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Elch

Lebensraum

Der Lebensraum der Elche zieht sich von Nordeuropa über Nordamerika bis nach Nordasien. Er liebt große Sumpf- und Waldgebiete und ist trotz seiner Größe nur schwer zu finden. Auch wenn sich deshalb nur wenige Tiere dem Elch in den Weg stellen, so hat der Elch dennoch natürliche Feinde. Darunter zählen je Kontinent Bären, Pumas und Wölfe.

Mythologie

Auf Grund seiner stattlichen Figur und beeindruckenden Größe verehrt man den Elch vielerorts als Symbol für Kraft, Weisheit und Gerechtigkeit. Es heißt, sein Geweih symbolisiere eine Antenne, welche ihm die Kommunikation mit Wesen aus der Geisertwelt ermöglicht. Somit steht er seit jeher für die Verbindung von Himmel und Erde, dem Menschlichem und dem Göttlichen. Seine Knochen wurden verschiedene Orakel herangezogen und bei einigen Völkern gilt der als Beschützer der Frauen.

Schweden: Auf vielen jahrtausende alten Felszeichnungen in Schweden fand man überwiegend Elche, was wiederum darauf hindeutet, dass der Elch in Norrland schon mindestens genauso lange eine zentrale Rolle spielt. Neben der Robbe war der Elch im Norden das wichtigste Jagdwild, weshalb das Wohl des Volkes maßgeblich davon beeinflusst wurde. Auch die Schweden glaubten, dass das größte und mächtigste Tier der Herrscher über alle anderen Tiere sein muss. Deshalb gilt der Elch auch heute noch, wie bei uns der Hirsch, in den nördlichen Breiten als König des Waldes und wurde über mehrere Jahrtausende als “Gott” bzw. bedeutsamer und hochrangiger Tiergeist verehrt. Aus anderen Felszeichnungen geht hervor, dass Schamanen und Elche in Nordeuropa ein besonderes Verhältnis hatten und er nicht selten sogar das Totemtier Jener war. Vele Zeichnungen zeigen deutlich eine Verwandlung des Menschen in einen Elch und wie menschliche Fußspuren in den Spuren eines Elchs enden.

Athapaska: Für die Indigenen aus Alaska hat der Elch auch heute noch ein große Bedeutung, ganz besonders bei Zeremonien, welche den Übergang in ein neues Leben zelebrieren. Das kann eine Geburt sein, der Tod eines Verwandten, der Eintritt ins Erwachsenenalter oder eine Hochzeit. Ein Festmahl aus Elchfleisch gehört dann ebsenso dazu, wie ein Ritual, in welchem man sich beim Geist des Elchs für sein Opfer bedankt. Am Ende der Zeremonie gibt man die Überreste des Elchkopfes zum Ausgleich dem Wald zurück – geschieht dies nicht, wird das Jagdglück (und damit das Wohl des Stammes) darunter leiden.

Elch – Medizin

Wenn der Elch als Krafttier in Ihr Leben stolziert, so bringt er Ihnen den Mut und die Kraft, neue Wege im Einklang mit dem Herzen zu beschreiten. Sie haben die Fähigkeit Menschen zu führen und zu begeistern – nutzen Sie diese Gabe, aber missbrauchen Sie sie nicht! Der Elch als Krafttier verbindet Sie mit der Kraft der Erde und der Weisheit des Himmels. Das bedeutet, dass sie mit dem Elch als Krafttier, wie der Elch selbst, in der Lage sind, als Mittler zwischen Himmel und Erde (z.B. als Medium) zu agieren. Folgen Sie dem Elch auf seinem Pfad der Weisheit zu innerem Frieden. Der Elch möchte Sie aber auch vor Sturheit, Rücksichtlosigkeit und Materialismus warnen. Versuchen Sie die für Sie richtige Mitte zu finden und das Gleichgewicht zu halten, um ein ausgeglichenes und friedvolles Leben zu führen.

Traumdeutung

Als Traumsymbol macht der Elch auf die Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit aufmerksam. Möglicherweise wollen Sie schon lange mehr Zeit in der Natur verbringen oder spielen mit dem Gedanken, auszusteigen. Folgen Sie dem Ruf der Wildnis und gönnen Sie sich ein bisschen mehr Natur, Freizeit und einen Urlaub ohne Verpflichtungen. Der Elch im Traum weist aber auch auf vorteilhafte geschäftliche oder private Beziehungen hin, welche Ihnen nützlicher sind, als Sie denken.

Sonstiges

Ein Amulett, das aus den Knochen oder dem Geweih eines Elchs gefertigt wurde, schenkt nicht nur ein langes und erfülltes Leben, sondern auch Weisheit und Stärke.

Im Medizinrad teilt sich der Elch mit dem Rentier den Platz für die “Zeit des langen Schnees” (22.11. bis 21.12.). Elch-Menschen sind warmehrzig, bescheiden und kraftvoll. Wenn sie können, dann meiden Sie Kämpfe und Auseinandersetzungen, doch wenn es um Leben oder Tod geht, scheuen sich in keinster Weise davor ihre Kraft in vollem Umfang einzusetzen und kämpfen bis zum bitteren Ende.

Rune: Algiz Der Elch ist der Rune Algiz zugeordnet, welche nicht nur einen Krähenfuss sondern auch ein Geweih symbolisiert. Mit dem Elch als Krafttier schützt Algiz vor Angriffen und Unglück. Des Weiteren fördert sie die aktive Verteidigung und zieht langlebiges Glück an. Sie hilft Gefahren im Vorraus zu erkennen und ihnen sicher aus dem Weg zu gehen.

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 15:00 Uhr

Wolf

Lebensraum

Der Wolf ist ein äußerst anpassungsfähiges Raubtier, das unterschiedliche Lebensräume auf der Nordhalbkugel bevölkert, aus den meisten Ländern und Regionen jedoch durch den Menschen vertrieben oder ausgerottet wurde. Sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt in Asien, (Ost-)Europa und Nordamerika. Durch menschliche Hilfe siedeln sich langsam auch wieder Wölfe in Deutschland an – wenn bisher auch nur in einem begrenzten Gebiet.

Mythologie

In vielen Kulturen gilt der Wolf als besonders mächtiges Schamanentier und kommt in fast allen Legenden vor.

Germanen: Wölfe wurden von Odin und den Riesinnen als Reittiere genutzt und ihr Heulen sagte den Sieg in einem Kampf vorraus. Odin selbst hatte sogar Wölfe namens Geri und Freki, welche denselben Gaumenschmaus zu essen bekamen, wie der Göttervater selbst. Im Kampf standen sie Odin stets treu und tapfer zur Seite machten sich am Ende über die gefallenen Leichen her. Deshalb wird Odin bis heute oftmals durch einen Wolfskopf dargestellt. Odin selbst zog sogar einst einen Wolf auf, der sich gut mit seinem Sohn Tyr verstand. In der Edda ist dieser Wolf auch als Fenris bekannt und für das Ragnarök (Weltenende) und den Untergang der Götterwelt verantwortlich.

Kelten: Druiden verehrten den Wolf wegen seines stark ausgeprägten Familiensinns als Totem für die Gemeinschaft. Er soll diese beschützen und in schwierigen Zeiten führen. Die Monate Januar und Februar nannte man Wolfszeit, weil es die Zeit war, in denen die Druiden ihre Reise in die Anderswelt unternahmen, um der Gemeinschaft neue Ziele und Hoffnung zu geben. Die Kelten schätzten seine magische Kraft und enge Verbindung zum Mond sehr. Sie wussten, dass der Wolf nie die Orientierung verliert und immer zum Wohle aller handelt – in guten, wie in schlechten Zeiten.

Eskimos: In einer Legende der Inuit gibt es einen riesigen Wolf namens Amarok. Dieser jagt und frisst Jeden, welcher nachts alleine wandert oder auf die Jagd geht. Im Gegensatz zu normalen Wölfen zieht es Amarok vor, alleine zu jagen.

Schoschonen: Eine Weisheit aus dem Yukon besagt, der Mensch solle sein Sozialverhalten vom Wolf und sein Ernährungsverhalten vom Bär lernen. Die Schoschonen sahen im Wolf den Schöpfer und Weisen und im Koyoten vielmehr einen Schelm und Gauner, der nur Unsinn im Kopf hatte. In einer ihrer Legenden haben der Wolf und der Koyote eine Auseinandersetung, in welcher Sie darüber diskutieren, was mit den verstorbenen Menschen nach dem Tod geschehen soll. Letztendlich entscheiden sie einstimmig, verstorbene Menschen nicht ins Leben zurückzuholen, damit es nicht zu viele Menschen auf der Erde gibt.

Wolf – Medizin

Wenn der Wolf Ihr Revier erreicht oder Sie sein Rufen wahrnehmen, fordert er Sie auf, ihm auf dem Mondpfad zu folgen. Er zeigt Ihnen, wie Sie sich den Umständen anpassen und gleichzeitig Ihre Vision leben können. Der Wolf ist aber auch ein Freiheit liebendes und kommunikatives Tier. Er warnt Sie als Krafttier deshalb auch davor, Ihr Denken und Handeln all zu sehr einzuschränken. Sie brauchen Freiheit, also sperren Sie Ihre Gefühle und Instinkte nicht ein. Schützen Sie sich auch vor sogenannten Freunden, die Sie nur ausnützen und Ihre Energie aufsaugen wollen – seien Sie nicht zu großzügig und gutmütig, seien Sie ein Wolf.

Traumdeutung

Der Wolf im Traum weist auf innere Konflikte hin. Möglicherweise kämpft der Träumende mit seinen Ängsten, Trieben und Wünschen und weiß nicht, wie er sie in Einklang bringen soll. Andererseits will der Wolf auch vor der Verfolgung Anderer oder schlechter Gesellschaft warnen.

Sonstiges

Totem: WolfIm Medizinrad und Indianischen Horoskop ist der Wolf gemeinsam mit dem Puma der “Zeit der großen Winde” (19.02. bis 20.03.) zugeordnet. Wolf-Menschen gelten als intuitiv, vertrauensvoll, sensibel und leidenschaftlich, sind aber auch ausgesprochen anspassungsfähig und unberechenbar. Sie handeln oftmals spontan aus dem Bauch heraus, können Kritik aber nicht kommentarlos annehmen.  [Weiterlesen…]

Rune Tiwaz Der Wolf wird der Rune Tiwaz zugeordnet, welche mit dem germanischen Gott Tyr verbunden ist und für Zielstrebigkeit, Krieg und Gerechtigkeit steht. Mit dem Wolf als Krafttier hilft Tiwaz sich durchzusetzen und seine Ziele zu erreichen. Ebenfalls fördert Tiwaz mit dem Wolf als Krafttier das Gerechtigkeitsempfinden und Urteilsvermögen.

© Wiebke Haarkemper | 3. Juli, 2011, 15:00 Uhr