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Krokodil

Lebensraum

Krokodile sind, wie auch manche Vögel, echte Nachkommen der Archosaurius-Gruppe, deren Verwandschaft mit den bereits ausgestorbenen Dinosauriern nicht all zu fern ist. In gewisser Weise sind Krokodile also nicht nur mit den Vögeln verwandt, sondern wie auch Leguane und Warane quasi auch die letzten überlebenden Dinsosaurier. Auf Grund ihrer dicken Haut und der starken Ähnlichkeit zu den Echsen (wie z.B. dem Leguan oder dem Gecko) werden Sie im Volksmund auch als „Panzerechsen“ gennant. Streng genommen sind Krokodile amphibische Reptilien, die sich viele unterschiedliche Lebensräume zu eigen gemacht haben – darunter z.B. die Tropen und Subtropen in Südamerika, Afrika, Australien und im südlichen Asien. Krokodile bewohnen sowohl Salz-, als auch Süßwassergewässer, weshalb Krokodile nicht nur in Flüssen, Seen und Sümpfen, sondern auch in offenen Gewässern wie dem Meer vorkommen, wo sie sich hauptsächlich an Küstenregionen aufhalten. Als Fleischfresser und Räuber ernähren sich Krokodile deshalb nicht nur von Insekten, sondern vor allem auch von Fröschen, Fischen und kleineren Säugetieren, die zum Trinken ans Wasser kommen und nicht vorsichtig genug sind oder zu schwach und damit zu langsam zum Fliehen sind.

Krafttier KrokodilMythologie

Bei vielen Naturvölkern und Kulturen auf der Südhalbkugel nimmt das Krokodil seit jeher eine zentrale Rolle ein. In Ägypten wurde dem Krokodilgott Sobek ein Tempel geweiht, in welchem ein Novize lernt, seine Ängste zu überwinden, die Vergangenheit zu bewältigen, sich seiner ganzen Kraft bewusst zu werden und Heilung zuzulassen – auch wenn diese manchmal schmerzhaft sein kann. Der ägyptische Krokodilgott Sobek, – der mitunter auch als Suchos bekann ist, – gilt in Ägypten als Gott der Fruchtbarkeit und Gott des Wassers, der sich in ein Krokodil verwandeln kann. Wann auch immer der Nil über die Ufer tritt und die Ernte vernichtet, als auch wenn sich der Nil sanft über die Felder legt, um diese fruchtbar zu machen oder sich ein Regen darüber ergießt, ist Sobek im Spiel. Er besitzt die Kraft der Schöpfung, als auch die Macht der Zerstörung und ist besonders launisch – schnell kann sich seine einst lebensbejahende Energie in ein wildes und unkontrollierbares Chaos entwickeln, weshalb man immer viel Respekt vor Sobek hatte. In der Mythologie der Maya soll ein Krokodil names Imix die Welt auf seinem Rücken tragen – ähnlich wie die Schildkröte bei den nordamerikanischen Indianern – und im Urmeer schwimmen, das den Weltenbaum umgibt. Insofern repräsentiert das Krokodil bei vielen Naturvölkern eine Art Mutter und Erdgöttin, welche die Gefühlswelt in Form des Elementes Wasser mit dem Materiellen in Form des Elementes Erde verbindet und damit auch die Möglichkeit besitzt Gefühle zu materialisieren. Erst die Verbindung von Wasser und Erde macht die Erde fruchtbar und lässt das Wasser zur Ruhe kommen und sich an einem Ort aufhalten – ohne in jegliche Richtungen zu fließen. In anderen südamerikanischen Naturvölkern gilt das Krokodil allerdings nicht nur als Lebensspender, sondern auch Reisefüher in die Unterwelt und Begleiter für die letzte Reise ins Reich der Toten. So zeigt beispielsweise ein Sarkophag in Mexiko, wie ein Herrscher von einem Krokodil verschlungen wird und durch das Krokodil in die Erde gelangt – und damit stirbt. So bedeutet das Krokodil in der Mythologie nicht nur Leben und Tod, Schöpfung und Zerstörung, sondern auch Wiedergeburt, Heilung, Transformation und steht mit der Welt der Toten und dem reich Ahnen in Verbindung.

Krokodil – Medizin

Schwimmt das Krokodil als Krafttier in Ihr Leben, gilt es alte Wunden zu heilen und Mißbrauch in Ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten. Möglicherweise wurden Sie häufig benutzt, hintergangen oder auf andere Weise physisch oder psychisch schwer und tief verletzt. Wann auch immer diese Dinge geschehen sind, ob in diesem oder in früheren Leben, so kommt das Krafttier Krokodil nun zu Ihnen um die Schmerzen zuzulassen und zu transfomieren, damit die alten Wunden endlich verheilen können – wenn auch nicht unbedingt narbenfrei. Dafür jedoch können diese Wunden nicht mehr aufreißen, wenn das Krokodil als Krafttier sie geheilt und versiegelt hat. Das Krokodil als Krafttier macht aber auch auf das Ahnenreich und die Totenwelt aufmerksam – möglicherweise erhalten Sie aus einem dieser beiden Reiche Unterstützung oder Botschaften für die aktuelle Lebensphase. Hören Sie genau hin und achten Sie auf Zeichen, es kann gut sein, dass sich jetzt seltsame, aber sinnvolle Zu-Fälle ereignen. Als flinker Schwimmer zeigt Ihnen das Krafttier Krokodil, wie Sie sich mit Leichtigkeit durch die Gefühlswelt bewegen anstatt das Schwimmen zu vergessen und durch Trauer in Depression, Selbstmitleid oder Hoffnungslosigkeit zu versinken und in einem Teufelskreis zu landen. Gleichermaßen ist das Krokodil aber auch in der Lage an Land schnell und erbarmungslos zuzuschlagen, wenn dies von Nöten ist. Das Krafttier Krokodil verkörpert deshalb auch einen starken Schutzgeist an Ihrer Seite, der Sie vor neuen seelischen Verletzungen beschützt und rechtzeitig vor heimtückischen Angriffen aus Ihrem Umfeld warnt. Mit dem Krokodil als Krafttier haben Sie also einen starken Krieger an Ihrer Seite, mit dem Ihnen Niemand so schnell etwas anhaben kann. Die Krokodilmedizin ist eine starke Medizin, die auch Willenskraft und innere Stärke voraussetzt. Ohne diese beiden Voraussetzungen erscheint Ihnen das Krokodil erst gar nicht. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass das Krokodil auch nur dann zu Ihnen kommt, wenn sie emotional wirklich bereit sind. Vertrauen Sie dem Krokodil, auch wenn es auf den ersten Blick unberechenbar und bedrohlich erscheinen mag, denn dann hilft es Ihnen Ihre tiefsitzenden Ängste aufzulösen und sich von Gefühlen wie Rache, Schuld und Zerstörungswut zu befreien. Weinen Sie ruhig „Krokodilstränen“ wenn dies von Nöten ist – Hauptsache, Sie lassen den Schmerz zu und Heilung geschehen.

Traumdeutung

Das Erscheinens eines Krokodils im Traum warnt vor einer Übermacht an Feinden und bevorstehenden Schwierigkeiten, denen man nur mit viel Geschick und Klugheit begengne kann. Werden Sie im Traum von einem Krokodil gebissen, deutet das daraufhin hin, dass Sie sich in einer gefährlichen Situation befinden und Ihnen eine Solche kurz bevorsteht. Kämpfen Sie im Traum mit einem Krokodil und töten es, bedeutet dass, dass Sie schon bal mit einem starken Gegener zu kämpfen haben werden, der Kampf nicht leicht werden, Sie ihn aber gewinnen werden.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 13. Juni, 2013, 09:55 Uhr

Spinne

Lebensraum

Mit Ausnahme der Arktis und Antarktis kommen Spinnen in nahezu allen Regionen und Klimazonen der Welt vor. Hauptsächlich bevorzugen sie Wälder, Felder und die Nähe von Gewässern zum Leben, weil sie dort am ehesten Insekten vorfinden, welche ihre Nahrung darstellen – aber auch in den Bergen und Wüsten haben sich Spinnentiere angesiedelt. Sogar in den Wohnbereichen der Menschen sind sie zu finden, wenn sie dort dunkle Ecken vorfinden, in denen sie ungestört hausen können oder offene Fenster vorfinden, vor die sie ihre Netze spinnen können, um Insekten einzufangen.

Krafttier SpinneMythologie

In vielen Kulturen gilt die Spinne als Schicksalgöttin, welche die Fäden des Lebens eines Jeden wortwörtlich in ihren Händen – oder besser gesagt: Beinen – hält und mit der Kunst der Weberei assoziiert wird.

Germanen: Bei unseren Vorfahren kommt der Spinne genau eine solche Rolle zu, denn dort wurde sie mit den Nornen (=Schicksalsweberinnen) in Verbindung gebracht. Die Spinne soll ein Symbol für die Macht aller drei Nornen sein und auch ihre Kräfte vereinen. So schrieb man der Spinne ebenfalls die Fähigkeit zu, Einfluss auf das Schicksal zu haben und das Leben der Menschen mit Anderen zu verknüpfen. So gilt sie bei den Germanen wie auch die Nornen als Schicksalweberin, welche nicht nur Lebensnetze miteinander verbindet, sondern auch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Griechenland: Arachne ist eine verwandelte Frau, die einen menschlichen Oberkörper, jedoch die Beine einer Spinne besitzt. Sie war eine begnadete Künstlerin und Weberin, was Athene, der Göttin des Kampfes und der Weisheit, ein Dorn im Auge war. Einer Legende nach, soll sich Arachne mit Athene einen Wettstreit geliefert haben, in welchem sich beide in der Webkunst gegenseitig übertreffen wollten. Arachne gewann schließlich den Wettstreit und aus Wut, Neid und Eifersucht zerriss Athene den Wandteppich von Arachne und schlug mit ihren Wandschiffchen auf Arachne ein. Aus Angst vor Athenes Zorn und Rache erhängte sich Arachne. Athene jedoch ließ ihre Konkurrentin nicht einfach sterben, sondern löste den Strick etwas und sprühte Arachne mit dem gifitgen Eisenhut an, woraufhin sich der Strick in ein Spinnennetz und Arachne sich in eine Spinne verwandelte. Darüber hinaus verdammte Athene Arachne und ihre Nachkommen dazu, in alle Ewigkeit Netze zu weben und an den Fäden zu hängen. Auch heute noch spiegelt sich dieser Mythos in der griechischen Sprache wieder, denn Arachne ist das griechische Wort für „Spinne“.

Kelten: Wie auch bei den Germanen, so galt das Netz als Symbolbild für das alles Leben, das miteinander verbunden ist. unsere Vorfahren wussten also damals schon, woran wir uns heute erst wider erinnern: zwischen allem was ist, besteht eine Verbindung, der man sich bewusst sein muss.

Nordamerika: Bei den Hopi ist die Spinne Kokyang Wuuti die Urgroßmutter aller Wesen und nimmt in der Schöpfungsgeschichte eine zentrale Rolle ein. Der Usprung des Traumfängers geht auf die Spinne Iktumi zurück, welche einem Lakota-Ältesten auf einem Hügel in einer Vision erschien. Dort erklärte sie ihm die Verbundheit allen Lebens und zeigte ihm ihr Netz als Symboldbild zum besseren Verständnis. Sie betonte, dass das Netz im Grunde ein vollkommener Kreis ist, aber ein Loch im Zentrum hat. Das Netz soll alle guten Ideen, Gedanken, Vorhaben und Träume einfangen und festhalten. Alles Schädliche hingegen wird durch Loch verschwinden. Seitdem nutzen die Lakota-Indianer den Traumfänger als religiöses Objekt um ihre Träume zu sieben und große Visionen einzufangen. Die Navajos sagen hingegen, dass Ihnen eine Spinnenfrau und ein Spinnenmann das Weben beigebracht haben soll.

Sonstiges: Eine ähnliche Bedeutung der Spinne als Lehrerin für die Webkunst findet sich auch in asiatischen Kulturen. Überhaupt geht man davon aus, dass die Menschen das Spinnen und Weben von der Spinne abgeschaut haben sollen und die Webkunst in Asien perfektioniert wurde, weshalb auch heute noch Teppiche und Wandteppiche aus Asien in aller Welt hoch geschätzt und teuer gehandelt werden.

Spinnen – Medizin

Krabbelt die Spinne lautlos als Krafttier in Ihr Leben, so macht sie auf schicksalshafte Verbindungen und dunkle Ecken der Seele aufmerksam. Sie steht aber auch für die Verbindung zu den Ahnen, Verstorbenen und Wesen aus anderen Leben. Das Krafttier Spinne hilft ihnen, schicksalshafte Verbindungen zu erkennen und zu verstehen, dass es keinen Zufall gibt. Alles hat seinen Sinn, seinen Platz und seine Verbindung zu einem selbst. Nur wenn wir uns der Verbindung zu allen Wesen bewusst werden, können wir unseren eigenen Platz im Leben finden und verstehen. Mit dem Krafttier Spinne gelingt es Ihnen jedoch auch, sich aus unliebsamen Verstrickungen, Verbindungen oder Fallen zu lösen. So weiht Sie die Spinne als Krafttier in die Webkunst des Schicksals ein und zeigt Ihnen, wann es Fäden zu weben und wann es sie auszubessern oder zu zerschneiden gilt. Erkennen Sie, dass Sie Teil eines großen Ganzen sind und gemeinsam mit Anderen das Netz des Lebens weben und erhalten müssen. Haben Sie sich anderweitig in einem Netz verfangen, kommt die Spinne zu Ihnen, um Sie zu befreien und in die Freiheit zu führen – allerdings unter der Bedingung, dass Sie Mut beweisen und sich den einst gewebten Fäden der Vergangenheit stellen. Auf Grund der Kraft, auch unter widrigsten Bedingungen neue Netze zu weben, steht die Spinne als Krafttier in unmittelbarer Verbindung mit Weiblichkeit und Schöpferkraft, denn oftmals webt die Spinne im Verborgenen oder in der Dunkelheit – so wie auch das Leben im Verborgenen wächst und aus der Dunkelheit im Bauch von Mutter Erde geboren wird. Insofern ist das Krafttier Spinne eng mit den weiblichen Mysterien, der Illusion und den universellen Gesetzen verbunden. Wer also die Netze der Illusion zerreißen, die weibliche UrKraft oder den Kreislauf des Lebens verstehen will, sollte die Spinne aufsuchen. In vielen Kulturen gilt die Spinne nicht nur als begabte Weberin, sondern auch als Todesbote, weil die Weibchen bei manchen Spinnenarten die Männchen nach dem Akt töten und fressen. Die Kraft der Spinne ist also eine ähnliche UrKraft wie die des Drachen die erschaffen, aber auch zerstören kann.

Traumdeutung

Eine im Traum auftauchende Spinne weist auf lähmende Ängste oder Sorgen hin. Möglicherweise fühlt sich der Träumende in seiner aktuellen Lebenssituation wie ein kleines hilfloses Insekt, das im Netz der Spinne gefangen und ihr auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Eine Spinne im Traum kann aber auch auf die Vergangenheit oder Wesen aus der Anderswelt aufmerksam machen, welche die Gegenwart blockieren und den Träumenden daran hindern, seine volle Kraft und sein ganzes Potenzial zu entfalten.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 10. April, 2013, 14:00 Uhr