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Krebs

Lebensraum

Der Krebs ist ein Krustentier aus der Urzeit, dass schon seit Anbeginn der Zeit auf der Erde existiert. Als Gliederfüßer ist der Krebs mit dem Tausendfüßler, Skorpion und Schmetterling verwandt – ja sogar mit der Kellerassel, die, genau genommen, ebenfalls zur Ordnung der Krebstiere gehört. Sein Lebensraum sind verschiedenste Gewässer wie Seen, Flüsse, Bäche und Meere auf der ganzen Welt – ob Afrika, Asien, Australien, Europa, Nordamerika oder Südamerika. Die wohl deutlichsten Erkennungsmerkmale der Krebse sind ihr segmentartiger Körperbau, ihre harte Schale (umgangssprachlich auch als „Panzer“ bezeichnet), die sechs Gliederfüße, ihre hervorstechenden stielartigen Augen und ein Paar Greifzangen oder Scheren, die je nach Art unterschiedlich lang und breit ausfallen.

Krafttier KrebsMythologie

Im Volksglauben gelten Einsiedlerkrebse als Symboltier für Abgeschiedenheit, Einsamkeit und Frömmigkeit. Man vergleicht dabei den Einsiedlerkrebs mit einem Mönch oder eine Nonne, die zurückgezogen ihren Glauben lebt. Daher kommt übrigens auch die umgangssprachliche Bezeichnung „Einsiedler“. Im Volksmund ist der Krebs etwas bekannter. So kennt man etwa die Aussprüche „Krebser“ und „herumkrebsen“, die beide auf das Seitwärts- und Rückwärtsgehen des Krebses zurückzuführen sind. Jemand der „heumkrebst“, der weicht aus, kommt nicht wirklich voran mit sich selbst oder seinem Vorhaben und macht eher Rückschritte als Fortschritte. Es wird oft im Zusammenhang mit finanziellen oder gesundheitlichen Misslagen benutzt. Daher auch der Ausdruck „Jemand hat schwer zu krebsen“. Womöglich lässt sich darauf auch die umgangssprachliche Bezeichnung „Krebs“ für bösartiger Tumore zurückführen.

Die Redensart „Lieber Hummer in der Tasche als Krebs im Sack“ bezeichnet in etwa dasselbe wie „Ein Spatz in der Hand ist besser als eine Taube auf dem Dach“. Etwas positiver scheint die umgangssprachliche Bezeichnung „Krabbe“ für Kleinkinder zu sein, die noch nicht gehen können und stattdessen auf allen vieren „herumkrabbeln“. Eine italienische Redensart besagt, dass man „den Krebs aus dem Loch“ bekommt, wenn man Jemanden entlarvt oder aus seinem Versteck hervorholt – was sich in etwa mit dem deutschen Sprichwort „Die Kastanien aus dem Feuer holen“ deckt.

Die Redewendungen „Rot wie ein Krebs“ bezeichnet meist Menschen, die vor Scham erröten, „krebsrot“ ist man umgangsprachlich dann, wenn man einen Sonnenbrand hat. Sogar das Sprichwort „In der Klemme stecken“ ist auf den Krebs zurückzuführen – oder besser gesagt auf seine Scheren und Greifarme. Jemand der „in der Klemme“ steckt, befindet sich in einer „verzwickten“ Situation – wird also metaphorisch gesehen von den Greifarmen des Krebes festgehalten. Ähnliches gilt auch für die Mundarten, wenn etwas „zwickt“ oder „klemmt“.

Griechenland:
Einer griechischen Sage nach soll die Hydra, ein schlangenähnliches Ungeheuer, von einem Riesenkrebs namens Karkinos bewacht worden sein. Niemand anderes als Hera selbst,  die Ehefrau des Göttervaters Zeus, hatte der Hydra diesen Beschützer geschickt. Dieser sollte die Wasserschlange vor feindlichen Göttern und Helden beschützen, welche der Hydra nach dem Leben trachteten. Der Held Herakles ließ sich jedoch nicht vom Riesenkrebs aufhalten und zerquetsche ihn mit seinem Fuß, nachdem er von diesem mit seinen Scheren am Fuß angegriffen wurde. Als Dank und letzte Ehre honorierte Hera die Leistungen des Riesenkrebes Karkinos, indem sie diesen als Sternbild in den Himmel setzte. Seitdem gibt es den Krebs als Sternenbild am Himmel und als Sternzeichen im abendländischen Horoskop.

Andere Erzählungen berichten davon, dass der Göttervater Zeus einen Krebs dazu verpflichtet haben soll, ihm beim Fangen einer Nymphe zu helfen, damit er sie in seinen Besitz bringen und mit ihr seine sexuelle Lust befriedigen kann.

Krebs – Medizin

Krabbelt der Krebs in Ihre Lebenskreise, dann gilt es sich der Traum- und Gefühlswelt zuzuwenden. In Ihren Träumen liegt der Schlüssel zu Ihrer Gefühlswelt verborgenen und in Ihrer Gefühlswelt finden die den Schlüssel zu Ihrem Selbst. Achten Sie jetzt besonders auf Ihre Träume und Ihren Gemütszustand – sie zeigen Ihnen, was geheilt, gereinigt und verstanden werden möchte. Lassen Sie sich vom Krebs zum Strand des Lebens führen und tauchen Sie ggf. mit ihm in das UrMeer ein. Beobachten Sie die Gezeiten, wie sie kommen und gehen und sich die Dinge jedesmal verändern, obwohl sie gleich zu bleiben scheinen. Kehren Sie in sich und seien Sie ehrlich zu sich selbst: Was hat Sie am meisten verletzt und was tut Ihnen immernoch weh? Was brennt Ihnen auf der Seele und was fühlen Sie wirklich? Entdecken Sie gemeinsam mit dem Krafttier Krebs als Führer Ihre Gefühlswelt und finden Sie heraus, ob sie wie ein Krebs eine harte Schale und einen weichen Kern besitzen oder ob durch schlechte Erfahrungen auch Ihr Kern verbittert, verhärtert und das Herz durch Wechselduschen in Sachen Liebe kalt geworden ist.

Nutzen Sie die reinigende Kraft des Salzwassers und lassen Sie das Krafttier Krebs Sie  auf die Dinge und Wunden aufmerksam machen, die geheilt werden müssen – auch wenn es wehtut. Die Eigenschaftet des Krebses seitlich oder gar rückwärts zu laufen können auch Sie sich zu Eigen machen, der der Krebs Ihr Krafttier ist. Dadurch können Sie sich rasant und geschickt brenzligen oder unangenehmen Siutationen entziehen. So verleiht Ihnen der Krebs als Krafttier durch sein Rückwärtsgehen auch die Fähigkeit in die Vergangenheit zu blicken und ggf. diese schamanisch zu bereisen, um Dinge aufzuarbeiten, die bearbeitet werden müssen, damit diese Dinge Sie in der Gegenwart nicht blockieren und die ihnen bestimmte Zukunft nicht verhindern. Durch das Seitwärtsgehen lernen Sie vom Krafttier Krebs auch mal unkonventionell zu sein und Dinge zu tun, die für andere unmöglich oder undenkbar scheinen.

Wenn der Krebs als Krafttier in Ihr Leben kommt, dann kommt er womöglich auch deshalb zu Ihnen, um Sie von Ihren Gefühlsschwankungen oder depressiven Verstimmungen zu heilen. Möglicherweise sind Sie zur Zeit übersensibel und leiht gereizt. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Gefühle Sie zu überfluten scheinen, dann wird es Zeit für die Krafttiermedizin des Krebses, welche überschwängliche Gefühle durch Innenschau, Reflexion und Intuition „abfließen“ lässt, damit wieder der normale „Pegelstand“ erreicht wird.

So lehrt das Krafttier Krebs, zuerst in sich selbst zu kehren, bevor man nach aussen geht und selbst die Veränderung zu sein, die man in der Welt sehen möchte. Seine Zangen helfen dabei, sich von unliebsamen oder nicht mehr benötigten Verstrickungen und Abhängingkeiten zu lösen und wortwörtlich Verbindungen durch einen sauberen Schnitt zu lösen. Der harte Panzer des Krebses, der zugleich auch sein Zuhause ist, gewährt Schutz und fördert Regeneration. So können Sie sich überall wo Sie sind zu Hause fühlen und ist Zuhause immer dort, wo Sie sind. Das Krafttier Krebs schützt Sie mit seinem Panzer vor aufdringlichen Gästen und verteibt Angreifer mit seinen „zwickenden“ Scherenarmen.

Traumdeutung

Eine Krebs im Traum erinnert den Träumenden daran, sich mit seiner Gefühlswelt auseinanderzusetzen und anchzuschauen wo es „zwickt“ und „klemmt“. Die Verbundenheit des Krebses mit dem Element Wasser macht den Krebs aber nicht nur zum Botschafter der Gefühle, sondern auch zum Symbol für Lebensenergie. Ein im Traum auftauchender Krebs möchte auf Ihre Lebensenergie aufmerksam machen, ein zwickender Krebs möchte, dass Sie aufhören zu Träumen und in der Wirklichkeit ankommen. Gleichermaßen sagt Ihnen damit der Krebs im Traum, dass Sie aufhören sollen Ihr Leben zu träumen und stattdessen Ihren Traum Leben sollen. Das Erscheinen eines Krebses im Traum kann mitunter aber auch ein Symbol für überschwängliche  und stark schwankende Gefühle, erdrückende Liebe und zu viel Bemutterung sein.

Sonstiges

Der Krebs wird gemeinsam mit dem Aal und dem Lachs der Rune Laguz zugeordnet, welche für Gefühle, Leben und Sehnsucht steht. Mit dem Krebs als Krafttier hilft Laguz die eigenen Schwächen in Stärken zu verwandeln die eigenen Gefühle zu ordnen und von Fremden zu trennen. Ebenfalls kann mit der Rune Laguz Albträumen entgegen gewirkt und das Traumgeschehen beeinflusst werden.

© Wiebke Haarkemper | 8. Oktober, 2013, 10:00 Uhr

Nilpferd

Lebensraum

Das Nilpferd – auch als Flusspferd bekannt – gehört zur Famile der Säugetiere und ist mit dem Elefant und dem Nashorn verwandt. Wissenschaftlich gesehen ist der Wal der nächste Verwandte des Nilpferdes. Darüber hinaus ist das Nilpferd nach dem Elefant das zweitschwerste auf dem Land lebende Säugetier. Es wiegt zwischen 1 und 4 Tonnen und hat eine Widerristhöhe von bis zu 1,65m. Von der Größe her ist es mit einem Pferd vergleichbar, vom Aussehen her könnte man meinen, dass es sich um ein riesiges Schwein handelt. Auch wenn es Flusspferd heißt und wie ein großes Schwein aussieht, so ist weder mit dem Pferd, noch mit dem Schwein verwandt. Die wohl bekanntesten und auffälligsten Merkmal des Nilpferdes sind sein großer Kopf und sein breites Maul. Ebenfalls auffällig sind die sehr kurzen aber kräftigen Beine, welche zum wuchtigen und schweren Körper verhältnismäßig kurz und unproportional ausfallen. Erstaunlicherweise ermöglichen es die kurzen Beine dem Nilpferd dennoch zu schwimmen und zu tauchen.  Seine Verbreitung beschränkt sich auf das südliche Afrika, wo es als Lebensraum die Sahara und tropischen Regenwald mit großen Gewässern bevorzugt.

Nilpferde sind nicht immer Einzelgänger, sondern können auch in großen Gruppen leben, die aus über 100 Tiere bestehen können. Ebenso wie das Nashorn und der Elefant ist das Nilpferd an und für sich ein scheues Tier, welche menschliche Nähe eher meidet als sucht. Geraten Nilpferde jedoch in Bedrängnis oder in Gefahr, dann wissen sich diese kräftigen Tiere auch zu verteidigen. Die den Nilpferden, als auch den Nashörnern oftmals nachgesagte Angriffslust ist nach wie vor nur ein Mythos, der keinesfalls der Wahrheit entspricht. Nilpferde greifen – wie alle anderen Tiere auch – nur an, wenn sie sich bedroht fühlen oder ihre Jungen beschützen wollen. Sie sind je nach Art sowohl tag-, als auch nachtaktiv und hauptsächlich Pflanzenfresser – d.h. ihr Speiseplan besteht hauptsächlich aus Gräsern, Blättern, Blüten, Knospen und Früchten.

Mythologie

Die Bezeichnung „Nilpferd“ bekam das Flusspferd, weil bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts im Niltal beheimatet war, den Nil und Jordan als Lebensraum hatte und dort zuerst entdeckt wurde. Den Namen „Flusspferd“ bekam das Nilpferd später von Wissenschaftlern aufgrund seiner Affinität zu Flüssen als Lebensraum. Schon vor vielen tausend Jahren zierten unzählige Malereien von Nilpferden Höhlen und Felswände, wurde ihr Abbild in Knochen oder Steine geritzt und wurden sogar Tonfiguren in Form eines Nilpferdes modelliert. Seit jeher findet das Nilpferd als Kultobjekt und Symbol für Weiblichkeit und Fruchtbarkeit einen ganz besonderen Platz in den Herzen der Menschen. So gilt das Nilpferd vielerorts als Beschützer schwangerer und gebärender Frauen.

Nilpferd – Medizin

Schreitet das Nilpferd als Krafttier in Ihr Leben und taucht ein Flusspferd in Ihrem Fluss des Lebens auf, so wird es Zeit für die Krafttiermedizin des Nilpferdes/Flusspferdes. Als kräftig gebautes Tier macht das Krafttier Nilpferd auf Stabilität aufmerksam, seine Liebe zum Wasser deutet auf Spiritualität, Mystik und die eigene Gefühlswelt hin. Seine weiblichen Rundungen machen das  Nilpferd vielen Stämmen Afrikas zu einem Symbol für  Weiblichkeit, Mutterschaft, Fruchbarkeit und Reinigung. So macht das Krafttier Nilpferd auf genau diese Themen aufmerksam und möchte Sie dazu anregen, sich selbst mehr mit Ihrer Gefühlswelt zu beschäftigen und Ihre Standhaftigkeit im Fluss des Lebens zu prüfen. Lassen Sie sich eher ziellos umhertreiben, schwimmen Sie gegen den Strom oder geben Sie sich eher entspannt und sicher dem Wasser hin und lassen sich mit dem Strom zum UrMeer der Gefühle treiben? Finden Sie es heraus, indem Sie sich mehr mit sich selbst, dem Element Wasser und dem Krafttier Nilfperd/Flusspferd beschäftigen. Als sowohl zu Lande, als auch zu Wasser lebendes Tier zeigt das Nilpferd als Krafttier wie man die Balance zwischen seinen Gefühlen und dem Verstand hält und sogar Beides miteinander in Einklang bringt. Gleichermaßen macht die Verbindung des Nilpferdes zum Wasser und der Erde auf fruchtbare und feuchte Erde hin, in welche ohne Bedenken Samen gesäht werden und gesäte Samen reichlich wachsen und gedeihen können. Insofern verkörpert das Flusspferd als Krafttier auch die Aspekte Schöpfung, Werden, Wachstum und Gedeihen. Vor allem aber symbolisiert so das Krafttier Nilpferd/Flusspferd die eigene Empfänglichkeit – und das in vielerlei Hinsicht. Wie offen sind Sie? Geben Sie sich dem Leben und der Liebe hin oder haben Sie Schwierigkeiten in Beides Vertrauen zu fassen?

So wie auch der Elefant und das Nashorn, so gilt auch das Nashorn im Volksmund als gutmütiger und gemütlicher Dickhäuter. Es macht damit nicht nur auf Gelassenheit, sondern auch auf Dick- oder Dünnhäutigkeit aufmerksam. Vielleicht ist es in Ihrer aktuellen Lebenslage angebracht, dickhäutig zu sein und seine Dünnhäutigkeit hinter sich zu lassen. Vielleicht aber waren Sie auch schon zu lange dickhäutig und damit vielleicht auch schon zu lange gefühlskalt, depressiv, aggressiv und unsensibel. Denn genau das kann passieren, wenn Sie sich zu lange hinter einer dicken Mauer, einem dicken Fell oder eine dicken Haut verstecken. Als Beschützer schwangerer und gebärender Frauen und Symbol für Weiblichkeit will das Krafttier Nilpferd/Flusspferd aber auch auf Liebe und Sexualität hinweisen. Nicht selten erscheint das Flusspferd als Krafttier besonders alleinerziehenden Müttern, schwangeren oder gebärenden Frauen oder Frauen mit Kinderwunsch. So weist das Krafttier Nilpferd/Flusspferd ebenso auf die Sehnsucht nacht tiefer Liebe, als auch auf die eigene weibliche UrKraft hin, die entdeckt und gelebt werden will.

Traumdeutung

Taucht ein Nilpferd im Fluss in Ihren Träumen auf, so macht es auf versteckte Größe und Qualitäten aufmerksam. Möglicherweise versucht der Träumende durch ein hinabtauchen in seine innere Welt seiner Kraft – und damit sich selbst – zu entfliehen. Als weibliches UrSymbol macht ein Nilpferd im Traum aber auch auf weibliche Themen und Qualitäten hin – entweder gilt es sich mit der inneren Frau zu beschäftigen und sie zu erwecken oder aber etwas Neues zu erschaffen.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 16. Juli, 2013, 09:55 Uhr

Möwe

Lebensraum

Möwen sind mittelgroße bis große Vögel mit spitz zulaufenden Flügeln und einem schlanken Schnabel, die in sog. Kolonien leben und brüten. Mit Ausnahme einiger tropischen Regionen in Südamerika, Afrika und im südöstlichen Asien sind Möwen im Grunde weltweit verbreitet. Sie bevorzugen jedoch gemäßigte und kalte Klimazonen auf der Nord- und Sühalbkugel wie in Europa, Nordamerika und Asien, wo sie sich meistens an Küsten oder größeren Binnengewässern aufhalten. Von den über 100 Möwenarten sind die Lachmöwe und die Silbermöwe wohl die bekannten Vertreter in unseren Breiten. Die meisten Möwen sind Allesfresser und nicht besonders wählerisch. So kommt es, dass Möwen sich nicht nur ausschließlich von Fischen, Krebs- und Weichtieren, sondern auch von Insekten, Würmern, Abfällen und Aas ernähren. Raubmöwen sind wiederum dafür bekannt, dass sie Jagd auf andere Möwen und Seeschwalben machen, deren Eier und Jungvögel erbeuten.

Mythologie

Laut einer Sage von Homer, einem bekannten griechischen Dichter, sollen sich ein Herrscher namens Keyx und seine Ehegattin namens Alkyone angemaßt haben, sich als das göttliche Paar in Form von Zeus und Hera auszugeben. Zur Strafe ließ der wahre Zeus den Herrscher im Meer ertrinken. Daraufhin stürzte sich die Gemahlin des Herrschers ins Meer um ihren Gatten zu retten – doch es war zu spät. Beide wurden vom Meer genommen, verwandelten sich und tauchten als Vögel wieder aus dem Wasser hervor. So wurde Keyx nach seinem Tod zu einer Möwe und Alkyone zu einem Eisvogel. Es verwundert daher nicht, dass die Möwe in der griechischen Mythologie der Meeres- und Liebesgöttin Aphrodite geweiht ist.

Viele Legenden und Seefahrergeschichten ranken sich um die Möwe, in denen sie entweder als Wegweiser, Lebensretter oder Seelenführer der Toten in Erscheinung tritt. So sollen in der Luft kreisende Möwen den Fischern oft geholfen haben Fischschwärme zu finden und den Seefahrern einen Hafen zum Anlegen gezeigt haben. Verirrten und im Sterben liegenden Seemännern soll sich die Möwe als Hoffnungsträger in engelsähnlicher Gestalt mit weißen Flügeln gezeigt haben. So kam es auch dazu, dass laut Volksglauben Viele in den Möwen umherirrende Seelen verstorberner Seemänner sahen, die auf ihrer letzten Reise ins Jenseits waren.

Möwen – Medizin

Fliegt die Möwe als Krafttier in Ihr Leben oder ruft die Möwe gezielt nach ihnen, wird es Zeit sich auf Ihre Intuition zu verlassen. Die Möwe steht mit den weiblichen UrEnergien, der Kraft des Mondes und den Gezeiten in Verbindung. Als Krafttier will Ihnen die Möwe den Rhyhtmus des Lebens zeigen. Alles hat Gezeiten – so wie auch die Nordsee, wo sich die Ebbe und die Flut ständig abwechseln. Sie sie sind Kinder des Mondes und Schwestern, die einander sehr zugewandt sind. Das Krafttier Möwe macht also auf den Rhythmus jeden Lebens aufmerksam und nimmt Sie auf eine Reise mit, bei der Sie Ihre Gefühle und die Gezeiten von oben betrachten können. Erscheint die Möwe als Krafttier macht Sie jedoch nicht nur auf Themen wie Intuition, Weiblichkeit, Inspiration, Geselligkeit und Orientierung, sondern auch auf Erholung und Einmischung aufmerksam. So wie auch die Möwe sich nur in der Anwesenheit Ihrer Argenossen in einer größeren Gruppe wohlfühlt, so ergeht es auch Ihnen, wenn Sie mitten unter Menschen sind. Wenn die Möwe als Krafttier zu Ihnen kommt, ist die Zeit des Eremitendaseins vorbei und die Zeit der Gemeinschaft gekommen. Darüber hinaus gilt es sich jetzt den Mondkräften zuzuwenden, denn dort werden Sie einige Antworten auf Ihre Fragen finden. Die Möwe als Krafttier verbindet die Elemente Luft und Wasser, was darauf hinweist, dass sie Ideen und Visionen von den Geistern der Luft und Botschaften aus der Gefühlswelt in Form von Träumen von den Geistern des Wassers überbringt. Das Krafttier Möwe ist ein guter Seelenführer durch die Zeiten und vor allem auch durch die eigenen Gezeiten. Sie führt Ihnen vor Augen, was sie oftmals schon intuitiv gespürt haben, aber selten fassen oder begreifen konnten. Möwen können aber auch aggressiv und hinterlistig sein, weshalb die Möwe als Krafttier auch vor Neid, unangebrachter Neugierde und Streit warnt. Wenn es um ihre Jungen oder einen Lieblingsplatz von ihr geht, versteht die Möwe keinen Spaß und zettelt wenn nötig auch einen Streit an. So unscheinbar, wie die Möwe in einem Moment friedlich ihre Kreise am Himmel zieht, so unscheinbar kann sie im anderen Moment von jetzt auf gleich einen Streit vom Zaun brechen und ihre Gegener hartnäckig und heimtückisch angreifen – bis diese aufgeben und verschwinden. Achten Sie also darauf, es irgendwann nach einer Auseiandersetzung auch mal gut sein zu lassen und Ihren Gegner ziehen zu lassen, wenn er aufgibt – ohne ihn zu verfolgen oder derart zu bearbeiten und auseinanderzunehmen, bis er wirklich am Ende ist.

Traumdeutung

Fliegen Möwen durch Ihre Träume, deutet das meist auf den inneren Wunsch nach mehr Freiheit und Erholung hin. Eine Möwe im Traum fordert mitunter aber auch dazu auf, in einer bestimmen Sache einfach mal unkonventionelle Wege zu gehen. Tote oder kranke Möwen kündigen oft einen heftigen Streit, Zank und Entzweiung zwischen dem Träumenden und einem nahestehenen guten Freund an.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 19. Juni, 2013, 09:55 Uhr

Kuh

Lebensraum

Kühe sind große Säugetiere, die vom Auerochsen (dem Ur-Rind) abstammen und ausschließlich Pflanzenfresser sind. Als Kühe bezeichnet man umgangsspreichlich ausschließlich die weiblichen Rinder, nachdem sie das erste Mal gekalbt haben.Von den großen geschwungenen Hönern des Auerochsen sieht man bei einer Kuh nur noch wenig. Die Hörner der Hauskuh sind durch Züchtung viel kleiner geworden und teilweise vollständig verschwunden. Normerlweise können Kühe bis zu 20 Jahre alt werden, als Nutztier in der heutigen Landwirtschaft haben sie jedoch nur eine geringe Lebenserwartung von maximal 4 bis fünf Jahren – oftmals sogar noch viel weniger ( z.B. dann, wenn sie geschlachtet werden sollen).  Obwohl die Kuh vom Auerochsen abstammt, der usprünglich nur in Asien beheimatet war, so ist die Kuh als Nutztier mittlerweile weltweit verbreitet (mit Ausnahme der Arktis und Antarktis) und deshalb nicht nur in Asien, Europa und Nordamerika, sondern auch in Afrika, Südamerika und Australien anzutreffen. Kühe ernähren sie vorwiegend und urtümlich von frischem Gras, Kräutern und Heu – in der mordernen Landwirtschaft füttert man sie zusätzlich noch mit speziellem Kraftfutter, Silage und Futtermais.

Mythologie

In vielen Kulturen gilt die Kuh als Symbol für Fruchtbarkeit, Reichtum, Segen, Fülle und Wohlstand. Darüber hinaus ist sie mit der Zeit auch zu einem Symbol von Macht und Vermögen geworden. Nicht zuletzt deshalb, weil die Kuh den Menschen auch heute noch nahezu alles liefert, was sie zum Leben benötigen: sei es Fleisch oder Milch, aus der wir noch Butter, Joghurt und Käse herstellen. Vor der Entdeckung der Kuh als Fleisch- und Milchlieferant nutzten die Menschen sogar die Haut und das Fell für Kleidung, Decken und Zelte, die Knochen für Werkzeuge und vor allem die Hörner als Trinkgefäß. Sogar als Arbeitstier wurde sie sehr geschätzt. Aus diesem Grund assoziierten unsere Vorfahren die Germanen wohl auch die Rune „Fehu“ mit “Vieh” und “Wohlstand”. All dies erkannten schon viele Völker und Generationen vor uns, zu deren Zeit es noch keine richtige Landwirtschaft gab und man auf das angewiesen war, was, was man entweder hatte oder fand. Mit Sicherheit wird die Kuh deshalb vielerorts seit jeher hoch in Ehren gehalten und in vielen Mythologien erwähnt. Überall nimmt sie eine zentrale Rolle ein, in der sie entweder neues Leben erschafft, bestehendes Leben mit Ihren Hörnern schützt oder durch ein Opfer ernährt.

Im alten Persien soll eine Kuh namens Geush Urvan die UrMutter gewesen sein, aus deren Leib alles Leben hervorging und mit deren Blut seitdem alles Leben gesegnet ist. In Indien scheint die Kuh eine ähnliche Rolle einzunehmen, denn dort gilt die Kuh seit jeher als Heilig. Sie darf nicht verletzt oder getötet werden und gilt deshalb als „aghnya“, was „die Unantastbare“ bedeutet – denn das ist der Name der Kuh laut Sanskrit. Aus den Veden, den ältesten hindusitischen Schriften, geht ebenfalls hervor, dass es sich bei der Kuh um eine Art Göttin handelt, welche „Prthivi matar„, unsere Erde, verkörpert. Eine sogenannte „Wunschkuh“ namens Kamadhenu soll sogar Wünsche erfüllen können. Sogar in der ägyptischen Himmelsgöttin Nut hat sich die Kuh laut Mythologie manifestiert, denn im alten Ägypten galt Nut als Himmelskuh aus deren Euter die Milchstraße entstand. Auch die griechische Fruchtbarkeitsgöttin Damona und soll eine große Kuh sein, die auch als „göttlich ewig nährende Kuh“ bezeichnet wird. Der griechischen Erntegöttin Demeter musste man sogar Kühe opfern, um sie milde zu stimmen und in Ehren zu halten. Womöglich etablierte sich auch daraus die verbreitete Vorstellung, dass in einem Paradies „Milch und Honig“ fließen müssen, weil dies alles sei, was man zum Leben braucht. Im Volksmund bezeichnet man deshalb auch heute noch – in Anspielung auf die Heiligkeit der Kuh in Indien – Dinge, die einem sehr wertvoll sind und auf die man nicht verzichten will als „Heilige Kuh“.

Kuh – Medizin

Schreitet die Kuh als Krafttier gemächlich in Ihr Leben, kündigt sie eine fruchtbare, gesegnete und erfüllte Zukunft an. Als Krafttier verkörpert die Kuh nicht nur Fülle und Glück, sondern auch Weiblichkeit, Mütterlichkeit und Zuneigung. Wenn Ihnen all das bisher im Leben gefehlt hat, dann kommt das Krafttier Kuh jetzt zu Ihnen, um Ihnen all das zu geben und Sie für die bisherigen Entbehrungen zu entlohnen. Sehnen Sie sich nach menschlicher Nähe oder mehr Liebe und Zuneigung, dann hilft Ihnen die Kuh als Krafttier, die Kraft Ihres eigenen Herzens zu wecken und die Herzen der Anderen für Sie zu erwärmen. Wenn Sie sich einen beruflichen Aufschwung oder materielle Stabilität erhoffen, dann sagt Ihnen die Kuh als Krafttier, dass das Füllhorn schon bereit steht und in Kürze über Ihnen ausgeschüttet werden wird. Die Kuh weist auf Themen wie Familie, Liebe und Erfüllung hin, die jetzt besonders wichtige Rollen in Ihrem Leben einnehmen. Gleichermaßen warnt die Kuh als Muttergöttin jedoch auch auf übertriebene Mütterlichkeit, Opferhaltung, Naivität und Verbissenheit hin. Möglicherweise meinen Sie es mit Ihren Liebsten zu gut und merken nicht wie Sie diese mit Ihrer Liebe und Fürsorge erdrücken oder einengen. Vielleicht sind momentan in einer Sache auch betriebslind, Blind vor Liebe oder einfach zu naiv und damit wie auch im Volksmund „Blind wie eine Kuh“, weil Sie etwas einfach nicht sehen oder wahrhaben wollen. Die Kuh kommt als Krafttier zu Ihnen, um Sie darauf auenfmerksam zu machen, dass Sie sich nicht für dumm halten oder erklären lassen sollten, nur weil Sie die Dinge mit Ruhe und Gelassenheit angehen wollen. In der Hektik entdecken Sie wohl kaum Ihr schöpferisches Potenzial oder Fehler die sich eingeschlichen haben. Das Krafttier Kuh weist aber auch darauf hin, dass Sie sich möglicherweise in etwas verbissen haben, eine Sache nicht ruhen lassen können und stattdessen ständig wiederkäuen. Überlegen Sie, welche Sache das sein könnte, und ob man Fünfte nicht auch mal gerade sein lassen kann. Je mehr Gras über eine Sache wächst, desto schwieriger wird es später an sie heranzukommen und irgendwann vielleicht wird sie so zugewachsen sein, dass keiner mehr daran herankommt oder die Erde sie transformiert hat.

Traumdeutung

Das Auftauchen einer Kuh im Traum kann viele unterschiedliche Bedeutungen haben. Sehen Sie eine Kuh auf einer üppigen Wiese friedlich grasen, deutet das auf eine glückliche Lebensphase oder ein erfülltes Leben hin. Je muskulöser oder fetter eine Kuh im Traum erscheint, desto positiver soll ihre Bedeutung sein. Dürre Kühe hingegen soll auf Mängel, Krankheiten und schlechte Zeiten hinweisen. Wenn Sie im Traum beobachten, wie eine Kuh gemolken wird, warnt dieses Traumsymbol davor, dass Sie derzeit möglicherweise schamlos ausgenutzt und von Anderen wie dieses Kuh gemolken werden. Legen Sie aber im Traum selbst Hand an und melken eine Kuh, kündigt das Glück, Erfüllung und Reichtum in Ihrem Leben an.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 4. Juni, 2013, 13:26 Uhr