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Hummel

Lebensraum

Hummeln sind tagaktive Insekten, die mit der Biene, der Wespe und der Hornisse verwandt sind und ursprünglich auf der Nordhalbkugel in Europa, Asien und Nordamerika beheimatet sind. Im südlichen Afrika und in ganz Australien fehlen sie allerdings gänzlich. Die bei uns heimische und wohl auch bekannteste Art ist die Gartenhummel, die sich hauptsächlich von Nektar und Pollen ernährt. Ihr Lebensraum konzentriert sich hauptsächlich auf Felder und Wegränder mit reichlich blühenden Kräutern und Blumen und kleine blühende wilde Baumstände. Als Kulturfolger ist die Hummel mittlerweile aber auch in Gärten, auf Wiesen, in Obstgärten und in Parkanlagen zu finden. Die auffälligsten Merkmale der Hummeln sind ihre beachtliche Größe, ihr runder Körperbau, ihr Pelz und das gestreifte – ja man kann fast schon sagen „getigerte“ – Farbmuster.

Mythologie

Ihre imposante Größe und das deutlich vernehmbare Brummen beim Fliegen waren den Menschen – besonders im Mittelalter – unheimlich. Aus diesem Grund sagte man der Hummel im Volksglauben wohl auch lange Zeit nach, dass sie eine Verköperung von verstorbenen oder astral reisenden Hexen und verurteilten Straftätern seien. Unterirdisch summende Hummeln wie z.B. die Erdhummel  sollen Boten der Toten oder sogar die Totengeister selbst gewesen sein, die auf der Erde nach dem recht sehen.

Wer nicht still sitzen kann, hyperaktiv oder all zu arbeitseifrig ist, dem wird häufig nachgesagt, dass er „Hummeln im Hintern“ habe. Dieses Sprichwort hat sich bis heute gehalten und wird oft im Zusammenhang von unruhigen und nervösen Menschen verwendet, die nicht zur Ruhe kommen, zu viel Arbeiten und im Grunde vor sich selbst weglaufen.

In der keltischen Vorstellung und dem irischen Volksglauben, sollen sich Glück und Reichtum bringende Kobolde in Hummeln verwandeln können. Manche Menschen haben deshalb Hummel in ihre Geldbörsen gelegt, um Geld anzuziehen und den Geldbesitz vor dem Versiegen zu schützen. In der traditionellen Wettervorhersage bedeutetet das Fliegen von Hummeln warmes, trockenes und sonniges Wetter, wenn die Hummeln jedoch  nicht ausfliegen, kündigen sie bevorstehenden Regen an. Tatsächlich spüren Hummeln wie auch Bienen und andere Insekten am Luftdruck und der Luftfeuchtigkeit wie sich das Wetter in den nächsten Stunden entwickeln wird und planen an Hand dessen ihre Rundflüge und Ausgänge.

Hummel – Medizin

Fliegt oder brummt die Hummel als Krafttier in Ihr Leben, so macht sie auf Themen wie Bewegung, neue Erkentnisse, Orientierung und Entfaltung aufmerksam. Als Ursymbol für Mutter Erde und die Natur fordert Sie das Krafttier Hummel dazu auf, sich mehr mit der inneren und der äußeren Natur auseinanderzusetzen und den Kontakt zu den Pflanzengeistern zu suchen. Hummeln sind wie auch die Biene von Grund auf fleißige Insekten, weshalb die Hummel als Krafttier auch auf Arbeit, Geschäftigkeit, Tüchtigkeit und Fleiß hinweist. Möglicherweise haben Sie zur Zeit viel zu tun oder geht es bei Ihnen zu wie im Bienenstock. Dann kommt das Krafttier Hummel zu Ihnen, um Ihnen Abstand zur Arbeit zu verschaffen und Sie auf eine kleine Auszeit aufmerksam zu machen – diese schadet (sofern sie sich im Rahmen hält) weder Ihnen, noch Ihrer Arbeit. Ähnlich wie die Bienen, helfen auch Hummeln bei der Bestäubung der Blüten, was die Hummel als Krafttier im gewissen Sinne auch zu einem Symbol für Fruchtbarkeit und Vielfalt macht. Ihre Fähigkeit fliegen zu können, trotz ihres eigentlich schweren Körpers, grenzt an ein Wunder. Denn eigentlich müsste die Hummel nach phsysikalischen Gesetzen eigentlich flugunfähig sein. So macht das Krafttier Hummel auch auf Geheimnisse und die Rätsel des Lebens, wie auch auf innere Visionen aufmerksam. Mit der Hummel als Krafttier gelingt es uns bisher scheinbar unmögliche Dinge in die Tat umzusetzen – entgegen jeglicher spirituellen und weltlichen Gesetze. Ihr kräftiger Körperbau macht aber auch auf Themen wie Kraft, innere Stärke und Ausdauer aufmerksam, die es sich anzueignen gilt, wenn die Hummel als Krafttier in Ihr Leben fliegt. Der Instinkt der Hummel und ihr gut ausgeprägter Orientierungssinn machen darauf aufmerksam, dass auch wir der inneren Stimme folgen und ihr vertrauen sollen – dann werden wir uns auch nicht mehr verIrren. So möchte das Krafttier Hummel, dass Sie sich fragen, welche Ziele Sie sich gesetzt haben, ob diese tatsächlich realistisch sind und in welchem Bereich Ihres Lebens es an Orientierung mangelt. Mit Hilfe der Hummel als Krafttier werden Sie Ihren Weg finden, auf dem richtigen Weg bleiben und innere Stärke entwickeln, so sie notwendig ist.

Traumdeutung

Eifrig herumschwirrende und brummende Hummeln im Traum, weisen auf Unkonzentriertheit und auf nicht ausgereifte Ideen hin. Möglicherweise steht der Träumende kurz davor, sich zu übernehmen, weil er sich überschätzt hat. Wenn Sie im Traum von einer Hummel belästigt werde, will diese Hummel vor übler Nachrede und Rufmord warnen. Sie sollten sich nur auf das Wesentliche konzentrieren und durch Ihre Taten überzeugen – damit die verleumderischen Aussagen über Sie unglaubwürdig und damit hinfällig werden und aus den Gedanken der Mitmenschen verschwinden.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 22. Juli, 2013, 09:55 Uhr

Nashorn

Lebensraum

Das Nashorn – auch als Rhinozeross bekannt – gehört zur Famile der Säugetiere und ist mit dem Elefant und dem Nilpferd verwandt. Darüber hinaus gehört das Nashorn zu den letzten überlebenden Megaherbivornen, die vor ca. 40 Millionen Jahre lebten. Seine Verbreitung erstreckt sich über Asien bis hin zu Afrika, wo es als Lebensraum tropische Regenwälder in Westafrika und Indien, Savannen in Südafrika und Laubwälder und Dornbuschland in Asien bevorzugt. Nashörner sind nicht nur Einzelgänger, sondern auch an und für sich sehr scheue Tiere, welche menschliche Nähe er meiden als suchen. Geraten Nashörner jedoch in Bedrängnis oder in Gefahr, dann wissen sich diese kräfitgen Tiere auch zu verteidigen. Die den Nashörnern oftmals nachgesagte Angriffslust ist nach wie vor nur ein Mythos, der keinesfalls der Wahrheit entspricht. Nashörner greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen oder ihre Jungen beschützen wollen. Womöglich spielt dabei auch ihr schlechter Sehsinn eine Rolle, dafür ist ihr Gehör aber umso besser. Sie greifen allerdings nicht gezielt Menschen aus Lust an der Freude an – auch wenn man ihnen das bis heute nachsagt. Sie sind je nach Art tag-oder nachtaktiv und hauptsächlich Pflanzenfresser – d.h. ihr Speiseplan besteht hauptsächlich aus Gräsern, Blättern, Blüten, Knospen und Früchten. Obwohl es viele verschiedene Nashornarten gibt, so lässt sich an Hand eines einfachen Merkmales meistens leicht feststellen, ob ein Nashorn in Afrika oder Asien heimisch ist: die Anzahl der Hörner. Denn im Gegensatz zum indischen Nashorn besitzt das afrikanische Nashorn gleich zwei Hörner – ein Großes und ein Kleines.

Mythologie

Schon vor vielen tausend Jahren zierten unzählige Malereien von Nashörnern Höhlen und Felswände, wurde ihr Abbild in Knochen oder Steine geritzt und wurden sogar Tonfiguren in Form eines Nashorn modelliert. Seit jeher findet also das Nashorn samt unzähliger Kultobjekte einen ganz besonderen Platz in den Herzen der Menschen. Legenden zu Folge soll das aus der griechischen Mythologie bekannte Einhorn eine Kreuzung zwischen einem Nashorn und einem Pferd sein. Vorstellbar wäre, dass es sich bei der Kreuzung mit dem Nashorn um ein indisches Nashorn handelt, dass im dortigen Volksglauben auch als eine Art „Einhorn“ bezeichnet wird, weil es im Gegenteil zum afrikanischen Nashorn nur ein Horn auf der Nase trägt. Möglicherweise stammt daher auch seine umgangssprachliche Bezeichnung Rhinozeross (von „Ross“, der alten Bezeichnung für ein Pferd). Schließlich lautet sein lateinischer Name auch „Rhinoceros unicornis“, wo bei „unicornis“ aus dem Lateinischen kommt und im Englischen als „Unicorn“ bekannt ist – und das bedeutet übersetzt wiederum „Einhorn“.

Nashorn – Medizin

Trabt das Nashorn als Krafttier in Ihre Lebenskreise wird es Zeit für die Krafttiermedizin des Nashorns. Als kräftig gebautes und absolut erverbundenes Tier macht das Krafttier Nashorn auf Stabilität und Erdverbundenheit aufmerksam. Wie stabil ist Ihre aktuelle Lebenslage und sind sie genug im Boden verankert, damit Sie den Stürmen Lebens standhalten können? Sofern es Ihnen an Kraft, Stabilität oder Erdverbundheit mangelt, kommt das Nashorn als Krafttier zu Ihnen um Ihnen genau diese Qualitäten mit Ihnen zu teilen. Mit seinen kurzen und stämmigen Beinen ist das Nashorn auch kein geborener Langstreckenläufer, sondern vielmehr der geborene Sprinter. Wo trifft das in Ihrem Leben zu? Das Krafttier Nashorn sagt Ihnen, dass Sie auch mit kurzen Etappen ans Ziel kommen und sich auf Ihrem Weg nicht immer völig verausgaben müssen. Machen Sie eine Pause, halten Sie inne und ruhen Sie sich aus, damit Körper und Geist sich regenerieren können. Als Einzelgänger macht das Krafttier Nashorn auch auf Themen wie das Eremitendasein und den Gemeinschaftssinn hin. So möchte Sie das Nashorn als Krafttier dazu anregen, sich Gedanken über das Verhältnis von Einzelgängertum und Herdentrieb zu machen. Sind Sie momentan eher ein Einzelgänger und etwas eigenbrötlerisch oder lieben Sie Geselligkeit und finden schnell neue Freunde?

So wie auch der Elefant und das Nilpferd, so gilt auch das Nashorn im Volksmund als gutmütiger und gemütlicher Dickhäuter. Es macht damit nicht nur auf Gelassenheit, sondern auch auf Dick- oder Dünnhäutigkeit aufmerksam. Vielleicht ist es in Ihrer aktuellen Lebenslage angebracht, dickhäutig zu sein und seine Dünnhäutigkeit hinter sich zu lassen. Vielleicht aber waren Sie auch schon zu lange dickhäutig und damit vielleicht auch schon zu lange gefühlskalt, depressiv, aggressiv und unsensibel. Denn genau das kann passieren, wenn Sie sich zu lange hinter einer dicken Mauer, einem dicken Fell oder eine dicken Haut verstecken. Lassen Sie sich vom Krafttier Nashorn die Vor- und Nachteile der Einsamkeit und die Vor- und Nachteile eines Herdendaseins zeigen und entscheiden Sie dann selbst, welcher Weg im Moment der bessere für Sie ist. Als Millionen Jahre altes Tier, das fast schon seit Anbeginn der Zeit exisitert, kann man das Krafttier Nashorn auch als eine Art UrTier betrachten, das über das UrWissen und alte Weisheit verfügt. Im Wandel der Zeiten, wenn wir selbst keinen Halt mehr finden, sollten wir uns an das Nashorn wenden, das als Fels in der Brandung stets den GeZeiten trotzt und das sich nicht den Boden unter den Füßen wegziehen lässt. So ermöglicht Ihnen das Nashorn als Krafttier den Zugang zum uralten Wissen der Erde und den tiefen Zugang zu sich selbt. Das Horn des Nashorns symbolisiert seine Willenskraft, also schauen Sie genau, ob sich Ihnen ein Nashorn mit ein oder zwei Hörnern als Krafttier zeigt. Je mehr Hörner das Nashorn als Krafttier hat, desto mehr Willensstärke wird für die aktuelle Lebensphase und auch die Krafttiermedizin des Nashorns gebraucht. Obwohl das Nashorn schlecht sehen kann, so hört es dafür um ein Vielfaches besser. Deshalb macht Sie das Krafttier Nashorn auch darauf aufmerksam, sich nicht ausschließlich auf Ihren Sehsinn zu verlassen, sondern vielmehr Ihren momentan besonders gut ausgeprägten Gehörsinn zu nutzen. Im Übertragenen Sinne möchte Sie das Krafttier Nashorn dazu animieren, Ihre Augen zu schließen und mehr auf Ihre innere Stimme zu hören, damit Sie sich optisch nicht mehr von Kleinigkeiten und Nichtigkeiten ablenken lassen.

Traumdeutung

Das Erscheinen eines Nashorns im Traum gilt als Symbol der Macht und Kraft. Je nach dem ob es verletzt, gesund, schüchtern oder aggressiv und aufdringlich ist, macht es entweder auf Minderwertigkeitsgefühle oder Geltungsdrang aufmerksam.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 13. Juli, 2013, 09:00 Uhr

Löwe

Lebensraum

Der Löwe ist eine große, kräftige und wild lebende Katzenart und sowohl in Afrika, als auch in Asien beheimatet. In der letzten Eiszeit kam er sogar in Peru, Alaska und Sibirien vor. Zum Leben bevorzugt er ein trockenes und warmes Klima und große Savannen und Steppengebiete (häufig auch Trockenwäldern und Halbwüsten), in denen er sich ein ausreichend großes Jagdrevier anlegen kann. So trifft man den Löwen nicht nur in Afrika, sondern auch im südöstlichen Europa, in Vorderasien und Indien an.

Mythologie

In vielen Kulturen gilt der Löwe wegen der goldenen Farbe seines Fells, seiner üppigen Mähne und seiner kräftigen Figur als Sonnen-, Macht- und Männlichkeitssymbol. Aus diesem Grund wurden auch viele afrikanische oder asiatische Herrscher in Löwengestalt oder mit einem Löwen abgebildet.

Afrika: Die Kraft und der Kampfgeist des Löwen fanden zudem so viel Anerkennung, dass man sogar die ägyptischen Kriegs- und Sonnengöttin Sekhmet mit einem Löwenkopf darstellte. Sekhmet wurde laut Mythologie aus dem Auge der Sonne geboren und gilt seit jeher als Tochter der Sonne. Darüber hinaus ist Sekhmet die Schwester und das helle und aggressive Gegenstück zu ihrer dunklen aber zahmen Schwester Bastet, der bekannten Katzen- und Fruchtbarkeitsgöttin. An manchen Eingängen sitzen zwei Löwen Rücken an Rücken und symbolisieren Vergangenheit & Zukunft, Sonnenaufgang & Sonnenuntergang.

Asien: In der asiatischen Kultur wird der Löwe als Wächter und Beschützer angesehen, der Dämonen und andere böse Geister vertreiben soll, weshalb der Löwe – wie auch der Drache – auch heute noch als Statue vor so manchen Ahnenschreinen und Eingängen (z.B. chinesische Restaurants) steht bzw. sitzt. Darüberhinaus gilt der Löwe im Buddhismus als Hüter der kosmischen Gesetze und sogar Buddha selbst sitzt auf vielen Abbildungen auf einem Löwenthron.

Sonstiges: Im Christentum gilt der Löwe als Statussymbol und Zeichen der Macht. Er soll Königtum, Ansehen und Wachsamkeit verkörpern, weshalb er auch als typische Königstier galt. So manche Wappen wurden und werden vom Löwen geziert, um Macht & Stärke zu demonstrieren. Im Kinderfilm „Der König der Löwen“ spielen Löwen die Hauptrolle, die ihre Kraft entdecken und am Ende ihre Macht und Stärke zum Wohle aller einsetzen – und damit die Essens der Krafttiermedizin wunderbar zusammenfassen: „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“.

Löwen – Medizin

Schreitet der Löwe mit erhabenen Schritten in Ihr Leben, so möchte er Ihre innere Kraft erwecken, Ihr Selbstbewusstsein stärken und neuen Mut für neue Taten schenken. Er zeigt Ihnen, wie Sie frei und unabhängig Ihren Weg gehen können, ohne dabei in die Fußstapfen eines Anderen zu treten oder sich von Anderen Ihren Weg bestimmen zu lassen. Insofern macht der Löwe als Krafttier auch auf Unabhängigkeit und Selbstbeherrschung aufmerksam. Nur wenn wir innerlich zentriert sind, können wir unsere geballte Kraft auch gezielt – und vor allem auch effektiv – einsetzen. Wer den Löwen als Krafttier an seiner Seite hat, hat einen guten Lehrer gefunden, der einem bei Selbstverwirklichung, Selbstständigkeit und Herrschaft hilft. Wer Kraft hat, trägt große Verantwortung und wer große Verantwortung trägt, muss sich selbst beherrschen und sein Rudel – für das er die Verantwortung trägt – verteidigen können. So bedeutet das Krafttier Löwe auch Kampfgeist, Siegeswille, Weisheit und Tapferkeit. Kommt der Löwe als Krafttier in Ihr Leben, will er Sie in die Kunst des Herrschens, das Geheimnis der Macht und die Kraft der Verantwortung einweihen.

Traumdeutung

Erscheint ein Löwe im Traum, so erinnert er an die schlummernde Kraft des Träumenden, die es erwecken und zum Wohle Aller einzusetzen gilt. Ein Löwe im Traum warnt aber auch vor Machtmissbrauch, falschem Stolz und Selbstverherrlichung. Gleichermaßen kann ein Löwe im Traum aber auch auf Autoritätsprobleme aufmerksam machen.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 16. April, 2013, 13:37 Uhr

Drache

Lebensraum

Aus Überlieferungen und diversen Legenden ist bekannt, dass es den Drachen nicht nur in Asien, sondern auch in Europa gegeben hat – auch wenn China nahezu die bekannteste Heimat des Drachen ist.

Mythologie

In vielen Kulturen der Welt gilt der Drache als mächtiges Urtier und magisches Misch- und Fabelwesen.

Bei den indianischen Kulturen wie den Azteken und Maya sieht man ihn als gefiederte Schlange und Schöpfergott namens Quetzalcoatl. In der babylonischen Mythologie wird die Urgöttin Tiamat als Drache dargestellt, die auch als Weltenschlange bezeichnet wird und alle Mischwesen des Tierkreises hervorgebracht haben soll.

In den europäischen Legenden kommt dem Drachen eher die Rolle des grausamen Zerstörers zu, der Schätze bewachte oder hübsche Prinzessinnen entführte. Wer seinen Mut beweisen oder als Held gelten wollte, musste gegen einen Drachen kämpfen und ihn töten. Symbolisch betrachtet handelt es sich bei solchen Drachenkämpfen um das Bändigen der im Mann vorhandenen Urmächte und Urkräfte und das Kontrollieren der inneren Triebe.

Während dem Drachen in Europa eher die Rolle des Zerstörers und Teufelstier zukommt, so kommt ihm in Asien eine gegenteilige Rolle zu. In China beispielsweise ist der Drache ein weiser Lehrer und Glücksbringer, der Tempel und Ahnenschreine vor Dämonen bewacht. Auch heute noch zieren in Asien deshalb Drachenstatuen Tempeleingänge oder Friedhöfe. Der Drache ist also nicht nur ein Wächter, sondern gilt auch als ein Hüter der Schwelle. Der Kampfgeist und die Kraft des Drachen fand in Asien sogar so viel Anerkennung, dass man einen Kampfstil nach ihm benannte – den Long Quan. Er lehrt die Kontrolle über die Lebensenergie, die Gefühle und die Macht der Konzentration.

Drachen – Medizin

Wenn der Drache als Krafttier in Ihr Leben tritt, dann möchte er, dass Sie lernen ihn zu reiten. Wenn Sie wilde, übermächtige Phantasien oder Ihre Gefühle nicht unter Kontrolle haben, wird Ihnen früher oder später Beides über den Kopf wachsen und noch mehr Chaos verursachen. Chaos ist auch das Thema, auf das Sie das Krafttier Drache aufmerksam machen möchte. Bringen Sie deshalb mehr Ordnung und Struktur in Ihr Leben und richten Sie die gewaltigen Feuerenergien nicht gegen sich selbst. Wenn Sie gelernt haben, den Drachen zu reiten, dann haben Sie im Drachen einen mächtigen Begleiter und ein energiegeladenes Krafttier gefunden, das Ihnen beim Erschaffen einer Realität hilft, in der Ihre Wünsche – auch im größten Chaos – endlich wahr werden können. Der Drache als Krafttier rät aber auch, sich hin und wieder aus den Fesseln des Denkens zu befreien, um kraftvoll handeln zu können. Finden Sie das richtige Maß und halten Sie es – dann wird sich alles zum Besten wenden.

Traumdeutung

Das Auftauchen eines Drachen im Traum kündigt Glück an, wenn Sie einen friedfertigen Drachen sehen, der Ihre Nähe duldet oder Ihnen im Traum zur Hilfe kommt. Möglicherweise entdecken Sie auch gerade Ihre Sammelleidenschaft. Werden Sie im Traum hingegen von einem Drachen gejagt, so deutet das auf bevorstehende Gefahren und ungezügelte, zerstörerische Kräfte hin, die es zu bändigen gilt.

Sonstiges

Der Drache ist ein chinesisches Sternzeichen.

© Wiebke Haarkemper | 5. April, 2013, 13:00 Uhr