol für überschwängliche  und stark schwankende Gefühle, erdrückende Liebe und zu viel Bemutterung sein.

Sonstiges

Der Krebs wird gemeinsam mit dem Aal und dem Lachs der Rune Laguz zugeordnet, welche für Gefühle, Leben und Sehnsucht steht. Mit dem Krebs als Krafttier hilft Laguz die eigenen Schwächen in Stärken zu verwandeln die eigenen Gefühle zu ordnen und von Fremden zu trennen. Ebenfalls kann mit der Rune Laguz Albträumen entgegen gewirkt und das Traumgeschehen beeinflusst werden.

Nashorn

Lebensraum

Das Nashorn – auch als Rhinozeross bekannt – gehört zur Famile der Säugetiere und ist mit dem Elefant und dem Nilpferd verwandt. Darüber hinaus gehört das Nashorn zu den letzten überlebenden Megaherbivornen, die vor ca. 40 Millionen Jahre lebten. Seine Verbreitung erstreckt sich über Asien bis hin zu Afrika, wo es als Lebensraum tropische Regenwälder in Westafrika und Indien, Savannen in Südafrika und Laubwälder und Dornbuschland in Asien bevorzugt. Nashörner sind nicht nur Einzelgänger, sondern auch an und für sich sehr scheue Tiere, welche menschliche Nähe er meiden als suchen. Geraten Nashörner jedoch in Bedrängnis oder in Gefahr, dann wissen sich diese kräfitgen Tiere auch zu verteidigen. Die den Nashörnern oftmals nachgesagte Angriffslust ist nach wie vor nur ein Mythos, der keinesfalls der Wahrheit entspricht. Nashörner greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen oder ihre Jungen beschützen wollen. Womöglich spielt dabei auch ihr schlechter Sehsinn eine Rolle, dafür ist ihr Gehör aber umso besser. Sie greifen allerdings nicht gezielt Menschen aus Lust an der Freude an – auch wenn man ihnen das bis heute nachsagt. Sie sind je nach Art tag-oder nachtaktiv und hauptsächlich Pflanzenfresser – d.h. ihr Speiseplan besteht hauptsächlich aus Gräsern, Blättern, Blüten, Knospen und Früchten. Obwohl es viele verschiedene Nashornarten gibt, so lässt sich an Hand eines einfachen Merkmales meistens leicht feststellen, ob ein Nashorn in Afrika oder Asien heimisch ist: die Anzahl der Hörner. Denn im Gegensatz zum indischen Nashorn besitzt das afrikanische Nashorn gleich zwei Hörner – ein Großes und ein Kleines.

Krafttier Nashorn

Mythologie

Schon vor vielen tausend Jahren zierten unzählige Malereien von Nashörnern Höhlen und Felswände, wurde ihr Abbild in Knochen oder Steine geritzt und wurden sogar Tonfiguren in Form eines Nashorn modelliert. Seit jeher findet also das Nashorn samt unzähliger Kultobjekte einen ganz besonderen Platz in den Herzen der Menschen. Legenden zu Folge soll das aus der griechischen Mythologie bekannte Einhorn eine Kreuzung zwischen einem Nashorn und einem Pferd sein. Vorstellbar wäre, dass es sich bei der Kreuzung mit dem Nashorn um ein indisches Nashorn handelt, dass im dortigen Volksglauben auch als eine Art “Einhorn” bezeichnet wird, weil es im Gegenteil zum afrikanischen Nashorn nur ein Horn auf der Nase trägt. Möglicherweise stammt daher auch seine umgangssprachliche Bezeichnung Rhinozeross (von “Ross”, der alten Bezeichnung für ein Pferd). Schließlich lautet sein lateinischer Name auch “Rhinoceros unicornis”, wo bei “unicornis” aus dem Lateinischen kommt und im Englischen als “Unicorn” bekannt ist – und das bedeutet übersetzt wiederum “Einhorn”.

Nashorn – Medizin

Trabt das Nashorn als Krafttier in Ihre Lebenskreise wird es Zeit für die Krafttiermedizin des Nashorns. Als kräftig gebautes und absolut erverbundenes Tier macht das Krafttier Nashorn auf Stabilität und Erdverbundenheit aufmerksam. Wie stabil ist Ihre aktuelle Lebenslage und sind sie genug im Boden verankert, damit Sie den Stürmen Lebens standhalten können? Sofern es Ihnen an Kraft, Stabilität oder Erdverbundheit mangelt, kommt das Nashorn als Krafttier zu Ihnen um Ihnen genau diese Qualitäten mit Ihnen zu teilen. Mit seinen kurzen und stämmigen Beinen ist das Nashorn auch kein geborener Langstreckenläufer, sondern vielmehr der geborene Sprinter. Wo trifft das in Ihrem Leben zu? Das Krafttier Nashorn sagt Ihnen, dass Sie auch mit kurzen Etappen ans Ziel kommen und sich auf Ihrem Weg nicht immer völig verausgaben müssen. Machen Sie eine Pause, halten Sie inne und ruhen Sie sich aus, damit Körper und Geist sich regenerieren können. Als Einzelgänger macht das Krafttier Nashorn auch auf Themen wie das Eremitendasein und den Gemeinschaftssinn hin. So möchte Sie das Nashorn als Krafttier dazu anregen, sich Gedanken über das Verhältnis von Einzelgängertum und Herdentrieb zu machen. Sind Sie momentan eher ein Einzelgänger und etwas eigenbrötlerisch oder lieben Sie Geselligkeit und finden schnell neue Freunde?

So wie auch der Elefant und das Nilpferd, so gilt auch das Nashorn im Volksmund als gutmütiger und gemütlicher Dickhäuter. Es macht damit nicht nur auf Gelassenheit, sondern auch auf Dick- oder Dünnhäutigkeit aufmerksam. Vielleicht ist es in Ihrer aktuellen Lebenslage angebracht, dickhäutig zu sein und seine Dünnhäutigkeit hinter sich zu lassen. Vielleicht aber waren Sie auch schon zu lange dickhäutig und damit vielleicht auch schon zu lange gefühlskalt, depressiv, aggressiv und unsensibel. Denn genau das kann passieren, wenn Sie sich zu lange hinter einer dicken Mauer, einem dicken Fell oder eine dicken Haut verstecken. Lassen Sie sich vom Krafttier Nashorn die Vor- und Nachteile der Einsamkeit und die Vor- und Nachteile eines Herdendaseins zeigen und entscheiden Sie dann selbst, welcher Weg im Moment der bessere für Sie ist. Als Millionen Jahre altes Tier, das fast schon seit Anbeginn der Zeit exisitert, kann man das Krafttier Nashorn auch als eine Art UrTier betrachten, das über das UrWissen und alte Weisheit verfügt. Im Wandel der Zeiten, wenn wir selbst keinen Halt mehr finden, sollten wir uns an das Nashorn wenden, das als Fels in der Brandung stets den GeZeiten trotzt und das sich nicht den Boden unter den Füßen wegziehen lässt. So ermöglicht Ihnen das Nashorn als Krafttier den Zugang zum uralten Wissen der Erde und den tiefen Zugang zu sich selbt. Das Horn des Nashorns symbolisiert seine Willenskraft, also schauen Sie genau, ob sich Ihnen ein Nashorn mit ein oder zwei Hörnern als Krafttier zeigt. Je mehr Hörner das Nashorn als Krafttier hat, desto mehr Willensstärke wird für die aktuelle Lebensphase und auch die Krafttiermedizin des Nashorns gebraucht. Obwohl das Nashorn schlecht sehen kann, so hört es dafür um ein Vielfaches besser. Deshalb macht Sie das Krafttier Nashorn auch darauf aufmerksam, sich nicht ausschließlich auf Ihren Sehsinn zu verlassen, sondern vielmehr Ihren momentan besonders gut ausgeprägten Gehörsinn zu nutzen. Im Übertragenen Sinne möchte Sie das Krafttier Nashorn dazu animieren, Ihre Augen zu schließen und mehr auf Ihre innere Stimme zu hören, damit Sie sich optisch nicht mehr von Kleinigkeiten und Nichtigkeiten ablenken lassen.

Traumdeutung

Das Erscheinen eines Nashorns im Traum gilt als Symbol der Macht und Kraft. Je nach dem ob es verletzt, gesund, schüchtern oder aggressiv und aufdringlich ist, macht es entweder auf Minderwertigkeitsgefühle oder Geltungsdrang aufmerksam.

Sonstiges

Nichts bekannt.

Kröte

Lebensraum

Kröten sind Amphibien, die fast überall auf der Welt anzutreffen sind – von Europa über Nord- und Südamerika bis hin zu Australien, Japan und China. Im Gegenteil zu den Fröschen bevorzugen sie nicht unbedingt ein Leben in der Nähe von süßwasserhaltigen Gewässern wie kleinen Seen, Teichen oder Tümpeln. Sie brauchen zwar Gewässer um zu laichen, halten sich aber generell eher weniger in Feuchtgebieten, sondern vielmehr in Wäldern, Wiesen und in sandigen und erdreichen Regionen auf. Im Gegensatz zu den Fischen sind Kröten auch viel größer und haben eine trockene, fast schon lederartige Haut, die häufig von Warzen übersäht ist. Frösche sind kleiner und haben eine glatte Haut, Schwimmhäute und bevorzugen ein Leben am und im Wasser. Kröten haben deshalb auch keine Schwimmhäute wie Frösche, da sie sich fast vollständig an ein Leben auf dem Land angepasst haben.

Krafttier KröteMythologie

Während der Frosch mit dem Element Wasser und den Wassergeistern verbunden ist, so steht die Kröte unmittelbar mit dem Element Erde und den Erdgeistern in Verbindung. Auf Grund Ihrer Erdverbundenheit erscheint die Kröte in Märchen oft als Wegweiser, Ratgeber und Lehrer, was sie auch zu einer Botin von Gaia, unserer Mutter Erde macht.

Denn mythologisch gesehen verkörpert der Frosch eher die männlichen Aspekte und die Kröte eher die weiblichen Qualitäten. Als durch und durch erdverbundenes Wesen, das Feuchtigkeit und Dunkelheit liebt, könnte es kein passenderes Symboltier für die Erdmutter geben.

Laut Volksglauben soll so manche am Wegesrand sitzende Kröte eine verzauberte Hexe aus der Unterwelt sein und nur darauf warten, Reisende oder Ungläubige vom rechten Weg abzubringen und in die Irre zu führen. Ethnologisch und symbolisch betrachtet ist es kein Wunder, dass man die Kröte mit Unheil oder Hexen assoziierte – wo sie doch nicht dem bekannten Schönheitsideal entspricht und von hässlichen Warzen nur so übersäht ist. Denn früher galten so manche behinderte oder nicht dem Schönheitsideal entsprechenden Menschen als verhext, verflucht und Ausgeburten der Finsternis, die mit dem Teufel im Bunde oder mit der Hexerei in Verbindung stehen sollten. Fast immer wurden solche Menschen wie Aussätzige behandelt und mitunter sogar wegen Hexerei oder Teufelsanbetung angeklagt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Zudem soll die Kröte auch gerne auf Steinen und Pilzen sitzen, sowie sich Erdgeister wie Kobolde und Zwerge laut Volksglauben gerne in eine Kröte verwandeln. So ist es kein Wunder, dass die auf der Erde herumhüpfende Kröte auch unmittelbar mit dem unteren Erdreich – der Unterwelt – verbunden (und damit auch ein Symbol für die untere Welt, Mutter Erde und Gaia) ist.

Bei unseren Vorfahren, den Kelten, war die Kröte ebenso wie der Frosch und seine Entwicklungsstadien ein weiteres Symbolbild der dreifaltigen Göttin und ihrer drei Gesichter (und damit auch der Entwicklungsstadien der Menschen): Kindheit – Erwachsenenalter – Alter ; Wachsen – Fruchtbarkeit – Vergehen. Die Kröte war bei den Kelten aber auch ein wichtiger Lehrer und Führer in das Erdreich, in die untere Welt und damit auch zu Mutter Erde. Wer den Kontakt zu Gaia suchte, musste sich nur an eine Kröte wenden, denn diese kannte die richten Wege auf und unter der Erde, die zu Mutter Erde führen.

Bei den Azteken, den Ureinwohnern Mittelamerikas verkörperte die Erdgottheit ein krötenartiges Ungeheuer. In vielen weiteren Naturreligionen wird der Kröte ebenfalls eine Verbindung zur Erde nachgesagt und der Aspekt der Leben gebenden und Leben nehmenden Mutter geehrt.

Kröten – Medizin

Hüpft die Kröte als Krafttier in Ihr Leben, dann will Sie diese zurück zu Mutter Erde führen und Sie in das geheime Erdwissen einführen. Die Kröte hat ihren ganz eigenen Zugang zu Schätzen, Weisheiten und Wesenheit die mit der Erde in Verbindung stehen und Ihnen in Ihrer aktuellen Lebensphase helfen wollen. Ebenso macht das Krafttier Kröte auf Themen wie inne Schönheit, Kräuterwissen, Magie und Naturverbundenheit aufmerksam. Die Kröte als Krafttier lädt Sie dazu ein, sich in Ihre Lage zu versetzen, klein und “hässlich” zu werden und mehr Kontakt zur Erde zu haben. Sie werden lernen, sich zu zentrieren, zu erkenen, worauf es im Leben wirklich ankommt und dass die Schönheitsideale der Gesellschaft weder gesund, noch haltbar sind – sie kommen und gehen wie der Rauch. Worauf es wirklich ankommt, ist nicht mit den Augen zu sehen – Naturverbundenheit, innere Schönheit, tiefe Weisheit und inneres Wissen kann nur mit dem Herzen gefühlt werden. So kommt die Kröte als Krafttier in Ihr Leben, um Sie selbst zur Kröte zu machen.

Nur aus ihrer Perspektive lernen Sie, worauf es wirklich ankommt und welche Schätze es in Erdnähe alles zu entdecken gibt. Als Krafttier kommt die Kröte aber auch meist dann, wenn ihr Schützling Probleme mit dem Äußeren hat und nicht zufrieden mit sich selbst ist. Nur weil die Kröten verwarzt ist, ist sie noch lange nicht hässliche, teuflisch oder böse. Ganz im Gegenteil: Die Warzen sind weder ein Unfall noch eine Krankheit, sondern ein Teil ihrer Tarnung und Täuschung. Ein einfacher, aber erfolgreicher Trick, der ihr jeden vom Hals hält, der oberflächlich ist. Nur wer über den Tellerrand hinausschauen kann, über genug innere Weisheit verfügt und dem anderen sein Anderssein verzeihen und ihn tolerieren kann wie er ist, wird die Warzen übersehen und die wahre Schönheit der Kröte erkennen können. Legen Sie Ihren Ekel vor der Kröte beiseite und lassen Sie sich von ihr zum Erdwissen und zu unser aller Erdmutter führen – Sie werden es nicht bereuen.

Traumdeutung

Wenn Sie eine Kröte in Ihren Träumen entdecken, dann macht diese auf die Themen Hässlichkeit und Schönheit hin. Eine solche Kröte im Traum macht auf Ihre innere Angst vor Vergänglichkeit oder ansteckende Hässlichkeit aufmerksam. Fragen Sie sich selbst, wieso Sie diese Angst haben und ob sie begründet ist – oder nur ein Produkt Ihrer Phantasie. Wovor ängstigen Sie sich wirklich und warum verstecken Sie Ihre wahre und unvergängliche innere Schönheit und heben stattdessen ihre vergängliche äußere Schönheit künstlich hervor?

Eine Kröte im Traum weist aber auch auf Erfolg und Gewinn hin. Sie will aber auch vor Ungereimheiten in Ihrem priavten oder beruflichen Umfeld warnen – irgendwo scheint sprichwörtlich eine Kröte (ein Haken) zu sein.

Sonstiges

Nichts bekannt.