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Hai

Lebensraum

Haie sind große und kräftige Fische, die gemeinsam mit dem Rochen zur Klasse der Knorpelfische gehören. Sie können bis zu 50 Jahre alt und 80km/h schnell werden. Der Lebensraum der Haie erstreckt sich über nahezu alle wärmeren Weltmeere, vor allem in Küstennähe mit flachem Gewässer, wo sie reichlich Nahrung in Form von kleineren Fischen vorfinden – ob im pazifischen Ozean (und damit auch in der Arktis, Nordamerika, Südamerika), indischen Ozean (und damit auch in Afrika, Asien, Australien und Teilen der Antarktis) oder dem antlantischen Ozean (und damit auch in Europa, Afrika und Teilen der Arktis). Nicht alle Haie sind Räuber und Fleischfresser, denn einige, wenn auch wenige, Haiarten besitzen Barten und ernähren sich von Plankton (wie z.B. der Walhai), indem sie dieses filtrieren bzw. sieben – andere Haiarten wiederum ernähren sich von kleinen Fischen, Krustentieren oder Tintenfischen. Aber auch die Robbe, der Seelöwe und See-Elefant gehören bei einien Haiarten zum Speiseplan. Man kann also sagen, dass es ähnlich wie beim Wal zwei verschiedene Arten gibt, die sich in der Ernährung unterscheiden. Beim Wal unterscheidet man in der Biologie deshalb auch zwischen Bartenwalen und Zahnwalen – Änliches könnte man in etwa auch auf die Haie beziehen. Die bekanntesten Vertreter aus der Haifamilie sind wahrscheinlich der Weiße Hai, der Hammerhai, der Tigerhai und der Walhai.

Krafttier HaiMythologie

Bei vielen Naturvölkern und Kulturen auf der Südhalbkugel, die an der Küste leben, nimmt der Hai seit jeher eine zentrale Rolle ein. Besonders in der hawaiianischen Kultur werden Haie seit jeher als heilig verehrt und respektiert. Man sah in ihm nicht nur einen wertvollen Lieferanten für Fleisch und Werkzeuge, sondern auch einen Boten von den Geistern der Toten und auch die Wiedergeburt eventuell verstorbener Familienmitglieder oder Klanangehöriger. Aus diesem Grund sahen einige Küstenbewohner im Hai auch eine Art Familiengott, der Familien zusammenführen kann. Schließlich brachte sein Fleisch als Nahrung auch alle gemeinsam an einen Tisch. Haifischzähne galten bei vielen Küstenbewohnern als traditionelles Kultobjekt und Symbol für Macht und Kraft. Auch heute noch tragen einige Schwimmer, Taucher und Surfer Haiknochen- oder Haifischzahnketten um den Hals, was sich in der Szene mittlerweile als Erkennungsmerkmal durchgesetzt hat. Doch Haifischzähne wurden auch zur Herstellung von Waffen, Keulen und Messern verwendet. Häuptlinge und Könige, welche die Augen der „Niuhi“ aßen, sollten sich laut Mythologie damit auch deren Fähigkeiten wie Weitblick, Hellsehen und Hellhörigkeit durch diese Einverleibung angeeignet haben, um ihren Stamm oder ihr Reich besser zu führen und Gefahren rechtzeitig zu erkennen. „Niuhi“ bedeutet soviel wie „Menschen fressender Hai“ und wurde sowohl für den Weißen Hai, als auch für den Tigerhai verwendet.

Ein leider immer noch lebendiger Mythos stellt den Hai als menschenfressendes Monster dar, das – wie der Wolf – nur Unglück und Verderben bringt. Die Wahrheit ist aber, dass von den über 500 Haiarten nur eine handvoll Allesfresser sind, die sogar als „Müllfresser“ bezeichnet werden, weil sie sogar Autoreifen und Plastikmüll fressen – was ihnen natürlichen nicht bekommt. Die häufigsten Ursachen für Haiangriffen sind Unwissenheit oder Provokation seitens der Menschen. Zum Einen vergessen die Meisten, dass Haie wilde Raubtiere und keine putzigen Fische sind – so wie auch der Löwe und der Bär in der freien Wildbahn keine zahmen Haus- oder Kuscheltiere sind – und zum Anderen provozieren und locken manchen Menschen die Haie regelrecht an. Man hört immer wieder von Mutproben diverser Jugendlicher, die einen Hai unbedingt mal anfassen, mit ihm schwimmen oder sich mit ihm fotografieren lassen wollen, um die Anderen zu beeindrucken. Darüber hinaus ist es völlig normal, das Raubtiere wie auch der Hai von frischem Blut offener Wunden angelockt werden, denn es ist ihr Instinkt. Bei den Angriffen auf Surfer hat man sogar herausgefunden, dass die Surfbretter ein Geräusch unter Wasser verursachen, was manche Haie zu einem „Probebiss“ animiert. Weiterhin hat man festegestelle, dass manche Haiarten auch einfach nur neugierig sind und eigentlich nicht richtig zubeißen, sondern vielmehr nur festhalten oder zugreifen. Auf Grund der enormen Bisskraft ihres Kiefers, der großen und messerscharfen Zähne kommt den Menschen der leichte Biss dann größer vor, wie er eigentlich gemeint war.

Fakt ist somit, dass nicht die Haie eine Bedrohung für die Menschen sind, sondern die Menschen eine Bedrohung für die Haie. Nach wie vor ist Jagd nach Haien einen ein beliebter Sport, der mit Trophäen und ausgestopften Haiköpfen belohnt wird und werden viele Millionen Tonnen jährlich an Haien für die Nahrungsmittelindustrie gefangen, wodurch sich der Bestand einiger Haiarten sogar schon gefährlich dezimiert hat. Als Speisefisch ist der Hai besonders in Grönland und China beliebt, wobei die größte Gefahr für den Hai vom übertriebenen Fischfang der Chinesen ausgeht, wie auch der rücksichtlose Walfang der Japaner.

Hai – Medizin

Schwimmt der Hai als Krafttier in Ihr Leben, gilt es Ihre wahre Stärke und Ihre wahren Fähigkeiten zu entdecken. Der Hai ist nicht nur ein flinker Schwimmer, sondern auch ein cleverer Räuber, von dem Sie lernen können, wie Sie mit Geduld und der richtigen Strategie auch an große Ziele gelangen. So wie Sie auch mit dem Wal die Tiefen des Meeres erkunden und Dingen auf den Grund gehen können, führt Sie auch das Krafttier Hai zum Meeresgrund und den Grund aller Dinge. Vor allem aber zeigt Ihnen der Hai, woher Ihre Aggressionen kommen und gegen wen sich diese eigentlich richten. Zügeln Sie Ihren Zorn und Ihre Wut, denn diese haben andere Ursachen, wie Sie im Moment denken. Haie sind aber nicht nur gut Schwimmer und Jäger, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes hellhörig und hellseherisch veranlagt. Im Gegenteil zu vielen anderen Tieren können Haia Farben erkennen, feinste Schwingungen unter Wasser registrieren, im Dunkeln ihre Beute erkennen und mit ihren ausgeprägten Geruchssinn potenzielle Gefahren oder Opfer kilometerweit wahrnemen. Der Hai ist also ein richtiger Wahrnehmungskünstler, weshalb auch sein spiritueller Vertreter, das Krafttier Hai, Ihnen Fähigkeiten wie Hellsehen, Hellhörigkeit und Hellfühligkeit zu Teil werden lässt, damit Sie Ihre Umgebung und Ihr Leben aus einer anderen Persepektive wahrnehmen können. Das hilft Ihnen zu erkennen, dass die besagte spirituelle Welt nicht irgenwo im Weltall ist, sondern direkt um uns herum und vor allem auch parallel existiert. Mit Hilfe des Hais als Krafttier gelingen auch Ihnen Blitzangriffe, wenn sie von Nöten sind und eine starke Verteidigung aufzubauen, wenn Sie angegriffen werden.

So führt Sie nicht nur der Wal, sondern auch der Hai als Krafttier durch das UrMeer des eigenen Lebens oder der eigenen Gefühlswelt. Das Krafttier Hai verleiht Ihnen seine Flossen, damit auch Sie flink und elegant in den Strömen des Lebens schwimmen können und schneller ans Ziel kommen. Der Hai als Krafttier sagt Ihnen, dass Sie auch mal zum Räuber werden sollten, um sich zu nehmen was Ihnen zusteht. Wer ständig um des lieben Friedens willen nachgibt, wird irgendwann das große Nachsehen haben – oder anders ausgedrückt: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Mit Hilfe des Hais als Krafttier nehmen Sie Witterung auf und erhalten einen überdurchschnittlichen Orietierungssinn, damit Sie in der Eile nicht den Überblick verlieren oder sich verirren. Die enorme Bisskraft und die starken Zähne des weltlichen Verwandten vom Krafttier Hai weisen metaphorisch gesehen auf Willensstärke, Lebenskraft und körperliche Gesundheit hin. Das sind jetzt die zentralen Themen, um die es sich bei Ihnen dreht und welche die Krafttiermedizin des Hais beherbergt. Achten Sie allerdings darauf, es mit Ihrer Willensstärke nicht zu übertreiben und brutal, rücksichtslos und gewissenlos zu werden – denn auch das liegt in der Krafttiermedizin des Hais. Lassen Sie sich weder Zeit, noch Energie berauben und versuchen Sie Ihre gewonnene Kraft und Stärke zum Guten einzusetzen. Zielgerichtetes Handeln und eine ausgeklügelte Taktik sind von jetzt Nöten.

Traumdeutung

Das Erscheinens eines Hais im Traum weist auf Energieraub und unterdrückte Aggressionen hin. Möglicherweise steht ein Gefühlsausbruch kurz bevor, der es in sich hat und Sie auf andere gewissenlos wirken lässt.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 4. August, 2013, 17:30 Uhr

Schlange

Lebensraum

Schlangen sind Kriechtiere, die – mit Ausnahme polarer Regionen – weltweit beheimatet sind und sich an unterschiedlichste Lebensräume und -bedingungen angepasst haben. In unseren Breiten ist am ehesten die Kreuzotter zu anzutreffen, die zwar zu den Giftschlangen zählt, deren (Nerven-) Gift jedoch nur für Kinder oder alte Menschen wirklich gefährich ist und bei denen es äußerst selten zu Todesfällen kommt.

Mythologie

Schlangen sind das älteste Symbol für Schöpfung, Sexualität und – neben den Drachen – das wohl bekannteste Tier, das mit dem Teufel in Verbindung stehen und mit dämonischen Kräften ausgestattet sein soll. In vielen Kulturen ist die Schlange jedoch weder gut, noch böse sondern vielmehr eine „Hüterin der Schwelle“ und wacht über den Eingang ins Totenreich. Sie gilt jedoch auch als weises Geisttier, das die Kraft Kundalini in sich trägt und auch weitergibt. Ebenso werden Schlangen mit Männlichkeit und Heilung in Verbindung gebracht (Schlangenstab des Heilgottes Äskulap).

Germanen: Die Weltenschlange Jörmungandr wurde ebenso wie Fenris und Hel von Loki und Angrboda gezeugt und gehört zu den sog. drei germanischen Weltfeinden. Sie umspannt die die Welt, indem sie sich selbst in den Schwanz beißt. Man nennt sie deshalb auch Midgardschlange. Der Sage nach traf Thor sie dreimal und versuchte zweimal sie zu vernichten. Das allerdings gelang ihm erst beim letzen Mal. Er schaffte es gerade noch sie mit seinem Hammer tödlich zu verwunden, als sie schon ihre Zähne in seinen Arm bohrte und er am Ende durch das Gift der Schlange starb.

Kelten: Die Schlange repräsentiert den Kreislauf von Leben und Tod und durch ihre Fähigkeit zur Selbsterneuerung war sie ein Symbol der Wiedergeburt. Da sie oftmals aber auch als Fruchtbarkeitssymbol angesehen wurde, stand sie auch mit Cernunnos in Verbindung.

Schlangen – Medizin

Schlangen symbolisieren Unendlichkeit und Dualität, spiegeln zugleich aber auch die Rhythmen und Gesetze der Natur wider. Da die Schlange – so wie die Natur – sowohl zerstören, als auch erschaffen (Häuten, Gift) kann, steckt in der Schlange nicht nur schöpferisches Potenzial, sondern auch etwas Göttliches. Menschen mit dem Krafttier Schlange sind aufgefordert dieses Potenzial zu nutzen und nicht verstauben zu lassen. Schlangen-Medizin ist ein machtvolles Instrument, das mit Bedacht eingesetzt werden sollte. Es ist jetzt an der Zeit, das eigene Selbst und die eigene Macht zu erkennen und zu leben – jedoch ohne sie zum Nachteil Anderer einzusetzen. Die Schlange als Krafttier hilft die nächste Entwicklungsstufe zu erreichen und Lebensabschnitte hinter sich zu lassen, um von vorne anzufangen. Ist die Schlange Ihr Krafttier, dann haben Sie in ihr eine weise Heilerin und kraftvolle Beschützerin gefunden, die Ihnen beim haushalten der persönlichen Lebensenergie hilft. Die Lektion hinter der Schlangen-Medizin ist das Gleichgewicht zu wahren. Manchmal muss man ein wenig schlängeln, um sein Ziel zu erreichen oder Hindernissen auszuweichen, manchmal muss man ihnen allerdings auch in die Augen sehen und sich mit ihnen auseinandersetzen. Die Schlange als Krafttier sagt Ihnen, dass Sie auch mal „Nein“ sagen und auch bissig oder giftig sein dürfen, wenn die Situation es erfodert. Doch vergessen Sie nie: Die Schlange ist weder gut noch böse, denn sie ist ein Spiegel des eigenen Selbst. Sie zeigt Ihnen, was oder wer wirklich in Ihnen steckt, was erlöst und was endlich gelebt werden will. Folgen Sie der Schlange, dann wird sie Sie zu Ihrem wahren Ich führen, damit Sie endlich Sie selbst sein können.

Traumdeutung

Schlangen werden in der Tiefenpsychologie als Phallussymbol gedeutet und als Hinweis auf sexuelle Bedürfnisse verstanden. Aus spiritueller Sicht ist das Auftauchen einer Schlange im Traum vom Geschehen abhängig. Wenn Ihnen eine oder mehrere Schlangen auflauern, warnen diese damit vor der Heimtücke oder der bösen Zunge einer Person aus dem nähren Umfeld. Die Bedeutung bunter Schlangen ist von der Farbe abhängig. Eine weiße Schlange beispielsweise gilt als Übringerin von Botschaften und Weisheiten, wohingegen eine rote Schlange auf unterdrückte sexuelle Bedürfnisse aufmerksam machen möchte. Erscheint im Traum die ‚Schlange des Äskulap‘ so kündigt sie Heilung und gutes Gelingen an. Tötet man eine Schlange so ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass man seine Feinde besiegen und Herr der Lage werden wird.

Sonstiges

Totem: Schlange Im indianischen Horoskop ist die Schlange der „Zeit der ersten Froste“ (24.10. bis 21.11.) zugeordnet. Schlangen-Menschen sind anspruchsvoll und ehrgeizig aber auch rücksichtslos und nicht selten ein Mysterium für sich.  [Weiterlesen…]

© Wiebke Haarkemper | 13. November, 2011, 14:00 Uhr