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Raupe

Lebensraum

Als Raupe bezeichnet man für gewöhnlich ein Entwicklungsstadium von bestimmten Insekten wie Tag- und Nachtfaltern. So ist die Raupe zwar ein eigenständiges Insekt, in ihrer Entwicklung jedoch nicht auf den Schmetterling beschränkt. Genau genommen ist die Raupe bei vielen Falterarten fast ausschließlich eine Art Fresstadium, das so viel Nahrung wie nur möglich zu sich nimmt, da viele Arten kurz nach ihrer Verpuppung zum Schmetterling nichts mehr fressen, sich nur vermehren und danach sterben. Die Raupe ist damit als Teil einer Metamorphose anzusehen, bei dem die Raupe das Stadium einer Larve bei den Tag- oder Nachtfaltern verkörpert. Als kälteempfindliches Insekt kommt die Raupe hauptsächlich in gemäßigten und tropischen Klimazonen der Welt vor, weshalb die Raupe auch in der Arktis und Antarktis fehlt. Zum Leben und Wohnen bevorzugen sie hauptsächlich Bäume und größere Waldbestände, an die sie sich meist ohne Probleme optisch anpassen. So haben Raupen meist eine grüne oder braune Färbung – je nach dem an welche Umgebung sie sich anpassen müssen. Wärend der in Nadelwäldern lebende Kiefernschwärmer grün-braun gefärbt und mit gelben Flecken besetzt ist und damit im Laub oder auf Baumstüpfen nahzu unauffindbar ist, hat die Raupe des Lindenschwärmers eine durchgend grüne Färbung, weil er sich meist in Wiesen oder auf den grünen und saftigen Blättern von Laubbäumen aufhält.

Andere Raupen besitzen auffällige Warnfarben wie gelb, rot und blau, um Fressfeinde abzuwehren. Interessant ist aber auch, dass die Farbe der Raupe nichts mit dem späteren Aussehen des verpuppten Falters zu tun hat. Ihre Größe in Verbindung mit ihrem auffälliger segmentartiger Körperbau macht die Raupe unverwechselbar und leicht von den Larven anderer Insekten zu unterscheiden. Auf dem Rücken besitzen sie ein verhärtetes Nackenschild, das ihnen Schutz gegen äußere Einflüsse wie etwa Wind, Regen, Hagel und andere Insekten bietet – während der Bauch und die Brustseite, auf der sich die Raupen fortbewegen – meist weich und ungeschützt, dafür aber umso beweglicher ist. Ihre ganz ureigene Gangart ist ebenso unverwechselbar und einzigartig. Kriechend wie eine Schlange und robbend wie ein Seehund an Land bewegt sich die Raupe zwar langsam, aber dafür trittsicher vorwärts. Dadurch, dass sie beim Fotbewegen Segment für Segment bewegt kann die Raupe auch widrige Hindernisse überwinden und unwegsame Pfade einschlagen.

Krafttier Raupe

Mythologie

Im Hinduismus sind die Raupe und der Schmetterling eng mit dem Glauben der Reinkarnation verbunden. Es heißt dass Brahma, der Schöpfergott des Priestertums, von tiefer Ruhe erfüllt gewesen sein soll, als er die Verwandlung einer Raupe beobachtet hatte. Durch dieses Erlebnis war Brahma davon überzeugt, dass Vollkommenheit durch Wiedergeburt erlangt werden kann. Der römische Schriftsteller Plinius war der Auffassung, dass Raupen durch Tautropfen entstehen würden, die im Frühling auf die Blätter fallen. Die griechische Mythologie kennt die sog. Kampe, ein weibliches und raupenähnliches Ungeheuer, welches Kyklopen (einäugige Dämonen) und Hekatoncheiren (hundertarmige Riesen) in der Unterwelt bewachte bis Zeus diese während des Kampfes der Titanen erschlug.

Bereits im alten China wusste man die feinen und glänzenden Fäden des Kokons der Raupe zu schätzen. So kam es auch, dass man die Fäden der Kokons seit jeher für die Seidenproduktion nutzt und mittlerweile leider auch in Indien, Japan domestizierte Seidenspinner gezüchtet werden. Die aus den Fäden des Kokons gewonne Seide wird nicht nur zur Herstellung von Kleidung, sondern auch für Saiteninstrumente verwendet. Seide war einst ein wertvolle und begehrte Handelsware, die über die berühmte Seidenstraße von Asien nach Europa transportiert wurde. Die Seidenstraße hat ihren Namen übringes auch nicht von ungefähr, sondern vom Erzeugnis der Seide. Durch die regelmäßige, häufige und hauptsächliche Nutzung als Handelsweg für Seidenprodukte kam diese Straße eben zu ihrem Namen.

Die Traditionelle Chinesische Medizin, als auch die Vitalpilzkunde kennt einen sog. Raupenpilz (Ophiocordyceps sinensis) und weiß diesen als Heilpilz zu schätzen. Seinen Namen trägt dieser Pilz natürlich genausowenig von ungefähr. Sein  schlankes, längliches und segmentartiges Aussehen, sowie seine bräunliche Färbung und seine geringe Größe erinnern sehr an eine Raupe – daher eben auch sein Name.

In der Literatur finden wir die Geschichte der Raupe „Nimmersatt“ des erfolgreichen amerikanischen Kinderbuchautors Eric Carle. Die Geschickte erzählt von der immer hungrigen Raupe „Nimmersatt“, die eine Woche lang viele verschiedene Lebensmittel frisst. Am Ende der Woche wird sie vom vielen Essen schließlich dick und fühlt sich schlecht. Dann findet sie ein grünes Blatt, das ihr saftiger, frischer und leckerer erscheint, als alles, was sie bisher gegesessen hat. Sie kann der Versuchung nicht widerstehen und frisst dieses Blatt – und stellt zu ihrem Erstaunen fest, dass es ihr danach viel besser geht. Dann wurde sie richtig satt und legte sich schlafen. Als sie wieder aufwacht, stellt sie fest, dass sie sich in einen wunderschönen Schmetterling verwandelt hat.

Gleichwohl finden wir in der Litaratur auch die Geschichte von der Raupe Valtentin und seinen Freunden. Sie erzählt von einer neugierigen und abentuerlustigen Raupe, welche die Welt erkunden möchte und auf der Suche nach einem neuen Zuhause ist. Dabei begegnet die Raupe Valentin vielen anderen Insekten, die seine Hilfe benötigen. Da er sich als mutig und hilfsbereit erweist macht er sich auf seiner Reise viele Freunde, die ihm dabei helfen Gefahren zu überwinden und einen neuen Schlafplatz zu finden. Die Geschichte zeigt auf wunderbare Weise, dass auch eine noch so kleine und hilflos geglaubte Raupe große Wege zurücklegen, schwierige Hindernisse überwinden und anderen helfen kann.

In der Heraldik ist die Raupe zwar nicht zu  finden, dafür aber als Fahrzeug in der Forst- und Landwirtschaft, der Bauindustrie und dem Militär. Als Raupe versteht man in dieser Hinsicht nämlich für gewöhnlich große Kettenfahrzeuge, die keine Reifen, sondern Gleisketten haben, welche die Last gleichmäßig verteilen und es so der Raupe ermöglichen, sich auf unebenem oder weichen Untergrund wie Waldboden, Sand, Kies oder anderem steinigen und leicht hügeligem Gelände sicher und schnell bewegen zu können – wie auch die echte Raupe, von dem das Fahrzeug seinen Namen hat.

Raupen – Medizin

Kriecht  die Raupe als Krafttier in Ihr Leben, dann wird es Zeit sich auf das Wesentliche zu besinnen und zu erkennen, dass man auch mit kleinen Schritten ans Ziel kommt – vielleicht nicht unbedingt schneller, dafür aber sicherer. Obwohl die Raupe zunächst winzig und bedeutungslos wirkt, wohnt in ihr dafür eine umso größere spirituelle Medizin. Als Teil einer Metamorphose zeigt uns das Krafttier Raupe, dass wir in unserer Entwicklung noch mitten drin – quasi noch „in den Kinderschuhen“ – stecken. Zunächst ist da das Ei, aus dem die Larve in Form der Raupe schlüpft. Im übertragenen Sinne bedeutet das, das gewissen Vorhaben, Ideen und Vorstellungen gerade erst geschlüpft sind und sich erst noch entwickeln müssen, bevor man darüber urteilen oder eine Ernte einfahren kann. Ihr segmentartiger Körperbau und ihre ureigene und nur für Raupen typische Fortbewegungsweise unterstützt diese Symbolik. Es ist jetzt nicht die Zeit für große Dinge und große Schritte, sondern die Zeit kleine Abschnitte mit kleinen Schritten zu meistern. Es ist ein langer und sicher auch beschwerlicher Weg bis zum Ziel und daher ist die Raupe als Krafttier auch ein Symbol für Zielstrebigkeit. Ihre Fähigkeit auch widrige Hindernisse zu überwinden und unwegsame Pfade einzuschlagen zeigt, dass auch Sie in Ihrer aktuelle Lebensphase gemeinsam mit der Raupe als Krafttier jedes noch so unüberwindbar geglaubte Hindernis meistern und jeden noch so weichen Boden begehen können, ohne einzusinken oder auszurutschen.

Das Krafttier Raupe stärkt Ihnen in jedem  Fall den Rücken – auch wortwörtlich – und schützt Sie gegen äußere Einflüsse, damit Sie Ihren Weg unbeirrt fortsetzen können. Gleichermaßen sorgt das Krafttier Raupe dafür, dass ihr Herz weich und ihr Körper beweglich bleibt, damit Sie agil genug sind, um sich fortzubewegen. All dies lässt erkennen, dass die Raupe nicht für Zielstrebigkeit, sondern auch für Geduld und Willensstärke steht, denn von ihr können wir lernen, dass man nicht aufgeben, sondern geduldig sein, an sich selbst glauben und sein Ziel nicht aus den Augen verlieren darf, wenn man es jemals erreichen möchte. Während das Ei für den Anfang (unsere Pläne) und der Schmetterling das Ziel (das Ergebinis)  ist, so steht die Raupe genau dazwischen. Sie ist der Übergang vom Kind zum Erwachsenen. Gleichwohl repräsentiert die Raupe eine Art Arbeitsstadium, in dem es nur ums Fressen und Wachsen gilt. Im übertragenen Sinne bedeutet das, dass das Krafttier Raupe darauf aufmerksam macht, dass das Krafttier Raupe mit Arbeit, Fleiß und Beständigkeit in Verbindung steht. Es die Zeit der Arbeit, nicht die Zeit der Ernte. Nach dieser Zeit kommt die Zeit der Ruhe und der Besinnung in Form eine Kokons (die Entwicklung), in welchem wir uns auf die Verpuppung vorbereiten. Ist unsere Zeit gekommen, wird es Zeit sich selbst zu erkennen und sein wahres Wesen nach Außen zu tragen. Erst nach der Ruhephase erkennen wir uns als Schmetterling wieder und können die Ernte einfahren, für die wir als Raupe so hart gearbeitet haben. Ebenso zeigt die Raupe, dass man nicht vorschnell urteilen sollte. Eine Weisheit von Erich G. Wickenburg bringt es auf den Punkt: „Wer eine Raupe zertritt, hat einen Schmetterling getötet.“

Das Krafttier Raupe erinnert uns daran, dass wir uns auf dem Weg selbst fragen müssen, ob der Weg, den wir gehen immernoch der Weg ist, den wir gehen wollen und ob sich die Dinge so entwickeln, wie wir es vor dem Schlüpfen geplant hatten. Nicht immer läuft alles nach Plan, daher ist es nicht wichtig, wie wir uns einmal die Dinge ausgemalt haben, sondern wie sie nun wirklich sind. Das Krafttier Raupe holt uns damit – im wahrsten Sinne des Wortes – zurück auf den Boden der Tatsachen. Gleichwohl möchte sie darauf aufmerksam machen, was genau wir in der Arbeitsphase „zu uns nehmen“. Denn all dies wird unsere Entwicklung prägen und unsere Art der späteren Verpuppung bestimmen. Erst die gesammelten Erfahrungen und die daraus resultierende Reife lässt uns später zum Tag- oder Nachtfalter werden. Die Zeit der Arbeit kommt mit der Raupe als Krafttier in Ihr Leben, die Zeit der Wandlung steht kurz bevor – arbeiten sie  jetzt gut, gewissenhaft und gründlich, damit die spätere Verwandlung umso einfach und schöner werden kann. Geben Sie jedem tag die Chance der Schönste in Ihrem Leben zu werden und erledigen Sie anfallende Arbeiten immer sofort, damit Ihnen neue Arbeiten nicht zu viel werden.

Traumdeutung

Krabbelt die Raupe durch Ihre  Träume, dann weist sie darauf hin, dass Sie zur Zeit eine Veränderung durch machen und sich mitten in einem Prozess befinden. Das Erscheinen eine Raupe oder einer sich verpuppenden Raupe im Kokon kann auf die Angst hinweisen, wie sich Dinge am Ende enteickeln werden und ob sich manche Vorhaben oder Menschen am Ende auf eine unangenehme Art und Weise „entpuppen“ werden. Eine Raupe im Traum macht uns aber auch auf unentdecktes oder ungefördertes Potenzial aufmerksam, das entfaltet, gelebt und weiterwentickelt werden will, damit wir unsere Seelenfrieden und unsere Berufung finden können.

Buchempfehlungen

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© Wiebke Haarkemper | 27. Februar, 2014, 11:09 Uhr

Marienkäfer

Lebensraum

Marienkäfer sind kleine aber nützliche Käfer mit einem roten oder gelben Rücken und mehr oder weniger vielen schwarzen Punkten darauf. Es gibt aber auch Ausnahmen mit einem orange, beige oder schwarz gefärbten Rücken und keinen Punkten. Marienkäfer ernähren sich hauptsächlich von Blatt- und Schildläusen, ihre Larven von Spinnmilben wodurch Marienkäfer als einer der besten Freunde eines Gärtners gelten. Marienkäfer sind weltweit beheimatet, bevorzugen aber eher ein warmes bis tropisches Klima,  weshalb sie nicht nur in Europa, sondern besonders zahlreich auch in Afrika, Asien, Südamerika und Australien vorkommen und in kälteren Regionen wie Asien, Europa und Nordamerika recht artenarm vertreten sind bzw. in der Arktis und Antarktis sogar gänzlich fehlen. Es gibt viele verschiedene Arten von Marienkäfern, die sich hauptsächlich durch die Anzahl der Punkte und die Farbe des Rücken unterscheiden. In unseren Breiten ist der Siebenpunkt-Marienkäfer wohl der bekannteste und beliebteste.

Mythologie

Auf Grund seiner Nützlichkeit und weil die Menschen damals sehr auf die Erträge aus dem eigenen Garten angewiesen waren, gilt der Marienkäfer im Volksglauben seit jeher als gutes Omen und Glückssymbol. Er ist deshalb wie auch das Schwein ein beliebtes Motiv auf Postkarten, Briefmarken und auch in der Kunst selbst. Die Verehrung des Marienkäfers spiegelt sich auch deutlich in den ihm gegebenen Namen wieder. So heißt der Marienkäfer nicht zuletzt deshalb Marienkäfer, weil er mit der Heiligen Jungfrau Maria und Maria Magdalena in Verbindung stehen soll. Auch sein englischer Name „Ladybird“ (=Frauenkäfer) ist auf diesen Glauben zurückzuführen. In Schweden nennt man den Marienkäfer „Marias Schlüsselmagd“ und seine Punkte stehen für die sieben Tugenden der Maria. Andere Bezeichnungen für den Marienkäfer (besonders im bajuwarischen Raum) sind: Herrgottskäfer, Gotteskäfer, Herrgottswürmchen. Am bekanntesten ist in der Mythologie der Siebenpunkt-Marienkäfer auf Grund der Zahl 7, die als heilige und mytische Zahl gilt. Aus diesem Grund war der Marienkäfer für Viele auch ein Orakel. In Frankreich beispielsweise steht einem Mann laut Volksglauben eine Heirat bevor, wenn ein Marienkäfer auf ihm landet und ledige Frauen sollen sich einen Marienkäfer auf den Zeigefinger gesetzt und jede Sekunde bis zum Abflug gezählt haben, um so zu erfahren, wann sie heiraten werden, wobei jede Sekunde steht für ein Jahr stand, dass sie bis zur Hochzeit warten müssen.

Marienkäfer – Medizin

Fliegt der Marienkäfer als Krafttier in Ihr Leben, so steht Ihnen eine glückliche Zeit und gutes Gelingen bei all Ihren Vorhaben bevor. Wenn Ihnen bisher immer eine Portion Glück für bestimmte Sachen gefehlt hat, dann können Sie jetzt sicher sein, dass Ihnen das Krafttier Marienkäfer genug Glück schenken wird, damit Sie sich endlich ein paar Träume und Wünsche erfüllen können. Gleichermaßen schenkt er Ihnen Hoffnung und Zuversicht, dass sich alles so entwickeln wird, wie es für Sie am Besten ist. Sind Sie verzweifelt, traurig oder verletzt dann spendet Ihnen das Krafttier Marienkäfer Trost und macht Ihnen neuen Mut, damit Sie einmal mehr aufstehen, wie Sie hinfallen. Ebenso nimmt Ihnen der Marienkäfer als Krafttier die Zweifel, die Sie an sich selbst, an Anderen oder einer bestimmten Sache hegen und auch die Angst, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben. Denn letzendlich kommt doch alles wie es soll – egal ob wir uns im ersten Moment dafür oder dagegen entscheiden. Lassen Sie die Liebe in Ihr Herz und trauen Sie sich mehr zu. Erarten Sie voller Freude eine positive Wendung in Ihrem Leben, die Sie mit Freude, Dankbarkeit und inneren Frieden erfüllen wird. Der Marienkäfer als Krafttier sagt Ihnen aber auch, dass man nicht immer auf das Glück warten oder es suchen sollte, da es meistens dort wartet, wo wir es nie erwarten oder suchen würden – in uns selbst!  Entdecken Sie daher die Schönheit und Einfachheit in Ihrem Leben neu, dann finden Sie auch das Glück von ganz alleine.

Traumdeutung

Sehen Sie in Ihrem Traum einen Marienkäfer so kündigt er kleine Erfolge, Glück in der Liebe, als auch einen glücklichen Wandel an.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 3. Mai, 2013, 12:58 Uhr

Kranich

Lebensraum

Der Kranich ist in den nördlichen Regionen Europas und Asien beheimatet, in Deutschland ist er jedoch nicht sehr verbreitet und meist nur in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern anzutreffen. Zum Leben bevorzugt er Feuchtgebiete wie Moore, Sümpfe, Seeufer und Bruchwälder.

Mythologie

Kelten: Es heißt, dass die Kraniche das Geheimnis um das Ogham (das Keltische Baumalphabet) hüten und der keltische Gott Ogma die Oghamschrift erfunden haben soll, nachdem er den Flug der Kraniche beobachtet hatte.

Schweden: Der Kranich wird auch als „Vogel des Glücks“ bezeichnet. Diese Bezeichnung kommt allerdings nicht von ungefähr, sondern aus Schweden, weil dort der Kranich als Frühlingsbote gilt. Seine Ankunft ist ein gutes Vorzeichen, dass der Winter bald vorübergeht, der Frühling übers Land zieht, Wärme, Licht und Nahrungsfülle mitbringt.

Kranich – Medizin

Fliegt der Kranich in Ihr Leben, so läutet er eine Wende ein. Es ist Zeit, dass Sie den Winter ihrer Lebensphase hinter sich lassen und sich einem neuen Frühling zuwenden. Der Kranich als Krafttier kündigt daher einen Neubeginn und eine Überraschung für Sie an. Etwas Schönes, womit Sie nicht gerechnet haben, wird Ihnen plötzlich und völlig unerwartet zu Teil werden. Das Krafttier Kranich möchte Sie aus Ihrem Winterschlaf holen, Sie zu mehr Wachsamkeit ermahnen und Ihnen zeigen, wie sie gleichzeitig wachen und schlafen können. So wie auch der Kranich oft stundenlang bewegungslos auf einem Bein im Wasser steht, sich ausruht und dennoch wachsam und konzentriert sein Umfeld im Blick hat, so können auch Sie mit Hilfer der Kranich-Medizin tiefenentspannt und hochkonzentriert zugleich sein. Das Krafttier Kranich ist ein Meister der Meditation und Kontemplation und zeigt Ihnen, wie Sie durch Meditation inneres Wissen und Weisheit erlangen. Da er jedoch auch gut balancieren kann, hilft Ihnen der Kranich als Krafttier auch das Gleichgewicht in Ihrem Leben wiederzufinden und vor allem auch das Gleichgewicht zwischen den Welten, dass womöglich ins Ungleichgewicht geraten ist, weil Sie sich zu sehr oder zu wenig mit Spiritualität beschäftigt haben.

Traumdeutung

Taucht der Kranich in Ihren Träumen fliegend oder landend auf, so verkündet er eine bevorstehende, wichtige Botschaft eines Reisenden. Wenn der Kranich zum Flug abhebt, dann bedeutet das einen sanften Abschied.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 12. Februar, 2013, 14:00 Uhr

Specht

Lebensraum

Spechte wohnen nahezu in allen Laub- und Mischwäldern auf der Welt, außer in Australien un Madagaskar. Sie bevorzugen kleine Nischen in den Stämmen der Bäume, die sie zuvor ganz allein mit ihrem Schnabel ausgehöhlt haben. In unseren Breiten ist der eifrige Trommler jedoch auch in Gärten und Parks zu finden. Die bei uns am häufigsten anzutreffen Specht-Art ist der Buntspecht, dessen Paarungszeit im April oder im Juni beginnt. Und genau dann ist auch erst das eifrige Trommeln für uns deutlich hörbar, schließlich dient das Trommeln nicht ausschließlich dem Höhlenbau, sondern ganz besonders der Partnersuche.

Krafttier Specht

Mythologie

Im Volksglauben wird der Specht auf Grund seiner roten Färbung mit Feuer assoziert, weshalb man ihn für einen Blitz- und Feuerboten hält. Seine Rufe sollen auf einen bevorstehenden Wetterwechsel hindeuten, ganz besonders jedoch auf Regen, Hagel oder Gewitter. Aus demselben Grund war der Specht auch dem römischen Kriegsgott Mars zugeordnet, der den Specht als Emblem auf seinem Schild verwendete, damit er seinem Träger Gefahren rechtzeitig ankündige und ihn ggf. davor schütze.

Specht – Medizin

Wenn der Specht mit seinem Trommelwirbel ihre Aufmerksamkeit erregt, dann wissen Sie, dass die Natur ihren Höhepunkt erreicht hat. Das unüberhörbare Trommeln der Spechte zeigt uns, dass auch der Herzschlag von Mutter Erde jetzt am Deutlichsten zu spüren ist. Alles erreicht jetzt seinen Höhepunkt und deshalb will Ihnen der Specht als Krafttier mitteilen, dass Sie sich ebenfalls in einer solchen Hochphase befinden. Das rhythmische Trommeln des Spechtes erinnert aber auch an einen Schamanen, der auf seiner Trommel spielt und weist deshalb auch auf die Verbindung zur anderen Welt hin. Wenn der Specht sich als Krafttier in Ihr Leben trommelt, dann fordert er Sie auf, den Kontakt zur anderen Welt zu suchen und sich mit den Baumgeistern in Verbindung zu setzen. Mit Hilfe seiner Schamanentrommel hilft Ihnen der Specht als Krafttier mit Leichtigkeit, die Verbindung zur Natur wiederaufzunehmen und Ihre persönliche Hochphase in vollen Zügen zu genießen. Entdecken Sie mit dem Specht als Kraftier die Liebe zur Erde!

Traumdeutung

Sieht man im Traum einen Specht, dann kündigt er eine gravieren Veränderung in Ihrem Leben an, hören Sie nur seinen Ruf, dann möchte der Specht Sie mit seinem eindringlichen Hämmern vor Etwas oder Jemanden warnen. Oder aber er möchte Sie mit seinem Hämmern aufwecken, dass Sie vor einer bestimmten Sache nicht mehr die Augen verschließen, sondern endlich darauf aufmerksam werden.

Sonstiges

Im Medizinrad und Indianischen Horoskop ist der Specht dem „Mond der Kraftvollen Sonne“ (21.06. bis 22.07.) zugeordnet. Specht-Menschen haben einen äußerst liebevollen und fürsorglichen Charakter. Sie haben fast immer das Gefühl sich um alles und Jeden kümmern zu müssen. Erst wenn es den Anderen in ihrem Umfeld gut geht, dann geht es auch den Specht Menschen gut. Darüber hinaus sind Specht-Menschen loyal, treu und einfühlsam, können aber auch sehr emotional, nachtragend und verletzlich sein. [Weiterlesen…]

© Wiebke Haarkemper | 20. Juni, 2012, 15:00 Uhr