Archiv der Kategorie: Südamerika

Hier finden Sie alle in Südamerika heimischen Krafttiere.

Gürteltier

Lebensraum

Das Gürteltier ist ein hauptsächlich nachtaktives Säugetier, welches auf dem amerikanischen Doppelkontinent beheimatet ist und daher ausschließlich in Nord- und Südamerika (sehr häufig z.B. in Argentinien und Brasilien) vorkommt. Es bevorzugt trockenes und warmes Klima, weshalb es zum Leben nicht nur Steppen und Savannen, sondern auch Halbwüsten benötigt. Ein paar Arten und Exemplare bewohnen den Regenwald, wenige Arten leben sogar in den Hochlagen der Anden. Als Nahrung bevorzugen Gürteltiere zwar Pflanzen und Insekten, verschmähen aber auch kleinere Wirbeltiere und Aas nicht. Gürteltiere sind eine sehr alte und die einzige heute noch lebende Ordnung der Nebengelenktiere, die mit dem Faultier und dem Ameisenbär verwandt sind. Ursprünglich waren sie einmal kleine pflanzenfressende „Dinosaurier“ mit eine Gewicht von bis zu 2 Tonnen. Das auffälligste Erkennungsmerkmal des Gürteltieres ist zweifellos ihr  Körperpanzer aus Knochen und Horn, der bis auf den Schwanz den gesamten Köper (d.h. Kopf, Rücken und Beine) bedeckt. Ebenfalls typisch für das Gürteltier ist das Zusammenrollen bei Gefahr, was wir sonst nur vom Igel kennen. Beim Anlegen ihres Erdbaus oder während der Nahrungssuche wühlen Gürteltiere nur all zu gerne in der Erde herum und graben diese auch gerne mal abschnittsweise komplett um. Bei allem, was Sie tun, verlassen sich Gürteltiere stets auf ihre Nase und ihren außergewöhnlich guten Geruchssinn, mit dem sie Beute aufspüren und Gefahren rechtzeitig wittern können. Auf Grund dieser Eigenschaften und Vorlieben könnte man fast meinen, dass das Gürteltier eine Mischung aus Igel, Schildkröte und Wildschwein ist.

Krafttier Gürteltier

Mythologie

Bei den Guarani, einem indigenen Volk aus Südamerika (deren Siedlungsgebiete sich von Paraguy und Bolivien über Agentinien, Brasilien und Uruguay erstrecken), gilt das Gürteltier „Tatu“ als Heiliges Wesen und Hüter der Erde. Die Erdgötting Núnkui soll das Gürteltier angeblich aus Ton erschaffen haben. Im Sternenbild der Nördlichen Krone,  das laut keltischer Mythologie „Corona Borealis“ genannt wurde und als das Rad oder das Schloss von Arianrhod bekannt ist, sehen Indianer im Flußgebiet des Rio Negro in Nordbrasilien stattdessen ein „Gürteltier“, da die halbkreisförmige Anordnung der Sterne in diesen Gebiet nach unten offen erscheint. Andere Mythologien der Ureinwohner Südamerikas bezeichnen das Gürteltier deshalb als Botschafter zwischen Himmel und Erde und als Mittler zwischen Göttern und Menschen.

Gürteltier- Medizin

Trippelt das Gürteltier als Krafttier in Ihr Leben, will es Sie auf Themen wie Schutz, Abgrenzung und Erdverbundenheit aufmerksam machen. Mit Hilfe des Gürteltiers als Krafttier lernen Sie sich abzugrenzen und sich einen selbst definierten Raum zu schaffen. Dieser abgegrenzte Raum schützt sie zugleich vor Fremdeinflüssen, negativen und ungebetenen Gästen, die sich aufdrängen wollen. Jeder braucht seinen Freiraum zum Nachdenken, als auch zum Erholen und Schützen seines Inneren. Kommt das Gürteltier also als Krafttier zu uns, dann schenkt es uns eine Schutzpanzerung, die uns vor Angriffen schützt und uns ermöglicht, Herz und Seele zu öffnen. Dieser Schutz ermöglicht uns eine freie und ungestörte Entwicklung, sowie die Konzentration auf das Wesentliche. Im Schutz und der Geborgenheit des Panzers können alte Wunden geheilt werden und lernen wir uns so zu akzeptieren, wie wir sind – mit allen Erfahrungen und Einzigartigkeiten, welche dazugehören und uns zu einem Individuum machen. Das Gürteltier als Krafttier sagt uns, wass wir unsere innere Welt nicht länger von der Außenwelt manipulieren lassen und uns niemals von den Meinungen andere abhängig oder uns sogar dadurch definieren dürfen. Je konzentrierter wir innen werden, desto stärker werden wir auch im Außen.

Das Krafttier Gürteltier hilft uns aber nicht nur Grenzen zu stecken, sondern auch die eigenen Grenzen zu erkennen. Niemand kann alles und das muss auch keiner. Wenn wir begreifen, dass es nicht die Quantität ist die unsere Arbeit gut macht, sondern die Qualität, dann müssen wir uns auch nicht selbst übermäßig unter Druck setzen. Wenn jeder das macht, was er kann funktioniert die Teamarbeit am Besten und tun wir auch mehr für die Gemeinschaft, als wenn wir uns bei mehreren Aufgaben verzetteln und nur mit halben Herzen dabei sein.

Das Krafttier Gürteltier lädt uns aber auch dazu ein, den Panzer nicht zu missbrauchen und stets zu überprüfen wann und warum man sich darin zurückziehen möchte. Oftmals wollen wir uns schon bei der kleinsten Brise, die uns um die Nase weht, verstecken. Dadurch bauen wir uns selbst zusätzliche Panzer, wodurch unsere Herz sich unnötig verhärtet – weil es nicht genutzt und deshalb „steif“ wird! Deshalb hilft uns das Gürteltier als Krafttier auch Illusionen und Trugbilder zu erkennnen und den Schleier zu lüften, der auf unseren Augen liegt, damit wir die Realität erkennen. Nur wenn wir bereit sind mehr wahrnehmen zu wollen und unser Herz auch benutzen, vergrößern sich auch unsere Wahrnehmung und unser Bewusstsein.

Traumdeutung

Ein Gürteltier im Traum weist auf den Wunsch nach Abgrenzung und Schutz hin. Möglicherweise wünschen Sie sich Grenzen oder Freiraum gegenüber bestimmten Personen oder Situationen, den Ihre Seele auch dringend benötigt. Ziehen Sie Grenzen und lassen Sie sich ein „dickes Fell“ wachsen, damit Probleme Sie nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen und Ihr Inneres verletzen können.

Sonstiges

Nichts bekannt.

Zaunkönig

Lebensraum

Der Zaunkönig ist ein rundlicher kleiner rot-brauner Singvogel, der zur Gattung der Sperlinge gezählt wird und mit einer Körperlänge um die 10cm und einer Flügelspannweite von nur etwa 15cm der drittkleinste Vogel Europas ist. Damit ist der Zaunkönig nicht nur optisch, sondern auch biologisch gesehen eindeutig mit dem Spatz, der Meise und dem Rotkehlchen verwandt. Er ernährt sich ausschließlicher von tierischer Nahrung wie z.B. der Spinne und der Fliege, pickt mitunter aber auch Eier und Larven von Insekten wie z.B. die Raupe auf. Als – wenn auch seltener – Kulturfolger verschmäht der Zaunkönig allerdings auch Essensreste der Menschen wie etwa Brotkrümel nicht. Das Verbreitungsgebiet des Zaunkönigs erstreckt sich von Europa und Asien über Afrika und Nordamerika. Auch wenn der Zaunkönig einigermaßen „winterfest“ ist, beschränkt und verlagert sich sein Verbreitungsgebiet eher auf die Nordhalbkugel. In kälteren Regionen wie der Arktis und der Antarktis fehlt der Zaunkönig nahezu gänzlich – nicht zuletzt auch deshalb weil ihm dort auch die Nahrungsgrundlage fehlt (Insekten sterben bei Frost) .

Krafttier ZaunkönigMythologie

In der Mythologie kennt man den Zaunkönig aus vielen Märchen wie etwa der Gebrüder Grimm und Fabeln von Äsop, in welchem der Zaunkönig oftmals durch Schlauheit und eine List andere austrickst und daran sogar noch seinen Spaß daran hat. So nimmt der Zaunkönig einigen Orts die Rolle des Tricksters ein, wie der Fuchs in Deutschland oder der Kojote bei den Indianer Nordamerikas.

Sein Name geht übrigens auf die etwas irreführende griechische Bezeichnung „troglodyt“ zurück, die so viel wie „Höhlenbewohner“ bedeutet. Irreführend deshalb, weil Zaunkönige eigentlich keine Höhlen bewohnen. Die Märchen erklären seinen Namen weniger mit seiner griechischen Wortbdeutung, sondern vielmehr mit der Eigart des Zaunkönigs. Es heißt, dass der Zaunkönig schon so viele Tiere ausgetrickst habe, dass er Angst um sich haben muss. Aus diesem Grund lässt er sich nur noch selten blicken, hüpft nur noch unter, in und über den Zäunen herum, während er ganz keck immer wieder ruft „König bün ick!“ und dann ganz schnell wieder verschwindet. Der vermeintliche Königstitel des Zaunkönigs geht auf eine Fabel nach Äsop zurück. Dort wollten die Vögel eines Tages einen König wählen und veranstaltenen einen Wettflug. „Wer am höchsten fliegt, der soll unser König sein“ beschlossen die Vögel. Alle gaben ihr Bestes, aber am Höchsten flog eindeutig der Adler. Doch noch während der Adler in der Luft war hüpfte plötzlich der Zaunkönig aus seinem Gefieder hervor, flog über dem Adler und rief: „Ich bin der König!“. Seitdem gilt der Zaunkönig als Vogelkönig und lehrt diese Geschichte, dass Schlauheit und List über Größe und Stärke siegen können und man Schwäche mit Klugheit kompensieren kann.

Die altgermanische Bezeichnung „wrendo“ für den Zaunkönig, die so viel wie „Winterkönig“ bedeutet, geht auf den lebhaften Gesang im Winter zurück. Später wurde diese Bezeichnung durch das altdeutsche Wort „Schneekönig“ verdrängt, die sich allerdings bis heute gehalten hat. Daher stammt übrigens auch auch die Redewendung „sich freuen wie ein Schneekönig“. Je nach Region wird der Zaunkönig auch Backöfelchen, Mäusekönig, Meisenkönig, Schupkönig, Tannkönig Zaunsänger oder Zaunschnerz genannt.

Zaunkönig – Medizin

Hüpft oder flattert der kleine Zaunkönig als Krafttier in ihr Leben, dann will er Sie daran erinnern dass man sein Selbstbewusstein nicht an anderen festmachen darf. Möglicherweise werden Sie von Ihrem Umfeld nur wenig wahrgenommen, weil Ihre Körpergröße etwas geringer ist oder Sie nicht dem Schönheitsideal entsprechen, dass die Medien präsentieren und die Gesellschaft sehen möchte. Das Krafttier Zaunkönig möchte Ihnen sagen, dass Sie sich von solchen Bildern und Gedanken losreißen sollten, damit Sie Ihr wahres Ich und Ihre wahre innere Schönheit endlich nach außen tragen können. Denn das Bild was uns die Medien vom perfekten Körper  zeigen entspricht weder der Wahrheit, noch der Realität. Schauen Sie sich um, dann entdecken Sie, das unterschiedliche Körper mit ganz ureigenen Gesichtern völlig normal sind. Blicken Sie in die Natur und schauen Sie, wie die Bäume wachsen – Manche wachsen (nach unserer Aufassung) krumm und schief wie die Eiche, Andere wachsen „gerade“ und erreichen eine stattliche Größe wie die Buche. Und selbst von Eiche zu Eiche und Buche zu Buche gibt es Unterscheide, also heben Sie Ihre Einzigartig hervor, anstatt sich dafür zu schämen! Der Zaunkönig als Krafttier kommt deshalb auch zu Ihnen, um Sie zu ermutigen. Möglicherweise sind Sie künstlerisch tätig und erhalten nicht die Ihnen gebührende Anerkennung. Das Krafttier Zaunkönig rät Ihnen, sich nicht vom Urteil der anderen abhängig zu machen. Gehen Sie Ihren Weg weiter, dann werden Bestätigung und Wertschätzung von ganz alleine kommen. Seien sie keck wie der Zaunkönig und sagen Sie sich selbst immer wieder „König bün ick“. Das zaubert Ihnen ein Lächeln auf die Lippen und stärkt Ihr Selbstwertgefühl.

Selbstwertgefühl und Selbstachtung sind weitere Themen, auf welches das Krafttier Zaunkönig aufmerksam macht. Nur wenn Sie sich selbst und Ihre Arbeit annerkennen und wertschätzen, sind Sie auch bereit für Anerkennung und Wertschätzung von außen. Denken Sie daran, dass Sie im Außen das Anziehen, was Sie im Inneren ausstrahlen. Seien Sie wie ein Zaunkönig: Klein, aber oho! Man wird Sie zunächst zwar unterschätzen, aber umso größer ist später die Anerkennung und Wertschätzung! Als König der Vögel sagt Ihnen das Krafttier Zaunkönig, dass es Zeit wird, sich in höhere Ebenen und Welten zu erheben und Ihre Seele zu beflügeln. Verlassen Sie das sichere Nest und entdecken Sie die Welt, damit die Welt Sie entdecken kann! Mit dem Zaunkönig als Krafttier gelingt es Ihnen als Zaunreiter durch die verschiedenen Welten zu reisen – vom tiefesten Punkt der Erde bis zu unbekannten Höhen des Himmels. Lassen Sie sich vom Zaunkönig führen, denn er führt Sie zu Harmonie und Einklang – mit sich selbst, der Natur und Ihrer Umwelt. So weist Sie der Zaunkönig als Krafttier darauf hin, dass Sie sich zwar gut verstecken können, aber auch oft kleiner machen, als Sie wirklich sind. Aus diesem Grund ist der Zaunkönig ein gutes Beispiel dafür, dass nicht die äußere Erscheinung, sondern die inneren Werte zählen, denn nur diese führen zu wahrer Größe.

Traumdeutung

In Bearbeitung.

Sonstiges

Nichts bekannt.

Raupe

Lebensraum

Als Raupe bezeichnet man für gewöhnlich ein Entwicklungsstadium von bestimmten Insekten wie Tag- und Nachtfaltern. So ist die Raupe zwar ein eigenständiges Insekt, in ihrer Entwicklung jedoch nicht auf den Schmetterling beschränkt. Genau genommen ist die Raupe bei vielen Falterarten fast ausschließlich eine Art Fresstadium, das so viel Nahrung wie nur möglich zu sich nimmt, da viele Arten kurz nach ihrer Verpuppung zum Schmetterling nichts mehr fressen, sich nur vermehren und danach sterben. Die Raupe ist damit als Teil einer Metamorphose anzusehen, bei dem die Raupe das Stadium einer Larve bei den Tag- oder Nachtfaltern verkörpert. Als kälteempfindliches Insekt kommt die Raupe hauptsächlich in gemäßigten und tropischen Klimazonen der Welt vor, weshalb die Raupe auch in der Arktis und Antarktis fehlt. Zum Leben und Wohnen bevorzugen sie hauptsächlich Bäume und größere Waldbestände, an die sie sich meist ohne Probleme optisch anpassen. So haben Raupen meist eine grüne oder braune Färbung – je nach dem an welche Umgebung sie sich anpassen müssen. Wärend der in Nadelwäldern lebende Kiefernschwärmer grün-braun gefärbt und mit gelben Flecken besetzt ist und damit im Laub oder auf Baumstüpfen nahzu unauffindbar ist, hat die Raupe des Lindenschwärmers eine durchgend grüne Färbung, weil er sich meist in Wiesen oder auf den grünen und saftigen Blättern von Laubbäumen aufhält.

Andere Raupen besitzen auffällige Warnfarben wie gelb, rot und blau, um Fressfeinde abzuwehren. Interessant ist aber auch, dass die Farbe der Raupe nichts mit dem späteren Aussehen des verpuppten Falters zu tun hat. Ihre Größe in Verbindung mit ihrem auffälliger segmentartiger Körperbau macht die Raupe unverwechselbar und leicht von den Larven anderer Insekten zu unterscheiden. Auf dem Rücken besitzen sie ein verhärtetes Nackenschild, das ihnen Schutz gegen äußere Einflüsse wie etwa Wind, Regen, Hagel und andere Insekten bietet – während der Bauch und die Brustseite, auf der sich die Raupen fortbewegen – meist weich und ungeschützt, dafür aber umso beweglicher ist. Ihre ganz ureigene Gangart ist ebenso unverwechselbar und einzigartig. Kriechend wie eine Schlange und robbend wie ein Seehund an Land bewegt sich die Raupe zwar langsam, aber dafür trittsicher vorwärts. Dadurch, dass sie beim Fotbewegen Segment für Segment bewegt kann die Raupe auch widrige Hindernisse überwinden und unwegsame Pfade einschlagen.

Krafttier Raupe

Mythologie

Im Hinduismus sind die Raupe und der Schmetterling eng mit dem Glauben der Reinkarnation verbunden. Es heißt dass Brahma, der Schöpfergott des Priestertums, von tiefer Ruhe erfüllt gewesen sein soll, als er die Verwandlung einer Raupe beobachtet hatte. Durch dieses Erlebnis war Brahma davon überzeugt, dass Vollkommenheit durch Wiedergeburt erlangt werden kann. Der römische Schriftsteller Plinius war der Auffassung, dass Raupen durch Tautropfen entstehen würden, die im Frühling auf die Blätter fallen. Die griechische Mythologie kennt die sog. Kampe, ein weibliches und raupenähnliches Ungeheuer, welches Kyklopen (einäugige Dämonen) und Hekatoncheiren (hundertarmige Riesen) in der Unterwelt bewachte bis Zeus diese während des Kampfes der Titanen erschlug.

Bereits im alten China wusste man die feinen und glänzenden Fäden des Kokons der Raupe zu schätzen. So kam es auch, dass man die Fäden der Kokons seit jeher für die Seidenproduktion nutzt und mittlerweile leider auch in Indien, Japan domestizierte Seidenspinner gezüchtet werden. Die aus den Fäden des Kokons gewonne Seide wird nicht nur zur Herstellung von Kleidung, sondern auch für Saiteninstrumente verwendet. Seide war einst ein wertvolle und begehrte Handelsware, die über die berühmte Seidenstraße von Asien nach Europa transportiert wurde. Die Seidenstraße hat ihren Namen übringes auch nicht von ungefähr, sondern vom Erzeugnis der Seide. Durch die regelmäßige, häufige und hauptsächliche Nutzung als Handelsweg für Seidenprodukte kam diese Straße eben zu ihrem Namen.

Die Traditionelle Chinesische Medizin, als auch die Vitalpilzkunde kennt einen sog. Raupenpilz (Ophiocordyceps sinensis) und weiß diesen als Heilpilz zu schätzen. Seinen Namen trägt dieser Pilz natürlich genausowenig von ungefähr. Sein  schlankes, längliches und segmentartiges Aussehen, sowie seine bräunliche Färbung und seine geringe Größe erinnern sehr an eine Raupe – daher eben auch sein Name.

In der Literatur finden wir die Geschichte der Raupe „Nimmersatt“ des erfolgreichen amerikanischen Kinderbuchautors Eric Carle. Die Geschickte erzählt von der immer hungrigen Raupe „Nimmersatt“, die eine Woche lang viele verschiedene Lebensmittel frisst. Am Ende der Woche wird sie vom vielen Essen schließlich dick und fühlt sich schlecht. Dann findet sie ein grünes Blatt, das ihr saftiger, frischer und leckerer erscheint, als alles, was sie bisher gegesessen hat. Sie kann der Versuchung nicht widerstehen und frisst dieses Blatt – und stellt zu ihrem Erstaunen fest, dass es ihr danach viel besser geht. Dann wurde sie richtig satt und legte sich schlafen. Als sie wieder aufwacht, stellt sie fest, dass sie sich in einen wunderschönen Schmetterling verwandelt hat.

Gleichwohl finden wir in der Litaratur auch die Geschichte von der Raupe Valtentin und seinen Freunden. Sie erzählt von einer neugierigen und abentuerlustigen Raupe, welche die Welt erkunden möchte und auf der Suche nach einem neuen Zuhause ist. Dabei begegnet die Raupe Valentin vielen anderen Insekten, die seine Hilfe benötigen. Da er sich als mutig und hilfsbereit erweist macht er sich auf seiner Reise viele Freunde, die ihm dabei helfen Gefahren zu überwinden und einen neuen Schlafplatz zu finden. Die Geschichte zeigt auf wunderbare Weise, dass auch eine noch so kleine und hilflos geglaubte Raupe große Wege zurücklegen, schwierige Hindernisse überwinden und anderen helfen kann.

In der Heraldik ist die Raupe zwar nicht zu  finden, dafür aber als Fahrzeug in der Forst- und Landwirtschaft, der Bauindustrie und dem Militär. Als Raupe versteht man in dieser Hinsicht nämlich für gewöhnlich große Kettenfahrzeuge, die keine Reifen, sondern Gleisketten haben, welche die Last gleichmäßig verteilen und es so der Raupe ermöglichen, sich auf unebenem oder weichen Untergrund wie Waldboden, Sand, Kies oder anderem steinigen und leicht hügeligem Gelände sicher und schnell bewegen zu können – wie auch die echte Raupe, von dem das Fahrzeug seinen Namen hat.

Raupen – Medizin

Kriecht  die Raupe als Krafttier in Ihr Leben, dann wird es Zeit sich auf das Wesentliche zu besinnen und zu erkennen, dass man auch mit kleinen Schritten ans Ziel kommt – vielleicht nicht unbedingt schneller, dafür aber sicherer. Obwohl die Raupe zunächst winzig und bedeutungslos wirkt, wohnt in ihr dafür eine umso größere spirituelle Medizin. Als Teil einer Metamorphose zeigt uns das Krafttier Raupe, dass wir in unserer Entwicklung noch mitten drin – quasi noch „in den Kinderschuhen“ – stecken. Zunächst ist da das Ei, aus dem die Larve in Form der Raupe schlüpft. Im übertragenen Sinne bedeutet das, das gewissen Vorhaben, Ideen und Vorstellungen gerade erst geschlüpft sind und sich erst noch entwickeln müssen, bevor man darüber urteilen oder eine Ernte einfahren kann. Ihr segmentartiger Körperbau und ihre ureigene und nur für Raupen typische Fortbewegungsweise unterstützt diese Symbolik. Es ist jetzt nicht die Zeit für große Dinge und große Schritte, sondern die Zeit kleine Abschnitte mit kleinen Schritten zu meistern. Es ist ein langer und sicher auch beschwerlicher Weg bis zum Ziel und daher ist die Raupe als Krafttier auch ein Symbol für Zielstrebigkeit. Ihre Fähigkeit auch widrige Hindernisse zu überwinden und unwegsame Pfade einzuschlagen zeigt, dass auch Sie in Ihrer aktuelle Lebensphase gemeinsam mit der Raupe als Krafttier jedes noch so unüberwindbar geglaubte Hindernis meistern und jeden noch so weichen Boden begehen können, ohne einzusinken oder auszurutschen.

Das Krafttier Raupe stärkt Ihnen in jedem  Fall den Rücken – auch wortwörtlich – und schützt Sie gegen äußere Einflüsse, damit Sie Ihren Weg unbeirrt fortsetzen können. Gleichermaßen sorgt das Krafttier Raupe dafür, dass ihr Herz weich und ihr Körper beweglich bleibt, damit Sie agil genug sind, um sich fortzubewegen. All dies lässt erkennen, dass die Raupe nicht für Zielstrebigkeit, sondern auch für Geduld und Willensstärke steht, denn von ihr können wir lernen, dass man nicht aufgeben, sondern geduldig sein, an sich selbst glauben und sein Ziel nicht aus den Augen verlieren darf, wenn man es jemals erreichen möchte. Während das Ei für den Anfang (unsere Pläne) und der Schmetterling das Ziel (das Ergebinis)  ist, so steht die Raupe genau dazwischen. Sie ist der Übergang vom Kind zum Erwachsenen. Gleichwohl repräsentiert die Raupe eine Art Arbeitsstadium, in dem es nur ums Fressen und Wachsen gilt. Im übertragenen Sinne bedeutet das, dass das Krafttier Raupe darauf aufmerksam macht, dass das Krafttier Raupe mit Arbeit, Fleiß und Beständigkeit in Verbindung steht. Es die Zeit der Arbeit, nicht die Zeit der Ernte. Nach dieser Zeit kommt die Zeit der Ruhe und der Besinnung in Form eine Kokons (die Entwicklung), in welchem wir uns auf die Verpuppung vorbereiten. Ist unsere Zeit gekommen, wird es Zeit sich selbst zu erkennen und sein wahres Wesen nach Außen zu tragen. Erst nach der Ruhephase erkennen wir uns als Schmetterling wieder und können die Ernte einfahren, für die wir als Raupe so hart gearbeitet haben. Ebenso zeigt die Raupe, dass man nicht vorschnell urteilen sollte. Eine Weisheit von Erich G. Wickenburg bringt es auf den Punkt: „Wer eine Raupe zertritt, hat einen Schmetterling getötet.“

Das Krafttier Raupe erinnert uns daran, dass wir uns auf dem Weg selbst fragen müssen, ob der Weg, den wir gehen immernoch der Weg ist, den wir gehen wollen und ob sich die Dinge so entwickeln, wie wir es vor dem Schlüpfen geplant hatten. Nicht immer läuft alles nach Plan, daher ist es nicht wichtig, wie wir uns einmal die Dinge ausgemalt haben, sondern wie sie nun wirklich sind. Das Krafttier Raupe holt uns damit – im wahrsten Sinne des Wortes – zurück auf den Boden der Tatsachen. Gleichwohl möchte sie darauf aufmerksam machen, was genau wir in der Arbeitsphase „zu uns nehmen“. Denn all dies wird unsere Entwicklung prägen und unsere Art der späteren Verpuppung bestimmen. Erst die gesammelten Erfahrungen und die daraus resultierende Reife lässt uns später zum Tag- oder Nachtfalter werden. Die Zeit der Arbeit kommt mit der Raupe als Krafttier in Ihr Leben, die Zeit der Wandlung steht kurz bevor – arbeiten sie  jetzt gut, gewissenhaft und gründlich, damit die spätere Verwandlung umso einfach und schöner werden kann. Geben Sie jedem tag die Chance der Schönste in Ihrem Leben zu werden und erledigen Sie anfallende Arbeiten immer sofort, damit Ihnen neue Arbeiten nicht zu viel werden.

Traumdeutung

Krabbelt die Raupe durch Ihre  Träume, dann weist sie darauf hin, dass Sie zur Zeit eine Veränderung durch machen und sich mitten in einem Prozess befinden. Das Erscheinen eine Raupe oder einer sich verpuppenden Raupe im Kokon kann auf die Angst hinweisen, wie sich Dinge am Ende enteickeln werden und ob sich manche Vorhaben oder Menschen am Ende auf eine unangenehme Art und Weise „entpuppen“ werden. Eine Raupe im Traum macht uns aber auch auf unentdecktes oder ungefördertes Potenzial aufmerksam, das entfaltet, gelebt und weiterwentickelt werden will, damit wir unsere Seelenfrieden und unsere Berufung finden können.

Buchempfehlungen

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Seepferdchen

Lebensraum

Das Seepferdchen ist eine kleine Fischart, die als Stachelflosser mit dem Barsch verwandt ist. Vom Aussehen erinnert das Seepferdchen aber vielmehr an einen Wurm oder eine Raupe mit einem Pferdekopf, woher es übrigens auch seinen Namen hat. Den Seepferdchen fehlt die für Fische sonst typische breite Schwanzflosse und auch diese bewegen sie nicht nur horizontal, sondern auch vertikal – d.h. nach unten. Das ermöglicht ihnen absolute Präzision beim Schwimmen und ein schnelle Flucht vor Gefahren und Fressfeinden. Wird der Schwanz nicht gebraucht,  rollt er sich automatisch zusammen. Man nennt ihn deshalb auch Wickelschwanz. Zwei weitere Besonderheiten unterstreichen die Einzigartigkeit des Seepferdchens besonders. Zum Einen tragen nicht die Weibchen, sondern die Männchen den Nachwuchs aus (sie können bis zu 500 Eier in sich aufnehmen) und zum Anderen kann sich ein Seepferchen durch einen Farbwechsel wie ein Chamäleon rasch an die Umgebung anpassen – besonders beim berühmten Paarungstanz der Seepferdchen spielt der Farbwechsel eine große Rolle.

So erstrahlen Seepferdchen unter Wasser in vielen Formen und Farben, was die Unterscheidung einzelner Arten auch so schwierig macht. Zum Leben bevorzugt das Seepferdchen ausschließlich warme und salzhaltige Gewässer, weshalb man das Seepferdchen auch nur in tropischen und gemäßigten Meeren antrifft wie etwa im Schwarzen Meer, im Mittelmeer und dem Pazifik – sogar an den Küsten des Atlantik und Indischen Ozeans. Es fehlt daher in der Arktis, der Antarktis und manchen Teilen von Asien. Die meisten Arten finden sich in den Meeren vor Afrika,  Australien und Neuseeland. Der Speiseplan des Seepferdchens besteht hauptsächlich aus Wasserpflanzen, die es sich meistens mit seinem Schwanz einfach greift oder mit dessen Hilfe durch einen Klammergriff herauszieht. So dient der Schwanz nicht nur als Fortbewegungsmittel, sondern auch als Greifarm zur Nahrungsbeschaffung. Darüber hinaus ernährt sich das Seepferdchen auch gerne von kleineren Krebstieren wie etwa dem Wasserfloh oder Schwebgarnelen.

Krafttier Seepferdchen

Mythologie

In der Antike war das Seepferdchen als Fabelwesen namens Hippocamp bekannt,  dessen Oberkörper dem eines Pferdes glich und dessen Unterkörper ab der Hüfte abwärts nur aus einer Schwanzflosse bestand. Das Wort Hippocamp setzt sich aus den griechischen Wörtern für Pferd (=Hippo) und Raupe (=Campos) zusammen. So bedeutet der wissenschaftliche Name „Hippocamp“, unter dem das Seepferdchen seit 1570 bekannt ist, nichts anderes als „Pferderaupe“. Viele Darstellungen aus Griechenland machen deutlich wie sehr dieses Fabelwesen einer Meerjungfrau ähnelt. Halb Pferd und halb Fisch soll es in der Mythologie ein Zug- und Reittier von verschiedenen Meeresgöttern gewesen sein. Die griechische Mythologie besagt, dass Seepferdchen sogar die Nachfahren der Pferde sein sollen, die Poseidons Wagen gezogen haben. In Walt Disneys Zeichtrickfilm „Arielle“ befindet sich sogar noch ein Überbleibsel diesen Glaubens. Dort wird der Wagen von Arielles Vater Triton, dem Herrscher des Meeres, von Seepferdchen durch das Wasser gezogen.

In der Heraldik ist das Seepferdchen kaum zu finden, in Deutschland gibt es aber tatsächlich ein Wappen, auf dem ein Seepferdchen abgebildet ist. Es ist das Wappen von der Gemeinde „Timmendorfer Strand“ aus dem Bundesland Schleswig Holstein. Dort ist das Seepferdchen gemeinsam mit einem Segelboot als gelbe Silhoutte auf blauem Hintergrund abgebildet. Daüber hinaus ist das Seepferdchen ein bekanntes Frühschwimmerabzeichen für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren – natülich mit entsprechender Abbildung.

In Asien sind Seepferdchen mittlerweile vom Aussterben bedroht, da diese in der Tradionellen Chinesischen Medizin in Pulverform als Heilmittel und Aphrodisiakum gelten und als Solche leider nach wie vor außerst begehert sind. Als Zierfisch gehören sie mittlerweile aber auch zum umstrittenen Exotenhandel und haben mancherorts bittererweise schon Eingang in so manches Aquarium gefunden.

Seepferdchen – Medizin

Schwimmt das Seepferdchen als Krafttier in Ihr Leben, dann kommt es zu Ihnen, um Sie den Tanz und das Farbenspiel des Lebens zu lehren. Mit dem richtigen Partner an Ihrer Seite können Sie mit Freude durchs Leben tanzen und die Veränderungen des Lebens als Tanzarten wahrnehmen, die es zu meisten gilt. So lehrt das Krafttier Seepferdchen, Taktgefühl und verleiht das Gespür für den richtigen Rhythmus, in dem es sich (fort-) zu bewegen gilt. Gleichermaßen symbolisiert das Seepferdchen als Krafttier Treue, Verbundenheit, Schutz und Liebe. Denken Sie immer daran: die kleinste Einheit der Welt sind zwei Menschen. Im Schutz und der Geborgenheit des Anderen kann man sich wohlfühlen, fallen lassen und sich sicher fühlen. Solche Gefühle kann man nicht kaufen und auch keine Versicherung der Welt kann uns dieses Gefühl geben. So lehrt Sie das Krafttier Seepferdchen den liebe- und respektvollen Umgang mit allen Kindern der Erde – ob Menschen, Tiere, Pflanzen, Bäume oder Steine – und hilft Ihnen bei der Suche nach dem (Tanz-) Partner fürs Leben.

In der verschlungenen Einheit der Seepferdchen beim Paarungstanz erkennen und finden wir die Harmonie und die Einheit nach der wir ein Leben lang suchen. Als Wassertier weist das Seepferdchen als Krafttier aber auch auf die Gefühlswelt hin. Es möchte, dass Sie sich auf seinen Rücken setzen und mit ihm gemeinsam das Meer erkunden und tiefen Gefühlen auf den Grund gehen. Betrachten Sie das Krafttier Seepferdchen wie Odins Pferd Sleipnir als schamanisches Reittier, das Sie auf eine Reise durch die WeltenMeere mitnehmen möchte. So steht es gleichermaßen für das Mystische, das Geheimnisvolle und das Verborgene. Es gibt so Vieles, was noch niemand im Meer zu sehen bekam, weil es im Schutz von Dunkelheit oder im Verborgenen liegt. Das Seepferdchen als Krafttier führt Sie genau dahin, damit Sie den Ozean des Lebens in seiner Ganzheit kennen lernen – denn zu diesem gehören nicht nur lustige Clownfische, zauberhafte Seesterne und wunderschöne Seepferdchen, sondern auch imposante Wale, freche Haie, stachelige Igel und brennende Quallen. Alles ist Teil des Ozeans und Teil von vielen Legenden, Märchen und Mythologien – auch Sie!

Das Seepferdchen hat die Eigenschaft, sich farblich an die Umgebung anzupassen und so macht auch das Krafttier Seepferdchen auf Themen wie Anpassung, Tarnung und Flexibilität aufmerksam. Manchmal ist es von Nöten sich schnell und geschickt an seine Umwelt anzupassen, um von ungebetenen Gästen, Feinden oder Peinigern nicht gefunden zu werden. Genau diese Fähigkeiten verleiht Ihnen das Seepferdchen, wenn es als Krafttier in Ihr Leben tritt. Gleichermaßen möchte es, dass Sie Ihr Weltbild überarbeiten. Es gibt Dinge, die nicht so sind, wie sie scheinen oder wie Sie sie festgestellt haben. Das beste Beispiel hierfür ist der Rollentausch der Geschlechter bei den Seepferdchen, wenn es um den Nachwuchs geht. Sie ahnen es sicher schon – genau darauf möchte auch das Seepferdchen als Kraftier aufmerksam machen. Nicht immer ist etwas ausschließlich „Frauensache“ oder ein „Männerding“. Oft helfen bei Problemen erfrischende Erkenntnisse des anderen Geschlechts durch dessen anderen Blickwinkel und anderes Empfinden weiter. Frauen sind nicht nur Erzieher und Hüter des Hauses und Männer nicht nur Arbeitstiere. Wollen Sie wirklich die Einheit mit Ihrem Partner, dann werden Sie wohl auch mit ihm irgendwann einmal tauschen müssen, denn: in der Einheit gibt es keine Trennung. Keine Trennung von Bett und Tisch, keine Trennung von Berufsbildern oder Arbeitsaufgaben. Jeder übernimmt einmal die Aufgaben des Anderen und Jeder ist mal der Kranke, der genesen muss und auch mal der gesunde Krankenpfleger, der sich um den Anderen kümmert und ihm von seiner Kraft gibt.

Traumdeutung

In Bearbeitung.

Sonstiges

Nichts bekannt.