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Gemse

Lebensraum

Die Gemse (auch Gämse genannt) ist eine Ziegenart, die in Europa und Kleinasien beheimatet ist. Als Lebensraum bevorzugt die Gemse hauptsächlich felsige Regionen, hohe Gebirge und Wälder kurz vor der Baumgrenze. In unseren Breiten ist die Gemse im gesamten Alpenraum und sogar auch in Teilen des Balkans und der Karpaten anzutreffen. Die meisten Gemsen Europas bewohnen das Hochschwabgebiet in der Steiermark. Mit Hilfe des Menschen und gezielter Auswilderungen bewohnen ein paar Gemsen sogar das Lausitzer Gebirge, den Schwarzwald, den Vogesen, das Jura-Gebirge sowie die Fränkische Alb.

Mythologie

Die Gemse kommt in durchaus vielen Sagen und Legenden vor, obwohl diese nicht all zu sehr bekannt sind. Auf Grund Ihrer Hörner soll sie laut Aberglauben ein dämonisches Wesen sein, das mit dem Teufel in Verbindungs steht. Sie soll sogar manchmal vom Teufel persönlich geschickt werden, um Wanderer und Jäger vom Weg abzubringen und in die Irre zu führen. Der Teufel selbst und Hexen sollen sich laut diesem Glauben sogar in Gemsen verwandeln können. Allerdings ist dieser Glaube christlicher Natur, weshalb die Gemse im natürlichen Volksglauben besser wegkommt. So steht die Gemse in Wirklichkeit mit den Saligen in Verbindung und ist in alpinen Regionen eine ebenso sagenhafte Märchengestalt, wie der wilde Kaiser. Darüber hinaus gilt die Gemse für in den Bergen wohnende Kräuterfrauen als Lehrer für gute Kräutermedizin, da sie ein umfangreiches Heilkräuterwissen hat und immer weiß, wo sie die benötigten Kräuter findet.

Gemsen – Medizin

Die Gemse erscheint meist dann als Krafttier, wenn es schwierige Aufgaben und Probleme zu lösen gilt. Wenn Sie das Gefühl haben, vor einem riesigen Berg voller Probleme und Hindernisse zu stehen, dann kommt die Gemse als Krafttier zu Ihnen, um Ihnen den richtige Weg zu zeigen, der Sie zum Gipfel führt. Mit Hilfe der Gemse erklimmen Sie jede noch so steile Felswand und können Sie durch jedes noch unwegsame Gelände wandern ohne den Halt zu verlieren. Das Krafttier Gemse steht Ihnen dabei beobachtend und lehrreich auf dem Weg nach oben zur Seite und greift nur dann ein, wenn Sie sich in unmittelbarer Gefahr befinden, den Halt verlieren oder abzustürzen drohen. Als wortwörtlicher Grenzgänger überbringt Ihnen das Krafttier Gemse jedoch auch die Botschaft, in unbekanntes Terrain und andere Welten vorzudringen, wenn sie beruflich und privat weiterkommen wollen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt sagt ein altes Sprichwort und genau das möchte Ihnen die Gemse sagen. Seien Sie ohne Angst, wenn sie schwindelerregende Höhen erreichen und achten Sie auch jeden Ihrer Schritte, damit Sie nicht den Halt verlieren. Die Gemse als Krafttier zeigt Ihnen, wie sie gehen sollten, damit Sie Ihre Trittsicherheit behalten und wie Sie Ihre Kräfte einteilen sollten, damit Sie nicht erschöpft am Ziel ankommen. Die Gemse als Krafttier ist jedoch nicht nur ein weltlicher, sondern auch ein spiritueller Grenzgänger und Weltenwander, dass Sie auf eine Reise zur Anderswelt mitnehmen und Sie zur Quelle führen möchte. Folgen und Vertrauen Sie der Gemse, wenn Sie Kontakt zur Geistigen Welt haben möchten oder ihre spirituellen Wurzeln finden wollen. Die Gemse ist der beste Bergführer überhaupt und wird Sie sicher ans Ziel führen, auch wenn es manchmal abenteuerlich wird.

Traumdeutung

Wenn eine Gemse durch Ihre Träume springt, so deutet diese auf den Wunsch nach mehr Freiheit und die Sehnsucht nach Unabhängigkeit hin. Falls Sie eine Gemse im Traum sehen, die mutig und agil eine Felswand hochklettert spiegelt diese Gemse Ihr unbewusstes Verlangen nach Erfolg und einer Verbindung mit der Geistigen Welt hin.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 1. Februar, 2013, 12:00 Uhr

Bär

Lebensraum

Bären kommen in vielen Regionen auf der Nordhalbhkugel vor, wo sie genug unberührte Natur und ein gemäßigtes Klima vorfinden. So trifft man den Bär nicht nur in Europa und Nordamerika, sondern auch in Asien (z.B. Russland) an. Die bekanntesten Arten sind der Kodiakbär, der Grizzlybär und der Braunbär (siehe Abb. unten), der einst auch in unseren Breiten  anzutreffen war.

Mythologie

Der Große Bär (Ursa maior) ist ein bekanntest Sternenbild, das in Richtung Nordosten zeigt und ein wichtiger Orientierungpunkt für Seefahrer ist. Auch in vielen Namen spiegelt sich das hohe Ansehen des Bären wieder, wie z.B. in Ursula, Björn und Bernhard. In Nordamerika gilt Großvater Bär als Beschützer, Kräuterkundiger, mächtiger Krieger und Heiler, der hoch in Ehren galt. Eine Weisheit aus dem Yukon besagt, der Mensch solle sein Sozialverhalten vom Wolf und sein Ernährungsverhalten vom Bär lernen, da er nicht nur Fleisch, sondern auch Beeren und Kräuter frisst. Weil der Bär durch seine ausgewogene Ernährung ein großes Heilpflanzenwissen besitzt, heißt es, dass man vom Bären zum Kräuterkundigen berufen wird, wenn er einem erscheint.

Bär – Medizin

In vielen indianischen Kulturen gilt der Bär als Beschützer, König der Tiere und wird als weiser Lehrer und Schutzpatron verehrt. Wenn der Bär in Ihr Leben schreitet, fordert er sie dazu auf, aus dem Winterschlaf zu erwachen und mit neuer Kraft dem Leben entegegen zu treten. Er gibt Ihnen Ruhe, um in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, aber auch und Mut, Neues zu schaffen und sich mit aller Kraft zu verteidigen, wenn es darauf ankommt.

Der Bär wird von vielen Schamanen und Medizinmenschen auf der ganzen Welt in Visionssuchen und Heilungszeremonien angerufen. Sein Fell schützt vor Angriffen aller Art und verleiht Stärke, die Bärenklaue überträgt die Heilkraft des Bären auf den Träger und seine Zähne schützen vor Dämonen. Der Bär als Krafttier verleiht Ihnen aber auch das Gefühl für den richtigen Zeitpunkt und hilft Ihnen, sich mit Mutter Erde und der Natur zu verbinden: Erde der Körper, Wasser das Blut, Luft der Atem und Feuer der Geist. Die Zeit ist gekommen, um Ihre Kraft zu leben.

Stellen Sie ihr Licht nicht länger unter den Scheffel und trauen Sie sich mehr zu – Sie haben die Kraft, nutzen Sie sie! Entdecken Sie den inneren Heiler und leben Sie im Einklang mit der Natur. Das ist die einzige spirituelle Medizin, die sie jetzt benötigen. Achten Sie darauf, nicht gemein oder rücksichtlos zu werden, wenn Sie Ihre Vorhaben durchsetzen wollen. Keine Sache ist es Wert, über Leichen zu gehen. Es gibt immer mehrere Wege ein Ziel zu erreichen und der Bär hilft Ihnen dabei, alle Möglichkeiten auszuschöpfen und den für Sie richtigen Weg zu wählen.

Traumdeutung

Erscheint ein Bär in einem positiven Traumzusammenhang, so macht er auf den Kontakt zu Mutter Erde und den Wesen der Natur aufmerksam. Ebenso möchte ein Bär im Traum jedoch auch sagen: Beschäftigen Sie sich mit den Themen Natur, Tiere und Naturheilkunde. Wenn der Bär im Traum bedrohlich erscheint, so bedeutet das erdrückende und belastende Liebe oder Mütterlichkeit, die Sie selbst entweder auf Andere ausüben oder aber selbst erleben. Versuchen Sie, Ihre geistigen und körperlichen Kräfte in Einklang zu bringen, damit Sie wieder ins Gleichgewicht mit sich selbst und ihrer Umwelt kommen.

Sonstiges

Im Medizinrad und Indianischen Horoskop ist der Bär dem „Mond der Ernte“ (23.08. bis 22.09.) zugeordnet. Braunbär-Menschen sind großherzige und praktisch veranlagte Menschen. Sie haben Geduld, ein dickes Fell und ein warmes Herz und können jede noch so schwierige Situation meistern. Braunbär-Menschen sind keine Theoretiker, sondern Praktiker. Was sie machen, das hat Bestand und was sie sagen, das hat Kraft. Braunbär-Menschen können aber auch träge und faul, skeptisch und teilweise auch unbelehrbar sein. [Weiterlesen…]

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 15:00 Uhr