Schlagwort-Archive: Impulsivität

Pferd

Lebensraum

Als Pferde domestiziert wurden, gab es sie nur in Afrika, Asien und Europa. Mittlerweile sind Wildpferde in der ganzen Welt anzutreffen – sogar in Amerika und Australien. So gibt es in England auch heute noch wilde Exmoor-Ponys, in Polen die vom Tarpan abstammenden Koniks, in Frankkreich die Camarguepferde und in Portugal die Sorraias. Sogar in Deutschland gibt es noch Wilpferde, die zwar nicht mehr so frei und unabhänging leben können, wie früher, deren Bestand aber dennoch in einem begrenztem Areal (350 ha) geschützt wird. Die Stadt, in deren Umgebung diese deutschen Wildpferde zu Hause sind, heißt Dülmen und ist in Nordrhein-Westfalen zu finden.

Krafttier Pferd

Mythologie

Germanen: Odin der Göttervater reitet oft auf seinem achtbeinigen Pferd namens Sleipnir durch die verschiedenen Welten, um nach dem Rechten zu sehen. Darüber hinaus ziehen die Pferde Arvak und Alsvid den Wagen von Sól über den Himmel. Sól ist die Göttin der Sonne und die Schwester des Mondgottes Mán. Gefolgt vom Wolf Skalli muss der Wagen der Sonne immer in Bewegung bleiben um ihm nicht zum Opfer zu fallen. Am Tag des Weltunterganges (Ragnarök) wird der Wolf der Edda zu Folge dann doch noch den Sonnenwagen einholen und die Sonne verschlingen, weswegen der Weltuntergang auch Götterdämmerung genannt wird. Man könnte jedoch ebenso davon ausgehen, dass die Götterdämmerung kein einmaliges, sondern regemäßiges Ereignis ist, das letzendlich eine vereinfachte Darstellung des täglichen Sonnenunterganges (die Sonne wird von der Nacht verschlungen) ist. Allerdings wurde das Pferd auch zur Abwehr von Flüchen benutzt. Ein auf der Stange aufgespießter Pferdekopf in Richtung der Gefahr oder des des Feindes sollte Unheil abwenden und stattdessen zum Feind reflektieren. Dieser germanische Ritus ist auch als Nidstang bekannt und einer der mächtigsten und schlimmsten Flüche, den die Germanen jemals kannten und einsetzten.

Pferde – Medizin

Das Pferd als Krafttier verkörpert Lebenskraft, Freiheitsdrang und Reichtum. Wer ein Pferd besaß als es noch kein Auto gab, der musste nicht mehr so hart arbeiten und konnte in kürzester Zeit mehr erreichen, als ohne Pferd. Das bedeutete für viele Menschen nicht nur Entlastung, sondern auch Reichtum, da man länger arbeiten und mehr Geld verdienen konnte. So kommt auch das Pferd als Krafttier in unser Leben um uns vorübergehend Lasten abzunehmen und uns ggf. ein Stück des Weges zu tragen – solange bis wir wieder bei Kräften sind. Es zeigt uns aber auch, dass wir selbst hin und wieder zu einem wilden Mustang werden müssen, um uns nicht in einem Golden Käfig zu verfangen. Jeder braucht seine Freiheit und seinen Freiraum und der Preis der Freiheit ist immer unterschiedlich. Das Pferd kommt als Krafttier um uns auf den Aspekt der Freiheit und Unanhängigkeit aufmerksam zu machen. Es rät uns immer wachsam und auf der Hut zu sein, um rechtzeizig fliehen zu können. Wenn das Pferd als Krafttier in die eigenen Lebenskreise schreitet, trabt oder galoppiert, dann zeigt es uns, wie man groß, kräftig und agil zugleich sein kann und mit Leichtigkeit über Hindernisse springt – selbst wenn diese genauso groß sind, wie man selbst. Zugleich warnt es aber auch davor zu impulsiv oder sprunghaft zu handeln, ohne es sich zuvor reichlich überlegt zu haben.

Traumdeutung

Ein frei laufendes Pferd im Traum weist auf unterdrückten oder unbefriedigten Freiheitsdrang hin, ein Pferd im Stall hingegen verheißt Wohlstand, Glück und Reichtum. Ein krankes oder verletztes Pferd weist auf enormen Kraft- und Energieverlust des Träumers hin. Ausbrechende und fliehende Pferde weisen auf eine bevorstehende Gefahr oder unterdrückte Ängste hin. Sieht man im Traum hingegen, wie ein Pferd einen Wagen zieht, so kündigt dies viel Arbeit aber auch Erfolg an.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 17. Dezember, 2012, 14:00 Uhr

Salamander

Lebensraum

Salamander bevorzugen feuchte Laubwälder in Europa, Afrika und Nordamerika. Obwohl der Salamander wie auch der Molch zu den Amphibien gezählt werden, unterscheiden sich die Beiden Familien in ihrer Anpassung. Salamander sind stärker an das Landleben angepasst und Molche verbringen ihr Leben größtenteils im Wasser. So kommen Molche zum Laichen an Land und gehen Salamander zur Eiablage ins Wasser.

Mythologie

Bei den Germanen und Kelten galt das Krafttier Feuersalamander als Begleiter der Seelen – sowohl von den Lebenden, als auch von den Toten – in die Untere Welt. Da der Salamander in der alltäglich Wirklichkeit tatsächlich dunkle und feuchte Orte liebt und sich bei Gefahr sofort in solche Erdlöcher zurückzieht, kam es womöglich auch zu der Vorstellung des Salamanders als Begleiter in die Untere Welt. Die Erdlöcher interpretierten die Germanen und Kelten ähnlich wie Höhlen als Eingang in die Untere Welt.

Salamander – Medizin

Der Salamander kommt als Krafttier in unser Leben, um uns an das eigene innere Feuer und unsere Träume zu erinnern. Mit dem Salamander als Krafttier wird die eigene Schöpferkraft aktiviert, durch welche Träume verwirklicht werden können. Der Salamander als Krafttier öffnet aber ebenso den Zugang in die Traumwelt, durch den man mehr über den Ursprung und die wahre Bedeutung seiner Träume erfährt. Als Amphibien-Tier zeigt uns der Salamander, wie wir uns gleichermaßen der Erde und dem Wasser anpassen, um mit dem Wandel der Zeit zu gehen und zu überleben. Im übertragenen Sine heißt das, dass uns der Salamander als Krafttier zeigt, wie wir den Verstand (Element Erde) mit unseren Gefühlen (Element Wasser) in Einklang bringen und durch diese Vebrindung neues Erschaffen (Element Feuer). Denn das haben alle Salamander gemein: Durch Tatkraft, Durchsetzungsvermögen und Liebe zum Detail Dinge zu erschaffen oder unterstützen. Darüber hinaus ist der Salamander – insbes. der Feuersalamander – eines der 4 Elementarwesen aus dem Naturreich und der Hüter des Feuers. Sein Element ist das Feuer, seine Fähigkeiten Schöpferkraft, Wärme und die Reinigung durch das Feuer.

Traumdeutung

Taucht der Salamander im Traum auf, so kommt er meist als Retter, um in brenzligen Situation oder hitzigen Auseinandersetzungen für Abkühlung zu sorgen. Schließlich ist er der Hüter des Feuers und hat nicht nur die Macht, es zu entflammen, sondern auch es wieder zum glimmen zu bringen. Nicht umsonst vereint er in seinem Lebensraum Erde und Wasser miteinander – die besten Erste-Hilfe-Löschmittel, falls mal was anbrennen sollte. Durch seine reinigende Kraft des Feuers kommt der Salamander im Traum aber ebenfalls zum Träumenden, um ihn von Altlasten und falschen Schuldgefühlen zu befreien. Gleichermaßen vermag er im Träumenden aber auch das Feuer der Liebe und Leidenschaft für eine Person oder Sache zu entfachen. Plant der Träumende in der Wirklichkeit ein Projekt, so hilft der Salamander, es bestmöglichst und erfolgversprechend in die Tat umzusetzen.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 16. September, 2012, 13:00 Uhr