Archiv der Kategorie: Europa

Hier finden Sie alle in Europa heimischen Krafttiere und/oder Fabelwesen.

Widder

Lebensraum

Der Widder ist eine Art Wildschaf und gehört deshalb zur Familie der Schafe. Unter der Bezeichung „Widder“ versteht man für gewöhnlich Mufflons und Kreishornschafe, welche beide gedrehte, korkenzieherartige Hörner – das Markenzeichens der Widders – besitzen. Genau genommen ist „Widder“ also keine Tierart, sondern ein Begriff aus dem Volksmund, welche für Schafe mit gedrehten Hörnern verwendet wird. Darüber hinaus bezeichnet „Widder“ auch nur ein männliches Tier der Mufflons oder Kreishornschafe. Das weibliche Tier wird „Mutterschaf“ genannt. So ist der „Widder“ im Prinzip  vielmehr ein Symbolbild, das aus der abendländischen Astrologie abgeleitet wurde und sich an den besagten Tierarten anlehnt. Der Lebensraum der Mufflons lag ursprünglich in in Europa, während der Lebensraum der Kreishornschafe sich im Wesentlichen auf Asien konzentrierte. Durch Domestizierung und Nutztierhaltung sind die beiden Arten mittlerweile nahezu weltweit anzutreffen. Die meisten Mufflons, die auch Widder genannten werden, leben in Mischwäldern und teilweise felsigen Regionen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Gräsern, Kräutern und Blättern, fressen mitunter aber auch Samen und Beeren.

Mythologie

Im traditionellen Volksglauben gilt die korkenzieherartige Hornform des Widders als Sinnbild für Willenskraft und Durchsetzungsvermögen. In Ägypten kennt man die Götter Chnum und Amun als widderkopfartige Gottheiten. Chnum, Fruchtbarkeitsgott und Gatte der Heket, galt lange Zeit als Schöpfergott im alten Reich, etwas später (etwa um das 16. Jhd.) wurde dann Amun, der Wind- und Fruchtbarkeitsgott, zum Hauptgott der Ägypter. Seine Name bedeutet „der Verborgene“ und lehnt sich an sein bevorzugtes Element, den Wind an. Es heißt daher auch, dass Amun und Amaunet gemeinsam ihre Götter mit ihrem Schatten schützen. Schon bei den alten Ägypten war die Verbindung des widderkopfartigen Gottes Amun zu Sonne deutlich, denn Amun-Re gilt dieser seit jeher als Orakel- und Sonnengott. Amun-Re vereint in sich die Götter Re, Min und Amun und gilt damit auch als Sonnen-, Wind- und Fruchtbarkeitsgott. Als Herrscher des Lebens wurde der falkenkopfartige Gott im alten Ägypten deshalb auch als „König der Götter“ bezeichnet und sogar als Verkörperung der Sonne betrachtet. Ihm zu Ehren säumten daher auch liegende Widdersphingen auf Podesten die Wege oder Eingänge zu seinem Tempel.

Auch in Griechenland wurde der Widder hoch in Ehren gehalten. Dort und auch hierzulande gilt der Widder als Sternenbild und Tierkreiszeichen des abendländischen Horoskopes. Seine Existenz geht der Mythologie zu Folge auf die Vorgeschichte der Sage von Jason und dem goldenen Flies zurück. So bestimmte König Athamas eines Tages seinen Sohn Phrixos zu seinem Nachfolger. Der Stiefmutter Ino gefiel das gar nicht, denn lieber hätte sie ihren eigenen Sohn als Thronfolger gesehen. Und so versuchte sie aus Neid und Eifersucht heraus mit allen Mitteln die Inthronisierung von Phrixos zu verhindern. So sorgte sie z.B. für Missernten, indem sie die Saat verderben ließ. Sie erpresste schließlich König Athamas, dass eine Hungersnot nur abgewandt werden könne, wenn dieser seinen Sohn Phrixos opfern würde. Gerade als der verzweifelte König seinen Sohn auf dem Altar opfern wollte erschien am Himmel ein Widder mit goldenem Fell. Als dieser auf Phrixos zugerannt kam, nutzte dieser die Gelegenheit und sprang mit seiner Schwester sofort auf den Widder und flog mit ihm davon. Seine Schwester verlor auf der Reise leider den Halt und stürzte ins Meer, Phrixos aber war gerettet. Als der Widder Phrixos in Sicherheit gebracht hatte, bat ihn der Widder, ihn an seiner Statt zu opfern, was Phrixos dann auch tat. Zum Dank dafür wurde der Widder als Sternenbild in den Himmel versetzt und wird sein goldenes Fell – das auch als das goldene Flies bekannt ist – seit jeher an einem Heiligen Ort vom Kriegsgott Ares aufbewahrt und von einem Drachen bewacht. Seitdem stehen Widder und Drache deshalb auch für Schutz, Kampf und Siegeswillen und sind beide dem Element Feuer zugeordnet. Es verwundert daher nicht, dass der Widder auch mit dem römischen Kriegsgott Mars verbunden ist.

Im Horoskop ist der Widder den Monaten März und April, als auch dem Element Feuer zugeordnet. Auf Grund seines starken Willens und Durchsetzungsvermögens gilt er als Sinnbild für Kampf, Erfolg und Sieg.

Im Hinduismus reitet der Feuergott und Götterbote Agni auf einem Widder durch die Welten, um Gebete und Opferbitten den entsprechenden Gottheiten zu überbringen und die Menschen durch sein reinigendes Feuer von Kummer, Sorgen, schlechtem Karma und Lastern zu befreien. In der afrikanischen Mythologie gibt es einen widderartigen Gewitter- und Himmelsgott names So Xerviso, der mit dem Donner Zwiesprache hält. Man sagt, dass er stets mit eine Donnersteinaxt bewaffnet sei.

Sogar im Alten Testament ist die Rede von einem Widder. Als Abraham auf Gottes Bitte hin seinen erstgeborenen Sohn Isaak opfern soll, um seine Loyalität unter Beweis zu stellen, schreitet Gott im allerletzten Moment ein und schickt Abraham einen Widder, den er anstelle seines Sohnes opfern soll. So gilt der Widder seit langem in vielen Kulturen als beliebtes Opfertier, das sich zum Wohl der Gemeinschaft in den Dienst des Höchsten stellt.

Widder – Medizin

Springt der Widder in Ihr Leben, dann kündigt er eine Wende an und begünstigt Neuanfänge. Es kann gut sein, dass sich die Dinge nun sprunghaft verändern und neues Leben in tot geglaubte Idee, Wünsche, Vorstellungen und Pläne einkehrt. So wie auch der Widder dem Frühling zugeordnet ist, kann nun auch in Ihnen neues Leben erwachen. Seien Sie spontan und öffnen Sie sich der abwechslungsreichen und lebhaften Krafttiermedizin des Widders. Mit dem Widder als Krafttier gelingt es Ihnen jetzt große Hindernisse zu überwinden oder aus dem Weg zu räumen und sich mutig neuen Herausforderungen zu stellen. Wenn Sie Ihre aktuelle Lebensphase meistern oder zum Positiven wenden wollen, müssen Sie jetzt aktiv werden und Durchsetzungsvermögen beweisen. Seien Sie allerdings vorsichtig, bei wem oder was Sie mit dem Kopf durch die Wand wollen, denn Sie können damit auch geliebten oder befreundeten Menschen vor den Kopf stoßen. Seien Sie mutig und wagen Sie den Sprung ins Ungewisse, denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Das Krafttier Widder hilft Ihnen daher auch, wieder Ihre Kraft und Ihren Mut zu finden, damit Sie Selbstinitiative ergreifen können, anstatt die Dinge über sich ergehen zu lassen – denn das liegt absolut nicht in der Natur des Widders.

Ist der Widder als Krafttier, dann werden Ihnen damit auch Neugierde, Kampfgeist und ein scharfer Verstand zu Teil. Mit dem Widder als Krafttier entdecken Sie neues, unbekanntes Terain und haben auch den Mut unkonventionelle Wege im Denken und Handeln zu beschreiten. Doch teilen Sie sich Ihre Kräfte gut ein, damit Sie auf Ihrem Weg zu Ziel nicht ausbrennnen. Das Krafttier Widder hilft Ihnen Entbehrungen, Fehlschläge und Widerstände nicht all zu sehr zu Herzen zu nehmen und nicht gleich aufzugeben. So schenkt Ihnen der Widder als Krafttier Optimisus, Lebenskraft und Durchhaltevermögen, damit Sie all ihre Ziele erreichen und Ihre Grenzen abstecken und verteidigen können. Der Widder sagt Ihnen: Träumen Sie nicht länger Ihr Leben, sondern leben Sie Ihre Träume!

Gleichwohl prüft der Widder Ihre Opferbereitschaft. Was sind Sie bereit für Ihr Ziel oder Ihren Wunsch zu opfern? Das Leben ist ein ewiges Geben und Nehmen und für jeden Tod gibt es ein Leben. Achten Sie jedoch auch darauf, dass Sie sich nicht ständig zum Opfer machen, indem Sie sich für alles verantwortlich machen (lassen). Denn die Krafttiermedizin des Widders kann sich ins Gegenteil verkehren und damit zur Opferhaltung, zu Sturheit und Egoismus, als auch zu Impulsivität und Unberechenbarkeit führen. Fühlen Sie die Kraft und den Tatendrang, aber bedenken Sie stets, dass aus großer Kraft auch eine ebenso große Verantwortung wächst.

Traumdeutung

Wenn ein Widder durch Ihre Träume springt, will er Sie auffordern endlich aktiv zu werden und Ihr Leben in die Hand zu nehmen. Gleichwohl kann das Auftauchens eines Widders im Traum auch daraufh hinweisen, dass Jemand in unserem unmittelbaren Umfeld unsere Aufmerksamkeit, Zuneigung oder Liebe mit Gewalt erzwingen und uns von ihm abhängig machen will. Bleiben Sie wachsam und packen Sie den Widder mit Mut und Verstand bei den Hörnern, um ihre Grenzen abzustecken und Anderen aufzuzeigen. Ein Widder im Traum kann aber auch auf innere Konflikte und Gefühlsblockaden beim Träumenden hinweisen. Möglicherweise tragen Sie eine große Wut und Zorn auf Jemanden oder etwas in sich und würden nur all zu gerne mit dem Kopf durch die Wand Amok laufen. Hier ist Vorsicht geboten, damit Se nicht in der Wand stecken bleiben oder sich in etwas verrennen.

Sonstiges

Nichts bekannt.

Raupe

Lebensraum

Als Raupe bezeichnet man für gewöhnlich ein Entwicklungsstadium von bestimmten Insekten wie Tag- und Nachtfaltern. So ist die Raupe zwar ein eigenständiges Insekt, in ihrer Entwicklung jedoch nicht auf den Schmetterling beschränkt. Genau genommen ist die Raupe bei vielen Falterarten fast ausschließlich eine Art Fresstadium, das so viel Nahrung wie nur möglich zu sich nimmt, da viele Arten kurz nach ihrer Verpuppung zum Schmetterling nichts mehr fressen, sich nur vermehren und danach sterben. Die Raupe ist damit als Teil einer Metamorphose anzusehen, bei dem die Raupe das Stadium einer Larve bei den Tag- oder Nachtfaltern verkörpert. Als kälteempfindliches Insekt kommt die Raupe hauptsächlich in gemäßigten und tropischen Klimazonen der Welt vor, weshalb die Raupe auch in der Arktis und Antarktis fehlt. Zum Leben und Wohnen bevorzugen sie hauptsächlich Bäume und größere Waldbestände, an die sie sich meist ohne Probleme optisch anpassen. So haben Raupen meist eine grüne oder braune Färbung – je nach dem an welche Umgebung sie sich anpassen müssen. Wärend der in Nadelwäldern lebende Kiefernschwärmer grün-braun gefärbt und mit gelben Flecken besetzt ist und damit im Laub oder auf Baumstüpfen nahzu unauffindbar ist, hat die Raupe des Lindenschwärmers eine durchgend grüne Färbung, weil er sich meist in Wiesen oder auf den grünen und saftigen Blättern von Laubbäumen aufhält.

Andere Raupen besitzen auffällige Warnfarben wie gelb, rot und blau, um Fressfeinde abzuwehren. Interessant ist aber auch, dass die Farbe der Raupe nichts mit dem späteren Aussehen des verpuppten Falters zu tun hat. Ihre Größe in Verbindung mit ihrem auffälliger segmentartiger Körperbau macht die Raupe unverwechselbar und leicht von den Larven anderer Insekten zu unterscheiden. Auf dem Rücken besitzen sie ein verhärtetes Nackenschild, das ihnen Schutz gegen äußere Einflüsse wie etwa Wind, Regen, Hagel und andere Insekten bietet – während der Bauch und die Brustseite, auf der sich die Raupen fortbewegen – meist weich und ungeschützt, dafür aber umso beweglicher ist. Ihre ganz ureigene Gangart ist ebenso unverwechselbar und einzigartig. Kriechend wie eine Schlange und robbend wie ein Seehund an Land bewegt sich die Raupe zwar langsam, aber dafür trittsicher vorwärts. Dadurch, dass sie beim Fotbewegen Segment für Segment bewegt kann die Raupe auch widrige Hindernisse überwinden und unwegsame Pfade einschlagen.

Krafttier Raupe

Mythologie

Im Hinduismus sind die Raupe und der Schmetterling eng mit dem Glauben der Reinkarnation verbunden. Es heißt dass Brahma, der Schöpfergott des Priestertums, von tiefer Ruhe erfüllt gewesen sein soll, als er die Verwandlung einer Raupe beobachtet hatte. Durch dieses Erlebnis war Brahma davon überzeugt, dass Vollkommenheit durch Wiedergeburt erlangt werden kann. Der römische Schriftsteller Plinius war der Auffassung, dass Raupen durch Tautropfen entstehen würden, die im Frühling auf die Blätter fallen. Die griechische Mythologie kennt die sog. Kampe, ein weibliches und raupenähnliches Ungeheuer, welches Kyklopen (einäugige Dämonen) und Hekatoncheiren (hundertarmige Riesen) in der Unterwelt bewachte bis Zeus diese während des Kampfes der Titanen erschlug.

Bereits im alten China wusste man die feinen und glänzenden Fäden des Kokons der Raupe zu schätzen. So kam es auch, dass man die Fäden der Kokons seit jeher für die Seidenproduktion nutzt und mittlerweile leider auch in Indien, Japan domestizierte Seidenspinner gezüchtet werden. Die aus den Fäden des Kokons gewonne Seide wird nicht nur zur Herstellung von Kleidung, sondern auch für Saiteninstrumente verwendet. Seide war einst ein wertvolle und begehrte Handelsware, die über die berühmte Seidenstraße von Asien nach Europa transportiert wurde. Die Seidenstraße hat ihren Namen übringes auch nicht von ungefähr, sondern vom Erzeugnis der Seide. Durch die regelmäßige, häufige und hauptsächliche Nutzung als Handelsweg für Seidenprodukte kam diese Straße eben zu ihrem Namen.

Die Traditionelle Chinesische Medizin, als auch die Vitalpilzkunde kennt einen sog. Raupenpilz (Ophiocordyceps sinensis) und weiß diesen als Heilpilz zu schätzen. Seinen Namen trägt dieser Pilz natürlich genausowenig von ungefähr. Sein  schlankes, längliches und segmentartiges Aussehen, sowie seine bräunliche Färbung und seine geringe Größe erinnern sehr an eine Raupe – daher eben auch sein Name.

In der Literatur finden wir die Geschichte der Raupe „Nimmersatt“ des erfolgreichen amerikanischen Kinderbuchautors Eric Carle. Die Geschickte erzählt von der immer hungrigen Raupe „Nimmersatt“, die eine Woche lang viele verschiedene Lebensmittel frisst. Am Ende der Woche wird sie vom vielen Essen schließlich dick und fühlt sich schlecht. Dann findet sie ein grünes Blatt, das ihr saftiger, frischer und leckerer erscheint, als alles, was sie bisher gegesessen hat. Sie kann der Versuchung nicht widerstehen und frisst dieses Blatt – und stellt zu ihrem Erstaunen fest, dass es ihr danach viel besser geht. Dann wurde sie richtig satt und legte sich schlafen. Als sie wieder aufwacht, stellt sie fest, dass sie sich in einen wunderschönen Schmetterling verwandelt hat.

Gleichwohl finden wir in der Litaratur auch die Geschichte von der Raupe Valtentin und seinen Freunden. Sie erzählt von einer neugierigen und abentuerlustigen Raupe, welche die Welt erkunden möchte und auf der Suche nach einem neuen Zuhause ist. Dabei begegnet die Raupe Valentin vielen anderen Insekten, die seine Hilfe benötigen. Da er sich als mutig und hilfsbereit erweist macht er sich auf seiner Reise viele Freunde, die ihm dabei helfen Gefahren zu überwinden und einen neuen Schlafplatz zu finden. Die Geschichte zeigt auf wunderbare Weise, dass auch eine noch so kleine und hilflos geglaubte Raupe große Wege zurücklegen, schwierige Hindernisse überwinden und anderen helfen kann.

In der Heraldik ist die Raupe zwar nicht zu  finden, dafür aber als Fahrzeug in der Forst- und Landwirtschaft, der Bauindustrie und dem Militär. Als Raupe versteht man in dieser Hinsicht nämlich für gewöhnlich große Kettenfahrzeuge, die keine Reifen, sondern Gleisketten haben, welche die Last gleichmäßig verteilen und es so der Raupe ermöglichen, sich auf unebenem oder weichen Untergrund wie Waldboden, Sand, Kies oder anderem steinigen und leicht hügeligem Gelände sicher und schnell bewegen zu können – wie auch die echte Raupe, von dem das Fahrzeug seinen Namen hat.

Raupen – Medizin

Kriecht  die Raupe als Krafttier in Ihr Leben, dann wird es Zeit sich auf das Wesentliche zu besinnen und zu erkennen, dass man auch mit kleinen Schritten ans Ziel kommt – vielleicht nicht unbedingt schneller, dafür aber sicherer. Obwohl die Raupe zunächst winzig und bedeutungslos wirkt, wohnt in ihr dafür eine umso größere spirituelle Medizin. Als Teil einer Metamorphose zeigt uns das Krafttier Raupe, dass wir in unserer Entwicklung noch mitten drin – quasi noch „in den Kinderschuhen“ – stecken. Zunächst ist da das Ei, aus dem die Larve in Form der Raupe schlüpft. Im übertragenen Sinne bedeutet das, das gewissen Vorhaben, Ideen und Vorstellungen gerade erst geschlüpft sind und sich erst noch entwickeln müssen, bevor man darüber urteilen oder eine Ernte einfahren kann. Ihr segmentartiger Körperbau und ihre ureigene und nur für Raupen typische Fortbewegungsweise unterstützt diese Symbolik. Es ist jetzt nicht die Zeit für große Dinge und große Schritte, sondern die Zeit kleine Abschnitte mit kleinen Schritten zu meistern. Es ist ein langer und sicher auch beschwerlicher Weg bis zum Ziel und daher ist die Raupe als Krafttier auch ein Symbol für Zielstrebigkeit. Ihre Fähigkeit auch widrige Hindernisse zu überwinden und unwegsame Pfade einzuschlagen zeigt, dass auch Sie in Ihrer aktuelle Lebensphase gemeinsam mit der Raupe als Krafttier jedes noch so unüberwindbar geglaubte Hindernis meistern und jeden noch so weichen Boden begehen können, ohne einzusinken oder auszurutschen.

Das Krafttier Raupe stärkt Ihnen in jedem  Fall den Rücken – auch wortwörtlich – und schützt Sie gegen äußere Einflüsse, damit Sie Ihren Weg unbeirrt fortsetzen können. Gleichermaßen sorgt das Krafttier Raupe dafür, dass ihr Herz weich und ihr Körper beweglich bleibt, damit Sie agil genug sind, um sich fortzubewegen. All dies lässt erkennen, dass die Raupe nicht für Zielstrebigkeit, sondern auch für Geduld und Willensstärke steht, denn von ihr können wir lernen, dass man nicht aufgeben, sondern geduldig sein, an sich selbst glauben und sein Ziel nicht aus den Augen verlieren darf, wenn man es jemals erreichen möchte. Während das Ei für den Anfang (unsere Pläne) und der Schmetterling das Ziel (das Ergebinis)  ist, so steht die Raupe genau dazwischen. Sie ist der Übergang vom Kind zum Erwachsenen. Gleichwohl repräsentiert die Raupe eine Art Arbeitsstadium, in dem es nur ums Fressen und Wachsen gilt. Im übertragenen Sinne bedeutet das, dass das Krafttier Raupe darauf aufmerksam macht, dass das Krafttier Raupe mit Arbeit, Fleiß und Beständigkeit in Verbindung steht. Es die Zeit der Arbeit, nicht die Zeit der Ernte. Nach dieser Zeit kommt die Zeit der Ruhe und der Besinnung in Form eine Kokons (die Entwicklung), in welchem wir uns auf die Verpuppung vorbereiten. Ist unsere Zeit gekommen, wird es Zeit sich selbst zu erkennen und sein wahres Wesen nach Außen zu tragen. Erst nach der Ruhephase erkennen wir uns als Schmetterling wieder und können die Ernte einfahren, für die wir als Raupe so hart gearbeitet haben. Ebenso zeigt die Raupe, dass man nicht vorschnell urteilen sollte. Eine Weisheit von Erich G. Wickenburg bringt es auf den Punkt: „Wer eine Raupe zertritt, hat einen Schmetterling getötet.“

Das Krafttier Raupe erinnert uns daran, dass wir uns auf dem Weg selbst fragen müssen, ob der Weg, den wir gehen immernoch der Weg ist, den wir gehen wollen und ob sich die Dinge so entwickeln, wie wir es vor dem Schlüpfen geplant hatten. Nicht immer läuft alles nach Plan, daher ist es nicht wichtig, wie wir uns einmal die Dinge ausgemalt haben, sondern wie sie nun wirklich sind. Das Krafttier Raupe holt uns damit – im wahrsten Sinne des Wortes – zurück auf den Boden der Tatsachen. Gleichwohl möchte sie darauf aufmerksam machen, was genau wir in der Arbeitsphase „zu uns nehmen“. Denn all dies wird unsere Entwicklung prägen und unsere Art der späteren Verpuppung bestimmen. Erst die gesammelten Erfahrungen und die daraus resultierende Reife lässt uns später zum Tag- oder Nachtfalter werden. Die Zeit der Arbeit kommt mit der Raupe als Krafttier in Ihr Leben, die Zeit der Wandlung steht kurz bevor – arbeiten sie  jetzt gut, gewissenhaft und gründlich, damit die spätere Verwandlung umso einfach und schöner werden kann. Geben Sie jedem tag die Chance der Schönste in Ihrem Leben zu werden und erledigen Sie anfallende Arbeiten immer sofort, damit Ihnen neue Arbeiten nicht zu viel werden.

Traumdeutung

Krabbelt die Raupe durch Ihre  Träume, dann weist sie darauf hin, dass Sie zur Zeit eine Veränderung durch machen und sich mitten in einem Prozess befinden. Das Erscheinen eine Raupe oder einer sich verpuppenden Raupe im Kokon kann auf die Angst hinweisen, wie sich Dinge am Ende enteickeln werden und ob sich manche Vorhaben oder Menschen am Ende auf eine unangenehme Art und Weise „entpuppen“ werden. Eine Raupe im Traum macht uns aber auch auf unentdecktes oder ungefördertes Potenzial aufmerksam, das entfaltet, gelebt und weiterwentickelt werden will, damit wir unsere Seelenfrieden und unsere Berufung finden können.

Buchempfehlungen

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Eichelhäher

Lebensraum

Der Eichelhäher ist ein Singvogel aus der Familie der Rabenvögel und daher auch mit der Krähe, dem Raben und der Amsel verwandt. Entgegen der weitläufigen Meinung ist der Eichlhäher aber kein Nesträuber. Ihr Bauch ist meist beige und weiß, ihr Rücken und ihr Gefieder sind ebenfalls hauptächlich in einem teilweise mit grau gemischten Beige gehalten. Während ihr Schwanz eher rotbraun ist, sind ihre zarten Beine eher gelbrosa. Ursprünglich ist der Eichhäher in Europa heimisch, hat sich über Asien aber auch bis in den Norden von Afrika verbreitet. Im Sommer stehen hauptsächlich Insekten (wie z.B. die Fliege), Würmer (wie z.B. der Regenwurm) und Spinnentiere (wie z.B. die Spinne) auf dem Speiseplan. Im Winter begnügt sich der Eichelhäher auch mit pflanzlicher Nahrung wie z.B. mit Nüssen (wie etwa Eicheln), Beeren und anderen Früchten. In Europa bevorzugt der Eichelhäher grundsätzlich alle Arten von lichten Wäldern, in unseren Breiten fühlt sich der Eichelhäher jedoch in Misch- und Laubwäldern am Wohlsten.

Krafttier Eichelhäher

Mythologie

Der Name des Eichelhähers leitet sich von “ Eichel“ und „Häher“ ab. Beobachtungen haben gezeigt, dass der Eichelhäher eine Vorliebe für Eicheln hat und dass er oft in den Baumwipfeln von Eichen sitzt. Von seiner Lieblingsspeise kann der Eichelhäher übriges bis zu zehn im Kehlsack transportieren, um sie woanders einfach nur zu vergraben und einen Vorrat anzulegen (wie ein Eichhörnchen). Das Wort „Häher“ stammt von „Heger“ und „Hüter“ ab und ist auf seine zweite Vorliebe das Stehlen, Sammeln und Hüten bzw. Horten des „Diebesgutes“ zurückzuführen. In manchen Regionen ist der Eichelhäher deshalb auch als „Nussgackl“ und „Marktwart“ bekannt. Der berühmte Dichter Hermann Löns bezeichnet den Eichelhäher sogar als „Wächter des Waldes“. Dieser Beiname kommt natürlich nicht von ungefär, sondern von der besonderen Eigenschaft des Eichelhähers des Imitierens von Stimmen und Rufen anderer Tiere. Dadurch schreckt er diese oft ab oder warnt deren Beute vor ihrer Ankunft. So wacht er quasi über seine Waldstück, indem er seine Feinde mit ihren eigenen Waffen schlägt und deren potenzielle Beute vor dem nahenden Unheil warnt. Gleichzeitig spiegelt sich hier die bekannte Intelligenz der Rabenvögel wieder, denn der Eichelhäher kann nicht nur den Ruf einer Eule nachahmen, sondern auch das Miauen einer Katze, den Ruf eines Habichts, Laute eines Spechts und sogar Klingeltöne.

Der Volksmund nennt ihn „Gärtner des Waldes“. Womöglich ist dies auf die Vergesslichkeit des Eichelhähers bei Anlegen von Vorratskammern zurückzuführen, denn oftmals weiß der Eichelhäher nicht mehr, wo er die einst sorgfältig gesammelten und eingegrabenen Nüsse versteckt hat. Dadurch hilft er ungemein bei der Verbreitung von Bäumen. In der Vergangenheit soll der Eichelhäher gemeinsam mit dem Eichhörnchen dadurch besonders zur Entstehung und Ausbreitung von Eichenwäldern beigetragen haben. Auch heute noch unterstützt er die Verbreitung von Eichen, Buchen und Haseln – ganz besonders in monotonen Nadelwäldern (wie z.B. den Nutzwäldern in Bayern), wo sonst nur Fichten, Tannen und Kiefern wachsen. Jäger und Förster wissen seine Tat als sog. „Hähersaat“ zu schätzen.

Laut einer christlichen Sage soll der Eichelhäher einst am ganzen Körper wunderschön blau gefärbt und gemustert gewesen sein. Weil er angeblich Jesus verraten haben soll, wurde ihm das bezaubernde Federkleid jedoch wieder genommen und als Erinnerung an dieses Vergehen und den unverzeihbaren Verrat zieren den Eichelhäher heute nur noch kleine Flecken an den Flügeln.

Wegen seiner lautstarken Äußerungen im Frühling wird der Eichelhäher im Volksmund auch „Polizist des Waldes“ genannt, weil die Lautstärke an Trillerpfeifen von Verkehrspolizisten erinnert. Ebenso ist er aber auch als „Schreiwäkster“ im Emsland, als „Magolwes“ im Siegerland und als „Nußgratsche“ im Stubaital bekannt. Sogar in seinem plattdeutschen Spitznamen „Holteekster“ spiegelt sich seine Verwandtschaft zur Elster („Heckster“, Platt = „Elster“) und seine Vorliebe zu Eicheln („Eckel“, Platt = Eichel) und Eichbäumen („Eekboom“, Platt = Eiche) wieder.

Eichelhäher- Medizin

Hüpft oder fliegt der Eichelhäher als Krafttier in Ihr Leben, dann gilt es wachsam zu bleiben und Veränderungen kritisch zu betrachten. Nicht alles was neu ist ist gut und nicht alles was alt ist ist alter Tobak. Es sind oft das alte Wissen und die Erfahrungen der Vergangenheit, die uns überhaupt eine friedliche und harmonische Gegenwart und eine bessere Zukunft ermöglichen. Als Wächter des Waldes macht das Krafttier Eichehäher aber auch auf den Zustand des eigenen Waldes hin. Wie sieht es in Ihrem Wald aus? Ist es ein dunkler Wald mit fast ausschließlich Nadelbäumen oder lassen ein paar Laubbäume Licht ins Dunkel? Gibt es viel Gestrüpp, Dornen und Brennesseln oder zieren Lupinen, Taubnesseln und Bärlauch den Waldboden? Gibt es begehbare Wege oder sind es vielmehr verschlungene Pfade, durch die man sich durchkämpfen muss? Fragen und bitten Sie den Eichelhäher als Krafttier Ihnen zu zeigen, wie es in Ihnen selbst aussieht und wie Sie Ihren inneren Wald pflegen können.

Als Wächter des Waldes wacht das Krafttier Eichelhäher nämlich auch über den Wald Ihrer inneren Welt. Wollen Sie diesen Wald betreten, müssen Sie am Eichelhäher vorbei und ihn um Erlaubnis bitten, den Wad zu betreten. So wie der Eichelhäher gerne am Boden seine Nahrung versteckt, so gerne sitzt er auch in den Baumwipfel, um von dort oben das Geschehen zu beobachten. So steht das Krafttier Eichelhäher auch für die Verbindung von Himmel und Erde, Geist und Körper, Spiritueller Welt und Alltäglicher Wirklichkeit. Es geht darum Beide Dinge miteinander zu vereinen, Gedanken zu materalisieren und flexibel wie die Erde zu bleiben, die sich von Wasser und Wind an andere Orte tragen lässt. Sein lautstarkes Gekrächzte weist darauf hin, dass sie ein lauten Lebensstil verfolgen und gerne Krach und Rabatz machen – oftmals auch zum Nachsehen Ihrer Familie, Freunde, Bekannte oder Kollegen. Versuchen Sie nicht immer gleich einen Aufstand zu machen, denn die meisten  bedeutsamen Dinge werden im Stillen getan.

Die erstaunliche Fähigkeit des Eichelhähers, Stimen und Rufe nachzuahmen ermahnt auch Sie dazu, nicht alles nachzuplappern, was andere so von sich geben. Gleichzeitig warnt das Krafttier Eichelhäher vor Nachahmung und der Gefahr, dass Sie nicht achtsam genug mit sich selbst umgehen. So macht der Eichelhäher als Krafttier nicht nur auf Innenschau, sondern auch auf Leichtsinnigkeit, Wachsamkeit und Schutz aufmerksam. Ebenso ermuntern Sie das Krafttier Eichelhäher sie dazu, sich auch in der alltäglichen Wirklichkeit in den Wald zu begeben und Kontakt zu den Waldgeistern aufzunehmen – seien es Baumgeiste, Trolle, Wichtel oder Zwerge. Wenn Sie auf der Suche nach Ihren Wurzeln sind, begeben Sie sich in den Wald, um letzten Endes in sich selbst die Stabilität und Kraft zu finden, die Sie im Außen suchen.

Durch seine besondere Verbindung zur Eiche möchte Sie der Eichelhäher als Krafttier aber auch auf die schamanischen & spirituellen Qualitäten der Eiche aufmerksam machen. Möglicherweise ist die Eiche zur Zeit Ihr Kraftbaum. So wie auch der Eichelhäher einen Vorrat für den Winter anlegt, so möchte Sie auch das Krafttier Eichelhäher daran erinnern, immer gut vorbereitet zu sein und sich einen Vorrat an Kraft, Nerven oder finanziellen Mitteln für die Zukunft zurückzulegen, weil sie diese brauchen werden. Gleichzeitig weist er damit symbolisch auf das alte Wissen hin, das von unseren Vorfahren einst angelegt wurde und von uns nur wiedergefunden und freigelegt werden muss – wie die einst im Herbst vergrabenen Eicheln für den Winter. Seine positve Eigenschaft zur Verbreitung des Waldes beizutragen, erinnert an die geistige Entwicklung. So wie der Eichelhäher die Eicheln in seiner Kehle sammelt, gilt es für uns Wissen und Weisheit anzusammeln und zu hüten. Wenn der Eichelhäher die Eichel in die Erde legt, weist uns dieser Akt darauf hin, dass wir das Weisheit und Wissen nicht ewig behalten können und es teilen müssen. Wir müssen beides behutsam wie Samen in die Erde legen, damit neue Entwicklungen ihren Lauf nehmen und andere das Wissen und die Weisheit finden können. Gleichwohl steht dieses einpflanzen und Hüten des Samens auch für unseren eigenen Reifeprozess, bei dem unser Geist und unser Potenzial wachsen. Der Wächter des Waldes ist auch Ihr Wächter, wenn er Ihnen als Krafttier erscheint und er wird sein Wissen und seine Weisheit mit Ihnen teilen, wenn Sie diese anschließend auch wieder mit Jemandem teilen.

Traumdeutung

Als Traumsymbol warnt der Eichelhäher vor Nachahmung und das Leben nur durch Betrug und List zu meistern. Auf Dauer ist das keine Lösung, die glücklich macht. Ein fliegender und sich auf einem Baum niederlassender Eichelhäher weist auf die Überwindung großer Hindernisse und Schwierigkeiten hin, die zwar eine große Anstrengung erfordern, aber mit Erfolg und Bravur gemeistert werden können. Mehrere Eichelhäher im Traum kündigen Besuch von Freunden oder der Familie an, die eventuell interessanten Klatsch zu berichten haben. Ein toter Eichelhäher im Traumgeschehen warnt for häuslichem Streit, zwist und teils heftigen und lautstarken Auseinandersetzungen – so wie auch der Eichelhäher im Frühling ordentlich Rabatz macht

Sonstiges

Nichts bekannt.

Nachtigall

Lebensraum

Die Nachtigall ist ein Singvogel aus der Ordnung der Sperlingsvögel und daher mit dem Spatz, der Meise und dem Buchfink verwandt. Ihr Bauch ist meist helbraun oder grau und ungefleckt, ihr Rücken und ihr Gefieder sind meist in einem warmen Braunton gehalten. Während ihr Schwanz eher rotbraun ist, sind ihre zarten Beine eher gelbrosa. Ursprünglich ist die Nachtigall und Asien und Europa heimisch, im Winter aber fliegt sie nach Afrika. Durch menschliche Hilfe ist die Nachtigall aber mittlerweile auch in Australien heimisch, wo sie einst von den weißen Siedlern eingeführt wurde. In iher Heimat bevorzugt sie Waldränder und feuchte Landschaften mit dichtem Gebüsch und hohem Gras. Der Speiseplan der Nachtigall besteht hauptsächlich aus Insekten (wie z.B. der Fliege), aus Würmern (wie z.B. dem Regenwurm) und Spinnentieren (wie z.B. der Spinne).

Mythologie

In der Antikel galt die scheinbar unaufällig Nachtigall als Symbol für Melancholie und Liebe. Es heißt, dass ihr Gesang all das in sich vereine, was nichteinmal begabte Künstler auf verschiedenen Instrumenten zu leisten vermögen. So hielten sich deshalb viele Römer eine Nachtigall im Käfig als Haustier, damit ihr Gesang sie inspirierte. Auf Künstler und Musiker soll der Gesang einer Nachtigall wie der Kuss eine Muse wirken. Ähnlich verhält es sich auch in der persichen Literatur, wo eine in eine Rose verliebte Nachtigall das Symbol für Liebende und Schönheit ist. So weist die Geschichte von der in eine Rose verliebten Nachtigall besonders auf grenzenlose & bedingungslose Liebe hin.

Im heimischen Volksglauben ist die Nachtigall eine gern gehörte Frühlingsbotin, die Mai mit Ihrem Gesang alles zum Leben erweckt und alle Lebewesen vom Winterschlaf erlöst. So soll ihr Gesang wie ein lieblicher Kuss wirken, der die tief träumende Natur sanft erwachen lässt. Wer einmal den Gesang einer Nachtigall im Frühling vernommen hat, wird wissen, dass dies mehr als nur ein Vergleich ist. Deshalb gilt die Nachtigall auch im europäischen Volksglauben als Botschafterin der Liebe und des Herzens. Viele Dichter, Nonnen und Mönche ließen sich von der Nachtigall inspirieren und führen – sei es zur Musik oder zu Gott. Traditionell bedeutet der Gesang einer Nachtigall aber auch ein bevorstehender Gruß einer nahestehenden Person (wie z.B. der Eltern oder eines anderen geliebten Menschen). Kranken singt die Nachtigall laut Volksglauben ein Heilungslied zur Genesung und im Sterben liegende Menschen singt die Nachtigall sanft und schmerzlos in den ewigen Schlaf.

Im Volksmund hat sich der Ausspruch „die Nachtigall trapsen hören“ manifestiert, was in etwas bedeutet, dass man das Kommende erahnt. Sogar William Shakespeare erwähnt in Nachtigkall in seinem legendären Roman „Romeo und Julia“ mit folgendem Satz: ‚Es war die Nachtigall und nicht die Lerche.‘

Auch das weist daraufhin hin, dass die Nachtigall ein Symbol für Liebende und Sehnsucht ist.

Nachtigall – Medizin

Fliegt die Nachtigall in Ihr Leben oder lockt die Nachtigall Sie mit Ihrem Ruf zu sich, stehen Erwachen, Herzöffnung und Erlösung von Sehnsüchten bevor. Mir ihrem betörenden Gesang berührt sie die Seele und und macht Ihnen Ihre größten Sehnsüchte bewusst. Nach was sehnen Sie sich aus der Tiefe Ihres Herzens? Liebe, Erfolg, Anerkennung oder Reichtum? Sehnen Sie sich nach einem Menschen, nach mehr Natuverbundenheit oder nach der Erfüllung eines Traumes? Lauschen Sie dem Gesang der Nachtigall, denn es ist der Gesang der Seele. Wenn Ihre Seele die Melodie wiederekennt und Sie die Melodie Ihr Herz berühren lassen, wird die Melodie der Seele ihr Herz öffnen und Sie dazu auffordern, das Lied Ihrer Seele zu singen – so wie es auch die Nachtigall macht. Summen Sie das Lied Ihrer Seele uns singen Sie, welche Sehnsucht in Ihnen schlummert oder was auch immer Ihre Seele loswerden möchte.

Begreifen Sie, dass Sehnsucht nicht nur mit Liebe und Leidenschaft, sondern auch mit Träumerei und Sucht zu tun hat. Manchmal geben wir einer starken Sehnsucht nach, obwohl wir wissen, dass es nicht gut  ist und die Sehnsucht niemals erfüllt werden kann. Wir halten dann an krampfhaft an Tagträumen und falschen Ideen und Wertvorstellungen, von denen wir eigentlich wissen, dass sie uns mehr schaden, als nützen. So will das Kraftier Nachtigall Sie mit dem Gesang der Seele von solchen Süchten erlösen – sowie auch von der Sehsnucht nach jenen Dinge, die sie schmerhaft in Ihrem Leben vermissen. Manchmal ist es besser wenn Sehnüschte nicht erfüllt, sondern erlöst werden.

Im anderen Fall kommt die Nachtigall als Krafttier zu Ihnen, um Ihnen eine lang gehegte Sehnsucht zu erfüllen. Möglicherweise überbringt sie Ihnen wie im Volksglauben auch eine Botschaften von Ihrem Liebsten oder anderen nahestehenden geliebten Menschen. Der Gesang der Nachtigall tönt jenseits von Leben und Tod, denn den einen schenkt dieser Heilung und Leben und anderen verhilft sie zu einem schmerzlosen und sanften Tod und begleitet sie mit ihrer Melodie auf der letzten Reise. Finden Sie heraus, aus welchem Grund die Nachtigall für Sie singt und ob sie Sie daran erinnert ein Teil einer großartigen Schöpfung und vollkommenen Universums zu sein. Der Gesang der Seele führt sie zum Ziel, die Melodie Ihrer Seele auf den richtigen Weg.

Alles ist Klang, alles ist Melodie und Sie sind ein Ton von vielen anderen Tönen, welcher ein Teil des Weltenliedes repräsentiert. Erst gemeinsam mit dem Rest der Schlöpfung erklingen die Töne unserer Seele zu einer harmonischen einheitlichem Melodie, welche die Seelen aller Wesen miteinander verbindet und zusammenhält. Lassen Sie alte Schmerzen und Sehnsüchte los, damit Sie erwachen und das Lied Ihrer Seele erklingen lassen können.So fordert das Krafttier Nachtigall dazu auf, von Ihrer Stimme Gebrauch zu machen und alles was sie bewegt in den schönsten Tönen und Melodien in die Welt hinauszusingen. Nur wer seine Stimme erhebt kann erhört werden, wer aber schweigt kann nicht hoffen, dass ihn Jemand hört. Wollen Sie also wirklich Menschen erreichen, dann nutzen Sie den Gesang Ihrer Seele und die Welt der Klänge. Das Krafttier Nachtigall hilft Ihnen, Ihre persönliche Seelemelodie zu finden und dem Gesang Ihres Herzens zu folgen.

Traumdeutung

Als Traumsymbol steht die Nachtigall als Königin der Singvögel für unerfüllte Sehnsüchte, Liebeskummer und dem Wunsch nach Freiheit. Je nach dem wie sie im Traum erscheint und singt, kann sie Freude und Glück verheißen (vor allem in Liebesdingen), aber auch vor Hinterlist und Gefahren warnen. Es heißt nicht umsonst im Volksmund, dass man ‚die Nachtigall trapsen‘ hört. Achten Sie auf die Zeichen in Ihrem Umfeld, dann erkennen Sie, ob die Nachtigall singt oder trapst. Kranken verheißt der Gesang der Nachtigall Heilung und Genesung, im Sterben Liegenden verheißt sie hingegen einen sanften Tod.

Sonstiges

Nichts bekannt.