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Steinbock

Lebensraum

Der Steinbock (ein weiblicher Steinbock wird Steingeiß genannt) ist eine Ziegenart, die in Europa und (Klein-)Asien beheimatet ist. Als Lebensraum bevorzugt der Steinbock hauptsächlich felsige Regionen, hohe Gebirge und Wälder kurz vor der Baum- und Eisgrenze. In unseren Breiten ist der Steinbock im gesamten Alpenraum und sogar auch in Teilen des Balkans und der Karpaten anzutreffen. Die meisten Steinböcke Europas jedoch bewohnen die Alpen in der Schweiz und Italien.Sein wohl bekanntestes und eindeutigstes Merkmal sind seine Hornlänge, die bis zu 1m betragen kann, und die nur leicht gebogene, fast schon sichelartige und von einem einzigartigen Muster geprägte Hornform – wobei anzumerken ist, dass die Hörner der Steingeiße oftmals nur kurz und wenig gebogen sind.

Krafttier Steinbock

Mythologie

Im traditionellen Volksglauben der Bervölker gilt die sichelförmige Hornform des Steinbocks als magisches Schutzsymbol, welches vor Dämonen und dem Tod schützen soll. Wem ein Steinbock beim Wandern in den Bergen oder beim Aufstieg auf einen solchen erscheint, dessen Vorhaben steht unter einem guten Stern, da er fortan den Steinbock als Schutzgeist zur Seite hat. Dieser soll den Menschen, denen er begegnet laut Volksglauben vor Unfällen schützen und ihn wieder sicher zurück ins Tal führen. Ebenfalls zu schätzen, wusste man die imposanten und starken Hörner, welche dem Steinbock eine außergeöhnliche Lebenskraft verleihen und ein langes Leben schenken sollten. Gleichwohl sah man in den langen Hörnern der Steinbocke ein Symbol für Virilität und Fruchtbarkeit. In der Volksmedizin werden deshalb auch heute noch verschiedene Körperteile – darunter auch das Gehörn – als traditionelles Heilmitteln gegen verschiedene Gebrechen geschätzt. Bis heute gibt es sog. „Steinbockapotheken“, die solche oder ähnliche Heilmittel vertreiben.

Im Volksglauben hat sich durch Beobachtungen zugetragen, dass der Steinbock ein Meister schwieriger Entscheidungen ist, die unter harten Umständen schnell und sicher getroffen werden müssen, um Leben zu retten – sei es das eigene oder das Leben anderer. So gilt der Steinbock als erfahrener Alpenbewohner, der hoch hinaus kann, aber auch weiß, wann es Zeit ist aus den luftigen Höhen herabzusteigen, um nicht tief zu fallen (was seinen Tod bedeuten könnte) oder zu verhungern (beispielsweise in den Wintermonaten). Weiterhin gilt der Steinbock als Wetterprophet, an dessen Verhalten man herannahenes Wetter oder Unwetter erkennen können soll.

Griechenland:

Wie auch die Ziege und die Gemse, so ist auch der Steinbock eng mit dem Gott Pan verbunden, der gerne die Gestalt von Horn- und Hufträgern wie diversen Böcken annahm. Laut einer Sage soll Pan der Götterwelt geholfen haben gegen die Titanengöttin Rhea und das Meeresungeheuer Typhon zu kämpfen. Am Ende soll er sogar Zeus, den Göttervater selbst, gerettet und geheilt haben, woraufhin ihn dieser zum Dank  als Sternbild im Himmel verewigte. Seitdem ist der Steinbock am Himmelszelt zu sehen und dem Abendländischen Horoskop als Tierkreiszeichen bekannt. In Horoskop ist der Steinbock den Monaten Dezember und Januar, als auch dem Element Erde zugeordnet. Auf Grund seiner inneren Stärke und Gelassenheit gilt er als Sinnbild für Beharrlichkeit und Stabilität.

Steinbock – Medizin

Springt der Steinbock in Ihr Leben, dann fordert er Sie auf, sich Ihrer Umgebung mehr bewusst zu werden und den vor Ihnen liegenden steinigen und steilen Weg als Herausforderung zu betrachten. Es mag auf den ersten Blick unmöglich erscheinen sich in der Gebirgswelt zurechtzufinden, geschweige denn einen begehbaren Weg zu finden, aber so ist das nunmal in luftigen Höhen und wenn man Gott und dem Himmel nahe sein möchte. Wer hoch hinaus will, muss auch mit den extremen Bedingungen an der Bergspitze zurechtkommen. So zeigt Ihnen das Krafttier Steinbock, womit Sie rechnen müssen, wenn Sie hoch hinaus wollen, aber auch wie Sie sicher wieder zurück ins Tal finden, wenn Sie sich verschätzt haben und lieber wieder den sichereren Weg gehen wollen – auch wenn dieser mehr Zeit erfordert. In unserem Leben werden wir ständig mit Herausforderungen und Entscheidungen konfrontiert, die wir meistern müssen. Mal führt uns eine Entscheidung sicher durch die Berge, die sich neben uns auftürmen, ein anderes Mal führt uns eine Entscheidung mit großer Kraftanstrengung hoch hinaus, damit wir von oben einen Überblick erhalten. Beides wechselt sich  regelmäßig ab. Der Steinbock als Krafttier hilft uns in Ruhe und Gelassenheit jede noch so notwendige, wichtige Entscheidung zu treffen und selbst unter Zeitdruck richtig und souverän zu handeln.

Besteigen Sie mit dem Steinbock als Krafttier ruhig den Fels der Entscheidung und den Berg der Schwierigkeiten, damit Sie über sich selbst hinauswachsen können. Folgen Sie dem Steinbock in die luftigen Höhen, erklimmen und bezwingen Sie den Berg, der vor Ihnen liegt und finden Sie Ihren eigenen Weg nach oben. Haben Sie das geschafft, werden Sie mit einem Blick in eine andere Welt belohnt und eine andere Sicht der Dinge erfahren. Das was Ihnen einst wichtig war, ist nun nichtig und klein, während das, was Sie für Unmöglich hielten, nun genau unter Ihren Füßen liegt – weil Sie es gewagt haben, die Herausforderungen als Chancen zu betrachten.

Getreut dem Sprichwort: „Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s gemacht.“

Folgen Sie dem Steinbock aber auch hinab, wenn die Zeit dafür gekommen ist, denn man kann nicht immer oben sein. Wer sich selbst etwas Gutes tun möchte, muss hin und wieder auch mal absteigen. Das Krafttier Steinbock sagt Ihnen wann und zeigt Ihnen wie – vertrauen Sie ihm.

Traumdeutung

Wenn ein Steinbock oder eine Steingeiß durch Ihre Träume springt, so deutet dies auf den Wunsch nach Erfolg hin. Sie haben ein hohes Ziel im Auge, wollen hoch hinaus oder sich selbst einfach beweisen, dass Sie den Berg bezwingen können – welcher auch immer das sein mag. Gleichermaßen weist ein Steinbock im Traum auf Ehrgeiz und einen hohen Gerechtigkeitssin hin – möglicherweise stehen Sie momentan auf dem Fels der Entscheidung und wollen edel und gerecht sein. Bedenken Sie, dass Sie es nicht immer allen recht machen können und das Gerechtigkeit im Auge des Betrachters liegt. Ein verletzter Steinbock im Traum macht auf den Verlust der Ehre oder der Lebenskraft aufmerksam. Sehen Sie hingegen einen vitalen Steinbock, der selbstsicher und kraftvoll durch das Gelände springt, deutet das darauf hin, dass Sie momentan vor Lebenskraft nur so strotzen und Sie nicht übermütig werden sollten.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 5. November, 2013, 11:03 Uhr

Strauß

Lebensraum

Strauße sind die größten Vögel der Welt und gehören zur Ordnung der Laufvögel. Diese sind zwar flugunfähig, können dafür aber schnell laufen – bis zu 60 km/h. Der bekannste Vertreter der Straußenfamilie ist wohl der Afrikanische Strauß, dessen Heimat  Savannen und Wüsten in Afrika ist. Zu den Laufvögeln die mit dem Strauß verwandt sind gehören aber auch der Emu in Australien, der Kiwi in Neuseeland, der Kasuar in Neuguinea und der Nanda in Südamerika. Insofern erstreckt sich die Verbreitung der Strauße ausschließlich auf der Südhalbkugel, da sie ein warmes und trockenes Klima bevorzugen. Die wohl bekanntesten Merkmale der Strauße sind ihr schlanker Körperbau, ihr langer Hals und die schlanken kräftigen Füße. Strauße sind hauptsächlich Pflanzenfresser – d.h. ihr Speiseplan besteht hauptsächlich aus Gräsern, Blättern, Blüten, Knospen und Früchten – als Beilage nehmen sie mitunter aber auch kleine Insekten und Würmer zu sich.

Krafttier Strauss/Emu

Mythologie

In vielen indigenen Völkern Afrikas und Australiens genießen Strauße ein hohes Ansehen und waren ein wichtiger Lieferant für Fleisch, Eier und Federn. In Ägyptischen Mythologie steht der Strauss mit Maat, Göttin der Wahrheit und der Gerechtigkeit, in Verbindung weshalb Maat auch in Frauengestalt mit einer Straußenfeder auf dem Kopf abgebildet wird. Maat hütet die irdische und kosmische Ordnung und erhält das natürliche Gleichgewicht. In der Mythologie der australischen Aborigines nimmt der Emu eine ähnlich zentrale Rolle wie die Eidechse und das Känguru ein. Einer Legende der Traumzeit zu Folge soll der Emu der Schöpfer und die ErdMutter aller Menschen sein. Alle Menschen sind sind demnach die Kinder eines großes UrEmus. Auch heute noch genießt der Emu in Australien ein hohes Ansehen, sodass er sogar gemeinsam mit dem Känguru als Schildträger auf dem Wappen Australiens abgebildet wird. Inofiziell gilt der Emu sogar als Nationalvogel Australiens.

Strauß/Emu – Medizin

Wenn der Strauß als Krafttier in Ihr Leben läuft, gilt es Schnelligkeit und Stärke zu entwickeln und die Eigenschaften des eigenen Herzens zu prüfen. Gleichermaßen schenkt Ihnen das Krafttier Strauß aber auch die Fähigkeiten Klugheit und Wachsamkeit. Sein weltlicher Vertreter ist in der Lage ungebetenen Gästen mit seinen großen und kräftigen Füßen einen starken Tritt zu verpassen, damit sie ihn in Ruhe lassen und Land gewinnen. Ebenso kann jedoch auch sein spiritueller Vertreter, das Krafttier Strauß, Ihnen dabei helfen bestimmte Menschen auf Distanz zu halten und Anderen auch deutlich die Grenzen aufzuzeigen. Insofern macht das Krafttier Strauß/Emu auch auf die Themen Wahrheit und Gerechtigkeit hin. Mit seinier Hilfe erhalten Sie einen Einblick in die irdischen und kosmischen Gesetze und können dadurch besser Urteilen. Das hilft Ihnen nicht nur enorm bei der Wahrheitsfindung, sondern auch dabei strittige Angelegenheiten fair und gerecht zu klären. Die Fähigkeit des Straußes bei Gefahr oder Angriff schnell zu laufen wird auch Ihnen zu Teil, wenn der Strauß Ihr Krafttier ist. Mit seiner Hilfe können Sie sich „schnell aus dem Staub“ machen wenn es von Nöten ist oder unerwartet und schnell zuschlagen, bevor der Angegriffene überhaupt weiß was lost ist. So ein Überraschungsangriff kann in so manchen Situationen von Vorteil sein und setzt oft das  deutlichste Zeichen. Obwohl es nur ein Mythos ist, dass der Strauß und der Emu ihren Kopf in den Sand stecken, so wollen sie als Krafttier dennoch davor warnen. Es mag angenehm erscheinen, in hitzigen Situationen den Kopf in die kühle Erde zu stecken, doch ist es keine Lösung, die Gutes verspricht. Wenn Sie einfach „dicht machen“, die Augen vor der Realität verschließen und nichts tun, wird es nur noch schlimmer. Vielleicht aber ist es auch gar nicht so schlimm wie Sie denken und es droht vielleicht auch gar keine Gefahr, nur sehen Sie das erst, wenn Sie Ihren Kopf wieder aus dem Sand herausnehmen (oder ihn gar nicht erst dort hineinstecken).

Traumdeutung

Ein Strauß oder Emu im Traum will Ihnen signalisieren, nicht die Augen nicht vor der Realität und anstehenden Problemen zu verschließen. Die Kopf-in-den-Sand-stecken Methode wird nicht so funktionieren, wie Sie sich das wünschen. Treten Sie stattdessen dem Leben mutig entgegen und gestalten Sie es realitätsnah und ohne Illusionen.

Sonstiges

Nichts bekannt.

© Wiebke Haarkemper | 26. Juli, 2013, 09:37 Uhr

Wolf

Lebensraum

Der Wolf ist ein äußerst anpassungsfähiges Raubtier, das unterschiedliche Lebensräume auf der Nordhalbkugel bevölkert, aus den meisten Ländern und Regionen jedoch durch den Menschen vertrieben oder ausgerottet wurde. Sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt in Asien, (Ost-)Europa und Nordamerika. Durch menschliche Hilfe siedeln sich langsam auch wieder Wölfe in Deutschland an – wenn bisher auch nur in einem begrenzten Gebiet.

Mythologie

In vielen Kulturen gilt der Wolf als besonders mächtiges Schamanentier und kommt in fast allen Legenden vor.

Germanen: Wölfe wurden von Odin und den Riesinnen als Reittiere genutzt und ihr Heulen sagte den Sieg in einem Kampf vorraus. Odin selbst hatte sogar Wölfe namens Geri und Freki, welche denselben Gaumenschmaus zu essen bekamen, wie der Göttervater selbst. Im Kampf standen sie Odin stets treu und tapfer zur Seite machten sich am Ende über die gefallenen Leichen her. Deshalb wird Odin bis heute oftmals durch einen Wolfskopf dargestellt. Odin selbst zog sogar einst einen Wolf auf, der sich gut mit seinem Sohn Tyr verstand. In der Edda ist dieser Wolf auch als Fenris bekannt und für das Ragnarök (Weltenende) und den Untergang der Götterwelt verantwortlich.

Kelten: Druiden verehrten den Wolf wegen seines stark ausgeprägten Familiensinns als Totem für die Gemeinschaft. Er soll diese beschützen und in schwierigen Zeiten führen. Die Monate Januar und Februar nannte man Wolfszeit, weil es die Zeit war, in denen die Druiden ihre Reise in die Anderswelt unternahmen, um der Gemeinschaft neue Ziele und Hoffnung zu geben. Die Kelten schätzten seine magische Kraft und enge Verbindung zum Mond sehr. Sie wussten, dass der Wolf nie die Orientierung verliert und immer zum Wohle aller handelt – in guten, wie in schlechten Zeiten.

Eskimos: In einer Legende der Inuit gibt es einen riesigen Wolf namens Amarok. Dieser jagt und frisst Jeden, welcher nachts alleine wandert oder auf die Jagd geht. Im Gegensatz zu normalen Wölfen zieht es Amarok vor, alleine zu jagen.

Schoschonen: Eine Weisheit aus dem Yukon besagt, der Mensch solle sein Sozialverhalten vom Wolf und sein Ernährungsverhalten vom Bär lernen. Die Schoschonen sahen im Wolf den Schöpfer und Weisen und im Koyoten vielmehr einen Schelm und Gauner, der nur Unsinn im Kopf hatte. In einer ihrer Legenden haben der Wolf und der Koyote eine Auseinandersetung, in welcher Sie darüber diskutieren, was mit den verstorbenen Menschen nach dem Tod geschehen soll. Letztendlich entscheiden sie einstimmig, verstorbene Menschen nicht ins Leben zurückzuholen, damit es nicht zu viele Menschen auf der Erde gibt.

Wolf – Medizin

Wenn der Wolf Ihr Revier erreicht oder Sie sein Rufen wahrnehmen, fordert er Sie auf, ihm auf dem Mondpfad zu folgen. Er zeigt Ihnen, wie Sie sich den Umständen anpassen und gleichzeitig Ihre Vision leben können. Der Wolf ist aber auch ein Freiheit liebendes und kommunikatives Tier. Er warnt Sie als Krafttier deshalb auch davor, Ihr Denken und Handeln all zu sehr einzuschränken. Sie brauchen Freiheit, also sperren Sie Ihre Gefühle und Instinkte nicht ein. Schützen Sie sich auch vor sogenannten Freunden, die Sie nur ausnützen und Ihre Energie aufsaugen wollen – seien Sie nicht zu großzügig und gutmütig, seien Sie ein Wolf.

Traumdeutung

Der Wolf im Traum weist auf innere Konflikte hin. Möglicherweise kämpft der Träumende mit seinen Ängsten, Trieben und Wünschen und weiß nicht, wie er sie in Einklang bringen soll. Andererseits will der Wolf auch vor der Verfolgung Anderer oder schlechter Gesellschaft warnen.

Sonstiges

Totem: WolfIm Medizinrad und Indianischen Horoskop ist der Wolf gemeinsam mit dem Puma der „Zeit der großen Winde“ (19.02. bis 20.03.) zugeordnet. Wolf-Menschen gelten als intuitiv, vertrauensvoll, sensibel und leidenschaftlich, sind aber auch ausgesprochen anspassungsfähig und unberechenbar. Sie handeln oftmals spontan aus dem Bauch heraus, können Kritik aber nicht kommentarlos annehmen.  [Weiterlesen…]

Rune Tiwaz Der Wolf wird der Rune Tiwaz zugeordnet, welche mit dem germanischen Gott Tyr verbunden ist und für Zielstrebigkeit, Krieg und Gerechtigkeit steht. Mit dem Wolf als Krafttier hilft Tiwaz sich durchzusetzen und seine Ziele zu erreichen. Ebenfalls fördert Tiwaz mit dem Wolf als Krafttier das Gerechtigkeitsempfinden und Urteilsvermögen.

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 15:00 Uhr