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Ziege

Lebensraum

Die Ziege ist ein Säugetier aus der Familie der Hornträger, das (mit Ausnahme der Arktis und Antarktis) als Nutztier mittlerweit weltweit verbreitet ist – ob in Asien, Europa, Afrika, Nordamerika, Südamerika oder Australien. Damit ist die Ziege mit dem Steinbock, dem Schaf, der Kuh und dem Büffel verwandt. Ursprünglich stammt die Ziege jedoch aus Gebirgsregionen von Europa, Asien und Afrika, wo sie auch heute noch wild anzutreffen ist. In unseren Breiten findet sich die Ziege jedoch nicht nur als Wildtier in alpinen Regionen, sondern auch als Nutztier auf diversen Bauernhöfen. Ihre Haltung lohnt sich nicht nur deshalb, weil die Ziege anspruchslos ist, sondern auch, weil sie schmackhafte und gesunde Milch abgibt, aus der auch heute noch Käse hergestellt wird. Auf ihrem Speisplan stehen hauptsächlich frisches Gras und leckere Kräuter, die sie auch gerne einmal mitsamt den Wurzeln herausrupft und Ziegenherden deshalb nicht selten eine kleine Spur der Verwüstung hinterlassen. Als Wiederkäuer lässt sich die Ziege Zeit beim Verdauen und ihre Hörner setzt die Ziege nur zur Verteidigung ein – z.B. wenn es ihre Jungen zu beschützen gilt. Die Böcke hingegen machen vielmehr zur Paarungszeit Gebrauch von ihren Hörnern, wenn sie um das Paarungsvorrecht kämpfen.

Krafttier Ziege

Mythologie

Im Volksmund kennen wir die – wenn auch etwas herablassende – Redewendungen „Zicke“, „Meckerliese“ und „alte Ziege“, die allesamt Menschen bezeichnen, die sich mit Nichts zufrieden geben, an allem Möglichem herumnörgeln und immer alles Ausdiskutieren müssen. Die Eigensinnigkeit der Ziege hat jedoch ebenso Eingang in den Volksmund gefunden. So kommt der Spruch „störrisch wie eine Ziege“ nicht von ungefähr, sondern von der beobachteten Eigensinnigkeit bei den Ziegen. Weitere bekannte Sprichwörer sind „den Bock zum Gärter machen“ und „Sündenbock“.

So kommt die Bezeichnung des Sündenbocks ebenfalls nicht von ungefähr, sondern von den alten Traditionen anderer Kulturen, bei denen die Ziege als Opfertier galt. Laut dem christlichen Glauben wurden zum Beispiel einst alle Sünden bei einem Ritual symbolisch auf einen einzigen Ziegenbock geladen, der daraufhin geopfert wurde – wodurch die Sünden dann aus der Welt geschaffen und vergeben waren. Die Bibel selbst bezeichnet Ungläubige als Ziegen, weshalb das Opfern des Ziegenbocks auch zugleich ein Symbol für das Gericht Gottes war, dass die Ungläubigen und damit Anhänger Satans hinrichtet.

Der Grund, warum augerechnet eine Ziege geopfert wurden hatte ganz einfache Gründe: Zum Einen galt die Ziege auf Grund ihrer gespaltenen Hufe laut Bibel ohnehin als unreines und nicht essbares Tier – was sollte man also sonst mit der Ziege anstellen – zum Anderen sind Ziegen seit jeher dafür bekannt, Wiesen und alle darauf wachsenden Pflanzen zu zertrampeln, zu fressen und sogar mitsamt den Wurzeln herauszureißen, womit sie – einmal freigelassen – eine echte Plage darstellten und Landschaft verwüsteten, anstatt sie zu pflegen.

So wurde der Ziegenbock nicht nur zum Sündenbock, sondern auch zum Teufelstier. Auf nahzu allen Abbildungen findet sich der Teufel mit Ziegenhörnern, Ziegenbeinen oder Ziegenhufen. Auch Dämonen  wie Sukkubus und Inkubus werden durch eine Ziege bzw. einen Ziegenbock dargestellt, wo sie den Menschen Alpträume bescheren und ihnen dort sexuell nachstellen. Womöglich kommt daher auch die abwertende Bezeichnung „geiler Bock“ für sexsüchtige Männer.

Der Aberglaube im Mittelalter brachte Böcke ind Verbindung mit Hexen. Laut diesem sollen die Hexen nicht nur Besen, sondern auch Böcke als Reittier genutzt haben, um am Nachthimmel ihr Unwesen zu treiben. Abbildungen aus dem späten Mittelalter zeigen deshalb häufig Hexen, die auf Böcken in der Luft fliegen. Andere Abbildungen zeigen sogar, wie auf dem Bock sitzende Hexen sein Hinterteil küssen. So sollten all diese Abbildungen die enge Verbindung zwischen den Hexen und dem Teufel in Form einer Bocksgestalt hervorheben, wodurch der Ziegenbock wie auch die schwarze Katze und der Igel zum Hexentier wurde. In der Neuzeit exisitieren sogar noch Überbleibsel dieses alten Aberglaubens, wenn auch abgewandelt. Sowohl bei den Wiccas, einer neopaganen Bewegung, als auch bei den Satanisten wird der einst von den Tempelrittern verehrte Götze namens Baphomet in Bocksgestalt abgebildet und spielt im Glauben eine zentrale Rolle. Auch das im Neopaganismus bekannte Baphomet-Pentagramm, bei der in der Mitte eines umgedrehten Pentagramms der Ziegenkopf von Baphomet zu sehen ist, findet in diesem Aberglauben seinen Ursprung. Dieses Symbol wird sowohl von Satanisten, als auch von Wiccas als Amulett genutzt.

In dem Märchen „Der Wolf und die sieben Geißlein“ der Gebrüder Grimm kennen wir die Ziege als fürsorgliche Mutter, die ihre Kinder aus dem Bauch des Wolfs befreit, der zuvor ihre Kinder fraß. Mit einer List und der Hilfe eines ihrer Kinder, das nicht gefressen wurde, weil es sich rechtzeitig vor dem Wolf versteckt hatte, gelingt es ihr schließlich die Kinder zu befreien und den Bauch des Wolfes stattdessen mit Steinen zu füllen. Am Ende wacht der Wolf auf, torkelt ein paar Schritte und fällt in der Brunnen. Symbolisch gesehen geht es hier auch um die Mutter als „Sündebock“, die Schuld auf sich geladen hatte, weil sie ihre Kinder alleine ließ und welche deshalb in Not gerieten. Andererseits zeigt die Geschichte auch Paralellen zum Märchen der Frau Holle, wo zwei Mädchen in den Brunnen fallen und das faule Mädchen mit Pech anstatt mit Gold bestraft wird. Vom Prinzip her aber, scheint das Märchen der „Sieben Geißlein“ an die griechische Mythologie und die Geburt von Zeus, dem obersten aller Götter, zu erinnern. Dennoch kommt die Ziege selbst im Großen und Ganzen besser weg, als ihr männliches Gegenstück und wurde in vielen nordischen Märchen zum Muttersymbol. So verkörpert sie zum Beispiel mit „goldenen Hörnern und strotzendem Euter“ den gütigen, spendenden Mutteraspekt im norwegischen Märchen „Die Insel Udroest“ (von BeitBd. I, S. 98).

China:
In China gilt die Ziege als Symbol für Fülle und Lebensnergie, weshalb auch häufig eine entsprechende Figur in manchen Wohnungen zur Raumenergetisierung aufgestellt wird. Laut Feng-Shui lehre, soll eine Rattenfigur Reichtum anziehen und Frieden verbreiten. Doch nicht nur in der chinesischen Feng-Shui Lehre, sondern auch im chinesischen Horoskop hat die Ziege Eingang gefunden. So ist die Ziege als Tierkreiszeichen den Jahren 1919, 1931, 1943, 1955, 1967, 1979, 1991 und 2003 zugeordnet und sind Menschen, die im Jahr der Ziege geboren wurden für Ihre Eigensinnigkeit, Liebenswürdigkeit und Kreativität bekannt.

Germanen:
Der Donnergott Thor/Donar soll vor seinen Streitwagen Ziegenböcke gespannt haben, die ihm zusätzlich Kraft und Willensstärke gaben. Darüber hinaus sollten die Ziegenböcke auch seine Virilität betonen.

Griechenland:
In der griechischen Mythologie wird Pan, der Gott der Natur und des Waldes, als Mischwesen mit einem menschlichen Oberkörper, Hörnern auf dem Kopf und dem Unterkörper eines Ziegenbocks dargestellt. Es heißt, dass Pan ein Hirtengott ist, um dessen Beistand häufig die Hirten baten, wenn sie mit ihrer Herde  durch das Land zogen. Er soll Musik, Tanz und Fröhlichkeit lieben, weshalb er auch muszierend dargestellt wird. Die Bezeichnung der Panflöte geht ebenfalls auf den griechischen Hirtengott zurück. Dieser soll einst aus Liebe zur einer Nymphe jener nachgestellt haben, woraufhin diese vor ihm floh. Am Ende verwandelte sich die Nymphe an einem Flussufer in ein Schilfrohr, um sich vor Pan zu verstecken. Dieser aber ließ sich nicht täuschen und umarmte das Schilf, während der Wind vorwurfsvoll aber melodisch durch das Schilfrohr heulte. Pan liebte die Nymphe als auch den Klang des Schilfrohres so sehr, dass er beide nicht mehr gehen ließ und aus dem Schilfrohr die bekannte Hirtenflöte baute, die er fortan immer bei sich trug.

Die Satyrn, Anhänger des Dionysos (dem griechischen Gott des Weines, der Freude, der Fruchtbarkeit und der Ekstase), genossen ebenso wie dieser Frauen und guten Wein. So genossen die Satyrn auch große Freiheiten und waren bekannt für ihre sexuellen Eskapaden. Dass sie der Wollust, einer der sieben Todsünden, zum Opfer fielen, störte sie nicht, denn sie lebten einfach in den Tag hinein, genossen das Leben mit allem was es zu bieten hatte. Vom Aussehen her ähneln sie Pan, da auch die Satyrn ein ziegenähnliches Aussehen haben. So ist es nicht verwunderlich, dass die Ziege durch Pan und die Satyrn auch zu einem Symbol der Begierde, Fruchtbarkeit und Vitalität wurde.

Indien:
Im Hinduismus soll der vedische Feuergott Agni laut Überlieferungen auf einem Ziegenbock reiten, was dem Agni als Feuergott zusätzlich Lebenskraft und Viralität schenkt.

Ziegen – Medizin

Springt die Ziege als Krafttier in Dein Leben, kündigen sich sprunghafte, aber fruchtbare Zeiten an. Als Krafttier verbindet die Ziege mit der Natur und dem Kräuterwissen, zumal auch ihre weltliche Vertreterin genau weiß, wo sie schmackhafte und heilende Pflanzen zum Fressen vorfindet. Mit ihren Hörnern repräsentiert das Krafttier Ziege Willenskraft, Durchsetzungsvermögen und Wohlstand (Füllhorn), es sagt Ihnen aber auch, dass Sie es nicht übertreiben sollen – man muss nicht immer mit dem Kopf durch die Wand. Die der Ziege nachgesagte Sturheit und Eigensinnigkeit können auch so ihre Vorteile haben, denn manchmal können so Wege entdeckt werden, die vorher keiner gesehen hat oder es tun sich Möglichkeiten auf, die vorher undenkbar waren. Manchmal muss man einfach stur bleiben und seine Sache durchziehen, wenn man sich dieser absolut sicher ist. Aber übertreiben sie es nicht, sonst ecken sie überall an und schaffen sich neue Probleme in ihrem Umfeld. Stoßen Sie vor allem aber Ihren Liebsten nicht vor dem Kopf, das könnte böse enden.

Ein meckernde Ziege als Krafttier sagt Ihnen, dass Sie an sich selbst und anderen möglicherweise viel zu viel meckern, herumnörgeln und kritisieren. Sie sollten unbedingt Fünfte mal gerade sein lassen, wenn sich Sie nicht als „Meckerliese“ oder „meckernde Ziege“ abgestempelt werden wollen. Andererseits liegt in der Meckerei der Ziege auch eine positive Kraft die, wenn sie richtig eingesetzt wird, Großes bewirken kann. So kann ständiges Hinterfragen dazu führen, Dinge aufzudecken, die sonst verborgen bleiben würden. Wenn man in die richtige Richtung fragt und auch nicht vor sich selbst halt macht, kann es äußerst interessant und erkenntnisreich sein. Mitunter kann so eine Änderung der Lebensweise herbeigeführt werden, die schon dringens notwendig war. Wenn Sie also etwas ändern möchten, aber nicht wissen was, dann fragen Sie die Ziege und lassen Sie sich mit ihr auf eine Diskussion ein – auch wenn diese sehr ausdauernd werden könnte.

Eigensinnigkeit muss nicht zwangsweise bedeuten, dass Ihnen die anderen egal sind, denn es heißt meist nur, dass Sie Ihren eigenen Weg gehen und Ihre eigenen Erfahrungen sammeln wollen und die Anderen auf diese Weise bitten, sie alleine und in Ruhe zu lassen. Insofern macht das Krafttier Ziege auf Abgrenzung aufmerksam. Ein Ziegenbock als Krafttier hingegen macht auf Virilität, sexuelle Begierde und Opferhaltung aufmerksam. Wo haben Sie das Gefühl ständig der Sündenbock zu sein?  Warum verspüren Sie sexuelle Lust oder Unlust und verbirgt sich dahinter in Wirklichkeit nicht die Sehnsucht nach tiefer und bedingungsloser Liebe? Gehen Sie in sich und klären Sie gemeinsam mit dem Ziegenbock diese zentralen Fragen.

Die Ziegel als Krafttier hat viele positive Eigeschaften, wie z.B. Fürsorge, Geborgenheit und Wärme, sie hat aber auch negative Seiten. Übertreiben Sie es mit der Krafttiermedizin der Ziege neigen Sie schnell dazu zickig, bockig, halsstarrig und stur zu sein. Letzendlich sind Sie mit sich selbst und der Welt einfach nur noch unzufreiden und meckern ständig herum – ohne Sinn und Zweck. Gleichermaßen kann ein Mißbrauch der Krafttiermedizin der Ziege zu unkontrollierbar sexuellen Trieben und Perversion führen. Bleiben Sie also immer im Gleichgewicht und setzten Sie die Krafttiermedizin der Ziege behutsam ein.

Traumdeutung

Eine Ziege im Traum macht auf Ausdauer und Genügsamkeit, aber auch auf Sturheit und Opferhaltung aufmerksam. Springende oder hüpfende Ziegen im Traumgeschehen warnen den Träumenden vor Leichtisinnigkeit und Übermut. Meckernde Ziegen wiederum symbolisieren die Unzufriedenheit des Träumers mit sich selbst, seinen Freunden oder den Lebensumständen. Ein Ziegenbock im Traum macht auf unterdrückte sexuelle Triebe aufmerksam und warnt davor, zum „geilen Bock“ zu werden. Eine im Traum geopferte Ziege symbolisiert den Sündenbock, von dem der Träumende das Gefühl hat dieser ständig zu sein.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 1. Oktober, 2013, 10:00 Uhr

Skorpion

Lebensraum

Skorpione sind kleine bis große Insekten aus der Familie der Spinnentiere (zu denen unter anderem auch die Spinne und die Zecke gehören). Mit Ausnahme der Arktis und Antarktis sind Skorpione nahzu weltweit anzutreffen – bevorzugt jedoch in Wüsten, Halbwüsten, Savannen und tropischen Wäldern im Norden von Europa, in Nordamerika und Südamerika, als auch in Afrika und Asien. Der  nachtaktive Skorpion lebt hauptsächlich in sandigen oder steinigen Böden und hält sich als Kulturfolger auch in der Nähe menschlicher Behausungen auf. Die meisten Skorpione sind eher Räuber und ernähren sich hauptsächlich von anderen Insekten und Spinnentieren, mitunter sogar auch auch von Eidechsen, Schlangen und Schnecken.

Krafttier SkorpionMythologie

In vielen afrkianischen und asiatischen Kulturen gilt der Skorpion seit jeher als Symbol von Leben und Tod, da er über beides zu entscheiden vermag. Er kann Leben nehmen, wenn er seinen Stachel benutzt und er kann Leben geben, wenn er davon absieht. Damit symbolisiert der Skorpion aber auch Angst vor dem Leid im Leben und Angst vor dem Tod als Erlösung. In Ägypten gibt es die Schutzgöttin Selket, die seit jeher mit einem Skorpion oder Skorpionstachel auf dem Kopf dargestellt wird. In Zeremonien wird sie oft angerufen, wenn sie das Leben der Menschen schützen und die Toten sicher in die Unterwelt geleiten soll. Einer Sage nach sollen der Göttin Selket einst sieben Skorpione geholfen haben, als sie in Not war und seitdem sind Skorpione deshalb Ihre Verbündete. Sogar bei den Maya hat es eine Skorpiongottheit gegeben – sie nannte sich Ek-Chuah und war der Gott des Krieges. Auf vielen Zeichnungen wird Ek-Chuah mit einem Skorpionschwanz abgebildet, welche die tiefe Verbundenheit dieses Gottes mit den Skorpionen symbolisiert.

Im zweiten Teil der modernen Abenteuerfilmtriologie „Die Mumie“, als auch im eigenständigen Film „The Scorpion King“ (=Der Skorpionkönig) gibt es eine interessante Abhandlung über den Pakt eines verzweifelten und machthungrigen Kriegsherrn mit der Totengöttin Anubis, die einen Skorpion zu Hilfe schickt. Als Gegenleistung soll der Kriegsherr namens Mathayus der Totengöttin seine Seele überlassen. Mit dem Verzehr des von Anubis gesandten Skorpions wird der Pakt dann endgültig besiegelt und Mathayus die Möglichkeit zu Teil, untote Wesen aus der ägyptischen Mythologie als Soldaten zu rekrutieren, um diese für seine Zwecke einzusetzen. Jedoch verwandelt sich nach dem Verzehr des Skorpions auch der stolze und siegessichere Kriegsherr selbst in ein mythologisches Wesen, das halb Mensch und halb Skorpion ist. Das war der Preis für die fast unbesiegbare Armee der Untoten und das eigene Überleben. Selbstverständlich kommt dieses Filmidee nicht von ungefähr, sondern basiert auf vielen ägyptischen Legenden – vor allem aber auf dem Skorpiongott Ek-Chuah der Maya und der ägyptischen Skorpiongöttin Selket. Das interessante dabei ist, dass es im alten Ägypten tatsächlich zwei Könige mit dem Namen „Skorpion“ gegeben hat – und zwar Skorpion I. (um 3200 v.Chr.) und Skorpion II. (um 3100 v.Chr.)

In der griechischen Mythologie heißt es, dass einst die Jagdgöttin Artemis einen Skorpion hervorgebracht haben soll, um den übereifrigen und riesenhaften Jäger Orion durch einen Stich zu töten, der wiederum alle wilden Tiere der Erde umbringen wollte. Mit Hilfe des Skorpions gelang es Artemis zwar dies zu verhindern, jedoch wurden Skorpion und Orion von Zeus als Sternebilder am Himmel festgehalten, wo sich ihre Jagd immer weiter fortsetzt (auch heute noch). Sofern man das Sternenbild Skorpion im Osten sieht, soll das Sternenbild des Orion im Westen zu sehen sein. Im übertragenen Sinne bedeutet dass, dass der Orion nach wie vor vor dem Skorpion flieht und bei der untergehenden Sonne Schutz sucht. In der Bibel kommt der Skorpion weniger gut weg, da er im Bunde mit dem Teufel sein soll und als Höllentier gilt. Darüber hinaus wird ihm eine Verbindung zu den Ahnen und dem Reich der Toten nachgesagt, was sich wiederum mit den Überlieferungen aus der ägyptischen Mythologie deckt.

Skorpion – Medizin

Erregt ein Skorpion als Krafttier auf besondere Weise ihre Aufmerksamkeit, dann will er, dass Sie sich mit den Themen Leid und Erlösung auseinandersetzen. Fragen Sie sich selbst, welches Leid in Ihrem Leben am Meisten erlöst werden möchte und was Sie darin hindert, es zu erlösen. Dabei geht es nicht um das Klären von irgendwelchen Schuldfragen, sondern in erster Linie darum, das Leid zu beenden und wertvolle Lebensenergie zurückzugewinnnen. Der Skorpion ist zwar ein kleines, aber durchaus weniges und gefährliches Tier, das sich zu behaupten weiß. Droht Gefahr, zückt es blitzschnell seinen Stachel und sticht zu – mitunter kann das eine tödliche Angelegenheit werden. So macht Sie das krafttier Skorpion auch darauf aufmerksam, dass Sie nicht länger hilflos dem Schicksal ausgeliefert, sondern gut bewaffnet und gut gewappnet sind. Erregt der Skorpion stechend Ihre Aufmerksamkeit, dann will er Sie sowohl warnen, als auch zwingen, ihm zuzuhören. Er hat eine wichtige Botschaft, die keinen Aufschub duldet und die Sie dringender benötigen, als Sie denken. Haben Sie erstmal zum Skorpion als Krafttier Vertrauen gefasst, dann haben Sie in ihm einen erfahrenen Begleiter für die Unterwelt gefunden, mit dessen Hilfe Sie Kontakt zu den Ahnen und Verstorbenen aufnehmen können. Gleichermaßen führt Sie der Skorpion jedoch ebenso in Ihre eigene Unterwelt und zeigt Ihnen alle unerlösten Schatten, unterbewussten Verlangen und unterdrückten Sehnsüchte. Beobachten Sie, wohin der Skorpion geht und wo er zusticht, denn genau, dort wo er sprichwörtlich den Finger (in diesem Fall den Stachel) auf die Wunde legt, gilt es etwas zu erlösen oder zu heilen. Mit Hilfe des Skorpions als Krafttier besiegen Sie Ihre inneren Dämonen und erlösen sich von selbstauferlegtem Leid, nicht einhaltbaren Versprechen und unbewusst geschlossenen Seelenverträgen.

Traumdeutung

Taucht der Skorpion in Ihren Träumen auf, so verheißt er das Ende des Leidens und bevorstehende Erlösung. Ein Skorpion im Traum ist aber auch ein Symbol des Unterbewusstsein, der auf Ihre dunklen Seiten aufmerksam machen möchte. Möglicherweise wollen Sie Ihre schlechten Seiten kaschieren, was aber nicht lange funktionieren wird, da auch diese ein Teil von Ihnen sind und sozusagen Ihre zweite Seite der Medaillie sind. Gleichermaßen ist ein Skorpion im Traum auch oftmal ein Boter aus der Geistigen Welt, der Sie dazu auffordern möchte, sich mehr mit den Themen Magie, Mystik, Dunkelheit, Tod und Auferstehung – und vor allem Ihrer eigenen Spiritualität auseinanderzusetzen.

Sonstiges

Der Skorpion ist das achte Tierkreiszeichen im abendländischen Horoskop und das Sternzeichen all Jener, die zwischen dem 23. Oktober und dem 21. November geboren wurden. Skorpion-Menschen sind geheimnisvolle Menschen, die philosopisch und eher introvertiert veranlagt sind. Obwohl es man ihnen nicht ansieht, denken Sie viel und mitunter auch sehr tiefgründig, neigen aber auch zu Impulsivität, Neid und Eifersucht.

© Wiebke Haarkemper | 29. Juni, 2013, 09:55 Uhr

Schnecke

Lebensraum

Schnecken sind überall auf der Welt beheimatet, außer in den Polarregionen und Hochgebirgen. Zum Leben bevorzugen sie meist ein gemäßigtes bis feuchtes Klima an Land, sind jedoch auch in Salz- und Süßwassergewässern zu finden. Am häufigsten trifft man Schnecken in den hiesigen breiten wohl im eigenen Garten, in Stadtparks oder Friedhöfen an. Ansonsten findet man sie natürlich auf Wiesen und Feldern, vor allem nach einem leichten Sommerregen.

Krafttier Schnecke

Mythologie

Obwohl wenig über die Schnecke in der Mythologie bekannt ist, so sind sich viele Kulturen einig, dass Schnecken hauptsächlich Ruhe (wenn sie kriechen), Zentrierung (die Spirale auf dem Schneckenhaus und Vergänglichkeit (wenn sie das Schneckenhaus verlassen) symbolisieren.

Schnecken – Medizin

Kriecht die Schnecke als Krafttier langsam in Ihre Lebenskreise, wird es Zeit sich Zeit zu nehmen und sich zurückzuziehen. So wie sich auch die Schnecke auf Ihrem Weg Zeit lässt, so möchte sie auch Sie dazu auffordern, das Tempo zu drosseln und anfangen ruhiger zu werden. Das Krafttier Schnecke zeigt Ihnen, was sie alles verpassen, wenn Sie Ihrem Leben einfach nur vorauseilen und keine Zeit mehr für die kleinen, aber wichtigen Dinge des Lebens haben. Halten Sie auf Ihrem Weg ruhig öfters einmal an, um die Dinge am Wegesrand zu bestaunen und sich daran zu erfreuen. Sie werden möglicherweise nie wieder die Gelegenheit dazu haben. Lassen Sie die Anderen ruhig rasen, lassen Sie sich ruhig überholen, denn am Ende holen Sie Ihre Konkurrenten ja doch wieder ein – spätestens dann, wenn den Anderen die Puste ausgeht oder sie mit zu hoher Geschwindigkeit aus der Bahn fliegen und damit (zu) weit von ihrem Weg abkommen, um Sie wieder einzuholen. Die Schnecke sagt Ihnen, dass die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten sein werden. So wie sich die Schnecke aber auch in ihr Schneckenhaus zurückzieht, rät die Schnecke als Krafttier Ihnen zu selbigem. Nehmen Sie Abstand von allem, ziehen Sie sich zurück und finden Sie Ihre innere Ruhe wieder. Ähnlich wie sich auch die Spirale auf dem Schneckenhaus auf einen Punkt konzentriert, so sagt Ihnen auch das Krafttier Schnecke, dass es jetzt Zeit ist, sich innerlich zu sammeln und zu zentrieren. Finden Sie mit Hilfe der Schnecke als Krafttier Ihre Mitte und genießen Sie die Dinge, die Sie sonst nicht gesehen oder erlebt hätten – Sie werden es sicher nicht bereuen und Sie werden sich wundern, was es alles noch zu Entdecken gibt.

Traumdeutung

Erscheint Ihnen im Traum eine Schnecke, so ermahnt sie zu mehr Ruhe und Bedachtsamkeit, weil der Träumende möglicherweise zu ungeduldig und hektisch ist. In der Hektik schleichen sich bekanntlich Fehler ein, weshalb sich der Träumende ein Beispiel an der Langsamkeit der Schnecke nehmen sollte. Andererseits bedeutet eine Schnecke im Traum auch, dass sich der Träumende womöglich zu oft zurückzieht und schon fast gar nicht mehr am Leben teilnehmt oder nicht selbstständig ist. Insofern fordert eine im Traum auftauchende Schnecke darauf hin, dass der Träumende endlich sein Schneckenhaus verlässt und selbstständig wird.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 26. April, 2013, 17:09 Uhr

Wildschwein

Lebensraum

Das Wildschwein ist ein äußerst anpassungsfähiges Säugetier, das unterschiedliche Lebensräume bevölkert und teilweise auch selbst erobert hat. Sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt in Asien, Europa und Nordamerika. Durch menschliche Hilfe ist das Wildschwein jedoch mittlerweile auch in Südamerika, Australien und anderen abgelegenen Inseln heimisch.

Krafttier Wildschwein

Mythologie

Germanen: Frey, der Gott der Fruchtbarkeit und Liebe, aber auch der Ernte und des Reichtums, reitete nicht selten auf einem Eber. Aus diesem Grund assoziierte man das Wildschwein generell mit Lebenskraft und Fruchtbarkeit. Den Eber selbst sah man als echtes Männlichkeitssymbol an.

Kelten: Das Wildschwein war eng mit der Wald- und Jagdgöttin Arduinna verbunden, weil diese immer bei Jagd auf einem Eber ritt. Auf Gund ihres Mutes und ihrer Angriffslust wurden Wildschweine deshalb nicht selten als Kriegssymbol verehrt.

Wildschwein – Medizin

Das Wildschwein als Krafttier verkörpert Weisheit, Lebenskraft und Wissen in Einem. Die ungezügelte Kraft wurde nicht selten falsch verstanden und als Agressivität oder Raserei dargestellt. Wenn das Wildschwein durch oder in Ihr Leben streift, möchte es Ihnen bei der Suche nach Ihrem inneren Schatz helfen und gemeinsam mit Ihnen Ihre Wurzeln entdecken. Durch sein zielsicheres und unermüdliches Suchen und Graben findet es Alles – auch Dinge, die nicht ans Tageslicht möchten. Wildschwein-Medizin hilft uns also, Verborgenes oder Verdrängtes sichtbar zu machen.

Ob wir wollen oder nicht: Das Wildschwein holt ans Licht, was tief verborgen war und gräbt um, was einer Wandlung bedarf. Es lüftet den Schleier, der auf der Oberfläche liegt und findet immer das, was es sucht – sei es (geistige) Nahrung oder einen Unterschlupf. Deshalb verkörpert das Wildschwein mitunter auch Zielsicherheit, Erfolg und Fruchtbarkeit. Falsche Nutzung der Wildschweinkraft kann mitunter zu schweren Wutausbrüchen, vermehrter Aggressivität oder Verbissenheit führen. Versuchen Sie abzuwägen, wann es zu kämpfen gilt und wann man die Dinge besser sich selbst überlässt.

Traumdeutung

Als Traumsymbol warnt es sowohl vor Rücksichtslosigkeit in unserem unmittelbarem Umfeld, als auch davor, selbst rücksichtlos zu werden. Es weist aber auch auf unkontrollierte Triebkräfte des Träumers hin und macht darauf aufmerksam, mehr Maß zu halten und seine Kräfte gezielter bzw. effektiver einszusetzen.

Sonstiges

as Wildschwein wird der Rune Fehu zugeordnet. Diese wiederum steht für Energie, Reichtum und Fruchtbarkeit. Das Wildschwein als Krafttier symbolisiert demnach eine Urkraft, die es zu erwecken und zu kontrollieren gilt.

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 15:00 Uhr